Fragen zum Thema Orthodoxie

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Yeti
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Yeti » Dienstag 2. Dezember 2014, 18:10

Joseph hat geschrieben:Okay Schlauer, you found the best of the worst.... Now go, stand in a corner and repent! ;-)

Dieses Forum ist kein Platz für jungfräuliche Besucher! :nuckel: Es ist einer der Ställe den Herkules vergessen hat auszumisten. Es hat viel Licht, einige dunkle Ecken und jede Menge Mist.
Danke für den Hinweis! Ich kannte es bislang noch nicht, werde mich aber mal bei etwas mehr Zeit einlesen. Hast du vielleicht einen Tipp für mich, welche Seiten für "Jungfrauen" besser geeignet wären (ich meine welche mit nur Licht... :breitgrins: )?
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Yeti
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Yeti » Dienstag 2. Dezember 2014, 18:12

lifestylekatholik hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:eine ebenfalls halb zerstörte Kirche gefunden: St. Alin. Kein Witz! Die Schrift war einwandfrei zu entziffern
Nun steht das ja in der Regel nicht in großen Buchstaben draußen dran. Wo war denn diese Schrift?
Ein Backsteinbau, sehr zerbröckelt, mit deutlichem Kirchturmfragment, innen zerstörte Einrichtung, Verankerungen für Kirchenbänke, die Schrift selbst war auf einer verwitterten Metallplatte über dem Eingang (seitlich), das Dach fehlte ganz. Wie alt das Gebäude überhaupt war, konnte und kann ich nicht gut einschätzen.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Fragesteller » Dienstag 2. Dezember 2014, 18:16

Yeti hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Und wegen dem "Heiligen" Stalin..... da warte ich jetzt mal wie lange es dauern wird bis ein ganz Schlauer wieder die sogenannte "Ikone" mit oder von Stalin hier vorzeigt.... :pfeif:
Meinst du die Geschichte?
Eine weitere Geschichte besagt, dass während des Angriffs der deutschen Wehrmacht auf Moskau im Dezember 1941 Stalin befohlen haben soll, die Ikone in einem Flugzeug über die Stadt fliegen zu lassen, um so die Bevölkerung und die Stadt zu schützen.
Ich möchte nicht ausschließen, dass Stalin so ziemlich jede Art von übernatürlichem Beistand bemüht hat, wenn es darum ging, den Krieg zu gewinnen. Ein Usbeke in meinem Wohnheim hat mir vor einiger Zeit erzählt und auch entsprechende Dokumentarvideos gezeigt, dass der Große Vaterländische Krieg ausgebrochen sei, weil irgendwann um 1941 trotz deutlicher Warnungen plötzlich verschwindender alter Männer das entsprechend verfluchte Grab von Tamerlan geöffnet und die Gebeine nach Moskau verbracht worden seien, und dass Stalin, als er davon hörte, die Gebeine sofort habe zurückbringen und bestatten lassen. Kann sein, dass da auch ne Stadtumrundungszeremonie beteiligt war. Wikipedia kennt die Geschichte teils auch. -- Ist eigentlich die Geschichte mit dem georgischen Beichtvater, den Stalin mehrfach in den Kreml bestellt haben soll, belegt? Das wäre eher interessant.

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Joseph
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Dienstag 2. Dezember 2014, 18:47

Yeti hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Okay Schlauer, you found the best of the worst.... Now go, stand in a corner and repent! ;-)

Dieses Forum ist kein Platz für jungfräuliche Besucher! :nuckel: Es ist einer der Ställe den Herkules vergessen hat auszumisten. Es hat viel Licht, einige dunkle Ecken und jede Menge Mist.
Danke für den Hinweis! Ich kannte es bislang noch nicht, werde mich aber mal bei etwas mehr Zeit einlesen. Hast du vielleicht einen Tipp für mich, welche Seiten für "Jungfrauen" besser geeignet wären (ich meine welche mit nur Licht... :breitgrins: )?

