Breviarium Romanum

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius » Freitag 22. Januar 2016, 19:10

Da hatte ich den Wortlaut nicht korrekt im Kopf. Aber die Dominikaner haben noch bis 1925 das alte Psalterium benutzt, bevor es auch für diesen Orden ein neues nach römischem Muster gab. Bei den Prämonstratensern bin ich nicht ganz sicher, vermute aber, daß es da erst mit dem neuen Brevier von 1930 das neue Psalterium gab.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Freitag 22. Januar 2016, 19:45

Protasius hat geschrieben:Da hatte ich den Wortlaut nicht korrekt im Kopf. Aber die Dominikaner haben noch bis 1925 das alte Psalterium benutzt, bevor es auch für diesen Orden ein neues nach römischem Muster gab. Bei den Prämonstratensern bin ich nicht ganz sicher, vermute aber, daß es da erst mit dem neuen Brevier von 1930 das neue Psalterium gab.
Auch wenn's nicht ganz zum Thema paßt: bei den Benediktiner gab's ab 1915 den Reformkalender (radikales Ausmisten der Heiligen, um möglichst viele Ferien zu schaffen), der ein Vorbote des 1970er Kalender ist.

Daß die Predigerbrüder ihren wunderbaren Ritus entsorgten, unbegreiflich!

Völlig unverständlich ist für mich insbesondere, daß selbst die Karthäuser ihre altehrwürdige Liturgie nach 1970 (wann war das genau, um 1980?) aufgaben, insbesondere den Meßordo, der an sich schon durch seine Schlichtheit den Reformvorgaben des Konzils (TM) entsprach.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius » Freitag 22. Januar 2016, 20:03

ad-fontes hat geschrieben:
Protasius hat geschrieben:Da hatte ich den Wortlaut nicht korrekt im Kopf. Aber die Dominikaner haben noch bis 1925 das alte Psalterium benutzt, bevor es auch für diesen Orden ein neues nach römischem Muster gab. Bei den Prämonstratensern bin ich nicht ganz sicher, vermute aber, daß es da erst mit dem neuen Brevier von 1930 das neue Psalterium gab.
Auch wenn's nicht ganz zum Thema paßt: bei den Benediktiner gab's ab 1915 den Reformkalender (radikales Ausmisten der Heiligen, um möglichst viele Ferien zu schaffen), der ein Vorbote des 1970er Kalender ist.
Das kann ich angesichts der Vielzahl von Heiligen, die sich seit Pius V. (der auch radikal ausmistete) im Generalkalender angesammelt haben, durchaus nachvollziehen. Zu Zeiten Pius' X. gab es ja kaum noch feriale und dominicale Offizien. Wenn er den Grundsatz, daß die 150 Psalmen in einer Woche gebetet werden sollen, beibehalten wollte, blieben als Optionen entweder weniger Heilige oder eine andere Verteilung der Psalmen auf Feste und Ferien; da damals auch von vielen Bischöfen eine Erleichterung der Bürde des Breviergebets gewünscht wurde (eine dominicale Matutin mit 18 Psalmen und neun Lesungen ist ja sowohl zeitlich lang als auch geistig sehr anstrengend, wenn man stets mit wachem Herzen dabei sein will).
Daß die Predigerbrüder ihren wunderbaren Ritus entsorgten, unbegreiflich!
Die Eigenheiten, die den Dominikanerritus vom römischen unterscheiden, blieben ja erhalten: Versus sacerdotalis, stets neuntes Responsorium in der Matutin, Responsorium prolixum in der Vesper, Veni Redemptor gentium als Vesperhymnus zu Weihnachten, viel mehr Proprium im Completorium ...
Völlig unverständlich ist für mich insbesondere, daß selbst die Karthäuser ihre altehrwürdige Liturgie nach 1970 (wann war das genau, um 1980?) aufgaben, insbesondere den Meßordo, der an sich schon durch seine Schlichtheit den Reformvorgaben des Konzils (TM) entsprach.
Wikipedia schreibt, daß es 1981 passiert sei.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Freitag 22. Januar 2016, 20:07

Niels hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Für Priester ausserhalb eines Konvents hätte es gereicht, die Brevierpflicht zu lockern, beispielsweise nur zu Laudes und Vesper oder zu Prim und Komplet zu verpflichten ( und freistellen, ob L/V oder P/K), dazu eine kleine Hore zur Auswahl.
:!: :!: :!:

Exakt.
Dann hätte man sich die traditionswidrige "Reform" sparen können.
Danke!

Da Senensis nach "Verbesserungswünschen" hat, hier meine Liste:
- Wiederherstellung des originalen Wortlauts der Hymnen, wie ihn die Benediktiner, Zisterzienser und Trappisten bewahrt hatten (mit Ausnahme der paar Jahre im 17. Jh., wo sie Urban VIII. Kurzfristig folgten);
- Prüfung, welche Heiligenfeste im Rang herabgestuft werden könnten, Aufwertung der Sonntage nach Ostern zu dom. II. cl;
- Psalmen und AT-Cantica de feria occurente an Simplexfesten;
- wenn an einem Simplexfest keine Historia vorliegt, Lect. der Matutin I-III de feria occurente mit 3. Resp. Mit Gloria Patri statt Te Deum, ebenso an den Ferien T.P.;
- Streichung des verkürzten Psalms 30 in der Komplet;
- Ersetzung der bisherigen Preces, durch welche, die das Anliegen nennen (Pro...), dann Versikel, insbes. - statt in Prim und Komplet - in Laudes (ad libitum) und Vesper;
- Reduzierung der Suffragia sanctorum (auf eine Com. für die Gottesmutter).
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Freitag 22. Januar 2016, 20:19

@Protasius: Den Ferien und Sonntagen hätte man durch Einführung der Rangstufe Memoria, wie ihn die Dominikaner bewahrt hatten und der Benediktinerorden 1915 einführte, durchaus zu mehr Geltung verhelfen können. Simplexfeste zu Gedächtnissen und einige Semid.feste zu Simplexfesten etc.

Bzw. mein Vorschlag bzgl. der Simplexfeste s.o.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius » Freitag 22. Januar 2016, 20:50

ad-fontes hat geschrieben:@Protasius: Den Ferien und Sonntagen hätte man durch Einführung der Rangstufe Memoria, wie ihn die Dominikaner bewahrt hatten und der Benediktinerorden 1915 einführte, durchaus zu mehr Geltung verhelfen können. Simplexfeste zu Gedächtnissen und einige Semid.feste zu Simplexfesten etc.

Bzw. mein Vorschlag bzgl. der Simplexfeste s.o.
Wenn man sich mal anschaut, wieviele Tage des Jahres sub ritu semiduplici oder höher gefeiert wurden, dann landet man 1907 bei 280 Tagen (72 Semiduplex, 133 Duplex, 25 Duplex majus, 27 Duplex II. classis, 23 Duplex I. classis) [feste und bewegliche Feste sowie Oktaven zusammengezählt] (aus der Catholic Encyclopedia). Nicht dazugezählt sind die Tage, die wegen Translation eines Festes festiv gefeiert werden.

Und es hat einen tieferen Sinn, daß die Benediktiner im 1934er Antiphonale Monasticum Cantica festiva eingeführt haben, die ad libitum anstelle der alten Cantica ferialia mit ihrem Bußcharakter genommen werden durften. Auch fühlt es sich für mich komisch an, wenn man eine Festtagslaudes mit dem 50. Psalm beginnt, und ich weiß, daß ich damit nicht allein bin.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Freitag 22. Januar 2016, 21:09

Die sonntägliche Mette mit ihren drei Nokturnen und 18 Psalmen gibt eine gutes Beispiel ab für eine gelungene Reform. Als irgendwann im 5. oder 6. Jh. die ursprünglich 24 Psalmen als zu anstrengend empfunden worden (falls es überhaupt auf einer Empfindung beruht), verkürzte man die zweite und dritte Nokturn um jeweils drei Psalmen, die man in die feriale Prim verlegte.

