verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Ostkirchliche Themen.

Moderator: Walter

Dieter
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verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Dieter » Donnerstag 24. November 2016, 18:43

Ein Bekannter von mir, evangelischer Pfarrer, aber von der Orthodoxen Kirche begeistert, antwortete auf meine Frage, welchen Ritus er in der Orthodoxie bevorzuge, "nur die Serbisch-Orthodoxe Kirche".

Leider habe ich versäumt zu fragen, was der Grund für seine Begeisterung ist.

Was hat die Serbisch-Orthodoxe Kirche, was andere orthodoxe Kirchen nicht haben?

Würdet ihr andere Traditionen bevorzugen?

In Berlin gibt es fast alle orthodoxen Richtungen. Da ist es für einen Besucher schwer zu entscheiden, ob man in die russisch-orthodoxe, in die griechisch-orthodoxe oder in die serbisch-orthodoxe Kirche gehen soll oder gar in die koptische oder äthiopische Kirche (wenn man alle diese Landessprache und auch Kirchenslawisch sowieso nicht versteht, ist es doch egal, welche Liturgiesprache eine Gemeinde hat.)

Wie seid ihr an eine bestimmte Richtung gekommen?

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Sascha B.
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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Sascha B. » Donnerstag 24. November 2016, 19:05

Der einzige Unterschied wäre dass die Serben beim betreten der Kirche den Türstock küssen :pfeif:
Ok, die Töne des Gesangs unterscheiden sich noch, ansonsten ist es eine Liturgie, ein Glaube. Daher ist auch der Begriff "verschiedene Richtungen" irgendwie falsch.

Da wären sogar die Unterschiede zwischen römisch-katholisch und syro-malabar-katholisch größer da mann in dem Fall unterschiedliche Liturgien hätte aber trotzdem den gemeinsamen katholischen Glauben.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Dieter » Donnerstag 24. November 2016, 20:04

Ja, vielleicht ist der Begriff "verschiedene Richtungen" nicht ganz richtig.

Aber: Die Sprachen der verschiedenen orthodoxen "Landeskirchen" sind sehr unterschiedlich. Dadurch bilden sich auch eigene Mentalitäten.

Theologisch gibt es wohl keine Unterschiede, aber die Gesänge, die Gebete, die Menschen prägen die Atmosphäre eines Gottesdienstes. Als Besucher wird man sich in der einen Kirche wohler fühlen als in einer anderen.

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Protasius
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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Protasius » Donnerstag 24. November 2016, 20:05

Sascha B. hat geschrieben:Der einzige Unterschied wäre dass die Serben beim betreten der Kirche den Türstock küssen :pfeif:
Ok, die Töne des Gesangs unterscheiden sich noch, ansonsten ist es eine Liturgie, ein Glaube. Daher ist auch der Begriff "verschiedene Richtungen" irgendwie falsch.

Da wären sogar die Unterschiede zwischen römisch-katholisch und syro-malabar-katholisch größer da mann in dem Fall unterschiedliche Liturgien hätte aber trotzdem den gemeinsamen katholischen Glauben.
Ich dachte immer, daß das nur für diejenigen gilt, die auch dem byzantinischen Ritus folgen (Russen, Griechen, Serben, …); Ost- und Westsyrer, Kopten, Äthiopier und Armenier habe ich bislang für eigenständig gehalten, was den Ritus angeht.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Sascha B.
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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Sascha B. » Donnerstag 24. November 2016, 20:13

Protasius hat geschrieben:
Sascha B. hat geschrieben:Der einzige Unterschied wäre dass die Serben beim betreten der Kirche den Türstock küssen :pfeif:
Ok, die Töne des Gesangs unterscheiden sich noch, ansonsten ist es eine Liturgie, ein Glaube. Daher ist auch der Begriff "verschiedene Richtungen" irgendwie falsch.

Da wären sogar die Unterschiede zwischen römisch-katholisch und syro-malabar-katholisch größer da mann in dem Fall unterschiedliche Liturgien hätte aber trotzdem den gemeinsamen katholischen Glauben.
Ich dachte immer, daß das nur für diejenigen gilt, die auch dem byzantinischen Ritus folgen (Russen, Griechen, Serben, …); Ost- und Westsyrer, Kopten, Äthiopier und Armenier habe ich bislang für eigenständig gehalten, was den Ritus angeht.
Bei den Kopten bin ich mir grad nicht sicher ob die überhaupt Orthodox sind. Aber stimmt, die anderen haben andere Riten aber sind in Deutschland eh kaum präsent.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Tinius » Freitag 25. November 2016, 00:01

Sascha B. hat geschrieben: Bei den Kopten bin ich mir grad nicht sicher ob die überhaupt Orthodox sind. Aber stimmt, die anderen haben andere Riten aber sind in Deutschland eh kaum präsent.
Kopten sind nicht orthodox. Gerät hier einiges durcheinander.

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Fragesteller » Freitag 25. November 2016, 00:07

Nichtbyzantinische Orthodoxe (im Sinne von in Gemeinschaft mit Konstantinopel stehende) gibt es doch gar nicht mehr, abgesehen von den minimal kleinen Western-Rite-Gruppen, oder?

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Juergen
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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Juergen » Freitag 25. November 2016, 10:24

Die Assyrische Kirche erkennt nur die ersten beiden Konzilien (Nicaea I, Konstantinopel I) an, die altorientalischen Kirchen (z.B. Kopten, Syrisch-Orthodoxe,…) erkennen die ersten drei Konzilien an. Die Kirchenspaltung entstand beim/nach dem Konzil von Chalcedon.
Beide Gruppen würde ich nicht zur Orthodoxie rechnen.

Die Orthodoxen erkennen i.d.R. die ersten sieben als ökumenischen Konzilien an. — Ob man danach überhaupt noch von „ökumenischen Konzilien“ sprechen kann/soll, ist eine andere Frage. Ich meine, man kann und soll.
Gruß
Jürgen

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Dieter » Freitag 25. November 2016, 11:21

Die im Deutschen lange Zeit vorherrschende Bezeichnung altorientalische Kirchen ist nicht vom Begriff Alter Orient abzuleiten, sondern eine Übersetzung von englisch Ancient Oriental Churches, bezeichnet also eigentlich alte Ostkirchen (vgl. spanisch antiguas iglesias orientales). Da diese Bezeichnung aber als pejorativ empfunden wird (und oft auch so gemeint war) und die Kirchen nach ihrem eigenen Selbstverständnis auch orthodox (= rechtgläubig) sind, wird in jüngerer Zeit die Benennung orientalisch-orthodoxe Kirchen bevorzugt. Eine weitere alternative Bezeichnung, die auch von manchen dieser Kirchen übernommen worden ist, ist vorchalkedonensische Kirchen[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Orientali ... xe_Kirchen

Die orientalisch-orthodoxen Kirchen sind aus Protest gegen den Zentralismus von Konstantinopel entstanden, so wie die Alt-Katholische Kirche aus Protest gegen den Zentralismus von Rom entstanden ist.

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Juergen » Freitag 25. November 2016, 11:24

Dieter hat geschrieben:
Die im Deutschen lange Zeit vorherrschende Bezeichnung altorientalische Kirchen ist nicht vom Begriff Alter Orient abzuleiten, sondern eine Übersetzung von englisch Ancient Oriental Churches, bezeichnet also eigentlich alte Ostkirchen (vgl. spanisch antiguas iglesias orientales). Da diese Bezeichnung aber als pejorativ empfunden wird (und oft auch so gemeint war) und die Kirchen nach ihrem eigenen Selbstverständnis auch orthodox (= rechtgläubig) sind, wird in jüngerer Zeit die Benennung orientalisch-orthodoxe Kirchen bevorzugt. Eine weitere alternative Bezeichnung, die auch von manchen dieser Kirchen übernommen worden ist, ist vorchalkedonensische Kirchen[1]
Ja, und Neger heißen nicht mehr Neger.
Dieter hat geschrieben:https://de.wikipedia.org/wiki/Orientali ... xe_Kirchen

Die orientalisch-orthodoxen Kirchen sind aus Protest gegen den Zentralismus von Konstantinopel entstanden, so wie die Alt-Katholische Kirche aus Protest gegen den Zentralismus von Rom entstanden ist.
Quatsch mit Sauce.
Gruß
Jürgen

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Dieter » Freitag 25. November 2016, 11:30

Als orientalisch-orthodoxe Kirchen oder altorientalische Kirchen werden im Wesentlichen jene Ostkirchen bezeichnet, die sich nach dem Konzil von Ephesos (431) oder nach dem Konzil von Chalcedon (451) von der römischen Reichskirche trennten. Bei den „Altorientalen“ handelte es sich zum einen um Landeskirchen außerhalb der Grenzen des Oströmischen Reichs („Nationalkirchen“), zum anderen um gegen den konstantinopolitanischen Zentralismus gerichtete regionale Bewegungen im byzantinisch beherrschten Armenien, Ägypten, Georgien und Syrien, die dort sowohl Griechen wie Kopten oder Syrer vereinten („Oppositionskirchen“). Die Trennung hatte neben dogmatischen auch politische Gründe. Einen alle diese Gruppen vereinenden „Altorientalismus“ gibt es weder theologisch noch historisch.

Wikipedia

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Juergen » Freitag 25. November 2016, 11:55

Dieter hat geschrieben:Als orientalisch-orthodoxe Kirchen oder altorientalische Kirchen werden im Wesentlichen jene Ostkirchen bezeichnet, die sich nach dem Konzil von Ephesos (431) oder nach dem Konzil von Chalcedon (451) von der römischen Reichskirche trennten. Bei den „Altorientalen“ handelte es sich zum einen um Landeskirchen außerhalb der Grenzen des Oströmischen Reichs („Nationalkirchen“), zum anderen um gegen den konstantinopolitanischen Zentralismus gerichtete regionale Bewegungen im byzantinisch beherrschten Armenien, Ägypten, Georgien und Syrien, die dort sowohl Griechen wie Kopten oder Syrer vereinten („Oppositionskirchen“). Die Trennung hatte neben dogmatischen auch politische Gründe. Einen alle diese Gruppen vereinenden „Altorientalismus“ gibt es weder theologisch noch historisch.
Es bleibt Quatsch mit Sauce.
Grund für die Trennung waren die Lehrverurteilungen durch die Konzilien und das Nichtanerkennen der Konzilsbeschlüssen.

Statt in der umstrittenen Wikipedia zu lesen, lies besser ein Hand-/ oder Lehrbuch zur Kirchen- und Konzilsgeschichte.
Gruß
Jürgen

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Dieter » Freitag 25. November 2016, 11:57

Da Juergen immer das letzte Wort haben will, werde ich nicht mehr auf diesen Beitrag antworten.

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Juergen » Freitag 25. November 2016, 12:01

Besser ist das :tuete:
Gruß
Jürgen

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Stephanie » Freitag 25. November 2016, 12:45

1. Es gibt auch eine koptisch-orthodoxe Kirche, sie ist allerdings sehr klein (und in der Diaspora vermutlich kaum präsent)
2. Die Liturgie der (ägyptischen) koptischen Kirche ist der der orthodoxen Kirche sehr ähnlich. Als ich in Kairo gewohnt habe, bin ich in koptische Gottesdienste gegangen und habe mich sofort "zurecht" gefunden, obwohl ich sprachlich natürlich keinerlei Ahnung hatte, wovon die Rede war. Ebenso das Verhalten der Gläubigen in Bezug auf die Verehrung von Ikonen, von Heiligen, das Fasten, vom Umgang mit dem Priester usw. war immens ähnlich.
3. Ich kenne aus meinen orthodoxen Gottesdienstbesuchen in Deutschland, dass Kopten, so sie keine koptische Gemeinde vor Ort haben, die orthodoxen Gottesdienste aufsuchen, offenbar genau aus oben aufgeführten Gründen, weil die Ähnlichkeiten größer als die Unterschiede sind.

Der einfache Gläubige beschäftigt sich in der Regel nicht mit der Problematik des Miaphysitismus usw. - diese theologischen Streitigkeiten werden auch in der Gegenwart kaum mehr zwischen den Kirchen diskutiert, auch wenn das Produkt dieser Streitigkeiten, nämlich die Trennung, bis heute fortbesteht.
Interessant fand ich jedenfalls, dass auf der Ebene des Glaubenslebens, der Glaubenspraxis, der Gottesdienste, usw. die Kopten eine sehr viel größere Nähe aufwiesen, als die sog. katholische Schwesterkirche.
Wird kaum der Gerechte gerettet, wo werde ich Sünder erscheinen? Die Last und Hitze des Tages habe ich nicht getragen. Die um die elfte Stunde kamen, denen zähle mich bei, Gott, und sei mein Erretter.

