Ständiger Diakon

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Ralf
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Ständiger Diakon

Beitrag von Ralf » Donnerstag 3. September 2009, 10:43

Hallo!

Das Ständige Diakonat wird in den einzelnen Bistümern ja recht unterschiedlich gehandhabt - während in vielen Bistümern die theoretische Ausbildung mittels des Fernkurses von Würzburg ausreicht, gefolgt von pastoraler Ausbildung vor Ort, verlangt bspw. das Erzbistum Köln eine intensivere Ausbildung im eigenen Diakoneninstitut.

Was haltet ihr davon? Besonders für berufstätige Familienväter halte ich letzteres für sehr anstrengend, ggf. gar schädlich gegenüber der Verpflichtung als Vater und Ehemann.

Dann habe ich gehört, daß es für Männer nicht möglich ist, zum Diakon geweiht zu werden, wenn die Ehefrau Protestantin ist - auch wenn sie der Weihe zustimmen würde. Weiß da jemand mehr drüber? Gilt das auch für orthodoxe Ehefrauen und warum überhaupt ist das so, wenn selbst die Kinder katholisch wären?

Dann verdienen wohl Priester, außer mit (seltener werdenden) Haushälterinnen ohne Kosten (für weitere Vepflegung und Logie und was Familie sonst noch so braucht) außer für die eigenen subjektiven Bedürfnisse, besser als Diakone im Hauptberuf. Gibt es dafür eine Rechtfertigung?

Haltet Ihr Diakone mit oder besser ohne Zivilberuf für angemessener?
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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cantus planus
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 3. September 2009, 10:49

Ralf hat geschrieben:Das Ständige Diakonat wird in den einzelnen Bistümern ja recht unterschiedlich gehandhabt - während in vielen Bistümern die theoretische Ausbildung mittels des Fernkurses von Würzburg ausreicht, gefolgt von pastoraler Ausbildung vor Ort, verlangt bspw. das Erzbistum Köln eine intensivere Ausbildung im eigenen Diakoneninstitut.
Köln hat ein eigenes Diakoneninstitut, das eine sehr fundierte Ausbildung bietet: http://www.erzbistum-koeln.de/erzbistum ... index.html Ich halte diese Einrichtung und Ausbildung für hervorragend, und nach meiner Beobachtung ist sie auf Berufstätigen im Regelfall problemlos möglich. Der Aufwand ist nicht höher, als für andere berufsqualifizierende(!) Maßnahmen oder z. B. Abendgymnasium. Ich meine, drunter sollte man es nicht machen. Vom Würzburger Fernkurs halte ich gar nichts.
Ralf hat geschrieben:Was haltet ihr davon? Besonders für Familienväter halte ich letzteres für sehr anstrengend, ggf. gar schädlich gegenüber der Verpflichtung als Vater und Ehemann.
Wer diese Ausbildung als ggf. schädlich ansieht, lässt vom Diakonat besser die Finger. Nach der Weihe prasseln so viele Aufgaben auf Diakone los, dass der zeitliche Aufwand dagegen ein Klacks ist. Was ich am Diakoneninstitut zu kritisieren hätte, ist die äußerst starke Fokusierung auf den liturgischen Dienst des Diakons. (In Kölner Fachkreisen wird das auch gerne als "Ausbildung zum Blumentopf" bezeichnet...)
Ralf hat geschrieben:Dann habe ich gehört, daß es für Männer nicht möglich ist, zum Diakon geweiht zu werden, wenn die Ehefrau Protestantin ist - auch wenn sie der Weihe zustimmen würde. Weiß da jemand mehr drüber? Gilt das auch für orthodoxe Ehefrauen und warum überhaupt ist das so, wenn selbst die Kinder katholisch wären?
Das wäre mir neu.
Ralf hat geschrieben:Dann verdienen wohl Priester, außer mit (seltener werdenden) Haushälterinnen ohne Kosten (für weitere Vepflegung und Logie und was Familie sonst noch so braucht) außer für die eigenen subjektiven Bedürfnisse, besser als Diakone im Hauptberuf. Gibt es dafür eine Rechtfertigung?
Und der Klerus zusammen verdient von Haus aus das Doppelte eines Kirchenmusikers (diverse Zuschläge und Vergünstigungen noch gar nicht eingerechnet). Gibt es dafür eine Rechtfertigung? Nein. Aber diese Neiddebatte habe ich so oft geführt, dass es mich nur noch ankotzt. Ich sage dazu nichts mehr.
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Petur
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Petur » Donnerstag 3. September 2009, 11:12

Ralf hat geschrieben:
Dann habe ich gehört, daß es für Männer nicht möglich ist, zum Diakon geweiht zu werden, wenn die Ehefrau Protestantin ist - auch wenn sie der Weihe zustimmen würde. Weiß da jemand mehr drüber? Gilt das auch für orthodoxe Ehefrauen und warum überhaupt ist das so, wenn selbst die Kinder katholisch wären?
Bei uns in Ungarn gibt es einen Diakon, dessen Frau reformierte Pastorin ist.

Ralf
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Ralf » Donnerstag 3. September 2009, 16:47

Vielleicht liegt das ja im Ermessen des Orts-Bischofs, der natürlich über jede kirchliche Eignung zu entscheiden hat.

Hier (rechts oben) finde ich so einen Hinweis, daß es zumindest im Norden (Erzbistum Hamburg, wenn es das damals schon gab) ein Hindernis sein kann.
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 3. September 2009, 17:10

Ich wäre vorsichtig. Dabei handelt es sich um die Aussage eines Betroffenen. Wir wissen nichts über die sonstigen Hintergründe. Möglicherweise war da auch ein recht freier Ökumenismus im Spiel, so dass der Erzbischof berechtigte Bedenken hatte. Eine konfessionsverschiedene Ehe ist m. E. nicht automatisch Weihehindernis.
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Pelikan » Donnerstag 3. September 2009, 17:25

Mischehen sind zwar kanonisch kein Weihehindernis (vgl. c. 1031 §2). Aber schon der Apostel rät ab:
1 Timotheus 3 hat geschrieben:8 Diaconos similiter pudicos, non bilingues, non multo vino deditos, non turpe lucrum sectantes: 9 habentes mysterium fidei in conscientia pura. 10 Et hi autem probentur primum: et sic ministrent, nullum crimen habentes. 11 Mulieres similiter pudicas, non detrahentes, sobrias, fideles in omnibus. 12 Diaconi sint unius uxoris viri, qui filiis suis bene præsint, et suis domibus. 13 Qui enim bene ministraverint, gradum bonum sibi acquirent, et multam fiduciam in fide, quæ est in Christo Jesu.

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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Florianklaus » Mittwoch 11. September 2013, 08:42

Ein ständiger Diakon ist Kleriker. In welchem Umfang ist er zum Breviergebet verpflichtet?

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Reinhard
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 11. September 2013, 09:13

[url=http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A4ndiger_Diakonat]Wikipedia[/url] hat geschrieben:Der Diakon verrichtet im Auftrag der Kirche das Stundengebet, ist dazu jedoch nicht in vollem Umfang verpflichtet; er muss jedoch zumindest die Laudes und die Vesper beten.
(vgl. auch bei der DBK)
wobei das wohl nicht als "eisernes Gesetz" zu verstehen ist, sondern sich nach den Möglichkeiten des Berufs- und Familienlebens richtet. (-> der CIC 276 als Ganzes zeigt den Sinn und Kontext sehr schön !)

Meine Exerzitienbegleiterin, eine Ordensschwester, drückte die Priorität so aus: "Du bist zu allererst zur Ehe, und erst danach zum Diakonat berufen."

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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Florianklaus » Mittwoch 11. September 2013, 10:28

Welche Standestracht darf oder sollte ein ständiger Diakon eigentlich tragen?

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Reinhard
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 11. September 2013, 10:36

Letztes Jahr gab es dazu schon eine Diskussion.
Lies die doch einfach mal nach ... :blinker:

Ich plädiere stark für Zivilkleidung, um jede Verwechslung mit dem Priester zu vermeiden.

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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Linus » Mittwoch 11. September 2013, 12:23

Florianklaus hat geschrieben:Welche Standestracht darf oder sollte ein ständiger Diakon eigentlich tragen?
Kommt drauf an, ob er ein verheirateter (zivilkleidung) oder zölibatärlebender (Kollar) ist.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von thomas12 » Mittwoch 11. September 2013, 12:55

Pelikan hat geschrieben:Mischehen sind zwar kanonisch kein Weihehindernis (vgl. c. 1031 §2). Aber schon der Apostel rät ab:
1 Timotheus 3 hat geschrieben:8 Diaconos similiter pudicos, non bilingues, non multo vino deditos, non turpe lucrum sectantes: 9 habentes mysterium fidei in conscientia pura. 10 Et hi autem probentur primum: et sic ministrent, nullum crimen habentes. 11 Mulieres similiter pudicas, non detrahentes, sobrias, fideles in omnibus. 12 Diaconi sint unius uxoris viri, qui filiis suis bene præsint, et suis domibus. 13 Qui enim bene ministraverint, gradum bonum sibi acquirent, et multam fiduciam in fide, quæ est in Christo Jesu.
1 Timotheus 3 hat geschrieben: 8Ebenso sollen die Diakone sein: achtbar, nicht doppelzüngig, nicht dem Wein ergeben und nicht gewinnsüchtig; 9sie sollen mit reinem Gewissen am Geheimnis des Glaubens festhalten.
10Auch sie soll man vorher prüfen, und nur wenn sie unbescholten sind, sollen sie ihren Dienst ausüben. 11Ebenso sollen die Frauen ehrbar sein, nicht verleumderisch, sondern nüchtern und in allem zuverlässig. 12Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein und ihren Kindern und ihrer Familie gut vorstehen. 13Denn wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang und große Zuversicht im Glauben an Christus Jesus.
Hier steht doch nur, dass die Frau des Diakons ehrbar, nicht verleumderisch und zuverlässig sein soll.
Hat das was mit der Konfession zu tun?
Aber andererseits íst es wohl auch in vielen Bistümern nicht gerne gesehen (Bei persönlich Bekannten war es ein Problem mit einer konfessionsverschiedenen Ehe).

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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Florianklaus » Mittwoch 11. September 2013, 12:57

Linus hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Welche Standestracht darf oder sollte ein ständiger Diakon eigentlich tragen?
Kommt drauf an, ob er ein verheirateter (zivilkleidung) oder zölibatärlebender (Kollar) ist.
Das sieht mir nach einem Zwei-Klassen-Diakonat aus.

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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Fragesteller » Mittwoch 11. September 2013, 13:22

thomas12 hat geschrieben:
Pelikan hat geschrieben:Mischehen sind zwar kanonisch kein Weihehindernis (vgl. c. 1031 §2). Aber schon der Apostel rät ab:
1 Timotheus 3 hat geschrieben:8 Diaconos similiter pudicos, non bilingues, non multo vino deditos, non turpe lucrum sectantes: 9 habentes mysterium fidei in conscientia pura. 10 Et hi autem probentur primum: et sic ministrent, nullum crimen habentes. 11 Mulieres similiter pudicas, non detrahentes, sobrias, fideles in omnibus. 12 Diaconi sint unius uxoris viri, qui filiis suis bene præsint, et suis domibus. 13 Qui enim bene ministraverint, gradum bonum sibi acquirent, et multam fiduciam in fide, quæ est in Christo Jesu.
1 Timotheus 3 hat geschrieben: 8Ebenso sollen die Diakone sein: achtbar, nicht doppelzüngig, nicht dem Wein ergeben und nicht gewinnsüchtig; 9sie sollen mit reinem Gewissen am Geheimnis des Glaubens festhalten.
10Auch sie soll man vorher prüfen, und nur wenn sie unbescholten sind, sollen sie ihren Dienst ausüben. 11Ebenso sollen die Frauen ehrbar sein, nicht verleumderisch, sondern nüchtern und in allem zuverlässig. 12Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein und ihren Kindern und ihrer Familie gut vorstehen. 13Denn wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang und große Zuversicht im Glauben an Christus Jesus.
Hier steht doch nur, dass die Frau des Diakons ehrbar, nicht verleumderisch und zuverlässig sein soll.
Hat das was mit der Konfession zu tun?
Aber andererseits íst es wohl auch in vielen Bistümern nicht gerne gesehen (Bei persönlich Bekannten war es ein Problem mit einer konfessionsverschiedenen Ehe).
Wenn du dir ansiehst, was genau Pelikan gefettet hat, dann will er wohl auf das Wort "fideles" hinaus, das sich durchaus auch als "gläubig" und nicht nur als "zuverlässig" übersetzen lässt. In einem Atemzug mit den vorher genannten Eigenschaften scheint allerdings schon die zweite Übersetzung richtig.

