Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Gespräche über ausgewählte litterarische Texte.

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cathol01
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Beitrag von cathol01 » Sonntag 9. Mai 2004, 08:59

Was ist gut?
"Das Wahre ist nicht sicherer als das Wahrscheinliche."
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Peter
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Beitrag von Peter » Sonntag 9. Mai 2004, 10:31

(Hehehehe …) 8)

Nebenbei:

Darf ich einmal kurz fragen, ob am Ende der ganze Kreuzgang mitbietet? Nur mal so kurz angefragt?

Übrigens erstand ich vorgestern das Lehrbuch der Katholischen Dogmatik von Franz Xaver Dieringer, Mainz 1850. (Ein Labsal gegen die immer wieder vorgebrachte Auffassung, bestimmte (positiv bewertete) Entwicklungen seien eine originäre Frucht des Zweiten Vatikanischen Konzils, wie mir scheint …. Man sollte offesntichtlich mehr «Vorkonziliares» lesen.)

San Marco
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Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von San Marco » Sonnabend 15. September 2012, 11:30


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cantus planus
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 15. September 2012, 11:34

Ott!

Pesch ist schon aufgrund seines Hintergrunds vollkommen unzuverlässig; hätte er eine brauchbare Dogmatik verfasst, könnte er kaum zu seinen bekannten Positionen gelangen. Müller ist teilweise fragwürdig; es steht nichts darin, was bei Ott nicht besser stünde. Das Buch ist seit Jahrzehnten bewährtes Standardwerk.

Die Letztgenannte kenne ich nicht.

Ansonsten würde ich in diesen Bereich neben Ott zwei weitere Bücher empfehlen:
Josef Neuner, Heinrich Roos: Der Glaube der Kirche, verschiedene Auflagen bis zum Konzil, antiquarisch gut erhältlich
Denzinger: Enchiridion Symbolorum, Verlag ist mir gerade entfallen und mit ca. 100 Euro teuer. Aber unersetzlich.

Mit dieser Trias (Neuner/Ross, Denzinger, Ott) hat man eigentlich alles, was jemals Wichtiges und Richtiges über den katholischen Glauben geschrieben wurde.

Sehr gut soll auch die Dogmatik von Matthias J. Scheeben sein. Die besitze ich also nicht, kann daher nichts dazu sagen.
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cantus planus
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Nachtrag

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 15. September 2012, 11:41

San Marco hat geschrieben:Welche Dogmatik könnt ihr empfehlen ? [...]
Theodor Schneider
http://www.patmos.de/handbuch-der-dogmatik-p-1388.html
cantus planus hat geschrieben: Die Letztgenannte kenne ich nicht.
Aus der Beschreibung des Verlags, gleich zu Beginn:
Das zweibändige »Handbuch der Dogmatik« ist ein Lehr- und Lernbuch der katholischen Dogmatik, die im Gefolge des II. Vatikanischen Konzils tiefgreifend erneuert wurde.
:hae?:

Was ist los?

Ich würde empfehlen: Finger weg. Die Dogmatik vorher und nachher muss dieselbe sein, abgesehen von Nuancen und bestimmten Schwerpunkten, die sich in der Darstellung entwickeln können. Wenn aber jemand quasi den ganzen Glaubenskanon an diesem einen - nichtdogmatischen! - "Konzil" aufhängt, ist das definitiv fragwürdig. Das kann jetzt einfach eine etwas doppeldeutige Formulierung sein, aber mein Misstrauen wäre da geweckt.
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Hubertus
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Re: Nachtrag

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 15. September 2012, 12:03

cantus planus hat geschrieben:
San Marco hat geschrieben:Welche Dogmatik könnt ihr empfehlen ? [...]
Theodor Schneider
http://www.patmos.de/handbuch-der-dogmatik-p-1388.html
cantus planus hat geschrieben: Die Letztgenannte kenne ich nicht.
Aus der Beschreibung des Verlags, gleich zu Beginn:
Das zweibändige »Handbuch der Dogmatik« ist ein Lehr- und Lernbuch der katholischen Dogmatik, die im Gefolge des II. Vatikanischen Konzils tiefgreifend erneuert wurde.
:hae?:

Was ist los?