Yeti, is das Dein richtiger Name? Was ist Deine Schuhgröße? :pfeif:

Die Webseite, OCNet, ist ganz gut und in Teilen informativ. Ich bin dort seit ungefähr vier Jahren, aber poste fast garnichts (well in general, lately I am not much into posting anymore). Dort ist wenig Aufsicht vom Eigner, Fr. George, ein Orth. Priester in der griechischen Jurisdiction (USA). Es geht manchmal "wild" her, daher kann ich sie nur bedingt empfehlen.

Ich weiß nicht was oder wieviel Du über die OK weißt, oder ob Du Orthodox bist. Die Webseite hat eine adolescente "big balls" Postermentalität und hat viele "shoot first, ask questions later" Poster. Aber man findet dort auch oft Perlen von Wert. Lies Dich mal ein aber sei Dir bewußt was Du da liest ist nicht unbedingt die OK.... Viele Orthodoxe Freunde finden die OCNet Seite "objectionable".... aber das ist Geschmacksache. Ich lese meistens mit zugehaltener Nase... und schmunzelnden Lippen....

Gruß
Joseph :cowboy:
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Yeti » Dienstag 2. Dezember 2014, 19:13

Erst mal nochmals Danke für den Tipp!
Joseph hat geschrieben:Yeti, is das Dein richtiger Name?
Natürlich nicht, wo denkst du hin... :ikb_shy: ...allerdings auch ja, aber eine Art "Deckname" ursprünglich für Bereiche im realen Leben ("Biername"--> Studentenverbindung)
Joseph hat geschrieben:Was ist Deine Schuhgröße? :pfeif:
46 :ikb_shy: Ja ich weiß, Kindersärge...
Joseph hat geschrieben:oder ob Du Orthodox bist.
katholisch ja, orthodox nein, aber ich interessiere mich als röm.-kath. Theologe auch für orth. Theologie.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Ewald Mrnka » Dienstag 2. Dezember 2014, 20:22

Fragesteller hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Und wegen dem "Heiligen" Stalin..... da warte ich jetzt mal wie lange es dauern wird bis ein ganz Schlauer wieder die sogenannte "Ikone" mit oder von Stalin hier vorzeigt.... :pfeif:
Meinst du die Geschichte?
Eine weitere Geschichte besagt, dass während des Angriffs der deutschen Wehrmacht auf Moskau im Dezember 1941 Stalin befohlen haben soll, die Ikone in einem Flugzeug über die Stadt fliegen zu lassen, um so die Bevölkerung und die Stadt zu schützen.
Ich möchte nicht ausschließen, dass Stalin so ziemlich jede Art von übernatürlichem Beistand bemüht hat, wenn es darum ging, den Krieg zu gewinnen. Ein Usbeke in meinem Wohnheim hat mir vor einiger Zeit erzählt und auch entsprechende Dokumentarvideos gezeigt, dass der Große Vaterländische Krieg ausgebrochen sei, weil irgendwann um 1941 trotz deutlicher Warnungen plötzlich verschwindender alter Männer das entsprechend verfluchte Grab von Tamerlan geöffnet und die Gebeine nach Moskau verbracht worden seien, und dass Stalin, als er davon hörte, die Gebeine sofort habe zurückbringen und bestatten lassen. Kann sein, dass da auch ne Stadtumrundungszeremonie beteiligt war. Wikipedia kennt die Geschichte teils auch. -- Ist eigentlich die Geschichte mit dem georgischen Beichtvater, den Stalin mehrfach in den Kreml bestellt haben soll, belegt? Das wäre eher interessant.
In Simon Sebag Montefiores Biographie, in der vergleichsweise viel persönliches (und menschlich-allzumenschliches) dokumentiert wird, findet man die o.a. Geschichten nicht.

Es spricht aber in der Tat sehr viel dafür, daß Stalin bis zu seinem Ende religiös war.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Joseph
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Dienstag 2. Dezember 2014, 20:30

Yeti hat geschrieben:Erst mal nochmals Danke für den Tipp!
Joseph hat geschrieben:Yeti, is das Dein richtiger Name?
Natürlich nicht, wo denkst du hin... :ikb_shy: ...allerdings auch ja, aber eine Art "Deckname" ursprünglich für Bereiche im realen Leben ("Biername"--> Studentenverbindung)
Joseph hat geschrieben:Was ist Deine Schuhgröße? :pfeif:
46 :ikb_shy: Ja ich weiß, Kindersärge...
Joseph hat geschrieben:oder ob Du Orthodox bist.
katholisch ja, orthodox nein, aber ich interessiere mich als röm.-kath. Theologe auch für orth. Theologie.
Yeti heißt bei uns "Big Foot".... daher die Frage nach der Schuhnummer... ;-) 46? Das ist unsere Nummer 12 oder 13. So, wenn Du mal in Not kommen solltest kann ich Dir ein paar Schuhe geben.... meine täten Dir passen.

Kindersärge? Wo ich aufgewachsen bin sind sowas "Moaboatscher" (Mainkähne).

Katholischer Theologe, aha. Betreibst Du einen kleinen Theologieladen? :P Du weißt ja wohl, daß wir eigentlich keine Theologen haben und das Theologe ein Ehrentitel bei uns ist (St. John the Theologian und St. Gregory the Theologian, etc).... und den bekommt man nicht vom Studieren.

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Yeti » Dienstag 2. Dezember 2014, 20:48

Joseph hat geschrieben:Yeti heißt bei uns "Big Foot".... daher die Frage nach der Schuhnummer... ;-) 46? Das ist unsere Nummer 12 oder 13. So, wenn Du mal in Not kommen solltest kann ich Dir ein paar Schuhe geben.... meine täten Dir passen.
Danke fürs Angebot, aber meine Frau tät mich ausschimpfen, wenn ich mit Latschen von fremden Leuten heimkäm. Aber vielleicht lauf' ich mir ja mal in Kanada die Sohlen durch, dann käm ich u.U. gern darauf zurück... :)
Joseph hat geschrieben:Kindersärge? Wo ich aufgewachsen bin sind sowas "Moaboatscher" (Mainkähne).
Na ja, in Ermangelung eines Mains müssten die hier "Rheinkähne" oder mindestens "Neckarschalen" oder "Enzboote" heißen.
Joseph hat geschrieben:Katholischer Theologe, aha. Betreibst Du einen kleinen Theologieladen? :P
Nein, ich unterrichte eher Schulklassen...
Joseph hat geschrieben:Du weißt ja wohl, daß wir eigentlich keine Theologen haben und das Theologe ein Ehrentitel bei uns ist (St. John the Theologian und St. Gregory the Theologian, etc).... und den bekommt man nicht vom Studieren.
Na ja...
Wikipedia hat geschrieben:Konstantinos Nikolakopoulos (* 19. Juni 1961 in Patras, Griechenland) ist ein orthodoxer Theologe.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Mary » Dienstag 2. Dezember 2014, 22:16

Yeti hat geschrieben:
Wikipedia hat geschrieben:Konstantinos Nikolakopoulos (* 19. Juni 1961 in Patras, Griechenland) ist ein orthodoxer Theologe.
Jaaaaa, wenn Fräulein Wicki das sagt, dann wirds wohl so sein :P
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Protasius » Dienstag 2. Dezember 2014, 22:18

Mary hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:
Wikipedia hat geschrieben:Konstantinos Nikolakopoulos (* 19. Juni 1961 in Patras, Griechenland) ist ein orthodoxer Theologe.
Jaaaaa, wenn Fräulein Wicki das sagt, dann wirds wohl so sein :P
Aber was sind dann die, die ein Studium der orthodoxen Theologie absolviert haben?
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Ralf » Dienstag 2. Dezember 2014, 22:24

Philosophen (im eigentlichen Wortsinne).