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Seraph
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Seraph » Mittwoch 11. September 2013, 13:51

Florianklaus hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Welche Standestracht darf oder sollte ein ständiger Diakon eigentlich tragen?
Kommt drauf an, ob er ein verheirateter (zivilkleidung) oder zölibatärlebender (Kollar) ist.
Das sieht mir nach einem Zwei-Klassen-Diakonat aus.
So ist es ja auch gar nicht gedacht. Der Diakon trägt Klerikerkleidung mit Kollar, denn dieses kennzeichnet ihn als Kleriker, nicht als Priester. WiMRE haben Diakone auch eine eigene Form von Soutane, sowas hab ich allerdings noch nie gesehen.
Ein düsterer Seraph möchte wohl selbst den dreieinigen Gott erschrecken.
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thomas12
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von thomas12 » Mittwoch 11. September 2013, 14:27

Fragesteller hat geschrieben: Wenn du dir ansiehst, was genau Pelikan gefettet hat, dann will er wohl auf das Wort "fideles" hinaus, das sich durchaus auch als "gläubig" und nicht nur als "zuverlässig" übersetzen lässt. In einem Atemzug mit den vorher genannten Eigenschaften scheint allerdings schon die zweite Übersetzung richtig.
Au, ich habe mir den lateinischen Text gar nicht genau angesehen. Mein Latein ist nicht so toll....
Also bin ich wieder mal über mein Übersetzungsproblem gestolpert.

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Protasius
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Protasius » Mittwoch 11. September 2013, 15:06

Seraph hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Welche Standestracht darf oder sollte ein ständiger Diakon eigentlich tragen?
Kommt drauf an, ob er ein verheirateter (zivilkleidung) oder zölibatärlebender (Kollar) ist.
Das sieht mir nach einem Zwei-Klassen-Diakonat aus.
So ist es ja auch gar nicht gedacht. Der Diakon trägt Klerikerkleidung mit Kollar, denn dieses kennzeichnet ihn als Kleriker, nicht als Priester. WiMRE haben Diakone auch eine eigene Form von Soutane, sowas hab ich allerdings noch nie gesehen.
Woher die besondere Soutane kommen soll, hat mir noch niemand erklären können. Der Talar ist das dem Klerikerstand (wohlgemerkt nicht dem Priesterstand) eigene Gewand und darum stand er allen ab der ersten Tonsur zu, weshalb auch Seminaristen eine tragen sollten, obgleich die niederen Weihen keine kirchenrechtlichen Konsequenzen haben. Das Repertorium rituum von Hartmann (1888) spricht deshalb auch vom Klerik, synonym zu Talar und Soutane.

Ein Soutanenzingulum sollten nach Verordnung von Urban VIII. alle tragen, die einen Talar tragen; der römische Schnitt des Talars ist sehr weit und somit erhält er mit dem Zingulum auch eine etwas weniger formlose Gestalt. Das Zingulum hat nach dem heutigen Gebrauch der Weltgeistlichen stets Fransen, früher trug man zur Chorkleidung ein Zingulum mit Quasten. Durch eine besondere Soutane zeichnen sich nur die Prälaten aus, alle anderen Weltgeistlichen tragen eine schwarze Soutane (bzw. in tropischen Missionsländern eine weiße, WIMRE gemäß einem apostolischen Indult). Ordensgeistliche sind natürlich noch ein anderes Feld, sowohl was Farben angeht wie auch Besonderheiten wie das fransen- und quastenlose Zingulum der Pallotiner.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Damasus » Mittwoch 11. September 2013, 23:14

