Trappistenabtei Mariawald

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Montag 28. November 2016, 12:57

umusungu hat geschrieben:
Petrus hat geschrieben:"Von den 1 oder 11 noch lebenden Mönchen nehmen 2-3 an der tridentinischen Liturgie teil, die anderen feiern die nachkonziliare Liturgie in einer kleinen Kapelle."

Quelle: http://www.orden-online.de/news/28/11 ... h-strenge/

dort (damit Ihr Euch nicht alle Kommentare seit 28 durchlesen müßt):

Leserkommentar von "Citeaux" vom 2. Mai 212 11:49.

Sowas geht auf Dauer nicht gut.
sollte das stimmen, hat dieser Abt mit einer sehr eigenwilligen Entscheidung den Tod der Abtei herbeigeführt.
Wie bereits in mehreren Beiträgen gesagt, bedarf dies einer gewissen Relativierung. Auch schon früher hat immer nur ein Teil der Mönche am Chorgebet teilgenommen. Es gab immer extern lebende Mönche und auch Mönche, die eremitisch lebten und das Stundengebet privat hielten. Wenn man dann noch diejenigen abzieht, die aus Altersgründen nicht mehr am Chorgebet teilnehmen, dürfte die Anzahl der Teilnehmer an der Liturgie im neuen Ritus jedenfalls nicht höher sein. Dass alle Mönche eines Klosters am Chorgebet teilnehmen, war in Zisterzienserklöstern zudem ohnehin ja nie der Fall, dafür gab es die Aufteilung in Chormönche und Konversbrüder.

Umu, in deiner unnachahmlich differenzierten und mit ausführlicher Begründung versehenen Art und Weise wirfst du dem Abt vor, mit "seiner eigenwilligen Entscheidung" den Tod der Abtei herbeigeführt zu haben. Abtswahlen finden absolut demokratisch statt und für welchen "Kurs" Dom Josef stand, dürfte bei seiner Wahl keinem unbekannt gewesen sein. Er hat die Mehrheit des Konventes bei der Wahl hinter sich gehabt und wohl auch bei den weiteren Entscheidungen. Im Sinne der Akzeptanz einer demokratischen Entscheidung und erst recht im Sinne des klösterlichen Gehorsamsgelübdes wäre es eigentlich der "normale" Gang gewesen, dass sich der Konvent anschließend insgesamt der Führung und den Entscheidungen des Abtes anvertraut. Dass ein Teil des Konventes dies zumindest insoweit nicht getan hat, kann man beurteilen wie man möchte, ich halte es jedenfalls für pastorales Vorgehen im besten Sinne, dass der Abt dem Wunsch einiger Mitbrüder nachgekommen ist und sie nicht gezwungen hat, am normalen Chorgebet teilzunehmen. Als Abt hätte er ja durchaus die Autorität dazu gehabt und gerade um den Eindruck einer Spaltung zu verhindern, der nach Außen hin vielleicht auch das gesamte Vorhaben beeinträchtigt hat, hätte es dafür vielleicht auch gute Gründe gegeben. Dass du ihm dieses Vorgehen jetzt auch noch zum Vorwurf machst, kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen.


Noch ein Nachtrag @Umu: Pfarrer, die eine Sonntagsmesse nicht nach Messbuch feiern, sondern ihrer Gemeinde die nach eigenem Gutdünken oder dem Geschmack irgendwelcher Liturgiekreise gebastelte Liturgie aufzwingen, tragen m.E. wesentlich mehr zu irgendwelchen Spaltungen bei. Aber auch da sind es wahrscheinlich dann diejenigen fürchterlich "Ewiggestrigen" schuld, denen das nicht gefällt.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Petrus » Montag 28. November 2016, 17:02

HeGe hat geschrieben:Dass alle Mönche eines Klosters am Stundengebet teilnehmen, war in Zisterzienserklöstern zudem ohnehin ja nie der Fall, dafür gab es die Aufteilung in Chormönche und Konversbrüder.
wurde in Mariawald diese Aufteilung im Zuge der Re-Organisation (ist nicht abwertend gemeint, mir ist kein besseres Wort eingefallen) wieder eingeführt?

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Montag 28. November 2016, 17:07

Petrus hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Dass alle Mönche eines Klosters am Stundengebet teilnehmen, war in Zisterzienserklöstern zudem ohnehin ja nie der Fall, dafür gab es die Aufteilung in Chormönche und Konversbrüder.
wurde in Mariawald diese Aufteilung im Zuge der Re-Organisation (ist nicht abwertend gemeint, mir ist kein besseres Wort eingefallen) wieder eingeführt?
Nein, wäre mir jedenfalls nicht aufgefallen. Ich würde annehmen, das wäre vielleicht eher ein Zukunftsprojekt bei steigenden Beitrittszahlen gewesen. Der einzig mir bekannte, reguläre Orden, der diese Unterteilung derzeit noch vornimmt, sind die Kartäuser.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von kreuzzeichen » Montag 28. November 2016, 18:12

Wobei auch hier zunehmend gemeinsam gebetet wird.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Petrus » Montag 28. November 2016, 18:22

hallo HeGe,

danke.

zu Kartäusern würde mir auch einiges einfallen (falls unser Juergen hier mitliest: nein, Jürgen, das Rezept für Kartäuserklöße will ich nicht haben, obwohl, Du, Jürgen, das sicher besser machen könntest als ich ...)

ein passendes smiley (wie sagt man das hier?) ist mir gerade nicht eingefallen.

aber wir sind ja jetzt bei Mariawald. ich jedenfalls.

Peter.

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von kreuzzeichen » Montag 26. Dezember 2016, 23:25

Es steht wohl schon einige Tage auf der Homepage... so nutze ich die Gelegenheit allen hier Frohe und gesegnete Weihnachten zu wünschen und verlinke der Brief des P. Immediat: http://www.kloster-mariawald.de/view.php?nid=424
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Niels » Dienstag 27. Dezember 2016, 01:00

kreuzzeichen hat geschrieben:Es steht wohl schon einige Tage auf der Homepage... so nutze ich die Gelegenheit allen hier Frohe und gesegnete Weihnachten zu wünschen und verlinke der Brief des P. Immediat: http://www.kloster-mariawald.de/view.php?nid=424
Wieso liest man da nur "Auszüge"? :detektiv:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Dienstag 27. Dezember 2016, 11:54

kreuzzeichen hat geschrieben:Es steht wohl schon einige Tage auf der Homepage... so nutze ich die Gelegenheit allen hier Frohe und gesegnete Weihnachten zu wünschen und verlinke der Brief des P. Immediat: http://www.kloster-mariawald.de/view.php?nid=424
Daraus:
Klar ist auch, dass die jüngeren Mitbrüder in einem Klima leben sollten, in dem sie ihre klösterliche Berufung in Treue leben können. Sie haben sich dafür entschieden, dies nach dem Außergewöhnlichen Ritus der Kirche und nach den Konstitutionen unseres Ordens von 1963 zu tun. Die Kirche hat ihnen diese Möglichkeit eingeräumt und darum unterstütze ich sie darin voll und ganz. Wenn sie dies innerhalb der Grenzen unserer Kirche tun, kann und wird der Orden dies auch respektieren...
„Außergewöhnlicher [sic!] Ritus der Kirche“ ... „diese Möglichkeit eingeräumt“ ...
„Wenn sie dies innerhalb der Grenzen unserer Kirche tun ...“ :roll:

Meine engen Grenzen ;D
Zuletzt geändert von Libertas Ecclesiae am Dienstag 27. Dezember 2016, 12:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Dienstag 27. Dezember 2016, 12:13

An den Aussagen des P. Immediat finde ich nichts Negatives, für mich gibt das im Gegenteil im erwartbaren Rahmen Anlass zur Hoffnung. Die Sorge um den Fortbestand des Klosters scheint mir sehr ehrlich. Auch dass er noch einmal betont, an der Rückkehr zu den alten Gebräuchen nichts ändern zu wollen, ist doch gut. Alles andere würde ich nicht unbedingt auf die Goldwaage legen.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Dienstag 27. Dezember 2016, 12:28

HeGe hat geschrieben:An den Aussagen des P. Immediat finde ich nichts Negatives, für mich gibt das im Gegenteil im erwartbaren Rahmen Anlass zur Hoffnung. Die Sorge um den Fortbestand des Klosters scheint mir sehr ehrlich. Auch dass er noch einmal betont, an der Rückkehr zu den alten Gebräuchen nichts ändern zu wollen, ist doch gut. Alles andere würde ich nicht unbedingt auf die Goldwaage legen.
Mit dieser Einschätzung hast Du natürlich grundsätzlich recht, und ich bin ja auch sehr froh, dass mit Dom Josef als Prior von Mariawald der Weg der Tradition weitergegangen werden kann.

Mein „Augenrollen“ entzündete sich jedoch an der Formulierung „Außergewöhnlicher Ritus“, zeigt dies doch zumindest unbewusst, dass sich die Ordensleitung hier mit der Rückkehr zu den alten Gebräuchen doch noch etwas schwer zu tun scheint.

Aber Du hast wie gesagt schon recht, dass man das jetzt nicht unbedingt auf die Goldwaage legen muss.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Dienstag 27. Dezember 2016, 12:42

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Mit dieser Einschätzung hast Du natürlich grundsätzlich recht, und ich bin ja auch sehr froh, dass mit Dom Josef als Prior von Mariawald der Weg der Tradition weitergegangen werden kann.

Mein „Augenrollen“ entzündete sich jedoch an der Formulierung „Außergewöhnlicher Ritus“, zeigt dies doch zumindest unbewusst, dass sich die Ordensleitung hier mit der Rückkehr zu den alten Gebräuchen doch noch etwas schwer zu tun scheint.

Aber Du hast wie gesagt schon recht, dass man das jetzt nicht unbedingt auf die Goldwaage legen muss.
Na ja, anders als "nur" eine Feier der Messen im Messritus nach den Büchern von 1962 fand in Mariawald ja eine umfassende Rückkehr zu den alten Gebräuchen der Zisterzienser statt, das ist auch in weltkirchlicher Hinsicht einmalig und damit ja tatsächlich außergewöhnlich. ;) Aber mit deiner Einschätzung, dass nicht alle im Orden diesen Schritt nachvollziehen konnten und können, hast du sicherlich recht. Mit Akzeptanz kann Mariawald aber sicher gut leben, allseitige Freude hat auch wohl niemand erwartet.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Siard » Dienstag 27. Dezember 2016, 22:34

Ich vermute ja, daß dies alles soviel wert ist, wie der Gewissensschutz für die Gegner der Frauenordination in manchen evangelischen Landeskirchen.

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonnabend 7. Januar 2017, 16:28

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Kleinwald » Sonntag 8. Januar 2017, 11:24

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Gebetsgemeinschaft Mariawald
Das ist etwas vollkommen neues für mich. Wie ist hier der Hinweis
Diese verpflichten sich – natürlich nicht unter Sünde! – täglich/wöchentlich wenigstens ein Gesätz ihres Rosenkranzes aufzuopfern
zu verstehen?
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Florianklaus » Sonntag 8. Januar 2017, 12:43

Siard hat geschrieben:Ich vermute ja, daß dies alles soviel wert ist, wie der Gewissensschutz für die Gegner der Frauenordination in manchen evangelischen Landeskirchen.
Wo gibt es den denn noch?

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Kleinwald » Sonntag 8. Januar 2017, 13:33

Florianklaus hat geschrieben:Wo gibt es den denn noch?
Ich vermute eher, die Ablehnung der FO stellt heute in allen Landeskirchen ein 100%iges Ordinationshindernis dar.
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Siard » Sonntag 8. Januar 2017, 16:28

Kleinwald hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Wo gibt es den denn noch?
Ich vermute eher, die Ablehnung der FO stellt heute in allen Landeskirchen ein 100%iges Ordinationshindernis dar.
Ich habe ja auch nicht gesagt, daß es ihn noch gibt. :breitgrins:
Das es ihn nicht mehr gibt, ist ein Beweis für meine Worte. ;D

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonnabend 28. Januar 2017, 22:09

Eine Buchbesprechung von Hans Jakob Bürger:

Vom Leben der Trappisten
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Sonntag 29. Januar 2017, 12:15

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Sonnabend 28. Januar 2017, 22:09
Eine Buchbesprechung von Hans Jakob Bürger:

Vom Leben der Trappisten
Sehr interessant, vielen Dank für den Hinweis. Das erste Buch, "Die Stille atmen", war sehr lesenswert, da werde ich mir das neue Buch jetzt sicher auch zulegen.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Senensis » Sonntag 29. Januar 2017, 19:40

HeGe hat geschrieben:
Sonntag 29. Januar 2017, 12:15
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Sonnabend 28. Januar 2017, 22:09
Eine Buchbesprechung von Hans Jakob Bürger:

Vom Leben der Trappisten
Sehr interessant, vielen Dank für den Hinweis. Das erste Buch, "Die Stille atmen", war sehr lesenswert, da werde ich mir das neue Buch jetzt sicher auch zulegen.
In der Besprechung taucht folgender Satz auf:
Der damalige Text indes ist geblieben.
Wie versteht Ihr das? Ist das eine veränderte Neuauflage von "Die Stille atmen"?
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Caviteño » Montag 30. Januar 2017, 02:07