(Bei uns wiederum sind Absolventen der Philosophie nicht automatisch Philosophen.)
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Yeti » Dienstag 2. Dezember 2014, 23:40

Protasius hat geschrieben:
Mary hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:
Wikipedia hat geschrieben:Konstantinos Nikolakopoulos (* 19. Juni 1961 in Patras, Griechenland) ist ein orthodoxer Theologe.
Jaaaaa, wenn Fräulein Wicki das sagt, dann wirds wohl so sein :P
Aber was sind dann die, die ein Studium der orthodoxen Theologie absolviert haben?
Vielleicht Orthosophen.
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Joseph
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Mittwoch 3. Dezember 2014, 03:03

Mary hat geschrieben:
Jaaaaa, wenn Fräulein Wicki das sagt, dann wirds wohl so sein :P
:kussmund:
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Mittwoch 3. Dezember 2014, 03:37

nixmehrda, Joseph
Zuletzt geändert von Joseph am Mittwoch 3. Dezember 2014, 08:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Raphael » Mittwoch 3. Dezember 2014, 07:18

Mary hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:
Wikipedia hat geschrieben:Konstantinos Nikolakopoulos (* 19. Juni 1961 in Patras, Griechenland) ist ein orthodoxer Theologe.
Jaaaaa, wenn Fräulein Wicki das sagt, dann wirds wohl so sein :P
Frauofrau, immer diese Pauschalisierungen! :ikb_bangin:
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Raphael » Mittwoch 3. Dezember 2014, 07:20

Joseph hat geschrieben:Nun sag mal verstehst Du nicht was ich meine? Der Begriff "Theologe", wie er in der Akademie verwendet wird, ist eine westliche oder besser römische Erfindung"....
Achso, Du bist ein Ikonoklast der Begrifflichkeiten! :roll:

Damit schließt sich ja der Kreis zum modernistischen Dekonstruktivismus ........
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Mittwoch 3. Dezember 2014, 07:33

nixmehrda, Joseph
Zuletzt geändert von Joseph am Mittwoch 3. Dezember 2014, 08:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Raphael » Mittwoch 3. Dezember 2014, 07:39

Joseph hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben:Nun sag mal verstehst Du nicht was ich meine? Der Begriff "Theologe", wie er in der Akademie verwendet wird, ist eine westliche oder besser römische Erfindung"....
Achso, Du bist ein Ikonoklast der Begrifflichkeiten! :roll:

Damit schließt sich ja der Kreis zum modernistischen Dekonstruktivismus ........
Ist schon gut Raphael, nicht aufregen... Alles wird gut werden!
Hey super, endlich 'mal ein Nina Ruge-Fan hier im Forum! 8)
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Mittwoch 3. Dezember 2014, 07:54

nixmehrda, Joseph
Zuletzt geändert von Joseph am Mittwoch 3. Dezember 2014, 08:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Raphael » Mittwoch 3. Dezember 2014, 08:23

Joseph hat geschrieben:Vielen dank nun weiß ich auch wer Nina Ruge ist. Trotzdem, warum muss ich das wissen?
Nina Ruge wurde dadurch bekannt, daß sie im ZDF das Promi-Magazin "Leute heute" im Vorabendprogramm moderierte, wobei sie die Moderation immer mit dem Satz "Alles wird gut!" abschloss; ein running-gag! :doktor:

Mittlerweile hat sie den Manager Wolfgang Reitzle geehelicht und sich in die Toscana verabschiedet.

Alles in allem ist das mindestens so wichtig wie Dein Ikonoklasmus auf allgemein verwendete Begrifflichkeiten. :maske:
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Yeti » Mittwoch 3. Dezember 2014, 08:31