Und was dann sonnabends in unbeheizten Kirchen 1500 Jahre gesungen wurde, soll uns in Kirchen mit Heizung oder im warmen Stübbchen zu langwierig sein?

Und falls doch, dann freut man sich umso mehr auf das nächste okkurierende Duplexfest. Und in der Messe würde das Schlußevangelium (vom Sonntag) laut und in Volkssprache verlesen und die Orationen vom Sonntag werden kommemoriert. Mit wenigen Handgriffen und den bewährten Kalenderregeln käme auch das Offizium vom Tag des Herrn zu seinem Recht.

Ergo, die Unterdrückung der Sonntagsoffizien von ihrer Anzahl war richtig diagnoziert - im Widerspruch dazu steht hingegen, die Vermehrung der Ideen-Feste an Sonntagen in der Folgezeit, aber die Reform Pius X. führte nicht nur zu weniger Psalmen, sondern auch zum Wegfall des Sermo, kostbarer patristischer Litteratur.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Freitag 22. Januar 2016, 21:17

Protasius hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:@Protasius: Den Ferien und Sonntagen hätte man durch Einführung der Rangstufe Memoria, wie ihn die Dominikaner bewahrt hatten und der Benediktinerorden 1915 einführte, durchaus zu mehr Geltung verhelfen können. Simplexfeste zu Gedächtnissen und einige Semid.feste zu Simplexfesten etc.

Bzw. mein Vorschlag bzgl. der Simplexfeste s.o.
Wenn man sich mal anschaut, wieviele Tage des Jahres sub ritu semiduplici oder höher gefeiert wurden, dann landet man 1907 bei 280 Tagen (72 Semiduplex, 133 Duplex, 25 Duplex majus, 27 Duplex II. classis, 23 Duplex I. classis) [feste und bewegliche Feste sowie Oktaven zusammengezählt] (aus der Catholic Encyclopedia). Nicht dazugezählt sind die Tage, die wegen Translation eines Festes festiv gefeiert werden.

Und es hat einen tieferen Sinn, daß die Benediktiner im 1934er Antiphonale Monasticum Cantica festiva eingeführt haben, die ad libitum anstelle der alten Cantica ferialia mit ihrem Bußcharakter genommen werden durften. Auch fühlt es sich für mich komisch an, wenn man eine Festtagslaudes mit dem 50. Psalm beginnt, und ich weiß, daß ich damit nicht allein bin.
Statt Ps. 50 wäre natürlich Ps. 92 zu nehmen, eventl. auch Cant. trium Puerorum statt der ferialen.

Die in Divinu afflatu vorgetragene Regel den Psalter innerhalb einer Woche zu beten, hat die Reform dann aber gründlich vergeigt!?!?

In den Wochen, in denen man der Regel nachkommt, ist die von dir inkriminierte Sonntagsmette ja nur die Ouverture.. :pfeif:

..solche Wochen gleichen einer Bergwanderung, aber ebenso freut man sich nach einer "lauen" Oktav auch wieder auf die nächste Tour..
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius » Freitag 22. Januar 2016, 21:39

ad-fontes hat geschrieben:Die sonntägliche Mette mit ihren drei Nokturnen und 18 Psalmen gibt eine gutes Beispiel ab für eine gelungene Reform. Als irgendwann im 5. oder 6. Jh. die ursprünglich 24 Psalmen als zu anstrengend empfunden worden (falls es überhaupt auf einer Empfindung beruht), verkürzte man die zweite und dritte Nokturn um jeweils drei Psalmen, die man in die feriale Prim verlegte.

Und was dann sonnabends in unbeheizten Kirchen 1500 Jahre gesungen wurde, soll uns in Kirchen mit Heizung oder im warmen Stübbchen zu langwierig sein?

Und falls doch, dann freut man sich umso mehr auf das nächste okkurierende Duplexfest. Und in der Messe würde das Schlußevangelium (vom Sonntag) laut und in Volkssprache verlesen und die Orationen vom Sonntag werden kommemoriert. Mit wenigen Handgriffen und den bewährten Kalenderregeln käme auch das Offizium vom Tag des Herrn zu seinem Recht.

Ergo, die Unterdrückung der Sonntagsoffizien von ihrer Anzahl war richtig diagnoziert - im Widerspruch dazu steht hingegen, die Vermehrung der Ideen-Feste an Sonntagen in der Folgezeit, aber die Reform Pius X. führte nicht nur zu weniger Psalmen, sondern auch zum Wegfall des Sermo, kostbarer patristischer Litteratur.
Der Sermo fiel erst mit der Verkürzung der Sonntagsmette auf eine Nokturn unter Johannes XXIII. fort. Und das Schlußevangelium ist erst mit Pius V. kodifiziert worden, die Dominikaner haben stattdessen bis Mitte des 17. Jahrhunderts den Lobgesang der drei Jünglinge gebetet, und es gab einige Diözesanriten, die das Schlußevangelium in der Sakristei beteten, wie auch das Stufengebet teilweise in der Sakristei verrichtet wurde.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Sonnabend 23. Januar 2016, 09:18

Der 12.01.2015 war ein Montag, der 7. Tag in der Epiphanieoktav. Divinumofficium.org gibt als Ant. Zum Bened. an:

Ant. Maniféste magnum est * pietátis sacraméntum, quod manifestátum est in carne, justificátum est in spíritu, appáruit Angelis, prædicátum est Géntibus, créditum est in mundo, assúmptum est in glória, allelúja.

Hingegen steht in meinem Brevier:
venient ad te, * qui detrahebant tibi, et adorabunt vestigia pedum tuorum.

Und als Ant. zum Magnif.
Admoniti Magi * in somnis, per aliam viam reversi sunt in regionem suam.

Unter die vi. Infra Octavam Epiphanie (vi. Weil der Sonntag nicht mitgerechnet wird).

Wie erklärt sich das? Und wann wird letzere Magnif.ant. Genommen, wo doch der Oktavtag von Epiphanie Vorrang hat zur I. Vesper ( und die Ant. Vom Fest genommen wird)?
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius » Sonnabend 23. Januar 2016, 10:56

ad-fontes hat geschrieben:Der 12.01.2015 war ein Montag, der 7. Tag in der Epiphanieoktav. Divinumofficium.org gibt als Ant. Zum Bened. an:

Ant. Maniféste magnum est * pietátis sacraméntum, quod manifestátum est in carne, justificátum est in spíritu, appáruit Angelis, prædicátum est Géntibus, créditum est in mundo, assúmptum est in glória, allelúja.

Hingegen steht in meinem Brevier:
venient ad te, * qui detrahebant tibi, et adorabunt vestigia pedum tuorum.

Und als Ant. zum Magnif.
Admoniti Magi * in somnis, per aliam viam reversi sunt in regionem suam.

Unter die vi. Infra Octavam Epiphanie (vi. Weil der Sonntag nicht mitgerechnet wird).

Wie erklärt sich das? Und wann wird letzere Magnif.ant. Genommen, wo doch der Oktavtag von Epiphanie Vorrang hat zur I. Vesper ( und die Ant. Vom Fest genommen wird)?
Wo divinumofficium die Antiphon Manifeste her hat, weiß ich auch nicht.

Die Magnificat-Antiphon zum sechsten Tag in der Oktav wird genommen, wenn in der ersten Vesper des Sonntags in der Oktav die Oktav kommemoriert wird, falls der Sonntag auf den 12. oder 13. Januar fällt; in letzterem Falle würde er am Samstag antizipiert.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Sonnabend 23. Januar 2016, 19:27

der Versus für die Comm. der Epiphanie in der Vesper des Vorabends ist auf div.off. wohl auch nicht korrekt:

Commemoratio Quinta die infra Octavam Epiphaniae
Ant. Omnes de Saba * venient, aurum et thus deferentes, alleluia, alleluia.

V. Vespertina orátio ascendat ad te, Dómine.
R. Et descendat super nos misericórdia tua.

Richtig wäre:
V. Adorate Deum, alleluja.
R. Omnes Angeli ejus, alleluja.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Montag 25. Januar 2016, 11:51

Protasius hat geschrieben:Auch fühlt es sich für mich komisch an, wenn man eine Festtagslaudes mit dem 50. Psalm beginnt, und ich weiß, daß ich damit nicht allein bin.
Wie bewertest du, daß St. Benedikt offenbar keine Bedenken trug, Ps. 50 in den sonntäglichen Laudes beten zu lassen?
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Sarandanon » Sonntag 14. Februar 2016, 17:32

Eine Verständnisfrage an die Experten hier im Forum:

Ich habe wohl in den Allgemeinen Rubriken zum Thema Feste etwas überlesen: Dort steht zu den Festen der 3. Kl., dass man díe Psalmen vom Wochentag nutzen soll.

Jetzt habe ich mich immer nach dem Satz der Commune gehalten, der besagt, dass man die Psalmen vom Sonntag nehmen soll.

Mach ich einen Gedankenfehler? Was ist richtig?
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
(Augustinus Aurelius)

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von marcus-cgn » Sonntag 14. Februar 2016, 17:42

Sarandanon hat geschrieben:Eine Verständnisfrage an die Experten hier im Forum:

Ich habe wohl in den Allgemeinen Rubriken zum Thema Feste etwas überlesen: Dort steht zu den Festen der 3. Kl., dass man díe Psalmen vom Wochentag nutzen soll.

Jetzt habe ich mich immer nach dem Satz der Commune gehalten, der besagt, dass man die Psalmen vom Sonntag nehmen soll.

Mach ich einen Gedankenfehler? Was ist richtig?
Es dürfte das Markenzeichen des 1962er Brevier sein, dass die ursprünglich für Simplex-Feste vorbehaltene Regel - nämlich die Psalmen vom Wochentag zu nehmen - auch auf die ehemaligen (gewöhnlichen) Duplex-Feste (heute Feste 3. Klasse) erstreckt wurde. Ich nehme mal an, dass der entsprechende Satz aus dem Commune Sanctorum nur für ganz- und teilkirchliche Feste 2. Klasse gilt.

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius » Sonntag 14. Februar 2016, 19:10

marcus-cgn hat geschrieben:
Sarandanon hat geschrieben:Eine Verständnisfrage an die Experten hier im Forum:

Ich habe wohl in den Allgemeinen Rubriken zum Thema Feste etwas überlesen: Dort steht zu den Festen der 3. Kl., dass man díe Psalmen vom Wochentag nutzen soll.

Jetzt habe ich mich immer nach dem Satz der Commune gehalten, der besagt, dass man die Psalmen vom Sonntag nehmen soll.

Mach ich einen Gedankenfehler? Was ist richtig?
Es dürfte das Markenzeichen des 1962er Brevier sein, dass die ursprünglich für Simplex-Feste vorbehaltene Regel - nämlich die Psalmen vom Wochentag zu nehmen - auch auf die ehemaligen (gewöhnlichen) Duplex-Feste (heute Feste 3. Klasse) erstreckt wurde. Ich nehme mal an, dass der entsprechende Satz aus dem Commune Sanctorum nur für ganz- und teilkirchliche Feste 2. Klasse gilt.
Das (Ferialpsalmen an Festen) ist bereits seit Pius X. so. Die Festpsalmen werden nur an Festen I. und II. Klasse genommen sowie bei den Festen III. Klasse, die eigene Antiphonen haben; ein Beispiel für letzteres wäre das Fest der hl. Agatha vor ein paar Wochen.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Sarandanon » Sonntag 14. Februar 2016, 19:38

Danke. Dann werd ich das in Zukunft mal richtig machen.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Senensis » Sonntag 14. Februar 2016, 20:55

Protasius hat geschrieben:
marcus-cgn hat geschrieben:
Sarandanon hat geschrieben:Eine Verständnisfrage an die Experten hier im Forum:

Ich habe wohl in den Allgemeinen Rubriken zum Thema Feste etwas überlesen: Dort steht zu den Festen der 3. Kl., dass man díe Psalmen vom Wochentag nutzen soll.

Jetzt habe ich mich immer nach dem Satz der Commune gehalten, der besagt, dass man die Psalmen vom Sonntag nehmen soll.

Mach ich einen Gedankenfehler? Was ist richtig?
Es dürfte das Markenzeichen des 1962er Brevier sein, dass die ursprünglich für Simplex-Feste vorbehaltene Regel - nämlich die Psalmen vom Wochentag zu nehmen - auch auf die ehemaligen (gewöhnlichen) Duplex-Feste (heute Feste 3. Klasse) erstreckt wurde. Ich nehme mal an, dass der entsprechende Satz aus dem Commune Sanctorum nur für ganz- und teilkirchliche Feste 2. Klasse gilt.
Das (Ferialpsalmen an Festen) ist bereits seit Pius X. so.
[Divino Afflatu] Genau genommen nur für einen Teil der Feste, und zwar bis Duplex minus. Beim Duplex maius der Herrenfeste, Unserer Lieben Frau, der Hl. Engel, des Hl. Johannes Baptist, des Hl. Josef, und der Apostel und Evangelisten kommen Festpsalmen dran. Vor allem für solche Marien- und Apostelfeste gilt der zuerst zitierte Commune-Satz, denn sie haben trotz des höheren Ranges in einigen Fällen - Marienfeste mitunter, Apostelfeste häufig - keine oder wenig eigene Antiphonen. Dann greift man auf die Communepsalmen zurück.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Sonntag 5. Juni 2016, 20:41

Hat jemand eine Vermutung oder Kenntnis, warum im Brevier Johannes XXIII. die drei Lectiones (Homilie) durch drei Lesungen aus dem Petrusbrief und das dritte Responsorium durch Te Deum am Bittmontag ersetzt wurde?

Was das Te Deum bzw. dritte Responsorium betrifft, ist es in der Osterzeit bzgl. Tages- und Festoffizium in diesem Reformbrevier sonst genau umgekehrt. :hmm:
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Protasius » Sonntag 5. Juni 2016, 21:12

ad-fontes hat geschrieben:Hat jemand eine Vermutung oder Kenntnis, warum im Brevier Johannes XXIII. die drei Lectiones (Homilie) durch drei Lesungen aus dem Petrusbrief und das dritte Responsorium durch Te Deum am Bittmontag ersetzt wurde?

Was das Te Deum bzw. dritte Responsorium betrifft, ist es in der Osterzeit bzgl. Tages- und Festoffizium in diesem Reformbrevier sonst genau umgekehrt. :hmm:
Variationes in Breviario et Missali ad normam novi Codicis Rubricarum hat geschrieben:De Litaniis minoribus nihil fit in Officio.
Alle von dir genannten Änderungen folgen aus diesem Grundsatz. Da mit dem neuen Rubrikenkodex der Ortsordinarius die Facultas bekam, die Bittage auf drei andere aufeinanderfolgende Tage zu verlegen, die magis opportune sind, ist es wohl nur konsequent, wenn sie im Officium nicht vorkommen.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von HeGe » Dienstag 9. August 2016, 14:14

Tu Domine hat geschrieben:Römisches Brevier „Semper Orate“

Es taugt vor allem für jene, und ist empfehlenswert für solche Katholiken, die nicht das ganze Römische Brevier verrichten können, möchten oder müssen, aber dennoch Anteil nehmen wollen an dem großen Gebet der Kirche.

„Semper Orate“ bietet einen Auszug aus dem Stundenbuch der Kirche nach dem Römischen Brevier von 1962. Es enthält die Tagzeiten der Sonntagslaudes, der Prim (Morgengebet), Sext (Mittagsgebet) und Komplet (Abendgebet) für alle Tage. Nicht enthalten sind die Matutin, Laudes (der Werktage), Terz, Non und Vesper. [...]
Scheint so etwas wie der Versuch eines kleinen Stundenbuches zum Breviarum Romanum zu sein.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Niels » Dienstag 9. August 2016, 14:30

So etwas wie das "Officium Divinum parvum" von P. Hildebrand Fleischmann OSB?
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von HeGe » Dienstag 9. August 2016, 14:36

Niels hat geschrieben:So etwas wie das "Officium Divinum parvum" von P. Hildebrand Fleischmann OSB?
Ich kenne zwar beide Bücher nur von den Inhaltsangaben, nicht in Papierform, mir scheint aber der Ansatz unterschiedlich zu sein. Das von mir genannte Buch enthält nur einen Teil der Tagzeiten, diese dann aber jeweils in voller Länge des Breviarum Romanum, während das von dir genannte Buch zwar alle Tagzeiten abbildet, aber dafür jeweils nur in verkürzter Form.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 9. August 2016, 15:21

Niels hat geschrieben:So etwas wie das "Officium Divinum parvum" von P. Hildebrand Fleischmann OSB?
kriegt man das noch irgendwo?

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Lycobates » Dienstag 9. August 2016, 15:27

CIC_Fan hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:So etwas wie das "Officium Divinum parvum" von P. Hildebrand Fleischmann OSB?
kriegt man das noch irgendwo?
z.B. bei abebooks.de.
"officium divinum parvum" eingeben unter Titel.
Derzeit 9 Stück, zw. 27 und 57 Euro.
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Niels » Dienstag 9. August 2016, 15:27

@Onkel Primus
Ich habe das vor drei Wochen in St. Ottilien für 1 Euro erstanden. Willst Du's haben?
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Lycobates » Dienstag 9. August 2016, 16:49

Niels hat geschrieben:@Onkel Primus
Ich habe das vor drei Wochen in St. Ottilien für 1 Euro erstanden. Willst Du's haben?
Das ist unüberbietbar ;)

Sankt Ottilien, was war denn da? Lateinseminar?
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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 9. August 2016, 17:03

Niels hat geschrieben:@Onkel Primus
Ich habe das vor drei Wochen in St. Ottilien für 1 Euro erstanden. Willst Du's haben?
haben wir gerade besprochen ;D

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Freitag 12. August 2016, 20:34

Bezeichnet man sich zu Beginn der L+V und, wenn das Invitatorium entfällt, im Officium defunctorum bei der ersten Antiphon bzw., wenn das Invitatorium gebetet wird, zu Beginn des Invitatoriums mit einem Kreuzzeichen, wie dies an Epihphanie in der Matutin und im Leidenstriduum der Fall ist?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Salmantizenser » Sonnabend 13. August 2016, 10:36

"Signum crucis ad prima verba antiphonae vel psalmi formatur" (De Herdt)

Sieht so aus! :ja:

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von Salmantizenser » Sonnabend 13. August 2016, 14:46

Ich muss mich entschuldigen, nach einer Anfrage des geschätzten Protasius fiel mir auf, dass ich die Frage gar nicht richtig las - in meiner Antwort bzw. dem Zitat ging es lediglich um das Kreuzzeichen im Triduum Sacrum, nicht um das Totenoffizium. :tuete:

Vielleicht gibt dieser Auszug aber aus Ferdinandus Tetamus' Diarium liturgico-theologico-morale Aufschluss (Abschnitt 28):

Bild

Es scheint mir, wie vermutet, analog zu Epiphanie und dem Leidenstriduum praktiziert zu werden.

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Re: Breviarium Romanum

Beitrag von ad-fontes » Montag 15. August 2016, 10:05

Salmantizenser hat geschrieben:Ich muss mich entschuldigen, nach einer Anfrage des geschätzten Protasius fiel mir auf, dass ich die Frage gar nicht richtig las - in meiner Antwort bzw. dem Zitat ging es lediglich um das Kreuzzeichen im Triduum Sacrum, nicht um das Totenoffizium. :tuete:

Vielleicht gibt dieser Auszug aber aus Ferdinandus Tetamus' Diarium liturgico-theologico-morale Aufschluss (Abschnitt 28):

Bild

Es scheint mir, wie vermutet, analog zu Epiphanie und dem Leidenstriduum praktiziert zu werden.
Vielen Dank! Also schon beim Ansingen der Antiphon (das "vel" könnte sich bei Herdt auf das Inivtatorium beziehen, oder denkt ihr, das Kreuzzeichen kann - je nach Gewohnheit - auch beim ersten Vers des ersten Psalms gemacht werden?)
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