Literatur-Café

Gespräche über ausgewählte litterarische Texte.

Moderator: Ecce Homo

Benutzeravatar
Sainty
Beiträge: 38
Registriert: Donnerstag 1. April 2004, 21:24

Literatur-Café

Beitrag von Sainty » Mittwoch 16. Februar 2005, 19:56

Hallo,

könnte man bitte aus dem Litteratur-Café bitte ein Literatur-Café machen?

Es tut in den Augen weh, wenn man dieses Wort sieht oder besser gesagt, mir tut es weh. :kratz:

Übrigens, soll es keine böse gemeinte Kritik sein, sondern nur ein Hinweis.

Diese Posting kann gelöscht werden, sobald es überflüssig ist.

Danke.

Liebe Grüsse

Sainty
Herr, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 24448
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 16. Februar 2005, 20:34

Schopenhauer hat geschrieben:»Sehr beliebt ist auch, wegen Ersparniß eines Buchstabens, die Schreibart »Literatur« statt der richtigen »Litteratur«. Zu ihrer Vertheidigung wird das Particip des Verbums linere für den Ursprung des Wortes ausgegeben. Linere heißt aber schmieren : daher möchte für den größten Theil der Deutschen Buchmacherei die beliebte Schreibart wirklich die richtige seyn, so daß man eine sehr kleine Litteratur und eine sehr ausgedehnte Literatur unterscheiden könnte.«
;D
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Benutzeravatar
Lupus
Beiträge: 2244
Registriert: Sonnabend 13. September 2008, 13:48
Wohnort: Oberschwaben

Re: Literatur-Café

Beitrag von Lupus » Dienstag 6. September 2016, 14:25

Auf der Suche nach griechischen Akzenten bin ich einfach mal ins Literatur-Café gegangen in der Erwartung, dort einen Kundigen bei einer Tasse Café zu treffen, der mir liebenswürdigerweise einen Tipp gibt, wie ich es anstellen muss, dass ich altgriechische Texte (auch Koine) ordentlich mit den dazugehörigen Akzenten versehen kann.
Griechisch bringt mir mein PC auf klick, jedoch ohne Akzente. Wo kann ich die finden, sodaß ich mir eine Liste ausdrucken könnte um nicht jedesmal zu suchen.
Meine deutsche Tastatur habe ich inzwischen durchforstet, damit ich die im Deutschen nicht üblichen griechischen Buchstaben drucken kann. z.B. y für zeta oder u für theta oder c für psi und v für omega.

Auf ein gutes Cafetscherl!

+Lupus
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

Lycobates
Beiträge: 714
Registriert: Mittwoch 12. Juni 2013, 23:12

Re: Literatur-Café

Beitrag von Lycobates » Dienstag 6. September 2016, 14:49

Lupus hat geschrieben:Auf der Suche nach griechischen Akzenten bin ich einfach mal ins Literatur-Café gegangen in der Erwartung, dort einen Kundigen bei einer Tasse Café zu treffen, der mir liebenswürdigerweise einen Tipp gibt, wie ich es anstellen muss, dass ich altgriechische Texte (auch Koine) ordentlich mit den dazugehörigen Akzenten versehen kann.
Griechisch bringt mir mein PC auf klick, jedoch ohne Akzente. Wo kann ich die finden, sodaß ich mir eine Liste ausdrucken könnte um nicht jedesmal zu suchen.
Meine deutsche Tastatur habe ich inzwischen durchforstet, damit ich die im Deutschen nicht üblichen griechischen Buchstaben drucken kann. z.B. y für zeta oder u für theta oder c für psi und v für omega.

Auf ein gutes Cafetscherl!

+Lupus
Eine Möglichkeit ist hier:
http://www.typegreek.com/

Man tippe dort das Griechische rein, und dann kopiere man es anderswo hin.

Dabei die Alphabet Key (rechts unten) beachten:
/ \ = ) ( | +
ά ὰ ᾶ ἀ ἁ ᾳ ϊ
Erst den Buchstaben tippen, dann das diakritische Zeichen anfügen.
End-Sigma erscheint automatisch wenn ein Satz- oder Leerzeichen folgt.

ἔρρωσο
Λυκοβάτης
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

Fragesteller
Beiträge: 1585
Registriert: Freitag 18. Mai 2012, 10:41

Re: Literatur-Café

Beitrag von Fragesteller » Dienstag 6. September 2016, 15:33

Siehe diese Tabelle oder dieses Tastaturschema - was Dir eher liegt.

Faustregel: jeweils zuerst die Taste für den Akzent, dann die für den Buchstaben, wo er draufsoll. So wie es bei der lateinischen Tastatur mit den französischen Akzenten auch geht. Wichtig ist es, die Tastatur auf "Griechisch (polytonisch)" umzustellen - die monotonischen Tastaturen haben nur den Akut.

Alles klar soweit? :)

Benutzeravatar
Lupus
Beiträge: 2244
Registriert: Sonnabend 13. September 2008, 13:48
Wohnort: Oberschwaben

Re: Literatur-Café

Beitrag von Lupus » Dienstag 6. September 2016, 17:06

ευχαριστω!

+Λυκος

PS: noch mit ohne Akzent, muss erst mal üben!
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19234
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Who is Who? II

Beitrag von overkott » Sonntag 5. März 2017, 13:27

Mein Opa hat sein Abitur nicht mit knoff und kneff bestritten. Nach seinem Volksschulabschluss wurde er Volksschullehrer. Trotzdem konnte er sehr gut Englisch. Damals, ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs übersetzte er das Buch von Jack London "Wolfsblut". Im Winter 1919/20 sah es in Wrexen so ähnlich aus wie heute:

https://www.google.de/maps/place/Wrexen ... 82!6m1!1e1

Mein Opa schrieb mit 24 Jahren mit Tinte und Feder. Das Buch liegt vor mir. Der schwarze Einband ist abgeschabt, die grünen Ecken abgestoßen. Andere haben so ein Buch vielleicht als Sammlung für Kochrezepte genutzt. Die 381 linierten Seiten sind akurat in Sütterlin geschrieben. Die gleichmäßige Schrift fällt nach vorne, also nach rechts in Schreibrichtung. Die schmalen Unterbögen verleihen den Seiten einen schraffierten Eindruck. Die Hefte fallen zum Teil bereits heraus. Ab Seite 365 wechselt die Schrift. Zwar geht es in Sütterlin weiter, aber die Feder ist breiter, der Tintenfluss unregelmäßiger, der Text durch Korrekturen nicht mehr ganz sauber. Der letzte Teil muss wohl später entstanden sein.

Weißzahn I. Teil 1. Kapitel Auf der Fährte des Fleisches. Dunkler Rottannenforst blickte stirnrunzelnde auf beiden Seiten den gefrorenen Wasserlauf entlang...

Ob mein Opa die gefrorene Diemel vor Augen hatte?

Mich selbst hat diese Übersetzung sehr beeindruckt. Gutes Englisch habe ich erst nach dem Abitur richtig gelernt und Italienisch und Französisch und Spanisch. Es decir: Puedo leer. Mit meinen Lateinkenntnissen fiel mir das nicht allzu schwer. Aber ich habe einfach Bücher gelesen und die Übersetzungen nicht aufgeschrieben. Wahrscheinlich würde das handschriftlich auch gar nicht so akurat aussehen wie bei meinem Opa.

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast