J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Gespräche über ausgewählte litterarische Texte.

Moderator: Ecce Homo

Benutzeravatar
Lioba
Beiträge: 3584
Registriert: Dienstag 6. Januar 2009, 19:46

J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Lioba » Mittwoch 27. Juli 2011, 09:42

Der Strangtitel bezieht sich auf die weniger bekannte Kurzgeschichte "Leaf by Niggle" in Deutschen erschienen unter dem Titel "Blatt von Tüftler" oder auch "Blatt und Baum"
Los geht´s, Tolkien- Fans!
Was mich persönlch interessieren würde: Wie seid ihr dazu gekommen Tolkien zu lesen?
Während ich schon als Kind das erste Buch von Lewis in die Finger bekam, The Magicians Nephew, habe ich erst in den Achtzigern Bekanntschaft mit Tolkien gemacht und zwar über einige amerikanischen Studenten.
Der Herr der Ringe stand am Anfang, Buch und der Trickfilm. Während wir den Trickfilm heute belächeln, galt er in der Zeit vor der Computeranimation als durchaus gelungen und technisch anspruchsvoll.
Danach kam der Hobbit (Geburtstagsgeschenk) und ich begann, mich für die Biografie Tolkiens zu interessieren. Als die Kinder ins Vorlesealter kamen entdeckte ich Roverandom und Bauer Giles aus Ham. Nachdem ich wieder selber Zeit zum Lesen fand folgten die Nachrichten aus Mittelerde (Geschenk eines lieben Nachbarn- einfach so aus gar kenem Anlass), Weihnachten 2007 fand "Die Kinder Hurins" den Weg auf den Gabentisch.
Den Dreiteileiler habe ich im Kino gesehen, obwohl ich sonst ein absoluter Film- und Fernsehmuffel bin.
Was ich noch gerne lesen würde: "Die Abenteuer des Tom Bombadill".
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

Benutzeravatar
HeGe
Moderator
Beiträge: 12187
Registriert: Montag 6. Oktober 2003, 18:56
Wohnort: Erzbistum Köln

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von HeGe » Mittwoch 27. Juli 2011, 11:43

Bei mir war es eine Empfehlung meines Vaters (als Kind hört man ja noch auf sowas :breitgrins: ), die mich dazu gebracht hat, zunächst "Der kleine Hobbit" und dann "Herr der Ringe" zu lesen. Zumindest "Der kleine Hobbit" dürfte bei mir auch noch in den 80er-Jahren gewesen sein. Die Herr-der-Ringe-Trilogie habe ich mindestens 10-15-mal gelesen.

Gelesen habe ich ansonsten noch "Das Silmarillion" und noch irgendein anderes Buch, dessen Name mir im Moment nicht mehr einfällt. :tuete:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Linus » Mittwoch 27. Juli 2011, 12:12

(ich gestehe ich habe Tolkiens Herr der Ringe nach Seite 126 beim zweiten Versuch in die Ecke geworfen)
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Lioba
Beiträge: 3584
Registriert: Dienstag 6. Januar 2009, 19:46

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Lioba » Mittwoch 27. Juli 2011, 12:17

Dein Geständnis wurde zur Kenntnis genommen und du darfst trotzdem bleiben. :blinker:
Woran liegt es,dass es mit dir und Tolkien nicht klappt?
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Linus » Mittwoch 27. Juli 2011, 12:35

einerseits wohl das Genre (Fantasy) andererseits kam er nie auf den Punkt... zu langatmig (wobei Thomas Bernhard, der ja nicht minder langatmig ist, den hab ich geliebt...)
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Lioba
Beiträge: 3584
Registriert: Dienstag 6. Januar 2009, 19:46

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Lioba » Mittwoch 27. Juli 2011, 14:57

Bernhard habe ich noch nicht gelesen. Ich finde die meisten Modernen hoffnungslos langweilig und verkopft. Sie können einfach nicht einfach erzählen.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Linus » Donnerstag 28. Juli 2011, 12:35

War anfangs Schul-zwangslektüre, danach hat mich der Stil so gefesselt, daß meine Deutsch Matura aus 15 Sätzen bestanden hat. (auf 8 maschinschriftlichen Seiten). Bernhard ist halt so richtig schön morbid-neurotisch-depressiv, das gefiel mir als Wiener (auch wenn viel "Kirche-ist-an-allem-schuld" verarbeitet wird).
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Lioba
Beiträge: 3584
Registriert: Dienstag 6. Januar 2009, 19:46

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Lioba » Donnerstag 28. Juli 2011, 14:53

Positiv und lebensfroh hätte er sicher weniger Aussicht auf Berühmtheit gehabt. :blinker: Als Teenager war ich von Trakl begeistert, in dem Alter neigen auch Nicht- Wiener zum Morbiden.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

Benutzeravatar
lifestylekatholik
Beiträge: 8661
Registriert: Montag 6. Oktober 2008, 23:29

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von lifestylekatholik » Donnerstag 28. Juli 2011, 21:43

Lioba hat geschrieben:Was mich persönlich interessieren würde: Wie seid ihr dazu gekommen Tolkien zu lesen?
In der fünften Klasse gab es in der Klassenbücherei ein Taschenbuch mit hübschen Bildern. Das war »der kleine Hobbit«. Lsk -- der damals noch kein Lsk war -- steckt’s ein und ist bald schon gefangen. -- Pause. -- Irgendwann kommt das Gespräch in der Minigruppe auf Tolkien und der Gruppenleiter leiht mir seinen grünen Herrn der Ringe. Lsk liest das durch und ist so begeistert, dass er sich selber eine Ausgabe kauft. Die liest er noch mehrmals durch. (Weil sie bald zerfleddert ist, legt er sich auch die rote, einbändige zu, ist von der Neuübersetzung aber nicht begeistert.)

Ein paar Jahre später, aber immer noch in der Schulzeit, findet Lsk eine US-amerikanische Ausgabe des Herrn der Ringe (von Ballantine) bei seinen Eltern im Regal, daneben auch noch den Tolkien Reader. In ungefähr dieser Zeit sprang ihn bei einem Trödler auch eine englische Ausgabe des Silmarillions an. Diverse kleinere Veröffentlichungen aus dem Silmarillion folgten, desweiteren Ausgaben des HdR in Isländisch und Litauisch. Den Hobbit hat er auch auf Litauisch gelesen, allerdings nicht auf Isländisch, da die isländische Ausgabe -- wie alle isl. Bücher -- zu Preisen verkauft wurden, für die ein Student hungern müsste.

Ach ja, eine Begebenheit, die ich bestimmt schon erzählt habe: Lsk brütet in der Bib vor seiner Eddaausgabe, weil er ein Referat zu einem mehr oder weniger interessanten Thema halten muss. Plötzlich hopsen die Worte aus den Zeilen: Da steht doch tatsächlich was von Theoden, von Bifur, Bombur, von Gandalf und Thorin Eichenschild, natürlich auf Isländisch, aber in genau derselben Form wie Lsk’s in der isländischen Übersetzung gelesen hat. :panisch:

Überhaupt ist Isländisch die viel besser geeignete Sprache für Mittelerde als Englisch. (Die schwedische Übersetzung hat lange nicht diesen Charme.)
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Benutzeravatar
Lioba
Beiträge: 3584
Registriert: Dienstag 6. Januar 2009, 19:46

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Lioba » Freitag 29. Juli 2011, 10:18

Das mit den Namen fiel mir auch auf,als ich die Völuspa gelesen habe.
Kleines off-topic zur Edda: welche deutsche Übersetzung der Edda haltet ihr für am besten? Ich kenne Simrock und Jordan. Simrock ist mir vertrauter, weil man ihm halt immer zuerst begegnet, Jordan ist aber auch schön.
Hat jemand schon "Die wilden Götter" von Enzensberger gelesen? Ich habe sie mal meinem Mann geschenkt, weil ich es satt hatte, immer als who is-who der heidnischen Götterwelt benutzt zu werden und meine Lieben einfach nicht dazu zu kriegen waren, die Ältere Edda, den Beowulf und Homer selber zu lesen.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Linus » Freitag 29. Juli 2011, 11:11

lifestylekatholik hat geschrieben:. Die liest er noch mehrmals durch. (Weil sie bald zerfleddert ist, legt er sich auch die rote, einbändige zu, ist von der Neuübersetzung aber nicht begeistert.)
Ich glaube Band I grün hab ich daheim. Magst sie haben?
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
holzi
Beiträge: 6552
Registriert: Montag 28. November 2005, 15:00
Wohnort: Regensburg

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von holzi » Freitag 29. Juli 2011, 11:12

Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

Benutzeravatar
Peregrin
Moderator
Beiträge: 5422
Registriert: Donnerstag 12. Oktober 2006, 16:49

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Peregrin » Freitag 29. Juli 2011, 23:26

Lioba hat geschrieben:welche deutsche Übersetzung der Edda haltet ihr für am besten? Ich kenne Simrock und Jordan. Simrock ist mir vertrauter, weil man ihm halt immer zuerst begegnet, Jordan ist aber auch schön.
Ich habe Felix Genzmer. Gefällt mir gut, aber ich bin kein Spezialist und habe auch keinen Vergleich.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 21263
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13
Kontaktdaten:

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Niels » Sonnabend 30. Juli 2011, 00:14

Die Übersetzung von Gentzmer kenne ich leider nicht. Ich habe die von Simrock.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Nassos » Sonnabend 30. Juli 2011, 05:31

Ich war damals im Praxissemster.
Wir hatten einen Lieferanten, der für uns Dokumentationen verfasste. Sie hatte ein Virus auf ihrem Rechner und ich bin dann extra hingefahren und habe den Virus gekillt. Yeah!

