Bücher - Was lest ihr so?

Gespräche über ausgewählte litterarische Texte.

Moderator: Ecce Homo

Eldar
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Bücher - Was lest ihr so?

Beitrag von Eldar » Sonnabend 4. März 2006, 19:39

Hallo wollt einmal wissen ob ihr mir vielleicht ein paar gute Bücher empfehlen könntet. Muss nichts mit Kirche zu tun haben. Am besten solche Bücher, wo man auch etwas fürs Leben lernt. Lehrreiche Bücher. Sowas such ich. Werde jetzt nächste Woche mit dem Lesen anfangen.

Bestellt habe ich mir jetzt erstmal "Es" von Steven King ( geht mehr so in die Horror-Richung ), "Illuminati" ( ein Thriller-Roman was auch immer, vielleicht kennt ihr Bücher die sich sachlich mit dem Gebiet der Freimaurerei "beschäftigen" ) und "Die Sagen der Germanen" ( Mich interessiert so weit alles was mit Mythologie zu tun hat) . Vielleicht kennt ja wer von euch diese Bücher und mag mir diesbezüglich etwas sagen. Sind zwar nicht unbedingt lehrreich aber immerhin ein Anfang mir das Lesen zu versüßlichen - denke und hoffe ich mal. :mrgreen:

mfg euer Eldar

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Pit
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Re: Bücher - Was lest ihr so ?

Beitrag von Pit » Sonnabend 4. März 2006, 22:34

Hallo Eldar,

die Romane von Steven King finde ich eigentlich durchweg gut, besonders "Es" und "Friedhof der Kuscheltiere". Von Dan Brown habe ich bisher nur "Sakrileg" gelesen, spannend geschrieben, aber grottenschlecht recherchiert (der Autor schreibt vom "Orden" des Opus Dei usw.).
Momentan lese ich "Maria, ihm schmeckt`s nicht" von Jan Weiler, über seine Erfahrungen mit seiner (angeheirateten italienischen Familie. Das Buch ist nicht unbedingt lehrreich (außer über die italienische Mentalität) aber einfach köstlich zu lesen. :-)


Ein "geistiger Tip":
"Nachfolge Christi" von Thomas von Kempen!!!

Gruß, Pit
Eldar hat geschrieben:Hallo wollt einmal wissen ob ihr mir vielleicht ein paar gute Bücher empfehlen könntet. Muss nichts mit Kirche zu tun haben. Am besten solche Bücher, wo man auch etwas fürs Leben lernt. Lehrreiche Bücher. Sowas such ich. Werde jetzt nächste Woche mit dem Lesen anfangen.

Bestellt habe ich mir jetzt erstmal "Es" von Steven King ( geht mehr so in die Horror-Richung ), "Illuminati" ( ein Thriller-Roman was auch immer, vielleicht kennt ihr Bücher die sich sachlich mit dem Gebiet der Freimaurerei "beschäftigen" ) und "Die Sagen der Germanen" ( Mich interessiert so weit alles was mit Mythologie zu tun hat) . Vielleicht kennt ja wer von euch diese Bücher und mag mir diesbezüglich etwas sagen. Sind zwar nicht unbedingt lehrreich aber immerhin ein Anfang mir das Lesen zu versüßlichen - denke und hoffe ich mal. :mrgreen:

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Zuletzt geändert von Pit am Sonnabend 4. März 2006, 23:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 4. März 2006, 22:51

Also, ich empfehle dir sehr warm Karl May. Zum Beispeil den Orient-
Zyklus, beginnend mit »Durch die Wüste«, dann die fünf weiteren Bände. :)

Stephen King – na ja. Ich habe auch mal ein Buch von ihm gelesen, den
»Friedhof der Kuscheltiere«. Eins muß man wohl, aber mehr als eins wür-
de ich mir nicht antun. Auf die Dauer eher ungesund.

