Trappistenabtei Mariawald

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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Caviteño
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Caviteño » Dienstag 10. Mai 2016, 16:11

HeGe hat geschrieben:Zwei großartige Fotos der Abtei im Frühling:

Einfach schön!
:klatsch: :daumen-rauf: :klatsch:

Die rote Kircheneingangstür ist ein schöner Farbtupfer.

siena16
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von siena16 » Montag 30. Mai 2016, 22:13

Ja, wirklich sehr gut getroffen und wahrlich ein Ort zur geistlichen Einkehr!

CIC_Fan
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 14. Oktober 2016, 08:59

Ich stell das mal hier zur Diskussion
https://vimeo.com/15249424
warum klappt es dort mit neuer Liturgie viel besser als in Mariawald
Icch werte das nicht sondern ich frage

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Senensis
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Senensis » Sonnabend 15. Oktober 2016, 14:14

Verständnis(gegen)frage: Was meinst Du mit neuer Liturgie? NOM oder die Neueinführung der alten Liturgie? Im Video singen die Mönche ihr Chorgebet ja zu wesentlichen Teilen auf Französisch (wobei ich jetzt nur die ersten fünf Minuten angeschaut habe). Und ich sehe auch eine Zelebration des NOM...?
et nos credidimus caritati

CIC_Fan
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 15. Oktober 2016, 14:28

Was ich meine Wieso hat diese Abtei jede Menge Nachwuchs mit NOM und Landessprache in Maria Wald kommt die Sache nicht wirklich ins Laufen

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Schwenkelpott
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Schwenkelpott » Sonnabend 15. Oktober 2016, 18:11

CIC_Fan hat geschrieben:Ich stell das mal hier zur Diskussion
https://vimeo.com/15249424
warum klappt es dort mit neuer Liturgie viel besser als in Mariawald
[...]
Vielleicht, weil die "Alte Messe" alleine kein Garant für monastische Gelingen ist, sondern es auch auf andere Faktoren ankommt?
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Siard
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Siard » Montag 17. Oktober 2016, 00:22

Schwenkelpott hat geschrieben:Vielleicht, weil die "Alte Messe" alleine kein Garant für monastische Gelingen ist, sondern es auch auf andere Faktoren ankommt?
Das ist eine Binsenweisheit – und ich bin ziemlich sicher, daß CIC dies weiß.
Ich weiß nicht, wie es in Frankreich ist, das was ich von einem Insider gehört habe erklärt sehr vieles.
Die Frage ob VOM oder NOM ist in dem Zusammenhang m. E. zu vernachlässigen.

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Schwenkelpott
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Schwenkelpott » Montag 17. Oktober 2016, 00:44

Siard hat geschrieben:Ich weiß nicht, wie es in Frankreich ist, das was ich von einem Insider gehört habe erklärt sehr vieles.
Die Frage ob VOM oder NOM ist in dem Zusammenhang m. E. zu vernachlässigen.
Könntest du diese Erklärung ausführen? Bezieht sich diese auf monastisches Leben in Frankreich allgemein? Vielleicht ein Thema für einen neuen Strang.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Siard » Dienstag 18. Oktober 2016, 08:35

Siard hat geschrieben:…, das was ich von einem Insider gehört habe erklärt sehr vieles.
Das bezog sich zuerst auf Mariawald.
Schwenkelpott hat geschrieben:Könntest du diese Erklärung ausführen?
Ja, aber nicht im großen Forum.
Schwenkelpott hat geschrieben:Bezieht sich diese auf monastisches Leben in Frankreich allgemein? Vielleicht ein Thema für einen neuen Strang.
Das ist es ganz sicher.

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Schwenkelpott
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Schwenkelpott » Dienstag 18. Oktober 2016, 11:03

Siard hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:…, das was ich von einem Insider gehört habe erklärt sehr vieles.
Das bezog sich zuerst auf Mariawald.
OK, ich dachte, das bezog sich auf Frankreich.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Petrus » Dienstag 18. Oktober 2016, 12:15

CIC_Fan hat geschrieben:Ich stell das mal hier zur Diskussion
https://vimeo.com/15249424
warum klappt es dort mit neuer Liturgie viel besser als in Mariawald
Icch werte das nicht sondern ich frage
ja, aber sind das niicht Zisterzienser, und keine Trappisten?

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Dieter » Dienstag 18. Oktober 2016, 12:20

Petrus hat geschrieben:
CIC_Fan hat geschrieben:Ich stell das mal hier zur Diskussion
https://vimeo.com/15249424
warum klappt es dort mit neuer Liturgie viel besser als in Mariawald
Icch werte das nicht sondern ich frage
ja, aber sind das niicht Zisterzienser, und keine Trappisten?

Trappisten SIND Zisterzienser.

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Protasius » Dienstag 18. Oktober 2016, 12:21

Petrus hat geschrieben:
CIC_Fan hat geschrieben:Ich stell das mal hier zur Diskussion
https://vimeo.com/15249424
warum klappt es dort mit neuer Liturgie viel besser als in Mariawald
Icch werte das nicht sondern ich frage
ja, aber sind das niicht Zisterzienser, und keine Trappisten?
Sept-Fons ist ein Trappistenkloster, wenn man Wikipedia und der Internetseite des Abteiladens glauben folgt.
Dieter hat geschrieben: Trappisten SIND Zisterzienser.
Klar, aber die Frage ist ja hier, ob strengere Observanz oder nicht.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 18. Oktober 2016, 12:30

das sind sie sieht man an der Kleidung und der Zeichen Sprache

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kreuzzeichen
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von kreuzzeichen » Dienstag 18. Oktober 2016, 21:44

Sept Fons und Novy Dvur sind Trappistenklöster.
"Für jedes Problem gibt es eine einfache Lösung – klar, einleuchtend und falsch." (Henry Louis Mencken)

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kreuzzeichen
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von kreuzzeichen » Dienstag 18. Oktober 2016, 21:51

Die gestellte Frage ist aber höchst interessant. Warum "klappt" es in Sept Fons und Novy Dvur? Für mich, weil die absolut überzeugend und geradeaus als Trappisten leben, in einer fruchtbaren Spannung zwischen der "alten Regel" und der modernen Welt. Aber ohne sich geistlich irgendwie zu verbiegen. Ich habe sie leider noch nicht besuchen können, aber schon die Texte, die man von dort bekommt als geistliche Betrachtungen oder ähnliches sind von einer geistlichen Tiefe, die man anderswo nicht antrifft. Ich denke, auch die Gemeinschaft selbst "funktioniert" und ist gut geführt.

Es ist erstaunlich, dass sowohl in Österreich als auch in Deutschland die Trappisten nur in winzigen Konventen existieren. In Mariawald spielt sicher eine Geschichte von Umbrüchen und Unsicherheiten eine Rolle, auf die man keine überzeugende Antwort gefunden hat. Der Versuch, sich als Trappisten neu zu erfinden, der unter Prior Bernadin Schellenberger versucht wurde ist ein Extrem, der Versuch jetzt unter Abt Josef ein anderer...
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Mittwoch 19. Oktober 2016, 07:02

Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, wie sich die Situation in den niederländischen und belgischen Trappistenklöstern sowie im oberösterreichischen Stift Engelszell darstellt, die durch ihr berühmtes Bier und andere Klostererzeugnisse bekannt sind. Es ist ja durchaus erstaunlich, dass sich in einem so kleinen säkularen Staat wie Belgien mit seiner liberalen Kirchenführung immerhin sechs Trappistenabteien halten können. In Engelszell dagegen soll der Konvent nur noch aus vier Mönchen bestehen. Gibt es da nähere Informationen?

Vielleicht sollten wir hier einen eigenen Trappistenstrang aufmachen.
Wer einen Ritus ändert, verletzt einen Gott.
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kreuzzeichen
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von kreuzzeichen » Mittwoch 19. Oktober 2016, 09:52

Die Informationen sind, soweit ich es wahrgenommen habe, korrekt. Engelszell führt nach wie vor acht Mönche auf seiner Homepage. Geht man davon aus, dass der ein oder andere Konventsangehörige pflegebedürftig ist bzw. extern lebt dürfte das mit vier aktiven Mönchen naheliegend sein. In den Niederlanden haben die Trappisten gerade eine traditionsreiche Abtei (Diepenveen) aufgegeben und vier Mönche wagen einen Neuanfang auf der Insel Schiermonnikoog. Sie präsentieren sich allerdings inzwischen als Zisterzienser. http://kloosterschiermonnikoog.nl/.

Als geistliche Orte stehen die Trappistenabteien in Belgien sehr im Schatten der eigenen Biere. Sie haben unterschiedliche Strategien entwickelt, sich im Schatten der Brauereien zu halten und das Leben in der Abtei vom wirtschaftlichen Standbein zu trennen. Soweit ich weiß sind die Konvente unterschiedlich groß, aber zumeist zwischen 1 und 3 Mönchen. Mehr findet sich hier: http://www.ocso.org/wp-content/uploads/ ... Monjes.pdf
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von kreuzzeichen » Mittwoch 19. Oktober 2016, 09:56

Jetzt hab ich gar nicht in die Statistik von Engelszell geschaut. Da sind ja tatsächlich nur noch vier Mönche vermerkt, ohne "Externe". Da ist die Homepage offensichtlich nicht aktuell.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 19. Oktober 2016, 12:00

kreuzzeichen hat geschrieben:Die gestellte Frage ist aber höchst interessant. Warum "klappt" es in Sept Fons und Novy Dvur? Für mich, weil die absolut überzeugend und geradeaus als Trappisten leben, in einer fruchtbaren Spannung zwischen der "alten Regel" und der modernen Welt. Aber ohne sich geistlich irgendwie zu verbiegen. Ich habe sie leider noch nicht besuchen können, aber schon die Texte, die man von dort bekommt als geistliche Betrachtungen oder ähnliches sind von einer geistlichen Tiefe, die man anderswo nicht antrifft. Ich denke, auch die Gemeinschaft selbst "funktioniert" und ist gut geführt.

Es ist erstaunlich, dass sowohl in Österreich als auch in Deutschland die Trappisten nur in winzigen Konventen existieren. In Mariawald spielt sicher eine Geschichte von Umbrüchen und Unsicherheiten eine Rolle, auf die man keine überzeugende Antwort gefunden hat. Der Versuch, sich als Trappisten neu zu erfinden, der unter Prior Bernadin Schellenberger versucht wurde ist ein Extrem, der Versuch jetzt unter Abt Josef ein anderer...
gibts in Österreich überhaupt Trappisten?

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von martin v. tours » Mittwoch 19. Oktober 2016, 20:04

Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von kreuzzeichen » Sonnabend 22. Oktober 2016, 18:40

Abt Marianus von Engelszell ist kürzlich 8 geworden, sein Mitbruder und Prior P. Stephan feierte sein 6jähriges Priesterjubiläum. Weitere Informationen hier: https://www.dioezese-linz.at/news/216/ ... der-ist-8
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Dieter » Sonnabend 22. Oktober 2016, 18:51

Trappistenabtei St Sixtus in Westvleteren, Flandern:

Das beste Bier der Welt!

https://de.wikipedia.org/wiki/Westvleteren

http://sintsixtus.be/

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Alte Messe im Norden » Dienstag 25. Oktober 2016, 16:57

Abt von Mariawald zurückgetreten -- der Anfang vom Ende ...

https://gloria.tv/article/TjMHc2WbbhDR1fvRdquQFQ6SV

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Dieter » Dienstag 25. Oktober 2016, 17:20

Alte Messe im Norden hat geschrieben:Abt von Mariawald zurückgetreten -- der Anfang vom Ende ...

https://gloria.tv/article/TjMHc2WbbhDR1fvRdquQFQ6SV

Anfang vom Ende?

War nicht die Abtei aufgeblüht, nachdem der traditionelle Ritus eingeführt worden war?

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Alte Messe im Norden
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Alte Messe im Norden » Dienstag 25. Oktober 2016, 17:29

Leider nicht.
Es gab um den Jahreswechsel 2009/2010 einen großen Zulauf an Postulanten.
Alle fünf Neueintritte sind wieder ausgetreten.
Die aktuelle Personalstärke habe ich nicht, es ist jedoch nur ein kleiner Haufen.
Der letzte Frater, der kürzlich die Feierliche Profeß ablegte, befindet sich derzeit wegen Streits mit dem Abt in einem anderen Kloster ... :hmm:

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Sascha B. » Dienstag 25. Oktober 2016, 17:34

Alte Messe im Norden hat geschrieben:Leider nicht.
Es gab um den Jahreswechsel 2009/2010 einen großen Zulauf an Postulanten.
Alle fünf Neueintritte sind wieder ausgetreten.
Die aktuelle Personalstärke habe ich nicht, es ist jedoch nur ein kleiner Haufen.
Der letzte Frater, der kürzlich die Feierliche Profeß ablegte, befindet sich derzeit wegen Streits mit dem Abt in einem anderen Kloster ... :hmm:

Sind Gründe dafür bekannt?
Das mal einer wieder geht ist klar, aber wenn alle abhauen kann irgendwas nicht stimmen.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 25. Oktober 2016, 18:00

Es heißt ausdrücklich man "könne den weg der Tradition weiter gehen" Es dürfte vor allem um die älteren Mitbrüder gehen die mit dieser Änderung bis heute nicht zurecht kommen ,und das auch nicht müssen es ist dem Generalabt hoch an zurechnen das er hier hilft obwohl der Orden als solches den Weg den die abtei gegangen ist nicht gut geheißen hat

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 25. Oktober 2016, 18:01

Sascha B. hat geschrieben:
Alte Messe im Norden hat geschrieben:Leider nicht.
Es gab um den Jahreswechsel 2009/2010 einen großen Zulauf an Postulanten.
Alle fünf Neueintritte sind wieder ausgetreten.
Die aktuelle Personalstärke habe ich nicht, es ist jedoch nur ein kleiner Haufen.
Der letzte Frater, der kürzlich die Feierliche Profeß ablegte, befindet sich derzeit wegen Streits mit dem Abt in einem anderen Kloster ... :hmm:

Sind Gründe dafür bekannt?
Das mal einer wieder geht ist klar, aber wenn alle abhauen kann irgendwas nicht stimmen.
viele wollten dahin ,weil eben der Weg der Tradition eingeschlagen wurde und hatten keine Ahnung was das harte Leben eines Trapisten bedeutet

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Juergen » Dienstag 25. Oktober 2016, 18:32

Sascha B. hat geschrieben:Sind Gründe dafür bekannt?
Der Tagesablauf ist ja nicht ganz einfach. Vor drei Uhr nachts sind schon die ersten Gebetszeiten…
Mich wundert es nicht, wenn die Leute für sich persönlich feststellen, daß sie das nicht ein lebenlang durchhalten können.
Gruß
Jürgen

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von kreuzzeichen » Dienstag 25. Oktober 2016, 18:38

Es ist in Mariawald seit Jahrzehnten so, dass immer wieder Interessenten kommen und wenige bleiben. Das war - soweit ich das verfolgen konnte - auch schon vor der Rückkehr zur alten Liturgie und zur alten Lebensweise so. Man hatte nur gehofft, durch den Neuanfang einen echten Neuanfang machen zu können. Aber der Konvent hat das auch nur in Teilen mitgetragen. Schwierige Voraussetzungen!
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Mittwoch 26. Oktober 2016, 13:00

Der Rücktritt von Dom Josef bringt mich dann doch dazu, meine Schreibpause zu beenden, die Nachricht hat mich gestern Abend kurz vor Feierabend ziemlich geschockt. :(

Dass sich die Hoffnungen, die mit der Rückkehr zu den alten Gebräuchen verbunden waren, bislang nur sehr bedingt erfüllt haben, dürfte wohl offensichtlich sein, über die Gründe möchte ich nicht spekulieren. Es dürfte wohl ein Zusammenspiel vieler Dinge sein, die uns als Außenstehenden z.T. wohl auch nicht bekannt sind und deren Beurteilung uns nicht zusteht. Ich bete, dass die Abtei hierüber nicht endgültig zerbricht.

Da zumindest in den Kommentaren im Gloria.tv-Artikel auch über die Visitation spekuliert wird und Parallelen zu den FFI gezogen wird, möchte ich nur kurz darauf hinweisen, dass regelmäßige ordensinterne Visitationen der Klöster bei den Zisterziensern völlig üblich sind, meist durch die Mutterabtei. Ob es sich hierbei um eine solch regelmäßige Visitation handelte oder ob das Ganze einen besonderen Anlass hatte, bspw. die Konflikte innerhalb der Gemeinschaft, weiß ich nicht, mit der päpstlich angeordneten Visitation bei den FFI ist das aber m.E. jedenfalls nicht vergleichbar. Mich hat es nur gewundert, dass als Visitator und P. Immediat hier der Abt der Abtei Koenigshoven benannt ist, nicht der Abt von Oelenberg als eigentlicher Mutterabtei von Mariawald.

Ich bin jetzt nur gespannt, wie das organisatorisch weitergeht. Treten neue Kandidaten jetzt trotzdem noch der altrituellen Gruppe bei? Kann man sich das aussuchen? Was heißt "neuen Kandidaten für das Ordensleben fällt es leichter, ihrer Berufung zu folgen"? Heißt "Hilfe bei der Versorgung der älteren Mitbrüder", dass diese jetzt bei Bedarf nach Tilburg gehen? :hae?: Ich bin gespannt, wann und wie man hier mehr erfährt.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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