Einen Tag später rief mich der Abteilungsleiter in sein Büro und sagte mir, die Zulieferin wäre zutiefst dankbar und möchte sich sehr gerne revanchieren.
Ich schaute ihn erstaunt an und sagte, sie bräuchte nichts zu tun, das war doch nichts (die Sache war in wenigen Minuten erledigt gewesen). Mein Chef bestand darauf und meinte, ich könne sie nicht "ins Leere laufen lassen"

Gut, sagte ich. Dann möchte ich das Buch der Kamasutra :breitgrins: Er schaute mich nur an, resigniert, und sagte ich solle doch bitte zur Sache kommen. Ich wollte es mir nochmal überlegen - es sollte dann schon etwas besonderes sein (Na ja, wobei die Kamasutra... ach, egal.)

Ich sprach mit einer Kollegin, von der ich wusste, dass sie sehr viel las und sie empfahl mir den Herrn der Ringe. Wir kamen dann in das Gespräch. Sie brachte mir am nächsten Tag "Der kleine Hobbit" mit, den ich als Einführung lesen sollte. Während dieser als Kindergeschichte ausgelegt war, war der Herr der Ringe schon etwas ansprechender.

Ich bekam die Trilogie in einem Buch, mit schönem roten Deckel - und es hat sich gelohnt.

Irgendwann mal kam Silmarillion (nicht: Das Silmarillion :dudu: ), das ich bestimmt schon drei, vier mal gelesen habe.
Schon der Titel des ersten Teils ist "göttlich": Ainulindale. (ich lese es manchmal schwäbisch und betone es auf "lin" :breitgrins: )

Lieben Gruß,
Nassos
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Nassos » Sonnabend 30. Juli 2011, 05:40

Bzgl. Edda: die Elbensprachen gehen wohl zu einem großen Teil auf das Isländische zurück.
Aber der Mann hat es geschafft, den Sprachen tatsächlich "den Sound" ihrer Träger aufzudrücken.

So klingt die Sprache Mordors tatsächlich mordorig (uaaahhh), die von Gandalf perfekt ausgesprochen wird (nicht nur die Aussprache, sondern auch der Stimmklang). Die Zwergensprache kehlig (im Film spricht Gimli in der extended Version einen Fluch über die Elben aus, der Satz kommt echt urig an).

Meiner Meinung nach bester Interpret der Namen und Wörter ist der unschlagbare Christopher Lee, während man Elijah Wood auf die Schule hätte schicken sollen ("Smiiiigoll", "Gähndälff", argghghhh... - dabei hatten die doch an soooo viele Details gedacht)
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
Luisa
Beiträge: 47
Registriert: Mittwoch 27. Dezember 2006, 21:18

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Luisa » Sonnabend 30. Juli 2011, 08:26

Nassos hat geschrieben:Schon der Titel des ersten Teils ist "göttlich": Ainulindale. (ich lese es manchmal schwäbisch und betone es auf "lin" :breitgrins: )
:hae?: Nanu, ich dachte, die Betonung auf "lin" ist sowieso üblich. Jedenfalls betont es der herrliche Joachim Höppner im Hörbuch auch so, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.

Ich liebe das Silmarillion. Ich habe es zum ersten Mal im Urlaub auf Lanzarote gelesen und dabei aufs Meer gesehen und die Wellen rauschen hören. Seitdem bin ich immer in dieser Atmosphäre, wenn ich es lese. Dabei ist es auch ohne schon himmlisch.
"Ich habe noch Tau in meinen Haaren aus Tälern der Menschenfrühe ...
Ich bin die Straße aller ihrer Straßen: Auf mir ziehen die Jahrtausende zu Gott!"
Gertrud von le Fort, "Hymnen an die Kirche"

Benutzeravatar
lifestylekatholik
Beiträge: 8661
Registriert: Montag 6. Oktober 2008, 23:29

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von lifestylekatholik » Sonnabend 30. Juli 2011, 14:22

Aus dem Anhang zum HdR:
Tolkien hat geschrieben:Betonung

Die betonten Silben sind nicht besonders gekennzeichnet, da die Betonung in den Elbensprachen von der Form des Wortes bestimmt wird. Bei zweisilbigen Wörtern liegt der Ton in praktisch allen Fällen auf der ersten Silbe. In längeren Wörtern liegt er auf der vorletzten Silbe, wo diese einen langen Vokal, einen Diphthong oder einen von zwei (oder mehr) Konsonanten gefolgten Vokal enthält. Wo die vorletzte Silbe (wie oft) eine kurzen Vokal hat, auf den nur ein Konsonant oder gar keiner folgt (was oft der Fall ist), liegt der Ton auf der ihr vorangehenden, der drittletzten Silbe. Wörter dieser letzteren Art werden in den Eldarin-Sprachen bevorzugt, besonders im Quenya.

In den folgenden Beispielen ist der betonte Vokal durch einen Großbuchstaben gekennzeichent: isIldur, Orome, erEssea, fEanor, ancAlima, elentÁri, dEnethor, periAnnath, echthElion, pelArgir, silIvren. Wörter vom Typ elentÁri, »Sternkönigin«, kommen im Quenya selten vor, wo der Vokal é, á, ó ist, es sei denn, es handelt sich umzusammengesetzte Wörter (wie in diesem Fall); sie sind häufiger bei den Vokalen í, ú, wie andúne »Sonnenuntergang, Westen«. Im Sindarin kommen sie überhaupt nur in Zusammensetzungen vor. Man betrachte, daß im Sindarin dh, th, ch Einzelkonsonanten sind un in der ursprünglichen Schrift durch Einzelbuchstaben wiedergegeben wurden.
Ainulindale also wahrscheinlich irgendwie so: αἠνουλίνδαλε
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Nassos » Montag 1. August 2011, 00:22

Urks.
Ai nu', Lindale. Kommsch hoim oder ette?

Auf der vorletzen Silbe betont hört es sich aber irgendwie würdevoller an... (?)
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
Lioba
Beiträge: 3584
Registriert: Dienstag 6. Januar 2009, 19:46

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Lioba » Dienstag 2. August 2011, 10:01

Am Schwäbischen muss selbst Tolkien scheitern. :breitgrins:
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Nassos » Dienstag 2. August 2011, 22:39

Lioba hat geschrieben:Am Schwäbischen muss selbst Tolkien scheitern. :breitgrins:
Moment a mol, jetztetle. Mir sorget dafür, dass de Ammis d nägschde Weltmeischderschaft holed.
Gell!
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
Jarom1
Beiträge: 884
Registriert: Freitag 5. August 2011, 20:15

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Jarom1 » Mittwoch 10. August 2011, 11:24

Lioba hat geschrieben:Das mit den Namen fiel mir auch auf,als ich die Völuspa gelesen habe.
Kleines off-topic zur Edda: welche deutsche Übersetzung der Edda haltet ihr für am besten? Ich kenne Simrock und Jordan. Simrock ist mir vertrauter, weil man ihm halt immer zuerst begegnet, Jordan ist aber auch schön.
Hat jemand schon "Die wilden Götter" von Enzensberger gelesen? Ich habe sie mal meinem Mann geschenkt, weil ich es satt hatte, immer als who is-who der heidnischen Götterwelt benutzt zu werden und meine Lieben einfach nicht dazu zu kriegen waren, die Ältere Edda, den Beowulf und Homer selber zu lesen.
Ich besitze die Übersetzungen von Simrock und von Genzmer. Ich habe keinen klaren Favoriten, z.B. gefällt mir die Völuspa in der Genzmer-Übersetzung persönlich besser, beim Havamal die von Simrock.

Zum Original-Topic: Die "Herr der Ringe"-Trilogie habe ich schon als Teenager "verschlungen" (und seitdem mindestens zehnmal erneut gelesen). Ich lese zur Zeit "Die Legende von Sigurd und Gudrun", Tolkiens Nachdichtung der Nibelungensage in der Form der klassischen Sagas. Die wunderschöne Ausgabe von Klett-Cotta enthält neben Tolkiens englischen Text eine "Nachdichtung der Nachdichtung" in deutscher Sprache, die gegenüber Tolkiens Original sprachlich leicht abfällt (der Übesetzer hatte auch keine leichte Aufgabe zu meistern).