Aber dann Dan Brown und die »Illuminati« – o je! Ich sag’ nichts, son-
dern zitiere dir bloß eine Leserrezension von Amazon:
Ein Leser hat geschrieben:Illuminati dürfte eines der schlechtesten Bücher sein, die mir jemals untergekommen sind. Man weiß gar nicht wo man mit der Kritik anfangen soll.
Am ärgerlichsten am diesem Pseudothriller ist vermutlich, dass viele Menschen das Buch aus der Hand legen und unabhängig von der Handlung glauben, einiges über Kirche und Wissenschaft gelernt zu haben. Leider ergeht sich Dan Brown jedoch nicht in der Vermittlung von Fakten, sondern im Verbreiten armselig zusammengeschusterter Halbwahrheiten.
Wenn ich schon einen Roman in der realen Welt ansiedle und weltweit bekannte Institutionen als Hintergrund verwende, muss das innerhalb dieser Grenzen nun mal richtig sein, Fiktion hin oder her. Und was der gute Mann hier über Konklave, Camerlengo, Schweizer Garde, CERN, Antimaterie und und und zusammenphantasiert spottet jeder Beschreibung hier nur mein Lieblingsbeispiel:

Dan Brown erklärt umständlichst und nicht sehr schlüssig, wie die Kardinäle sich dazu durchringen das Undenkbare zu tun und den Camerlengo zum Papst wählen wollen, obwohl dieser kein Kardinal sei und damit eigentlich nicht gewählt werden darf.

a) man muss nicht unbedingt Kardinal sein, um zum Papst gewählt zu werden!
b) selbst wenn dem so wäre: ein Camerlengo hat Kardinalsrang!

Eine Aufzählung ähnlicher Glanzleistungen würde sich über Seiten erstrecken.

Ähnlich ärgerlich ist der Inhalt. Wenn man sich am Ende des Buches den Zeitrahmen vor Augen führt, in dem der tatsächliche Bösewicht seinen Plan erdacht und in die Tat umgesetzt hat (mit dem Anruf bei dem Killer, der offensichtlich doch im Telefonbuch steht, da der Bösewicht die Nummer wohl kaum auf seinem Nachttisch gefunden hat), erkennt man dass die Handlung mehr Lücken als der Vatikan Priester hat. Wenn man sich die Motivation dieses Bösewichts dann noch anschaut fühlt man sich nur noch auf den Arm genommen.

Meister der Spannung? Meines Wissens kommt Spannung nur auf, wenn man nicht wissen kann, wie es weitergeht. Dass diese Schnitzeljagd jedoch bis an ihr lächerliches Ende geführt wird war leider jedoch von Anfang an klar. Ebenso wer der Bösewicht war

–Achtung Spoiler—

da er ja aus dem Vatikan kommen musste und es da einfach zu wenig bekannte Personen gab, die in Frage kamen.

--Spoiler Ende –

Die einzige Frage war, wie Brown diesen Bösewicht erklären wollte. Wie zu lesen, hat er es sich recht einfach gemacht und sich schlicht und ergreifend für die dämlichste Variante entschieden.

Ein letztes Argument gegen dieses 0-Punkte-Geschreibsel: Mir ist es eigentlich völlig egal, ob Helden superintelligente, ungemein attraktive und moralich über jeden Zweifel erhabene Zeitgenossen sind. Es ist mir aber nicht egal wenn sie alle zwanzig Seiten von jetzt auf sofort verblöden, nur damit irgendein Stichwortgeber dem unmündigen, dummen und völlig überforderten Leser jetzt die einfachsten und banalsten Dinge erklären kann.

Meine Empfehlung: FINGER WEG VON DIESEM BUCH
Und noch eine:
Dr. Jörg Teumer hat geschrieben:Ich finde es unfassbar, wie es so ein Humbug in die Bestsellerlisten geschafft hat.

Die Qualität des Inhalts dieses Buches ist "unterste Schublade". Die Handlungsabläufe sind so lächerlich unglaubhaft, dass sich dagegen die Erlebnisse eines James Bond oder Indiana Jones regelrecht als Alltagsleben aufdrängen. Selbst Superman ist glaubwüdiger.

Natürlich muss es auch ein Amerikaner sein, der den "dummen Europäern" die Welt erhält. In Minuten löst der amerikanische Historiker - der erstmals in Italien weilt - an Schauorten Rom´s Rätsel, die kein Europäer auch nur im Traum bedachte. Natürlich schafft es ein echter amerikanischer Held auch innerhalb von 10 Minuten einen halbstündigen Dialog zu führen und einmal in der Hauptverkehrszeit quer durch Rom zu fahren...

Eines der wenigen Bücher, die ich nicht bis zum Ende ertagen habe.