Senensis hat geschrieben:
Sonntag 29. Januar 2017, 19:40
In der Besprechung taucht folgender Satz auf:
Der damalige Text indes ist geblieben.
Wie versteht Ihr das? Ist das eine veränderte Neuauflage von "Die Stille atmen"?
Der Eindruck drängt sich auf. Bei amazon kann man das Inhaltsverzeichnis und tlw. die Texte des Buches aufrufen. Ich habe den Eindruck, daß man das gesamte Buch dort lesen kann. Mir kam vieles bekannt vor. Ich kann das aber nicht überprüfen, weil ich das Vorgängerbuch(?) nicht hier habe.

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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Montag 30. Januar 2017, 11:39

Caviteño hat geschrieben:
Montag 30. Januar 2017, 02:07
Senensis hat geschrieben:
Sonntag 29. Januar 2017, 19:40
In der Besprechung taucht folgender Satz auf:
Der damalige Text indes ist geblieben.
Wie versteht Ihr das? Ist das eine veränderte Neuauflage von "Die Stille atmen"?
Der Eindruck drängt sich auf. Bei amazon kann man das Inhaltsverzeichnis und tlw. die Texte des Buches aufrufen. Ich habe den Eindruck, daß man das gesamte Buch dort lesen kann. Mir kam vieles bekannt vor. Ich kann das aber nicht überprüfen, weil ich das Vorgängerbuch(?) nicht hier habe.
Hm, ich werde das mal prüfen. Das neue Buch hat aber 437 Seiten, soviel Text hatte das alte Buch eigentlich m.E. nicht, um die ohne Erweiterungen zu füllen. :hmm:
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Montag 30. Januar 2017, 13:45

HeGe hat geschrieben:
Montag 30. Januar 2017, 11:39
Hm, ich werde das mal prüfen. Das neue Buch hat aber 437 Seiten, soviel Text hatte das alte Buch eigentlich m.E. nicht, um die ohne Erweiterungen zu füllen. :hmm:
Scheint tatsächlich nur eine Neugestaltung des alten Buches zu sein, mit dem gleichen Text. Das Vorwort, das man in der Amazon-Buchvorschau lesen kann, gibt dazu Auskunft.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Montag 30. Januar 2017, 17:05

Wie steht Schellenberger als ehemaliger „Insider“ eigentlich heute zu Mariawald und zum dortigen „Weg der Tradition“? Es ist ja schon interessant, dass seine Einblicke in das „alte Mönchsleben“ gerade jetzt neu aufgelegt worden sind.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Senensis » Mittwoch 1. Februar 2017, 11:29

HeGe hat geschrieben:
Montag 30. Januar 2017, 11:39
Caviteño hat geschrieben:
Montag 30. Januar 2017, 02:07
Senensis hat geschrieben:
Sonntag 29. Januar 2017, 19:40
In der Besprechung taucht folgender Satz auf:
Der damalige Text indes ist geblieben.
Wie versteht Ihr das? Ist das eine veränderte Neuauflage von "Die Stille atmen"?
Der Eindruck drängt sich auf. Bei amazon kann man das Inhaltsverzeichnis und tlw. die Texte des Buches aufrufen. Ich habe den Eindruck, daß man das gesamte Buch dort lesen kann. Mir kam vieles bekannt vor. Ich kann das aber nicht überprüfen, weil ich das Vorgängerbuch(?) nicht hier habe.
Hm, ich werde das mal prüfen. Das neue Buch hat aber 437 Seiten, soviel Text hatte das alte Buch eigentlich m.E. nicht, um die ohne Erweiterungen zu füllen. :hmm:
Das alte Buch war sehr großformatig, wohingegen das neue deutlich handlichere Abmessungen haben soll. Das kann schon einen Unterschied bewirken - ob in dem Umfang, vermag ich nicht abzuschätzen.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Senensis » Mittwoch 1. Februar 2017, 11:30

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Montag 30. Januar 2017, 17:05
Wie steht Schellenberger als ehemaliger „Insider“ eigentlich heute zu Mariawald und zum dortigen „Weg der Tradition“? Es ist ja schon interessant, dass seine Einblicke in das „alte Mönchsleben“ gerade jetzt neu aufgelegt worden sind.
Ja genau, gute Frage!Weiß jemand was dazu?
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Mittwoch 1. Februar 2017, 11:48

Senensis hat geschrieben:
Mittwoch 1. Februar 2017, 11:30
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Montag 30. Januar 2017, 17:05
Wie steht Schellenberger als ehemaliger „Insider“ eigentlich heute zu Mariawald und zum dortigen „Weg der Tradition“? Es ist ja schon interessant, dass seine Einblicke in das „alte Mönchsleben“ gerade jetzt neu aufgelegt worden sind.
Ja genau, gute Frage!Weiß jemand was dazu?
Ob er sich hierzu mal geäußert hat, weiß ich leider nicht. Wenn man sich seine Publikationen ansieht, wird man aber wohl nicht davon ausgehen können, dass er ein "Hardcore-Tradi" ist. In seinem Buch schreibt er zwar sicherlich mit einer gewissen Wehmut über die alten Zeiten, aber er schreibt genauso, dass diese Zeiten unwiederbringlich vorbei sind. Dass er ein Fan von solch restaurativen Versuchen ist, glaube ich daher nicht.

Was ich mir allerdings vorstellen kann, ist, dass sein Buch bei der Ersterscheinung vor etwa 10 Jahren durchaus eine gewisse Inspiration für Dom Josef und seine spätere Anfrage an den Papst war.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Senensis » Sonnabend 4. Februar 2017, 13:01

Spekulativ gesagt, könnte ein gewisser praktischer (und aus meiner Sicht auch nicht verwerflicher) Geschäftssinn eine Rolle spielen. Es gibt Interessenten für die Thematik, also warum nicht neu herausbringen.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Sonnabend 4. Februar 2017, 14:12

Senensis hat geschrieben:
Sonnabend 4. Februar 2017, 13:01
Spekulativ gesagt, könnte ein gewisser praktischer (und aus meiner Sicht auch nicht verwerflicher) Geschäftssinn eine Rolle spielen. Es gibt Interessenten für die Thematik, also warum nicht neu herausbringen.
Die Nachfrage dürfte vorhanden sein und das Buch ist, wie gesagt, auch wirklich lesenswert.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Montag 20. März 2017, 13:51

Abtei Mariawald hat geschrieben:Der Gebetsgemeinschaft für Mariawald haben sich bis Ende Februar 2017 mehr als 50 Beter angeschlossen. (Näheres zur Gebetsgemeinschaft siehe hier auf unserer Website.)
:klatsch:

Wer noch mitmachen möchte, kann sich hier eintragen: http://www.kloster-mariawald.de/view.php?nid=423

Der diesjährige Kreuzweg in der Fastenzeit mit den Mönchen findet statt am Samstag, 01.04.2017, wie üblich nach der Non etwa gegen 14.20 Uhr. Alternativ kann man auch um 15 Uhr in die Pfarrkirche nach Heimbach kommen, am dortigen Gnadenbild beginnt dann der Kreuzweg.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Donnerstag 6. April 2017, 20:29

HeGe hat geschrieben:
Montag 20. März 2017, 13:51
Der diesjährige Kreuzweg in der Fastenzeit mit den Mönchen findet statt am Samstag, 01.04.2017, wie üblich nach der Non etwa gegen 14.20 Uhr. Alternativ kann man auch um 15 Uhr in die Pfarrkirche nach Heimbach kommen, am dortigen Gnadenbild beginnt dann der Kreuzweg.
Siehe dazu den folgenden Artikel von Stefan Lieser im Kölner Stadt-Anzeiger vom 04.04.2017:

Kreuzweg von Mariawald nach Heimbach: Anstrengender Marsch als Weg zur Ruhe

Daraus:
Nimmt man die Zahl der Gläubigen beim Kreuzweg als Maßstab, hat die Abtei alle guten Wünsche für eine sichere Zukunft.
Auch die Gebetsgemeinschaft wird in dem Artikel erwähnt.
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Re: Trappistenabtei Mariawald

Beitrag von HeGe » Donnerstag 13. April 2017, 14:02

In Mariawald geht jetzt auch der Kommissar um:
OCSO hat geschrieben:
Dom Josef Vollberg, Abbot of the monastery of Mariawald (diocese of Aix-la-Chapelle, Germany) since 2006, presented his resignation to the Abbot General. With the consent of his Council, the Abbot General accepted the resignation which became effective on 27 November 2016.

On April 4, 2017, the Congregation for Institutes of Consecrated Life and Societies of Apostolic Life (CIVCSVA) appointed Dom Bernardus Peeters, Abbot of Tilburg (the Netherlands), as Pontifical Commissary of Mariawald (Germany).
As Pontifical Commissary Dom Bernardus has the full governing powers for the Community of Mariawald.
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