Protasius hat geschrieben:Ein Soutanenzingulum sollten nach Verordnung von Urban VIII. alle tragen, die einen Talar tragen; der römische Schnitt des Talars ist sehr weit und somit erhält er mit dem Zingulum auch eine etwas weniger formlose Gestalt.
Ich habe des öfteren schon Soutane tragende Priester gesehen, die kein Zingulum tragen. Bekanntestes Beispiel dieser Sitte ist Papst Benedikt XVI:

http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?f=11&t=15325

Ich frage mich, ob dass nicht eigentlich ein Mistand ist, wenn Urban VIII. das Zingulum zum Talar vorschrieb. Gab es da Ausnahmebestimmungen seither?
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von umusungu » Mittwoch 11. September 2013, 23:42

Damasus hat geschrieben:Ich frage mich, ob dass nicht eigentlich ein Mistand ist, wenn Urban VIII. das Zingulum zum Talar vorschrieb. Gab es da Ausnahmebestimmungen seither?
ja, das ist ein absoluter Mißstand - und Benedikt ein Soutanen-Missbraucher ...

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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Damasus » Donnerstag 12. September 2013, 00:15

umusungu hat geschrieben:
Damasus hat geschrieben:Ich frage mich, ob dass nicht eigentlich ein Mistand ist, wenn Urban VIII. das Zingulum zum Talar vorschrieb. Gab es da Ausnahmebestimmungen seither?
ja, das ist ein absoluter Mißstand - und Benedikt ein Soutanen-Missbraucher ...
Zunächste ein mea maxima culpa für den Reschtschreibfehler... es müsste natürlich Misstand heißen. Wenngleich ich sagen möchte, dass das Wort wahrscheinlich falsch gewählt war von mir. Statt MIssbrauch hätte ich wohl eher etwas in die Richtung schlechte Angewohnheit sagen müssen.

Meine Frage steht aber dennoch im Raum. Wenn Papst Urban VIII. das Zingulum zur Soutane anordnete - gab es seither weitere Bestimmungen hinsichtlich des (Nicht-)Tragens des Zingulums zur Soutane?

Damit man mich nicht falsch versteht... ich wil davon gar nicht irgendwelche Verfehlungn herleiten ... schon garnicht möchte ich mit menem Beispiel Papst Benedikt XVI zu einem "Soutanen-Missbraucher" machen. Er trägt sie ja völlig rechtens als (nicht ganz unbedeutnder) Kleriker.
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Protasius » Donnerstag 12. September 2013, 00:22

Damasus hat geschrieben:
Protasius hat geschrieben:Ein Soutanenzingulum sollten nach Verordnung von Urban VIII. alle tragen, die einen Talar tragen; der römische Schnitt des Talars ist sehr weit und somit erhält er mit dem Zingulum auch eine etwas weniger formlose Gestalt.
Ich habe des öfteren schon Soutane tragende Priester gesehen, die kein Zingulum tragen. Bekanntestes Beispiel dieser Sitte ist Papst Benedikt XVI:

http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?f=11&t=15325

Ich frage mich, ob dass nicht eigentlich ein Mistand ist, wenn Urban VIII. das Zingulum zum Talar vorschrieb. Gab es da Ausnahmebestimmungen seither?
Ich habe bislang an offiziellem nur eine Entscheidung der Ritenkongregation gefunden, die das für die Kleidung von Meßdienern untersagt:
S.R.C. hat geschrieben: An liceat istis pueris qui clericis supplent induere ... cingulum?
S.R.C. resp.: Negative.
Petrocorcen 9. Iul. 1859
Nainfa behauptet, sie komme nur den Prälaten als Zeichen ihrer Würde sowie den Seminarrektoren und irremovable parish priests als Zeichen ihrer Jurisdiktion zu, gibt aber keine Quelle dafür an. Abstruserweise sollten aber alle, die den violetten Talar als Dienerlivree tragen (zum einen Farbe der päpstlichen Hauskapläne, zum anderen Farbe für Zeremoniare an Kathedralkirchen und für Seminaristen eines diözesanen Seminars), auch ein violettes Zingulum anlegen. (Ausgenommen Seminaristen wegen der Soprana, wobei eine Quellenangabe Unfug ist und die andere sich auf eine mir nicht verfügbare Entscheidung der Ritenkongregation bezieht.)