Um Bücher Dan Browns werde ich in Zukunft einen großen Bogen machen.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Tacitus
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Beitrag von Tacitus » Sonnabend 4. März 2006, 23:55

Danke, Robert, für den Abdruck der ersten Rezension. Ich stimme, nach allem was ich über das Buch gelesen habe, zu. Mich widert dieses antikatholische Geschreibsel garnicht mehr an, ich schone mir meine Nerven, mich widern aber all die Idioten an, die es lesen und meinen, einen Bildungsroman gelesen zu haben. Ekelhaft. Sie haben es nicht anders verdient. Deshalb habe ich bisher intuitiv und wohl völlig zurecht einen großen Bogen um dieses Buch gemacht.

Nach Lektüre der ersten Rezension habe ich mir vorgenommen, nur diesen hier :jump: zu setzen. Nach der zweiten allerdings nehme ich davon - wie Du siehst - Abstand. Der Dr. Jörg bringt nix anderes als seinen vermaledeiten Antiamerikanismus. Welch ein komplexbeladener Europäer muss man sein, um darin ein Problem zu sehen? Typisch, Robert, dass Du diesen Schrott auch noch drankleben musstest.
Naja, aber um Deine Beiträge werde ich auch in Zukunft keinen großen Bogen machen. Den Gefallen tu ich Dir nicht! :P

Tacitus
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Re: Bücher - Was lest ihr so ?

Beitrag von Tacitus » Sonntag 5. März 2006, 00:00

Pit hat geschrieben:Momentan lese ich "Maria, ihm schmeckt`s nicht" von Jan Weiler, über seine Erfahrungen mit seiner (angeheirateten italienischen Familie. Das Buch ist nicht unbedingt lehrreich (außer über die italienische Mentalität) aber einfach köstlich zu lesen. :-)
Dann solltest Du auch noch den nächsten Band lesen: "Antonio im Wunderland". Ist auch köstlich!

Eldar
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Beitrag von Eldar » Sonntag 5. März 2006, 05:49

Nun denn, hab jetzt mal vorläufig "Illuminati" und "Es" storniert, dafür das Buch von Karl May "durch die Wüste" bestellt.

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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka » Sonntag 19. März 2006, 18:03

Ich kann wärmstens


"Der letzt Papst" von Malachi Martin

empfehlen. Da ist viel drin: Wie Modernisten & Satansanhänger ins Innere der Kirche eingedrungen sind, wie mittlerweile Protestanten und Modernisten den Ton bestimmen.

Die "Illuminati" sind dageben schlapp und langweilig.

Das richtige Leben, die Historie (wenn auch ein wenig verfremdet) ist allemal aufregender als jeder Roman. :ikb_thumbup1:

Der gute Malchi Martin soll übrigens unter etwas merkwürdigen Umständen zu Tode gekommen sein.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Stephen Dedalus
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Beitrag von Stephen Dedalus » Sonntag 19. März 2006, 19:06

Ewald Mrnka hat geschrieben: Der gute Malchi Martin soll übrigens unter etwas merkwürdigen Umständen zu Tode gekommen sein.
Ja, danke, schon klar ...

Laß mich raten: Von Satanisten, Modernisten, Freimaurern oder gar Protestanten (*mit Weihwasser um mich spritz*) ERMORDET??? :D

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 19. März 2006, 19:15

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:@ Robert Ketelhohn
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Raphael, ich weiß nicht, ob man Pater Martins Buch empfehlen sollte. Es ist schwer zu bestimmen, wo innerhalb des Buchs die Grenzen zwischen Fiktion, Mutmaßung und Wirklichkeit verlaufen. Da braucht man mehr als gute Nerven.
Ich habe das Buch erst gelesen, nachdem ich diese Rezension gelesen hatte: Der letzte Papst?
Für bare Münze darf man es natürlich nicht nehmen, aber Freimaurer kommen auch darin vor!
Joseph Spindelböck hat geschrieben:Lesenswert ist er dennoch für unabhängige, kritische und nervenstarke Geister, und die Spannung steigt bis zur letzten Seite. Titel wie Inhalt des Romans sind nicht einfach Produkte einer ausufernden Phantasie, sondern der Reiz des Buches liegt gerade darin, daß sich oft schwer festmachen läßt, wo die Grenze zwischen Wirklichkeit und freier Darstellung des Autors liegt.
Dem schließe ich mich vollständig an.
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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka » Sonntag 19. März 2006, 19:18

Mancher kommt auch unter natürlichen Umständen auf merkwürdige Weise zu Tode.