Ich würde empfehlen: Finger weg. Die Dogmatik vorher und nachher muss dieselbe sein, abgesehen von Nuancen und bestimmten Schwerpunkten, die sich in der Darstellung entwickeln können. Wenn aber jemand quasi den ganzen Glaubenskanon an diesem einen - nichtdogmatischen! - "Konzil" aufhängt, ist das definitiv fragwürdig. Das kann jetzt einfach eine etwas doppeldeutige Formulierung sein, aber mein Misstrauen wäre da geweckt.
Beim letztgenannten zweibändigen Werk sind die Traktate immer gleich aufgebaut:
Nach einer kurzen Hinführung zur Thematik werden jeweils die biblischen Grundlagn und die dogmengeschichtliche Entwicklung umrissen; diese Teile kann man ganz gut für einen Überblick verwenden. Den sich jeweils anschließenden systematischen Teil ("Systematische Reflexion") kann man m.E. aber ruhig vergessen.
Der "Ott" ist natürlich für ein Handbuch die erste Wahl: klar gegliedert, gut verstehbar, katholisch.
Wer's ausführlicher mag, wird beispielsweise bei M. Schmaus ("Der Glaube der Kirche", auch online verfügbar) oder L. Scheffczyk ("Katholische Dogmatik", 8 Bde.) fündig.
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civilisation
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von civilisation » Sonnabend 15. September 2012, 12:34

Oder auch die Dogmatik von Diekamp-Jüssen.

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Gamaliel
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Gamaliel » Sonnabend 15. September 2012, 16:24

Unter den bereits genannten Namen sind Ott, Scheeben und Diekamp jedenfalls empfehlenswert, wobei sich letzterer durch eine besondere Anlehnung an den hl. Thomas von Aquin auszeichnet. (Sakramentenlehre und Eschatologie gibt es online: Diekamp, Band 3)
Schmaus ist nur in einer vorkonziliaren Ausgabe brauchbar.

Auch die verschiedenen Ausgaben des "Pohle" kann ich empfehlen. Ebenso Franzelin, Premm,...

Weiters "Bartmann", den es sogar in einer Onlienversion gibt: Lehrbuch der Dogmatik

Ein gleiches gilt für "Tanquerey":
Band 1: Synopsis theologiae dogmaticae : ad mentem s. Thomae Aquinatis
Band 2: Synopsis theologiae dogmaticae : ad mentem s. Thomae Aquinatis
(Band 3 gibt's leider nicht online)

Munjoie-Renuvelent
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Munjoie-Renuvelent » Sonnabend 15. September 2012, 17:21

Flott zu Gott, mit der Dogmatik von Ludwig Ott ;)

Christian
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Christian » Sonnabend 15. September 2012, 21:17

Willst du was wissen über Gott, schaue nach bei OTT, ;)
Das Volk versteht wenig, aber es spürt das meiste richtig
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ar26
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von ar26 » Sonntag 16. September 2012, 00:12

Ich habe mir in Reaktion auf die Ernennung von Msgr. Müller zum Präfekten der Glaubenskongregation die drei Bände von Diekamp/Jüssen (Auflagen aus den frühen 50iger Jahren) antiquarisch für insgesamt rund € 50 geholt. Inhaltlich sehr umfassend. Den Ott hatte ich in der Uni-Bibliothek auch schon in der Hand. Etwas kompakter und damit für den Nicht-Theologen vielleicht brauchbarer.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Pit
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Pit » Sonntag 16. September 2012, 14:19

San Marco hat geschrieben:Welche Dogmatik könnt ihr empfehlen ?
...
Ludwig Ott

http://www.novaetvetera.de/nova/nova_25.html
...
Ich habe sie mir bisher zwar nur mehrfach ausgeliehen,stellte aber fest, dass sogar kompliziertere theologische Sachverhalten so erläutert wurden, dass sie auch für mich als Laien verständlich wurden. :ja:
carpe diem - Nutze den Tag !

Clementine
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Clementine » Sonntag 16. September 2012, 17:29

cantus planus hat geschrieben:Ott!
Du brauchst gar nicht so zu schreien. Wir sind nicht taub bzw. blind. :unbeteiligttu:
Es gibt drei Arten von Menschen: Haie, Haifischfutter und Menschen, die es gelernt haben mit den Haien zu schwimmen ohne gefressen zu werden.

Halte Deine Stadt sauber! Iß täglich eine Taube!

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cantus planus
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von cantus planus » Sonntag 16. September 2012, 17:55

Clementine hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Ott!
Du brauchst gar nicht so zu schreien. Wir sind nicht taub bzw. blind. :unbeteiligttu:
Für dich, Clementine:

Bild

Hast du schon mitbekommen, dass ich den Ott empfehle? :unbeteiligttu:
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civilisation
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von civilisation » Sonntag 16. September 2012, 19:05

http://de.wikipedia.org/wiki/Elfriede_Ott

:D

Oder gar die deutsche Stimme von Kojak?

:D

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Yeti
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Yeti » Montag 17. September 2012, 20:28

Wenn man den "Ott" will, lohnt es sich auch, sich in diversen Uni-Städten mit kath. Theologie das moderne Antiquariat anzusehen. Als ich in Freiburg studiert und in der Fakultätsbibliothek gejobbt habe, wurde die damals gerade haufenweise aussortiert. Ich hab mich damals gewundert: "Was, jetzt erst?" Ich hatte die großen Säuberungsaktionen schon als abgeschlossen betrachtet.
#gottmensch statt #gutmensch

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Hubertus
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Hubertus » Montag 17. September 2012, 21:09

Yeti hat geschrieben:Wenn man den "Ott" will, lohnt es sich auch, sich in diversen Uni-Städten mit kath. Theologie das moderne Antiquariat anzusehen. Als ich in Freiburg studiert und in der Fakultätsbibliothek gejobbt habe, wurde die damals gerade haufenweise aussortiert. Ich hab mich damals gewundert: "Was, jetzt erst?" Ich hatte die großen Säuberungsaktionen schon als abgeschlossen betrachtet.
Bei Amazon gibt es derzeit z.B. auch zwei Gebrauchtexemplare der letzten Herder-Auflage (gelber Einband), für 23,99 bzw. 32 Euro, jeweils für zusätzlich drei Euro Versandkosten. Wenn ich mir überlege, daß ich sie mir damals während des Studiums neu gekauft habe, für sage und schreibe 128,-- DM :glubsch: ... Aber ich will mich nicht beschweren. Es ist eines meiner meistbenützten Bücher. Ich gehe davon aus, daß die Ausgabe bei nova et vetera ein Nachdruck eben jener (letzten) Herderausgabe (10. Aufl./1981) ist.

Nachtrag: Übrigens, sehe ich gerade, gibt es auch ein paar ältere Auflagen für weniger, auch bei Amazon.
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von San Marco » Freitag 21. September 2012, 22:06

Hubertus hat geschrieben: Ich gehe davon aus, daß die Ausgabe bei nova et vetera ein Nachdruck eben jener (letzten) Herderausgabe (10. Aufl./1981) ist.
Es wird zwar 11, Auflage genannt, Aus einem größeren Drucksatz und eingen Literaturnachträgen ist es die 10. Auflage.

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Hubertus
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 22. September 2012, 08:12

San Marco hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben: Ich gehe davon aus, daß die Ausgabe bei nova et vetera ein Nachdruck eben jener (letzten) Herderausgabe (10. Aufl./1981) ist.
Es wird zwar 11, Auflage genannt, Aus einem größeren Drucksatz und eingen Literaturnachträgen ist es die 10. Auflage.
Ah, Danke.
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von San Marco » Montag 24. März 2014, 23:52

Hat jemand die Dogmatik von Diekamp-Jüssen in der einbändigen Ausgabe?

http://www.sarto.de/product_info.php?in ... matik.html

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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Tinius » Sonnabend 21. November 2015, 18:24

Ich möchte mich einige Wochen lang ausgiebig theologisch mit der katholischen Kirche beschäftigen.
Welche Dogmatik würdet ihr mir empfehlen?

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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Sarandanon » Sonnabend 21. November 2015, 19:10

Ich habe mir gerade erst die Dogmatik von Ludwig Ott bestellt. Kann Dir deswegen natürlich noch keine inhaltliche Angaben machen. Wenn Du hier aber mal im Faden nach vorne blätterst wirst Du lesen können, dass der Ott für Laien die Dogmatik sehr kompakt, verständlich und übersichtlich zusammenfasst.

Schau mal hier: https://secure.booklooker.de/B%FCcher/d ... vZFP1ZZb
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von taddeo » Sonnabend 21. November 2015, 20:06

Sarandanon hat geschrieben:Ich habe mir gerade erst die Dogmatik von Ludwig Ott bestellt. Kann Dir deswegen natürlich noch keine inhaltliche Angaben machen. Wenn Du hier aber mal im Faden nach vorne blätterst wirst Du lesen können, dass der Ott für Laien die Dogmatik sehr kompakt, verständlich und übersichtlich zusammenfasst.

Schau mal hier: https://secure.booklooker.de/B%FCcher/d ... vZFP1ZZb
Für einen prägnanten Überblick über die "klassische" (also nicht subjektiv-modernistisch garnierte) katholische Dogmatik gibt es noch immer nichts Besseres als den Ott. Vor allem zeichnet ihn aus, daß er alle Glaubenssätze klar nach Gewicht unterscheidet (de fide, sententia certa etc.) und zu allen Aussagen die entscheidenden Begründungen und historischen Entwicklungen aus Schrift, Vätertexten und Konzilien bringt.
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Tinius » Sonnabend 21. November 2015, 20:12

taddeo hat geschrieben:
Sarandanon hat geschrieben:Ich habe mir gerade erst die Dogmatik von Ludwig Ott bestellt. Kann Dir deswegen natürlich noch keine inhaltliche Angaben machen. Wenn Du hier aber mal im Faden nach vorne blätterst wirst Du lesen können, dass der Ott für Laien die Dogmatik sehr kompakt, verständlich und übersichtlich zusammenfasst.

Schau mal hier: https://secure.booklooker.de/B%FCcher/d ... vZFP1ZZb
Für einen prägnanten Überblick über die "klassische" (also nicht subjektiv-modernistisch garnierte) katholische Dogmatik gibt es noch immer nichts Besseres als den Ott. Vor allem zeichnet ihn aus, daß er alle Glaubenssätze klar nach Gewicht unterscheidet (de fide, sententia certa etc.) und zu allen Aussagen die entscheidenden Begründungen und historischen Entwicklungen aus Schrift, Vätertexten und Konzilien bringt.
Danke. So etwas brauche ich. Ich will die Lehre der katholischen Kirche nämlich mit reformierter bzw. lutherischer vergleichen.
Kann mir jemand sagen, ob die Dogmatik von Diekamp (siehe in dem Faden früher) auch geeignet ist oder doch Ott besser ist?

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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von ar26 » Sonnabend 21. November 2015, 21:51

Diekamp ist ein dreibändiges Werk, Ott ist einbändig, damit wesentlich kompakter als der umfangreiche Diekamp. Da ich es umfänglicher mag, hab ich mir alle drei Bände von Diekamp zugelegt. Wenn Du mal schauen willst, ob Dir der Diekamp taugt, kannst Du Dir den dritten Band von archive.org holen:

https://archive.org/details/katholischedogma03diek

Zu beachten ist, daß der von 1922 ist, meine drei Bände sind von um 1950. Es sollte sich allerdings nicht viel geändert haben...
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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Siard » Sonnabend 21. November 2015, 21:59

›Mit Ott zu Gott!‹

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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 21. November 2015, 22:07

Für einen ersten Überblick ist wohl der Ott am ehesten zu empfehlen. Zudem ist er in rel. großer Zahl antiquarisch verfügbar. Ich selbst besitze die 10. Aufl. von 1981 (es gab wohl noch eine 11.), diese gab es als unveränderten Nachdruck noch knapp 20 Jahre später von Herder zu kaufen. Das II. Vatikanum hat in Otts Dogmatik praktisch keine Spuren hinerlassen; die erste danach überarbeitete Ausgabe erschien wohl, wenn ich es recht überblicke, im Jahre 1969 als 8. Auflage. Danach dürfte das Werk praktisch nicht mehr verändert worden sein; meine 10. Aufl. trägt den Vermerk "mit Literaturnachträgen".
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 21. November 2015, 22:07

Siard hat geschrieben:
›Mit Ott zu Gott!‹
Ich kenne "Flott zu Gott mit Ludwig Ott" :D
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Siard » Sonnabend 21. November 2015, 22:31


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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Salmantizenser » Sonntag 22. November 2015, 08:38

ar26 hat geschrieben:Zu beachten ist, daß der von 1922 ist, meine drei Bände sind von um 1950. Es sollte sich allerdings nicht viel geändert haben...
Das würde ich nicht ganz so sagen. Freilich wurden keine Dogmen umgedreht, aber Jüssen hat schon seine eigenen Akzente gesetzt.
Persönlich würde ich ja noch zum Brinktrine raten, aber der ist leider wesentlich schlechter verfügbar, zumal seine Dogmatik über mehrere Bände verteilt ist. Den besten Überblick bietet natürlich der gute alte Ott.

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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Protasius » Sonntag 22. November 2015, 13:23

Es gäbe als einbändiges frei verfügbares Werk auch noch die Dogmatik von Bartmann, die hier zu finden ist:
https://archive.org/details/lehrbuchderdogma00bartuoft.
Ist allerdings von 1911 und in Fraktur.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Welche Dogmatik ist empfehlenswert ?

Beitrag von Lycobates » Dienstag 21. Juni 2016, 23:54

Sofern es um in deutscher Sprache verfaßte Werke geht, es gibt ja auch andere, würde ich sagen:

Natürlich Scheeben-Atzberger, in vier Bänden, schier unübertreffbar, allein schon wegen der systematischen Einbeziehung der Väter. Eine Fundgrube. Leider ohne Indices. Anspruchsvolle Lektüre. Keine Lectio brevis.
Diekamp-Jüssen in drei Bänden, hier empfohlen, ist ausgezeichnet.
In zwei Bänden, unser Simar, Lehrbuch der Dogmatik, auch sehr zuverlässig, flüssiger.

In einem Band: Johann Baptist Heinrich, Lehrbuch der katholischen Dogmatik, knapp 1000 Seiten, die Kurzfassung des mehrbändigen Werkes.

Otts einbändigen Grundriß, hier empfohlen, würde ich Uninformierten nicht empfehlen.
Seine Behandlung, namentlich der theologischen Gewißheitsgrade, ist bereits modernistisch, oder modernisierend, zumindest minimalistisch, obwohl er Cartechini zitiert, man darf sich wundern. (Er leugnet, zumindest bagatellisiert, die Unfehlbarkeit und Verbindlichkeit des ordentlichen allgemeinen Lehramts, wir kennen die Folgen).
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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