Joseph hat geschrieben:Sie sind vermutlich auf der Suche nach einem Job.... ;D
Nein danke, hab genug bezahlte Arbeit, s.o.
Joseph hat geschrieben:Sie sind außerdem die Besitzer eines Papiers mit Stempel welches bestätigt, daß sie die Sitzkultur hatten durch unsägliche Vorlesungen, unauffällig, zu schlummern und ein paar einigermassen leserliche Aufsätze geschrieben zu haben.
Da spricht ein wenig etwas heraus, was man als akademischen Bildungsneid kennt - ich bin aber bestimmt nicht klüger als alle anderen Menschen, ich hab höchstens gelernt, wo ich mir die Klugheit anlesen könnte. :)
Joseph hat geschrieben:Ob sie aber "Theologen" im Sinne der Heiligen Väter oder der OK sind (siehe deren Ikonen oben), oder ob sie Christus folgten steht nicht in dem Papier und man kann das eigentlich erst nach ihrem Tode mit Sicherheit sagen...
Es ging doch gar nicht um mich (ich fühl mich ganz wohl in meiner Kirche), sondern um die Berufsbezeichnung eines Herrn, der Orthosophie studiert hat (lt. eigener Aussage orth. Theologie).
Joseph hat geschrieben:Nun sag mal verstehst Du nicht was ich meine? Der Begriff "Theologe", wie er in der Akademie verwendet wird, ist eine westliche oder besser römische Erfindung"....
Ja, jetzt habe ich verstanden. Du wirst es mir aber nachsehen, wenn ich die Diktion übernehme, die heute üblich ist - dass dies eine westlich-römische Diktion ist, könnte ja Anlass zur Reflexion geben - muss aber nicht.
Joseph hat geschrieben:Leider wurde die OK, in den letzten 200 Jahren, mit einigem westlichen Firlefanz akademisch infiziert. Man wollte halt auch gelehrt sein... Wir versuchen nun uns wieder weiß zu waschen..... ein langer und mühseliger Prozess. Aber wie man an der Ikononmalerei sehen kann sind wir, zumindestens dort, einigermaßen erfolgreich....
Oh, dann ist die OK sowas wie der Salafismus des Christentums? Das glaube ich aber nicht. Der oben zitierte Herr schreibt m.E. sehr ausgewogen. :daumen-rauf:
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Joseph » Mittwoch 3. Dezember 2014, 08:46

Yeti hat geschrieben:
... Der oben zitierte Herr schreibt m.E. sehr ausgewogen. :daumen-rauf:
Das kann schon sein...

Yeti, I am sorry, diese Unterhaltung ist etwas, von mir aus, ins Abseits gelaufen. Das war nicht so schlimm gemeint wie's da gestanden hat. Auch war keine "Niedermachung" des ehrenwehrten Theologenstandes beabsichtigt.... Ich habe ein Thema angeschnitten welches ich nicht vorhatte zu vertiefen. Das sollte man nicht machen.

Meine Aussagen sind schon korrekt, aber es bräuchte eine tiefere Diskussion sie zu erläutern. Dafür habe ich aber weder die Zeit noch die Lust oder Laune. So nochmals, please accept my apologies :bedrippelt:

Gruß
Joseph
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Yeti » Mittwoch 3. Dezember 2014, 10:31

Joseph hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:
... Der oben zitierte Herr schreibt m.E. sehr ausgewogen. :daumen-rauf:
Das kann schon sein...

Yeti, I am sorry, diese Unterhaltung ist etwas, von mir aus, ins Abseits gelaufen. Das war nicht so schlimm gemeint wie's da gestanden hat. Auch war keine "Niedermachung" des ehrenwehrten Theologenstandes beabsichtigt.... Ich habe ein Thema angeschnitten welches ich nicht vorhatte zu vertiefen. Das sollte man nicht machen.

Meine Aussagen sind schon korrekt, aber es bräuchte eine tiefere Diskussion sie zu erläutern. Dafür habe ich aber weder die Zeit noch die Lust oder Laune. So nochmals, please accept my apologies :bedrippelt:

Gruß
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Yes I do, thank you. I'm deeply impressed by your christian devotion. You practice what you preach, I wish I could say the same about me.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Yeti » Mittwoch 3. Dezember 2014, 15:10

Ewald Mrnka hat geschrieben:Es spricht aber in der Tat sehr viel dafür, daß Stalin bis zu seinem Ende religiös war.
Welche Anhaltspunkte gibt es dafür?
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von holzi » Mittwoch 3. Dezember 2014, 15:42