Ich weiß nicht, wie und woran Malachi Martin gestorben ist.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
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Maria Magdalena
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Beitrag von Maria Magdalena » Sonntag 19. März 2006, 19:29

Was ich Dir vorschlage ist zwar nicht lehrreich, aber falls Du Krimis magst , möchte ich Dir die Bücher von Peter Tremayne ans herz legen.
Also ich muß sein Krimnalroman "durch haben" sonst ist nichts mit Schlafen. :ikb_gun_bandana:

Gruß
Sylvia

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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz » Montag 20. März 2006, 06:31

Derzeit steht bei mir "Dialektik der Aufklärung" am Programm

LG
Firoe
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka » Montag 20. März 2006, 15:37

FioreGraz hat geschrieben:Derzeit steht bei mir "Dialektik der Aufklärung" am Programm

LG
Firoe
Ein ganz wichtiges Buch.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Eldar
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Beitrag von Eldar » Montag 20. März 2006, 17:39

Ewald Mrnka hat geschrieben:
FioreGraz hat geschrieben:Derzeit steht bei mir "Dialektik der Aufklärung" am Programm

LG
Firoe
Ein ganz wichtiges Buch.
Um was gehts da speziell, vielleicht in 1 - 2 Sätzen ?

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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz » Montag 20. März 2006, 18:12

Eldar hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben:
FioreGraz hat geschrieben:Derzeit steht bei mir "Dialektik der Aufklärung" am Programm

LG
Firoe
Ein ganz wichtiges Buch.
Um was gehts da speziell, vielleicht in 1 - 2 Sätzen ?
Kritik an der Aufklärung, bzw. was aus ihr wirklich geworden ist. Gegen den Irttum die Vernunt alleine könne herschen, der als Betrug dargestellt wird. NAtürlich dadurch auch Wissenschaftskritik Freie Wissenschaft oder Verantwortliche Wissenschaft..... Eigentlich das was Pascal mit "Logeik der Vernunft und Logik des Herzens" forderte.

LG
Fiore

PS: ISt das was ich über das Buch weiß, bzw. denke zu wissen
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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka » Montag 20. März 2006, 18:14

Eldar hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben:
FioreGraz hat geschrieben:Derzeit steht bei mir "Dialektik der Aufklärung" am Programm

LG
Firoe
Ein ganz wichtiges Buch.
Um was gehts da speziell, vielleicht in 1 - 2 Sätzen ?
Es wird nachgewiesen, wie die Aufklärung in ihr Gegenteil umschlägt. Es ist die Bankrotterklärung des Fortschrittsglaubens und des Aufklärungsoptimismus - und das aus einer quasimarxistischen Richtung.

Der Titel ist bereits die komprimierte Inhaltsangabe.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Eldar
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Beitrag von Eldar » Montag 20. März 2006, 19:27

danke so weit.

Kennt jemand von euch gute Literatur mit umfangreicher römischer History ?

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Ewald Mrnka
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Beitrag von Ewald Mrnka » Dienstag 21. März 2006, 05:41

Eldar hat geschrieben:danke so weit.

Kennt jemand von euch gute Literatur mit umfangreicher römischer History ?
Ih verstehe nicht ganz, was Du meinst.

Aber hier ein Literaturvorschlag, ein Schmankerl, echt RÖMISCH(-katholisch); Zeit: Pontifikat des letzten Papstes (Eugenio Pacelli), Personen: Echte Römer (die Spezies dürfte mittlerweile ausgestorben sein), Handlung: Es geht um Glauben, um Ablaß, um Liebe und um eine recht bedeutsame Reliquie, über die man überhaupt nicht gerne spricht. Alles ist recht bizarr-köstlich, aber auch wieder sehr realistisch und voller Leben:

Das Buch: "Die Schlüssel von Sankt Peter" von Roger Peyrefitte.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz » Dienstag 21. März 2006, 06:11

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Eldar hat geschrieben:danke so weit.

Kennt jemand von euch gute Literatur mit umfangreicher römischer History ?
Ih verstehe nicht ganz, was Du meinst.

Aber hier ein Literaturvorschlag, ein Schmankerl, echt RÖMISCH(-katholisch); Zeit: Pontifikat des letzten Papstes (Eugenio Pacelli), Personen: Echte Römer (die Spezies dürfte mittlerweile ausgestorben sein), Handlung: Es geht um Glauben, um Ablaß, um Liebe und um eine recht bedeutsame Reliquie, über die man überhaupt nicht gerne spricht. Alles ist recht bizarr-köstlich, aber auch wieder sehr realistisch und voller Leben:

Das Buch: "Die Schlüssel von Sankt Peter" von Roger Peyrefitte.
Er meint damit das antike Rom denke ich.

LG
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 21. März 2006, 11:15

Hallo Eldar, wenn du ein Sachbuch meinst und keinen Roman,
dann versuch doch mal: Carsten Peter Thiede, Ein Fisch für den
Römischen Kaiser.
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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Dienstag 21. März 2006, 18:20

Ich möchte hier mal meine allgemeine Kultur des Lesens verbreiten. Ich hasse lesen. Zu einem guten Tag gehört für mich mein Liegestütz und Bauchmuskelprogramm, wenn ich das nicht mache, dann ist der ganze Tag im Arsch und voller schlechter Gewissen. Darum gibt es dieses Mussprogramm für den guten Tag gleich morgens nach dem Aufstehen. Zum lesen, ab und an muss man es ja machen, muss ich mich immer wieder zwingen und es bleibt immer ein innerlicher Kampf. So ein paar kostenlose Nachrichten im Internet durchzulesen ist noch angenehm, aber ein `Buch`kostet regelrechte Überwindung. :|

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Pit
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Beitrag von Pit » Dienstag 21. März 2006, 18:39

Hallo "Knecht",

fang ruhig an, hin und wieder ein Buch zu lesen, denn so schwierig ist daß nicht!
Nebenbei soll das Lesen (speziell von guten Büchern) dazu führen, daß der geistige Horizont erweitert wird. ;-)
(zugegeben: Das war jetzt etwas gemein!)

Aber mal zum Thema zurück:
Ich kann "Go wild" von Erwin MacManus sehr empfehlen.

Gruß, Pit
Knecht Ruprecht hat geschrieben:Ich möchte hier mal meine allgemeine Kultur des Lesens verbreiten. Ich hasse lesen. Zu einem guten Tag gehört für mich mein Liegestütz und Bauchmuskelprogramm, wenn ich das nicht mache, dann ist der ganze Tag im Arsch und voller schlechter Gewissen. Darum gibt es dieses Mussprogramm für den guten Tag gleich morgens nach dem Aufstehen. Zum lesen, ab und an muss man es ja machen, muss ich mich immer wieder zwingen und es bleibt immer ein innerlicher Kampf. So ein paar kostenlose Nachrichten im Internet durchzulesen ist noch angenehm, aber ein `Buch`kostet regelrechte Überwindung. :|
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Eldar
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Beitrag von Eldar » Dienstag 21. März 2006, 18:51

Knecht Ruprecht hat geschrieben:Ich möchte hier mal meine allgemeine Kultur des Lesens verbreiten. Ich hasse lesen. Zu einem guten Tag gehört für mich mein Liegestütz und Bauchmuskelprogramm, wenn ich das nicht mache, dann ist der ganze Tag im Arsch und voller schlechter Gewissen. Darum gibt es dieses Mussprogramm für den guten Tag gleich morgens nach dem Aufstehen. Zum lesen, ab und an muss man es ja machen, muss ich mich immer wieder zwingen und es bleibt immer ein innerlicher Kampf. So ein paar kostenlose Nachrichten im Internet durchzulesen ist noch angenehm, aber ein `Buch`kostet regelrechte Überwindung. :|
So gings mir bis vor kurzen auch noch ;) .

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Norbert
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Beitrag von Norbert » Dienstag 21. März 2006, 20:30

ich lese mal wieder, und das kann ich wirklich jedem empfehlen,
Die Brüder Karamasoff von Fjodor M. Dostojewski.
Habe noch keinen anderen Roman gefunden, der mich so berührt hat.

Norbert
Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme Dich
meiner.

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Pit
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Beitrag von Pit » Dienstag 21. März 2006, 22:12

Hallo Norbert,

dem kann ich nur zustimmen. Persönlich halte ich "Die Brüder Karamsoff" für eines der besten Werke der Weltliteratur.

Gruß, Pit
Norbert hat geschrieben:ich lese mal wieder, und das kann ich wirklich jedem empfehlen,
Die Brüder Karamasoff von Fjodor M. Dostojewski.
Habe noch keinen anderen Roman gefunden, der mich so berührt hat.

Norbert
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Beitrag von Janet1983 » Mittwoch 22. März 2006, 01:14

Ich lese zur Zeit "Das Parfum" von Patrick Süskind.

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Beitrag von Linus » Mittwoch 22. März 2006, 07:26

und stinkts dir schon?
:D
Linus, gerade "Die einsame Masse" von Riesman (zugegeben nix Belletristisches) lesend.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

herminator
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Beitrag von herminator » Mittwoch 22. März 2006, 07:49

Ich sag nur
Terry Pratchett!!

Die Scheibenwelt ist so ziemlich das genialste was es zur Zeit an humoristischer Fantasy gibt!

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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz » Mittwoch 22. März 2006, 07:51

Ewald Mrnka hat geschrieben:
Eldar hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben:
FioreGraz hat geschrieben:Derzeit steht bei mir "Dialektik der Aufklärung" am Programm

LG
Firoe
Ein ganz wichtiges Buch.
Um was gehts da speziell, vielleicht in 1 - 2 Sätzen ?
Es wird nachgewiesen, wie die Aufklärung in ihr Gegenteil umschlägt. Es ist die Bankrotterklärung des Fortschrittsglaubens und des Aufklärungsoptimismus - und das aus einer quasimarxistischen Richtung.

Der Titel ist bereits die komprimierte Inhaltsangabe.
Obwohl die Autoren es nicht als Negativkritik an der Aufklärung (oder der Idee) an sich sehen, sondern eher an den "Auswüchsen" bzw. deren Mißbrauch.

So ähnlich wie die Amis für ihre Kreuzzüge gerne Gott bemühen oder wie auch in der Geschichte Europas Gott für alles mögliche bemüht wurde, was aber das Christentum an sich nicht schlecht und falsch macht. Der Täter macht die Waffe zur Waffe und zu etwas bösen nicht umgekehrt.

LG
Fiore
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Beitrag von Eldar » Mittwoch 22. März 2006, 14:00

Norbert hat geschrieben:ich lese mal wieder, und das kann ich wirklich jedem empfehlen,
Die Brüder Karamasoff von Fjodor M. Dostojewski.
Habe noch keinen anderen Roman gefunden, der mich so berührt hat.

Norbert
Ist es richtig das der Mörder bis zum Schluss verborgen bleibt ? Oder gibt es da auch mehrere Bänder von ?

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Beitrag von Eldar » Mittwoch 22. März 2006, 14:16

FioreGraz hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben:
Eldar hat geschrieben:danke so weit.

Kennt jemand von euch gute Literatur mit umfangreicher römischer History ?
Ih verstehe nicht ganz, was Du meinst.

Aber hier ein Literaturvorschlag, ein Schmankerl, echt RÖMISCH(-katholisch); Zeit: Pontifikat des letzten Papstes (Eugenio Pacelli), Personen: Echte Römer (die Spezies dürfte mittlerweile ausgestorben sein), Handlung: Es geht um Glauben, um Ablaß, um Liebe und um eine recht bedeutsame Reliquie, über die man überhaupt nicht gerne spricht. Alles ist recht bizarr-köstlich, aber auch wieder sehr realistisch und voller Leben:

Das Buch: "Die Schlüssel von Sankt Peter" von Roger Peyrefitte.
Er meint damit das antike Rom denke ich.

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Beitrag von HeGe » Mittwoch 22. März 2006, 15:56

herminator hat geschrieben:Ich sag nur
Terry Pratchett!!

Die Scheibenwelt ist so ziemlich das genialste was es zur Zeit an humoristischer Fantasy gibt!
Ja, die sind echt gut. Auch wenn ich bisher leider erst dazu gekommen bin, 3 oder 4 zu lesen.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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