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Nassos » Sonntag 14. August 2011, 00:04

Narn I Chîn Húrin - was für eine traurige Geschichte. *dramaqueen :heul: *

Und: wann hört diese Unart auf das "Silmarillion" "Das Silmarillion" zu nennen? :motz:
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
lifestylekatholik
Beiträge: 8661
Registriert: Montag 6. Oktober 2008, 23:29

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von lifestylekatholik » Sonntag 14. August 2011, 16:41

Jarom1 hat geschrieben:beim Havamal
Die Hávamál sind Mehrzahl.
Jarom1 hat geschrieben:in der Form der klassischen Sagas
Was ist denn die »Form der klassischen Sagas«?

Was sind denn »die klassischen Sagas«?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 6970
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Ewald Mrnka » Sonntag 14. August 2011, 17:22

HeGe hat geschrieben:Bei mir war es eine Empfehlung meines Vaters (als Kind hört man ja noch auf sowas :breitgrins: ), die mich dazu gebracht hat, zunächst "Der kleine Hobbit" und dann "Herr der Ringe" zu lesen. Zumindest "Der kleine Hobbit" dürfte bei mir auch noch in den 80er-Jahren gewesen sein. Die Herr-der-Ringe-Trilogie habe ich mindestens 10-15-mal gelesen.

Gelesen habe ich ansonsten noch "Das Silmarillion" und noch irgendein anderes Buch, dessen Name mir im Moment nicht mehr einfällt. :tuete:
"Herr der Ringe" war für mich immer eine Art Trost-Buch.
Ich liebe es, aber ich liebe auch den wundervollen Film und ich freue mich auf die Verfilmung von
"Der kleine Hobbit".
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Benutzeravatar
Lioba
Beiträge: 3584
Registriert: Dienstag 6. Januar 2009, 19:46

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Lioba » Sonntag 14. August 2011, 20:49

@Nassos- Die Kinder Hurins ist wirklich zum Schniefen schön. Was mir dort auffällt ist, dass die Elben nicht bloß überirdisch schön und edel sind. Der Streit zwischen Túrin und Saeros ist wirklich heftig.
@Ewald- wird es denn was mit der Verfilmung des Hobbits? Es wird schon so lange darüber geredet.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 6970
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Ewald Mrnka » Sonntag 14. August 2011, 21:21

Lioba hat geschrieben:@Nassos- Die Kinder Hurins ist wirklich zum Schniefen schön. Was mir dort auffällt ist, dass die Elben nicht bloß überirdisch schön und edel sind. Der Streit zwischen Túrin und Saeros ist wirklich heftig.
@Ewald- wird es denn was mit der Verfilmung des Hobbits? Es wird schon so lange darüber geredet.
Vor paar Wochen habe ich gehört, daß man mit der Verfilmung begonnen hat; in Australien oder Neuseeland, ich erinnere mich nicht mehr genau.

Der Film sollte in ein, zwei Jahren fertig sein.

Ich werde mal ein wenig herumgooglen, vielleicht finde ich genaueres.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 6970
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Ewald Mrnka » Sonntag 14. August 2011, 21:28

Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Benutzeravatar
ChrisCross
Beiträge: 2645
Registriert: Freitag 22. April 2011, 23:28

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von ChrisCross » Sonntag 14. August 2011, 23:03

Ewald Mrnka hat geschrieben:Ich bin sofort fündig geworden, sieht gut aus:

http://derhobbit-film.de/filme.shtml

http://www.youtube.com/watch?v=9WnS5fDB ... re=related
Das ist kein echter Trailer. Es handelt sich um einen Zusammenschnitt diverser Szenen aus dem Herrn der Ringe und anderen Filmen.
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Augustinus Conf. I. 1

Benutzeravatar
Nassos
Beiträge: 9048
Registriert: Montag 1. Juni 2009, 01:48

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Nassos » Dienstag 16. August 2011, 00:17

Lioba hat geschrieben:@Nassos- Die Kinder Hurins ist wirklich zum Schniefen schön. Was mir dort auffällt ist, dass die Elben nicht bloß überirdisch schön und edel sind. Der Streit zwischen Túrin und Saeros ist wirklich heftig.
Wann wird uns einst das Schicksal begegnen lassen, Herrin? Ich hätte gerne eine einzige Strähne Ihres Haares.
Geben Sie mir drei?
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

Benutzeravatar
Lioba
Beiträge: 3584
Registriert: Dienstag 6. Januar 2009, 19:46

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Lioba » Dienstag 16. August 2011, 10:55

Eine Strähne für Nassos1 und drei für Nassos2 ?
:breitgrins:
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 6970
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Re: J. R .R. Tolkien- der Tüftler

Beitrag von Ewald Mrnka » Dienstag 16. August 2011, 12:11

Lioba hat geschrieben:Eine Strähne für Nassos1 und drei für Nassos2 ?
:breitgrins:
Bekomme ich auch eine ab?
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste