Hitlers Religion - Buchtip

Gespräche über ausgewählte litterarische Texte.

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Geronimo

Hitlers Religion - Buchtip

Beitrag von Geronimo » Sonnabend 20. November 2004, 21:06

Hitlers Religion

'Die fatale Heilslehre des Nationalsozialismus' - Ein neues und sehr spannendes Buch von Michael Hesemann

"Möge dieses Buch dazu beitragen, die Mechanismen politreligiöser und pseudoreligiöser Volksverführung zu durchschauen, den Wert echter Religion zu erkennen und eine Wiederholung der Geschichte unmöglich zu machen; möge es zugleich ein Beitrag zur Aussöhnung zwischen Juden und Christen sein!" (Michael Hesemann) Das Buch mit dem präzisierenden Untertitel "Die fatale Heilslehre des Nationalsozialismus" zeigt die abstruse Synthese gnostischer, mythischer, mystischer und okkulter Elemente, aber auch perfide Umdeutungen aus dem Christentum und anderen Weltreligionen auf, die schließlich zum größten Völkermord in der Weltgeschichte führen sollte


siehe: http://www.kath.net/detail.php?id=8958

Könnte ganz interessant sein ...

Geronimo

Uwe Schmidt
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Beitrag von Uwe Schmidt » Sonntag 21. November 2004, 06:44

Parallel dazu sollte man unbedingt
VICTOR & VICTORIA TRIMONDI: HITLER - BUDDHA - KRISHNA
lesen.
Es ist schon unglaublich, was für einen Quatsch intelligente Leute im Hitler-Umfeld glauben konnten, und alles nur, um nicht dienen zu müssen, sondern herrschen zu können...

Geronimo

Beitrag von Geronimo » Montag 22. November 2004, 23:45

Ich bin nicht ganz firm auf diesem Gebiet - aber stimmt es, dass Hitler irgendwas mit dieser Theosophie zu tun hatte?

Geronimo

Uwe Schmidt
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Beitrag von Uwe Schmidt » Mittwoch 24. November 2004, 02:13

Geronimo hat geschrieben:Ich bin nicht ganz firm auf diesem Gebiet - aber stimmt es, dass Hitler irgendwas mit dieser Theosophie zu tun hatte?

Geronimo

Ach woher, ich lese gerade MEIN KAMPF, da lobt er die Kirchen ausdruecklich fuer ihre ethische Unterweisung der Bevoelkerung. Nur im Nazi-Umfeld hat es von Esoterikern, Theosophen nur so gewimmelt. Stichwort THULE-Gesellschaft. Die haben sich fuer die alte germanische Religion begeistert, die nicht so verweichlicht-christlich-juedisch-semitisch war, sondern ein wahrer Blut-und-Boden-Kult. Uebrigens hatte auch der Anthroposoph RUDOLF STEINER (bekannt durch seine Waldorfschulen und eines seiner Hauptwerke, die LUZIFERGNOSTIK) in seiner Berliner Zeit engeren Kontakt zur Naziszene.

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Erich_D
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Beitrag von Erich_D » Mittwoch 24. November 2004, 09:54

Uwe Schmidt hat geschrieben:Ach woher, ich lese gerade MEIN KAMPF, da lobt er die Kirchen ausdruecklich fuer ihre ethische Unterweisung der Bevoelkerung. Nur im Nazi-Umfeld hat es von Esoterikern, Theosophen nur so gewimmelt. Stichwort THULE-Gesellschaft. Die haben sich fuer die alte germanische Religion begeistert, die nicht so verweichlicht-christlich-juedisch-semitisch war, sondern ein wahrer Blut-und-Boden-Kult. Uebrigens hatte auch der Anthroposoph RUDOLF STEINER (bekannt durch seine Waldorfschulen und eines seiner Hauptwerke, die LUZIFERGNOSTIK) in seiner Berliner Zeit engeren Kontakt zur Naziszene.
"Sitzungsbericht vom 14. August 1943 - Vorschlag 6 - ... zur Vorlage an den Führer angenommen: `Sofortige und bedingungslose Abschaffung sämtlicher Religionsbekenntnisse nach dem Endsieg ... mit gleichzeitiger Proklamierung Adolf Hitlers zum neuen Messias. ... Der Führer ist dabei als ein Mittelding zwischen Erlöser und Befreier hinzustellen - jedenfalls aber als Gottgesandter, dem göttliche Ehren zustehen. Die vorhandenen Kirchen, Kapellen, Tempel und Kultstätten der verschiedenen Religionsbekenntnisse sind in `Adolf Hitler Weihestätte´ umzuwandeln. .... Als Vorbild des Gottgesandten möge die Figur des Gralsritters Lohengrin dienen ... Durch entsprechende Propaganda müßte die Herkunft des Führers noch mehr als bisher verschleiert werden, so wie auch sein künftiger Abgang einmal spurlos und in vollständiges Dunkel zu erfolgen hätte.´
Unter diesen Vorschlag schrieb Hitler:`Der erste brauchbare Entwurf! Zur Bearbeitung an Dr. Göbbels´"

Soviel zu Hitler und sein "Lob" für die Kirche. Liquidation.
"Spiel nicht mit den Schmuddelkindern sing nicht ihre Lieder. Geh doch in die Oberstadt mach´s wie deine Brüder", so sprach die Mutter, sprach der Vater, lehrte der Pastor."

Bernd Heinrich Stein

Beitrag von Bernd Heinrich Stein » Mittwoch 24. November 2004, 18:43

Uwe Schmidt hat geschrieben:
Geronimo hat geschrieben:Ich bin nicht ganz firm auf diesem Gebiet - aber stimmt es, dass Hitler irgendwas mit dieser Theosophie zu tun hatte?

Geronimo

Ach woher, ich lese gerade MEIN KAMPF,........
Wozu? (Interessenfrage, nicht Provokation)
Uwe Schmidt hat geschrieben:......da lobt er die Kirchen ausdruecklich fuer ihre ethische Unterweisung der Bevoelkerung.
Um eine solche "Unterweisung" für seine Zwecke nutzbar zu machen!?

Uwe Schmidt hat geschrieben:Nur im Nazi-Umfeld hat es von Esoterikern, Theosophen nur so gewimmelt.


Was willst Du damit zum Ausdruck bringen???? Etwa, dass die Nationalsozialisten im Kern eher christlich gesinnt waren und nur das Umfeld irgendwelchen Irrlehren anhing? Was falsch wäre, da der Nationalsozialismus als solches eine Irrlehre darstellt.

Uwe Schmidt hat geschrieben:Stichwort THULE-Gesellschaft. Die haben sich fuer die alte germanische Religion begeistert,.......
Sehr verkürzt bis irreführend formuliert.
Mitglieder der Thaule Gesellschaft waren keine okkulten Spinner außerhalb der NS-Partei.
Quelle hat geschrieben: Die Gründung der Thule-Gesellschaft im November 191815 in München durch Sebottendorf16 erfolgte zur Tarnung der Geheimverbindung Germanenorden. Offiziell galt die Thule-Gesellschaft als "Studiengruppe für germanisches Altertum".17 Auf der Mitgliederliste figurierten zahlreiche politisch und gesellschaftlich angesehene und einflussreiche Münchner Persönlichkeiten, u.a. der völkische Publizist Dietrich Eckart. Auch der Geopolitiker Karl Haushofer wird genannt. Ausserdem waren gemäss Orzechowski (1988:19/20) von den spätern national-sozialistischen Machthabern bereits Thule-Mitglieder:

-Wilhelm Frick (u.a. ab 1939 Mitglied des sechsköpfigen Kriegskabinetts)

-Rudolf Hess (Stellvertreter des Führers)

-Julius Streicher (Herausgeber des antisemitischen Hetzblattes "Der Stürmer", später Fränkischer Gauleiter)

-Alfred Rosenberg (NSDAP-Parteiideologe, ab 1941 Reichsminister für die besetzten Ostgebiete)

-Hans Frank (ab 1939 Generalgouverneur von Polen)

Alle diese Männer sassen nach dem Krieg in Nürnberg auf der Anklagebank und wurden, mit Ausnahme von Rudolf Hess, hingerichtet.

Die Zentrale der Thule-Gesellschaft befand sich in Räumlichkeiten des Münchner Hotels "Vierjahreszeiten", die ihr von dessen Besitzern, den Gebrüdern Walterspiel (Thule-Mitglieder), zur Verfügung gestellt wurden. Adolf Hitler jedoch war nicht Mitglied der Thule-Gesellschaft.
Die Thule Gesellschaft ging aus dem "Germanen Orden" hervor, der als rassistisch und antisemitisch anzusehen ist.
Uwe Schmidt hat geschrieben:.......die nicht so verweichlicht-christlich-juedisch-semitisch war, sondern ein wahrer Blut-und-Boden-Kult.


Zu sehen ist oder zu sehen sei!?? Zitierst Du (dann wäre eine Quelle nett) oder ist das Deine Meinung?
Uwe Schmidt hat geschrieben:Uebrigens hatte auch der Anthroposoph RUDOLF STEINER (bekannt durch seine Waldorfschulen und eines seiner Hauptwerke, die LUZIFERGNOSTIK) in seiner Berliner Zeit engeren Kontakt zur Naziszene.
Wieder eine Halbwahrheit, bzw. ein Gerücht. Oder kannst Du diese Behauptung irgendwie belegen? Dann würde mich auch in diesem Falle die Quelle interressieren.

Unter dieser Quelle sind, bezogen auf die Waldorfschulen und Nazionalsozialismus, einige interressante Zitate über die Einschätzung der Nationalsozialisten zu Steiner/Waldorfschulen zu finden.

Übrigens heißt es nicht "Luzifergnostik", sondern "Luzifer-Gnostik". Es handelt sich auch nicht, wie von Dir behauptet um Hauptwerk Steiners, sondern es war der Titel einer Zeitschrift/Schriftenreihe. Hauptwerke sind andere.

Bernd Heinrich

Uwe Schmidt
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Beitrag von Uwe Schmidt » Donnerstag 25. November 2004, 01:52

MEIN KAMPF konnte ich in Krakau fuer einen Spottpreis erstehen, und der Vorteil ist, dass man in Diskussionen ueber das Dritte Reich besser mitreden kann.
Selbstverstaendlich war der typische Nazi total unfromm und manche Spinner haben sich eben auf Esoterik verlegt.
Und gegen das Christentum waren die allemal, nicht zuletzt, weil es (uebrigens schon seit dem Bretonen ERNEST RENAN) als semitische Religion galt.
Rudolf Steiner soll laut SPIEGEL Kontakt zum Naziumfeld gehabt haben. Und die Luzifergnostik steht als Band seiner gesammelten Werke in jeder anthroposophischen Buchhandlung.
PS: Und mach dir nicht mal soviel Sorgen um mich, mit Nazis habe ich nicht das Geringste zu tun!

max72
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Beitrag von max72 » Donnerstag 25. November 2004, 10:52

Uwe Schmidt hat geschrieben:Parallel dazu sollte man unbedingt
VICTOR & VICTORIA TRIMONDI: HITLER - BUDDHA - KRISHNA
lesen.
Es ist schon unglaublich, was für einen Quatsch intelligente Leute im Hitler-Umfeld glauben konnten, und alles nur, um nicht dienen zu müssen, sondern herrschen zu können...
Was trimondi angeht: es ist unglaublich was fuer einen Quatsch intelligente Leute ueber den Buddhismus schreiben....

Ich wiederhole mich mal von frueher:

Raphael hat geschrieben:
Zu dieser obszönen Verbindung zwischen Buddhismus und Nationalsozialismus gibt es übrigens hier Literatur!

GsJC
Raphael


So was aergert mich einfach. Wie wuerdet ihr es finden, wenn Buddhisten das Christentum anhand Karheinz Deschner beurteilen? Oder eben anhand der Aussagen Hitlers oben?? Sind wir so begeistert etwas zu finden, was den Buddhismus kritisiert, dass wir uns nicht mal drum kuemmern, wie serioes die Quellen sind?

Ich wiederhole ein frueheres email.

Der Buddhismus hat auch das Recht, objektiv beurteilt zu werden. Trimondi istr im Verhaeltnis zu Buddhismus etwa so wie "die Kriminalgeschichte des Christentums" fuer die Kirche.

Ein interessanter Artikel ueber Trimondi gibt's hier:

http://www.gwup.org/skeptiker-online/a01/dalai.html

und hier vor allem:
http://www.kath.ch/infosekten/text_deta ... meid=10662

Trimondi verwendet falsche Quellen und Zitate und jeder, der nur ein bischen ueber Buddhismus weiss, hinterschaut die falsche Argumentation.

Wenn Katholiken Quellen wie Trimondi verwenden, machen sie sich unglaubwuerdig. UNd muessen sich nicht wundern, wenn andere dann das Christentum mit Karlheinz Deschner kritisieren.

Gruss

Max
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php? ... &&start=50

Gruss

Max

Bernd Heinrich Stein

Beitrag von Bernd Heinrich Stein » Donnerstag 25. November 2004, 17:19

Uwe Schmidt hat geschrieben:MEIN KAMPF konnte ich in Krakau fuer einen Spottpreis erstehen, und der Vorteil ist, dass man in Diskussionen ueber das Dritte Reich besser mitreden kann.
Um in Diskussionen über die Zeit des Nationalsozialismus besser mjitreden zu können ist die Kenntnis des Hetzwerkes "Mein Kampf" sicher nicht unbedingt "notwendig". Und wenn, dann sicher nur im Vergleich mit Schriften, wie sie in diesem Thread z.B. von Erich_D genannt wurden.
Uwe Schmidt hat geschrieben:Selbstverstaendlich war der typische Nazi total unfromm und manche Spinner haben sich eben auf Esoterik verlegt.
Unfromm oder Gottelästerlich???? Die in den Konzentrationslagern geschundenen und ermordeten Priester beweisen etwas anderes. "Unfromm" ist da schon sehr verharmlosend.
Uwe Schmidt hat geschrieben:Und die Luzifergnostik steht als Band seiner gesammelten Werke in jeder anthroposophischen Buchhandlung.
PS: Und mach dir nicht mal soviel Sorgen um mich, mit Nazis habe ich nicht das Geringste zu tun!
Recherchiere einfach mal ein wenig sorgfältiger, dann findest Du event. auch folgendes:
Lucifer – Gnosis
Grundlegende Aufsätze zur Anthroposophie und Berichte aus den Zeitschriften
«Luzifer» und «Lucifer – Gnosis» 1903 – 1908
«Luzifer» bzw. «Lucifer – Gnosis» war die erste und einzige anthroposophische Zeitschrift,
die Rudolf Steiner während Jahren selbst herausgegeben und betreut hat. Seine darin veröffentlichten
Aufsätze behandeln grundlegende anthroposophische Themen: Einweihung und
Mysterien – Reinkarnation und Karma – Von der Aura des Menschen – Die übersinnliche Welt
und ihre Erkenntnis, u.v.a.. Daneben sind vor allem auch die regelmäßig publizierten Berichte
aus der theosophischen Bewegung, sowohl in biographischer wie gesellschaftlicher Hinsicht,
von großem Interesse.

Quelle, dort S. 16
Uwe Schmidt hat geschrieben:PS: Und mach dir nicht mal soviel Sorgen um mich, mit Nazis habe ich nicht das Geringste zu tun
Deine Äußerungen sind für mich zumindest fragwürdig.

Bernd Heinrich

Dr. Dirk
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Beitrag von Dr. Dirk » Donnerstag 25. November 2004, 18:49

Ist das eigentlich der gleiche Michael Hesemann?

Bild

http://www.silberschnur.de/detail/detail.php?id=38

Uwe Schmidt
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Beitrag von Uwe Schmidt » Montag 29. November 2004, 06:06

Dirk hat geschrieben:Ist das eigentlich der gleiche Michael Hesemann?

Bild

http://www.silberschnur.de/detail/detail.php?id=38

Wahrscheinlich schon, der HESEMANN scheint sich besonders für alles Geheimnisvolle und Okkulte zu interessieren. Ich habe "Das Fatima-Geheimnis" von ihm (mit einem Vorwort von Kard. Meisner!).

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