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Juergen » Freitag 25. November 2016, 12:52

Stephanie hat geschrieben:Der einfache Gläubige beschäftigt sich in der Regel nicht mit der Problematik des Miaphysitismus usw.…
Richtig. Die Kopten sind Monophysiten, aber sie wissen es nicht. :D
Gruß
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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Dieter » Freitag 25. November 2016, 13:25

Stephanie hat geschrieben:1. Es gibt auch eine koptisch-orthodoxe Kirche, sie ist allerdings sehr klein (und in der Diaspora vermutlich kaum präsent)
2. Die Liturgie der (ägyptischen) koptischen Kirche ist der der orthodoxen Kirche sehr ähnlich. Als ich in Kairo gewohnt habe, bin ich in koptische Gottesdienste gegangen und habe mich sofort "zurecht" gefunden, obwohl ich sprachlich natürlich keinerlei Ahnung hatte, wovon die Rede war. Ebenso das Verhalten der Gläubigen in Bezug auf die Verehrung von Ikonen, von Heiligen, das Fasten, vom Umgang mit dem Priester usw. war immens ähnlich.
3. Ich kenne aus meinen orthodoxen Gottesdienstbesuchen in Deutschland, dass Kopten, so sie keine koptische Gemeinde vor Ort haben, die orthodoxen Gottesdienste aufsuchen, offenbar genau aus oben aufgeführten Gründen, weil die Ähnlichkeiten größer als die Unterschiede sind.

Der einfache Gläubige beschäftigt sich in der Regel nicht mit der Problematik des Miaphysitismus usw. - diese theologischen Streitigkeiten werden auch in der Gegenwart kaum mehr zwischen den Kirchen diskutiert, auch wenn das Produkt dieser Streitigkeiten, nämlich die Trennung, bis heute fortbesteht.
Interessant fand ich jedenfalls, dass auf der Ebene des Glaubenslebens, der Glaubenspraxis, der Gottesdienste, usw. die Kopten eine sehr viel größere Nähe aufwiesen, als die sog. katholische Schwesterkirche.
Stephanie:

Sind die Kopten in den anderen orthodoxen Kirchen zum Abendmahl zugelassen?

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Fragesteller » Freitag 25. November 2016, 14:49

Stephanie hat geschrieben:1. Es gibt auch eine koptisch-orthodoxe Kirche, sie ist allerdings sehr klein (und in der Diaspora vermutlich kaum präsent)
D. h. eine Kirche mit koptischer Liturgie, die die Lehre von Chalcedon teilt und mit Konstantinopel in Gemeinschaft steht? Das ist interessant, nie gehört ... Der orthodoxe Patriarch von Alexandria ist ja Byzantiner.

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 25. November 2016, 17:18

Juergen hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:
Die im Deutschen lange Zeit vorherrschende Bezeichnung altorientalische Kirchen ist nicht vom Begriff Alter Orient abzuleiten, sondern eine Übersetzung von englisch Ancient Oriental Churches, bezeichnet also eigentlich alte Ostkirchen (vgl. spanisch antiguas iglesias orientales). Da diese Bezeichnung aber als pejorativ empfunden wird (und oft auch so gemeint war) und die Kirchen nach ihrem eigenen Selbstverständnis auch orthodox (= rechtgläubig) sind, wird in jüngerer Zeit die Benennung orientalisch-orthodoxe Kirchen bevorzugt. Eine weitere alternative Bezeichnung, die auch von manchen dieser Kirchen übernommen worden ist, ist vorchalkedonensische Kirchen[1]
Ja, und Neger heißen nicht mehr Neger.
Dieter hat geschrieben:https://de.wikipedia.org/wiki/Orientali ... xe_Kirchen

Die orientalisch-orthodoxen Kirchen sind aus Protest gegen den Zentralismus von Konstantinopel entstanden, so wie die Alt-Katholische Kirche aus Protest gegen den Zentralismus von Rom entstanden ist.
Quatsch mit Sauce.
ich glaub nicht daß ein röm kath das objektiv beurteilen kann

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von martin v. tours » Freitag 25. November 2016, 20:05

Mag schon sein, aber so wie DU dich hier meist gibst, SICHER.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Florianklaus » Freitag 25. November 2016, 21:48

Eine gute systematische Übersicht aller Ostkirchen findet sich hier:

http://www.oki-regensburg.de/

"Links" anklicken und dann "Systematische Übersicht"

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Florianklaus » Freitag 25. November 2016, 22:23

Stephanie hat geschrieben:1. Es gibt auch eine koptisch-orthodoxe Kirche, sie ist allerdings sehr klein (und in der Diaspora vermutlich kaum präsent).
Meinst Du diese Kirche:


3.1.2. Das Patriarchat von Alexandrien

Zu diesem Orthodoxen Patriarchat gehören die Nachkommen der Griechen in Ägypten, die die Lehre des Konzils von Chalzedon 451 angenommen hatten. Die Mehrheit der Christen in Ägypten lehnte das Konzil ab und bildet die Koptische Kirche. Seit dem Türkeneinfall im 16. Jahrhundert residierten die Patriarchen von Alexandrien in Konstantinopel. Im 19. Jahrhundert wanderten viele Griechen des Mittleren Ostens nach Ägypten und ganz Afrika. Seitdem lebt auch der Patriarch von Alexandrien wieder dort. Lebendige orthodoxe Gemeinden entstehen in Schwarzafrika.

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Lycobates » Freitag 25. November 2016, 23:03

Stephanie hat geschrieben: Der einfache Gläubige beschäftigt sich in der Regel nicht mit der Problematik des Miaphysitismus usw. - diese theologischen Streitigkeiten werden auch in der Gegenwart kaum mehr zwischen den Kirchen diskutiert, auch wenn das Produkt dieser Streitigkeiten, nämlich die Trennung, bis heute fortbesteht.
Das ist aber der springende Punkt, nicht das Fehlverständnis einer Formel beim hl. Kyrillus von Alexandrien.

Trotz Schisma und (zumindest materieller) Häresie, kann und muß bei vielen, wenn nicht allen (namentlich auch bei den allüberall gefeierten libyschen Märtyrern vom 12. 2. 2015, die allerdings gerade deswegen Märtyrer im kanonischen Sinne leider nicht sind), zwar bona fides vorausgesetzt werden, nicht aber beim höheren Klerus (der niedere ist reichlich unbedarft, jedenfalls in Ägypten).

Denn nach wie vor fehlt unter den griechischen Akten des Konzils von Chalkedon die Unterschrift von Ekzellenz Soulayman Sobhi (in seiner Obödienz bekannt unter dem Namen "Theodors II.", oder Tawāḍurūs aṯ-Ṯānī in der Sprache der neuen Herren).
Alles andere ist unwesentlich.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 26. November 2016, 07:45

martin v. tours hat geschrieben:Mag schon sein, aber so wie DU dich hier meist gibst, SICHER.
das hat nix mit mir zu tun Jürgen vetritt hier die katholische Sicht die aber eben nicht in Anspruch nehmen kann unvoreingenommen zu sein
kein Katholik möchte daß die Sicht der Orthodoxie über die eigene Kirche als Objektiv gilt
warum sollte das umgekehrt anders sein

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Sempre » Sonnabend 26. November 2016, 12:51

Lycobates hat geschrieben:
Stephanie hat geschrieben:Der einfache Gläubige beschäftigt sich in der Regel nicht mit der Problematik des Miaphysitismus usw. - diese theologischen Streitigkeiten werden auch in der Gegenwart kaum mehr zwischen den Kirchen diskutiert, auch wenn das Produkt dieser Streitigkeiten, nämlich die Trennung, bis heute fortbesteht.
Das ist aber der springende Punkt, nicht das Fehlverständnis einer Formel beim hl. Kyrillus von Alexandrien.

Trotz Schisma und (zumindest materieller) Häresie, kann und muß bei vielen, wenn nicht allen (namentlich auch bei den allüberall gefeierten libyschen Märtyrern vom 12. 2. 2015, die allerdings gerade deswegen Märtyrer im kanonischen Sinne leider nicht sind), zwar bona fides vorausgesetzt werden, nicht aber beim höheren Klerus (der niedere ist reichlich unbedarft, jedenfalls in Ägypten).

Denn nach wie vor fehlt unter den griechischen Akten des Konzils von Chalkedon die Unterschrift von Ekzellenz Soulayman Sobhi (in seiner Obödienz bekannt unter dem Namen "Theodors II.", oder Tawāḍurūs aṯ-Ṯānī in der Sprache der neuen Herren).
Alles andere ist unwesentlich.
Laut folgenden Quellen exkommuniziert die Kirche auch die Laien:
Catholic Encyclopedia hat geschrieben:Moreover, the Church excommunicates not only those who abandon the true faith to embrace schism or heresy, but likewise the members of heretical and schismatic communities who have been born therein. As to the latter, however, it is not question of personal excommunication; the censure overtakes them in their corporate capacity, as members of a community in revolt against the true Church of Jesus Christ.
Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon hat geschrieben:Nach dem Beispiele der Apostel (1 Tim. 1, 20) verhängte die Kirche von Alters her die Strafe der Excommunication über die Häretiker; [...] Die Excommunication trifft die Häretiker, ihre Anhänger und alle diejenigen, welche die Häretiker (als solche zum Schutze gegen die Strafe) aufnehmen, ihnen Vorschub leisten, sie vertheidigen [...]
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Fragesteller » Sonnabend 26. November 2016, 16:55

Florianklaus hat geschrieben:
Stephanie hat geschrieben:1. Es gibt auch eine koptisch-orthodoxe Kirche, sie ist allerdings sehr klein (und in der Diaspora vermutlich kaum präsent).
Meinst Du diese Kirche:


3.1.2. Das Patriarchat von Alexandrien

Zu diesem Orthodoxen Patriarchat gehören die Nachkommen der Griechen in Ägypten, die die Lehre des Konzils von Chalzedon 451 angenommen hatten. Die Mehrheit der Christen in Ägypten lehnte das Konzil ab und bildet die Koptische Kirche. Seit dem Türkeneinfall im 16. Jahrhundert residierten die Patriarchen von Alexandrien in Konstantinopel. Im 19. Jahrhundert wanderten viele Griechen des Mittleren Ostens nach Ägypten und ganz Afrika. Seitdem lebt auch der Patriarch von Alexandrien wieder dort. Lebendige orthodoxe Gemeinden entstehen in Schwarzafrika.
Kopten sind diese Leute aber halt weder in liturgischer noch in ethnischer Hinsicht ...

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Dieter » Sonnabend 26. November 2016, 17:45

Mittwoch, 3.11.216, Berlin-Steglitz

7. Andreaskonzert der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde zum Todestag des Hl. Andreas

Matthäus-Kirche, Schlossstraße 44, 19.3 Uhr

Hier Bilder aus dem letzten Jahr:

http://www.orthodoxie.berlin/6-sankt-an ... zbasilika/

http://www.orthodoxie.berlin/

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von songul » Sonntag 27. November 2016, 22:43

Dieter hat geschrieben:Stephanie:

Sind die Kopten in den anderen orthodoxen Kirchen zum Abendmahl zugelassen?
Bin nicht Stephanie kann aber auch antworten.
Sind sie in Einzelfällen wenn es keine andere Möglichkeit gibt und man sie als gläubige und regelmässige Besucher der Liturgie kennt. Das gilt auch für Äthiopier und ähnliche Kirchen.
Ebenso können Orthodoxe auch an den orientalischen Liturgien teilnehmen und auch unter bestimmten Bedingungen zur Kommunion.

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von umusungu » Sonntag 27. November 2016, 23:24

songul hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Stephanie:
Sind die Kopten in den anderen orthodoxen Kirchen zum Abendmahl zugelassen?
Sind sie in Einzelfällen wenn es keine andere Möglichkeit gibt und man sie als gläubige und regelmässige Besucher der Liturgie kennt. Das gilt auch für Äthiopier und ähnliche Kirchen.
Ebenso können Orthodoxe auch an den orientalischen Liturgien teilnehmen und auch unter bestimmten Bedingungen zur Kommunion.
Ich denke, es sollten alle Christen zur Kommunion - zum Abendmahl - zugelassen sein. Die theologischen Auseinandersetzungen durchschauen die Normalchristen überhaupt nicht.
Otto-Normal-Christ interessiert das auch kaum noch.
Der Druck auf die Kirchenleitungen muss so hoch werden, dass eine theologische Übereinstimmung erzielt wird.
Wen im Kirchenvolk welcher Denomination auch immer interessiert noch eine jahrhundertealte oder auch jahrtausendealte theologischen Diskussion.........
Christus ist der Entscheidende!

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von Siard » Montag 28. November 2016, 04:42

umusungu hat geschrieben:Ich denke, es sollten alle Christen zur Kommunion - zum Abendmahl - zugelassen sein. Die theologischen Auseinandersetzungen durchschauen die Normalchristen überhaupt nicht.
Otto-Normal-Christ interessiert das auch kaum noch.
Der Druck auf die Kirchenleitungen muss so hoch werden, dass eine theologische Übereinstimmung erzielt wird.
Wen im Kirchenvolk welcher Denomination auch immer interessiert noch eine jahrhundertealte oder auch jahrtausendealte theologischen Diskussion.........
Christus ist der Entscheidende!
Stellt sich noch die Frage, was einen Christen in diesem Fall ausmacht.
Das Ganze scheint mir nicht zuletzt eine Frucht der Abfütterungsschlangen"kommunion" zu sein. Keiner macht sich mehr Gedanken darüber, was da eigentlich geschieht.

Nicht die (fehlende) Einigung der Theologe ist das Hauptproblem, sondern die Ahnungslosigkeit der Gläubigen.
Eine Ahnungslosigkeit, die von etlichen Kirchenangestellten aller Arten zu verantworten ist.
umusungu hat geschrieben:Christus ist der Entscheidende!
Allerdings – es könnte nur sein, daß seine Entscheidung nicht in Deinem Sinne ausfällt.
Und dann?


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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von ad-fontes » Montag 28. November 2016, 13:33

songul hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Stephanie:

Sind die Kopten in den anderen orthodoxen Kirchen zum Abendmahl zugelassen?
Bin nicht Stephanie kann aber auch antworten.
Sind sie in Einzelfällen wenn es keine andere Möglichkeit gibt und man sie als gläubige und regelmässige Besucher der Liturgie kennt. Das gilt auch für Äthiopier und ähnliche Kirchen.
Ebenso können Orthodoxe auch an den orientalischen Liturgien teilnehmen und auch unter bestimmten Bedingungen zur Kommunion.
Nicht in allen Jurisdiktionen.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: verschiedene Richtungen innerhalb der Orthodoxen Kirche

Beitrag von ad-fontes » Montag 28. November 2016, 13:39

umusungu hat geschrieben:
songul hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Stephanie:
Sind die Kopten in den anderen orthodoxen Kirchen zum Abendmahl zugelassen?
Sind sie in Einzelfällen wenn es keine andere Möglichkeit gibt und man sie als gläubige und regelmässige Besucher der Liturgie kennt. Das gilt auch für Äthiopier und ähnliche Kirchen.
Ebenso können Orthodoxe auch an den orientalischen Liturgien teilnehmen und auch unter bestimmten Bedingungen zur Kommunion.
Ich denke, es sollten alle Christen zur Kommunion - zum Abendmahl - zugelassen sein. Die theologischen Auseinandersetzungen durchschauen die Normalchristen überhaupt nicht.
Otto-Normal-Christ interessiert das auch kaum noch.
Der Druck auf die Kirchenleitungen muss so hoch werden, dass eine theologische Übereinstimmung erzielt wird.
Wen im Kirchenvolk welcher Denomination auch immer interessiert noch eine jahrhundertealte oder auch jahrtausendealte theologischen Diskussion.........
Christus ist der Entscheidende!
Ob Christus eine oder zwei Naturen, Willen und Energien hat, ist keinesfalls belanglos. Im übrigen:

Selbst orthodoxe Konvertiten, die nicht durch die hl. Taufe aufgenommen wurden, sind nicht überall in der Orthodoxie zur hl. Kommunion zugelassen, z.b. auf dem Athos, im Patriarchat Jerusalem und - soweit ich weiß - auch nicht in der georgischen-orthodoxen Kirche.

Und wer nicht unmittelbar vor dem Kommunionempfang gebeichtet, gefastet und die entsprechenden Vorbereitungsgebete gesprochen hat, kann in der russischen-orthodoxen Kirche i.d.R. ebenfalls nicht zur Kommunion gehen.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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