Yeti hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben:Es spricht aber in der Tat sehr viel dafür, daß Stalin bis zu seinem Ende religiös war.
Welche Anhaltspunkte gibt es dafür?
Auch Hitler war religiös - auf seine Art.
Ah! Guten Tag, Mr. Godwin! ;D
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Yeti » Mittwoch 3. Dezember 2014, 16:35

holzi hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben:Es spricht aber in der Tat sehr viel dafür, daß Stalin bis zu seinem Ende religiös war.
Welche Anhaltspunkte gibt es dafür?
Auch Hitler war religiös - auf seine Art.
Ah! Guten Tag, Mr. Godwin! ;D
Ich frage deshalb, weil mir einschlägige Quellen für Ewalds These fehlen. Nach meinen Informationen muss Stalin ein Mensch gewesen sein, der zu Gefühlen überhaupt nicht fähig war. Nicht einmal bei seinen eigenen Kindern und seiner Frau.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Alt-Katholik » Dienstag 20. Januar 2015, 11:05

Die Frage ist vielleicht etwas persönlich, aber was verdient eigentlich ein orthodoxer Priester bzw. Bischof durchschnittlich, gibt es große Unterschiede zwischen den Griechen und den Russen, Serben etc.?

Siard
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Siard » Dienstag 20. Januar 2015, 11:39

Alt-Katholik hat geschrieben:Die Frage ist vielleicht etwas persönlich, aber was verdient eigentlich ein orthodoxer Priester bzw. Bischof durchschnittlich, gibt es große Unterschiede zwischen den Griechen und den Russen, Serben etc.?
Das Besoldungssystem ist völlig anders, als im deutschsprachigen Raum. Der Verdienst hängt wesentlich von der Pfarre (bzw. Diözese) ab, der man vorsteht. Dazu kommen dann noch gewisse andere Möglichkeiten an Geld zu kommen, was eine Frage der Persönlichkeit ist. Bei manchem reicht das Geld erst mal nicht zum Leben.
[Meine Äußerung stützt sich auf die Aussagen der orthodoxen Priester meines Bekanntenkreises.]

Kirchenjahr
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Kirchenjahr » Donnerstag 5. März 2015, 21:44

Bitte seht es mir nach, falls ich hier nicht ganz richtig sein sollte. Meine Fragen betreffem die äthiopisch-orthodoxe Kirche, welche erstens nicht in Gemeinschaft mit der Orthodoxie steht und zweitens historisch gesehen mehr dem Westen zuzurechnen wäre.

https://www.youtube.com/watch?v=aSzMo6rY2cE

Das Video zeigt eine heutige Liturgie dieser Kircher. Die Liturgie ähnelt meiner Meinung nach eher einer protestantischen Eventkirche wobei die Theologie der äthipisch-orthodoxen Kirche meiner Meinung nach erheblich tiefsinniger und ursprünglicher ist.

Wie wirkt diese Liturgie auf einen Orthodoxen?
Inwieweit ist der kulturelle Einfluss der Volksgruppe auf die Liturgie nachvollziehbar?

Mary
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von Mary » Freitag 6. März 2015, 00:34

Kirchenjahr hat geschrieben:
Das Video zeigt eine heutige Liturgie dieser Kircher. Die Liturgie ähnelt meiner Meinung nach eher einer protestantischen Eventkirche wobei die Theologie der äthipisch-orthodoxen Kirche meiner Meinung nach erheblich tiefsinniger und ursprünglicher ist.

Wie wirkt diese Liturgie auf einen Orthodoxen?
Inwieweit ist der kulturelle Einfluss der Volksgruppe auf die Liturgie nachvollziehbar?
Das Video zeigt die Neujahrsfeier dieser Kirche. Dieses Ritual ist sehr ausgelassen und biblisch und wunderschön - paukenschlagende Mädchen und so - ich durfte es schon einige Male live miterleben. Wie die Liturgie sonst ist, wäre noch zu erforschen, die Gesänge des Chors sind wohl immer ähnlich, d.h. mit Klatschen und Trommeln.

Ich sehe keine grosse Ähnlichkeit zu einer Eventkirche... Weihrauch, Gewänder, feste Liturgie, Kreuze küssen... all das passt nicht wirklich. Das Klatschen und Singen ist sicher den kulturellen Eigenheiten geschuldet. Ich denke, dass sich die Liturgie durch die Jahrhunderte so entwickelt hat und es sich nicht um Einflüsse auf eine bestehende Liturgie handelt. Da lass ich mich aber gern belehren...

Auf mich wirkt die Liturgie ursprünglich, frisch, voller Leben, voller Glauben. Ich finde sie toll.
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von songul » Dienstag 10. März 2015, 19:54

Kirchenjahr hat geschrieben:Bitte seht es mir nach, falls ich hier nicht ganz richtig sein sollte. Meine Fragen betreffem die äthiopisch-orthodoxe Kirche, welche erstens nicht in Gemeinschaft mit der Orthodoxie steht und zweitens historisch gesehen mehr dem Westen zuzurechnen wäre.

https://www.youtube.com/watch?v=aSzMo6rY2cE

Das Video zeigt eine heutige Liturgie dieser Kircher. Die Liturgie ähnelt meiner Meinung nach eher einer protestantischen Eventkirche wobei die Theologie der äthipisch-orthodoxen Kirche meiner Meinung nach erheblich tiefsinniger und ursprünglicher ist.

Wie wirkt diese Liturgie auf einen Orthodoxen?
Inwieweit ist der kulturelle Einfluss der Volksgruppe auf die Liturgie nachvollziehbar?
Mary hat geschrieben:Das Video zeigt die Neujahrsfeier dieser Kirche. Dieses Ritual ist sehr ausgelassen und biblisch und wunderschön - paukenschlagende Mädchen und so - ich durfte es schon einige Male live miterleben. Wie die Liturgie sonst ist, wäre noch zu erforschen, die Gesänge des Chors sind wohl immer ähnlich, d.h. mit Klatschen und Trommeln.

Ich sehe keine grosse Ähnlichkeit zu einer Eventkirche... Weihrauch, Gewänder, feste Liturgie, Kreuze küssen... all das passt nicht wirklich. Das Klatschen und Singen ist sicher den kulturellen Eigenheiten geschuldet. Ich denke, dass sich die Liturgie durch die Jahrhunderte so entwickelt hat und es sich nicht um Einflüsse auf eine bestehende Liturgie handelt. Da lass ich mich aber gern belehren...

Auf mich wirkt die Liturgie ursprünglich, frisch, voller Leben, voller Glauben. Ich finde sie toll.
Stimmt beides nicht wirklich....

Der Film zeigt lediglich die Feiern zum Empfang des Diakonatsbeauftragten (wie auch in der Videobeschreibung angefügt). Das Tanzen der Leute dort ist in der Regel nach den Gottesdiensten wenn alles vorüber ist angesagt. Dafür gibt es dann eigene Gruppen die sich darum kümmern. Die Lieder haben auch eher einen volkstümlichen Charakter und viele kennen sie. Die sind auch meist auf Amharisch und nicht in Geez, der liturgischen Sprache in der der ganze Gottesdienst stattfindet.
Die Kirche gehört zu den altorientalischen Kirchen und ist allen diesen in Kommunionsgemeinschaft. Die Liturgien selbst sind sehr lang (mit die Längsten in der Orthodoxie) und keinerlei instrumentale Begleitung (im Gegensatz zur koptischen Kirche mit der sie sehr eng verbunden ist). Man kann immer gerne mal dort in München zur Liturgie kommen und beiwohnen. Natürlich kann man nicht zur Kommunion aber auch so ist das interessant.

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ad-fontes
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Re: Fragen zum Thema Orthodoxie

Beitrag von ad-fontes » Dienstag 10. März 2015, 21:08

songul hat geschrieben:Die Liturgien selbst sind sehr lang (mit die Längsten in der Orthodoxie).
Es sind mit die Längsten unter Christen üblichen, ja das stimmt...und ja, würde mich sehr freuen, wenn sie mit die Längsten in der Orthodoxie werden..
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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