Der emeritierte Papst Benedikt müßte sie also wenigstens in der Öffentlichkeit schon tragen, da ein Papst ja auch die Bischofsweihe empfangen hat und somit zu den Prälaten zählt. Nainfa sagt, daß man zu Hause aber keinesfalls gebunden sei, das Zingulum zu tragen.
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von umusungu » Donnerstag 12. September 2013, 01:02

Urban VIII. - Papst während des Dreißigjährigen Krieges - hatte tolle Probleme, wenn er sich um Zingula auf Soutanen kümmerte.

Wir heute haben die Muße, uns um diese Soutanen-Fragen zu kümmern.

Kopfschütteln zum Quadrat!!!

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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von ad_hoc » Donnerstag 12. September 2013, 13:20

Ein Papst sollte sich schon um alles kümmern, sofern das Wichtige dabei nicht vernachlässigt oder gar außer Acht gelassen wird.
Zur Aussage, wonach man heute die Muße hätte, sich um 'Soutanen-Fragen zu kümmern, empfehle ich als Lektüre "Das Peter-Prinzip".

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von holzi » Donnerstag 12. September 2013, 15:26

umusungu hat geschrieben:Urban VIII. - Papst während des Dreißigjährigen Krieges - hatte tolle Probleme, wenn er sich um Zingula auf Soutanen kümmerte.
Die Italiener hat der Krieg im fernen Germanien sicher nicht mehr interessiert als heutzutage die Kriege in Nahost.
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Protasius » Donnerstag 12. September 2013, 15:38

holzi hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Urban VIII. - Papst während des Dreißigjährigen Krieges - hatte tolle Probleme, wenn er sich um Zingula auf Soutanen kümmerte.
Die Italiener hat der Krieg im fernen Germanien sicher nicht mehr interessiert als heutzutage die Kriege in Nahost.
Unter Leo X. lief die Reformation noch unter dem Begriff "teutonisches Mönchsgezänk". Wenn man Nachrichten nur mit Pferden bekommt (wenn überhaupt), kriegt man nicht so viel mit von dem, was da hinter den Alpen passiert.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Ständiger Diakon

Beitrag von Ralf » Freitag 13. September 2013, 08:59

ad_hoc hat geschrieben:Ein Papst sollte sich schon um alles kümmern, sofern das Wichtige dabei nicht vernachlässigt oder gar außer Acht gelassen wird.

Gruß, ad_hoc
Kannst Du diese Behauptung kirchenhistorisch begründen, 2000 Jahre überblickend?
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Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Petrus_Agellus » Dienstag 16. August 2016, 18:23

Liebe Mitforanten,

ich wollte in die Runde fragen, ob es unter Euch Ständige (verheiratete) Diakone gibt. Nach entsprechenden Erlebnissen beschäftigt mich die Frage, ob ich diesen Weg gehen sollte - gegenwärtig bin ich ohnehin noch zu jung (Mindestalter ist ja m. W. 35 für Verheiratete), aber ich würde Euch gerne um ein paar Eindrücke oder Erfahrungen bitten.

Danke! Petrus

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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von umusungu » Dienstag 16. August 2016, 20:22

Der Diakon (in all seinen Spielarten) ist der sozial-pastorale Arm des Amtes in der katholischen Kirche.
Für mich stellt die Weihestufe des Diakons die sichtbare Präsenz des dienenden Christus dar - gerade im unüberbietbaren Dienst der Fusswaschung.
Der verheiratete nebenamtliche Diakon bringt diesen Dienst in die Arbeitswelt, in die Nachbarschaften und Vereine.
Als ein Mann mit Familie und "normalem Beruf" (welcher Art auch immer) ist er Zeuge Jesu Christi im Alltag - näher an den Menschen als es ein Priester im Normalfall sein.
Neben dem sozial-pastoralen Aspekt seines Dienstes gibt es auch noch den liturgischen.
In der Liturgie bringt und verkörpert er in seiner Person auch den Alltag der Menschen - besonders der Kleinen und Notleidenden - in die "amtliche" Liturgie.

Aus dieser Beschreibung heraus favorisiere ich den nebenamtlichen Diakon. Der hauptamtliche Diakon steht oft in der Gefahr, seinen Dienst in der Liturgie auszuleben.

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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Niels » Mittwoch 17. August 2016, 07:24

umusungu hat geschrieben: Der hauptamtliche Diakon steht oft in der Gefahr, seinen Dienst in der Liturgie auszuleben.
Inwiefern? :detektiv:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Petrus_Agellus » Mittwoch 17. August 2016, 14:36

Ich hätte das jetzt so verstanden, dass der hauptamtliche Ständige Diakon Gefahr laufen würde, rein auf eine liturgische Nebenrolle reduziert zu werden. Tatsächlich kenne ich einen einzigen Diakon (im Kloster St. Peter in Salzburg), der dieses Amt ständig und zölibatär ausübt. Ich sehe da nur nicht ganz den Unterschied - warum sollte ein verheirateter Diakon nicht hauptamtlich arbeiten?

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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Juergen » Mittwoch 17. August 2016, 14:49

Petrus_Agellus hat geschrieben:Ich hätte das jetzt so verstanden, dass der hauptamtliche Ständige Diakon Gefahr laufen würde, rein auf eine liturgische Nebenrolle reduziert zu werden. Tatsächlich kenne ich einen einzigen Diakon (im Kloster St. Peter in Salzburg), der dieses Amt ständig und zölibatär ausübt. Ich sehe da nur nicht ganz den Unterschied - warum sollte ein verheirateter Diakon nicht hauptamtlich arbeiten?
Die Frage ist m.E.falsch gestellte. Sie müßte eher lauten: Was soll ein verheirateter Diakon hauptamtlich arbeiten?

Was unterschiedet ihn – wenn man den liturgischen Kontext fortläßt – von einem hauptamtlichen Pastoralreferenten, Gemeindereferenten, Sozialarbeiter etc.?
Gibt es Dinge, die ein Diakon arbeiten kann, und die die andere genannten Personen nicht arbeiten können?

Letztlich bleibt als das im Eigene, die mit der Weihe direkt in Verbindung stehenden liturgischen Vollzüge. – Und diese werden ihm teilweise regelmäßig entzogen, weil man doch die Laien fördern und stärken muß.
Gruß
Jürgen

Pirmin
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Pirmin » Mittwoch 17. August 2016, 15:58

Auf der Bistumsseite (Speyer) ist das so erklärt: „Der Diakon soll die Mitglieder der Gemeinde im Glauben stärken und sie zum gemeinsamen Glaubenszeugnis ermutigen. Als Berufstätiger hat er die Chance, das Wort Gottes auch an Orten zu bezeugen, wo die Kirche nur schwer persönlichen Zugang findet, zum Beispiel in der Arbeitswelt.“

Ich kenne einen Ständigen Diakon, der seiner Ingenieurstätigkeit bis zur Rente nachgegangen ist. Letztendlich hat es der Diakon selbst in der Hand, sein Amt im Rahmen der Vorgaben zu gestalten. Wie er es am besten ausfüllt, ist auch Persönlichkeits- und Charaktersache. Vielleicht ist er ein guter Referent und vermittelt Glaubensinhalte? Es ist ja auch so, dass die Alten, Kranken und Gestrauchelten innerhalb der Gemeinde abnehmen, während es in der Welt umso wichtiger wird, den Menschen Zeugnis abzulegen. Zudem reifen sowohl in der Ausbildung als auch in der jahrelangen Begegnung mit Menschen die erforderlichen Fähigkeiten zum pastoralen Gespräch, wobei eine der wichtigsten das Zuhören im Dialog ist. Weil der Diakon Teil des Hohepriestertums ist, ist die Eucharistie der Dreh- und Angelpunkt seines Wirkens und seiner Wirkung. Das unterscheidet ihn vom Sozialarbeiter, Pastoral- oder Gemeindereferenten, dass er durch das Weiheamt einen konkreten Bezug zum Gottesdienst herstellt und daraus seine Kraft schöpft. Und durch seine Ehefrau, die ihn wohlmeindend unterstützt.

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