Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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Junias
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Freitag 27. Oktober 2017, 13:42

Wie gesagt, die Zeit, die du deine Nase ins Netz steckst, um Informationen von Dritten zu erhalten, würde ich gezielt vor Ort einsetzen. Stell deine Fragen vor Ort und du wirst Antworten aus erster Hand bekommen. Äußere deine Zweifel vor Ort, dort können sie dir am besten ausgeräumt werden. Ob deine Ansprüche an Inhalt und Umsetzung bei der Liturgie erfüllt werden, kannst auch nur du selbst beurteilen. Was ist daran jetzt emotional? Und was ist daran falsch, wenn dein Bauchgefühl beim Ordenseintritt mitentscheidet? Eine Frage noch, welche faktenbasierten Informationen waren das denn genau, die dich damals zum Austritt bewogen hatten? Dann lässt sich vielleicht Genaueres aussagen.

Paramentenmeister
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Paramentenmeister » Freitag 27. Oktober 2017, 13:53

Grund für mein gehen waren heftige Auseinandersetzungen der Mitbrüder und einige unapetittliche Klosterinterna.

Junias
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Freitag 27. Oktober 2017, 14:17

Warum fragst du nicht gleich, ob hier im Forum jemandem zu Ohren gekommen ist, ob in Marienstatt solche Auswüchse zu erwarten sind? Du willst dir wohl sicher sein, wenn du eine Entscheidung mit solch großer Tragweit triffst. Im Allgemeinen ist aber zu befürchten, dass du nirgendwo gegen derlei Unbill gefeit sein wirst. Lerne erst einmal die Menschen vor Ort kennen, dann nimmt das Vertrauen am ehesten zu und du kannst dich sicherer fühlen.

Paramentenmeister
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Paramentenmeister » Freitag 27. Oktober 2017, 14:57

Ich hab meine Erfahrungen da schon gemacht weiß auch es menschelt überall. Insofern seis drum.
Nur um nich mal zur eigentlichen Frage zurückzukehren: Wo liegt die Abtei im Spektrum von WsK und Fsspx?

Junias
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Freitag 27. Oktober 2017, 15:04

Paramentenmeister hat geschrieben:
Freitag 27. Oktober 2017, 14:57
Ich hab meine Erfahrungen da schon gemacht weiß auch es menschelt überall. Insofern seis drum.
Nur um nich mal zur eigentlichen Frage zurückzukehren: Wo liegt die Abtei im Spektrum von WsK und Fsspx?
Ach so, du willst wissen, ob sich ein Ausflug über die Feiertage lohnt? Die Abtei steht für freundliche Menschen, eine bodenständige Küche, saubere Zimmer und eine feierlich-schöne Liturgie. Du kannst beruhigt hinfahren, es wird dir sehr guttun. Und es wird dir guttun, dich einmal frei von Spektren, Kategorien und Medien zu machen. Also schöne Zeit. :huhu:

Paramentenmeister
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Paramentenmeister » Freitag 27. Oktober 2017, 16:45

Wenns denn so einfach wäre.
Ich versuche anhand meiner hier verfassten Fragestellungen die Situation zu erörtern, bzw. zu sondieren. Ich versuche an Informationen zu gelangen, um eine Persönliche Vorauswahl zu treffen, ob sich ein Besuch für mich "lohnt". Faktum ist, ich habe zum meinem eigenen großen Bedauern nicht die Zeit mir jedes Kloster anzuschauen, das ich möchte, besonders da ein tiefgründigerer Einblick nicht in Zwei tagen zu erreichen ist. Dazu bedarf es schon einiger Wochen. Da ich es terminlich schon kaum vereinbaren kann auch nur für einen Tag dorthin zu fahren, was mich des Weiteren noch einmal fast zwei Tage Anreise kosten würde, die ich definitiv nicht habe, muss ich schon im vorhinein einmal eine Rasterung Treffen. So leid es mir auch tut, hier Mitforanden vor den Kopf zu stoßen, dies passiert leider nicht anhand von allgemeinen Tipps, sondern anhand von harten Fakten, sprich: Ich suche Antworten auf die konkret von mir gestellten Fragen!
Im allgemeinen hatte ich mir auch vorgestellt, dass ein Forum so funktioniert und nicht aus der Pauschalkritik meiner Methodik.

Junias
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Freitag 27. Oktober 2017, 21:03

Hallo? Du hast keine konkreten Fragen gestellt, also beschwer dich nicht über Allgemeinschauplätze. Ich habe Verständnis fürs Vorchecken von Informationen, jedoch kollidiert deine Zeitnot mit meiner Vorstellung von Berufung. Da geht es ja vielmehr um Entschleunigung und Loslassen als um Tretmühle und Kontrolle. Die anderen „Mitforanden“, (ja, wo sind die denn?,) scheinen die Abtei jedenfalls auch nicht besser einordnen zu können. Übrigens stößt man mir so schnell nicht vor der Kopf, keine Sorge. Und für einen Kunstwissenschaftler ist dein Deutsch gar nicht mal so miserabel. :blinker:

Junias
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Freitag 27. Oktober 2017, 21:14

Paramentenmeister hat geschrieben:
Freitag 27. Oktober 2017, 14:57
Ich hab meine Erfahrungen da schon gemacht weiß auch es menschelt überall. Insofern seis drum.
Da? Wo denn? Es tut mir sehr leid, dass du auf ungeziemendes Benehmen getroffen bist. Das würde mich näher interessieren. Schreibe mir gern ausführlich, was dir da widerfahren ist.

Maja
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Maja » Sonntag 29. Oktober 2017, 09:49

Paramentenmeister hat geschrieben:
Freitag 27. Oktober 2017, 16:45
Wenns denn so einfach wäre.
Ich versuche anhand meiner hier verfassten Fragestellungen die Situation zu erörtern, bzw. zu sondieren. Ich versuche an Informationen zu gelangen, um eine Persönliche Vorauswahl zu treffen, ob sich ein Besuch für mich "lohnt". Faktum ist, ich habe zum meinem eigenen großen Bedauern nicht die Zeit mir jedes Kloster anzuschauen, das ich möchte, besonders da ein tiefgründigerer Einblick nicht in Zwei tagen zu erreichen ist. Dazu bedarf es schon einiger Wochen. Da ich es terminlich schon kaum vereinbaren kann auch nur für einen Tag dorthin zu fahren, was mich des Weiteren noch einmal fast zwei Tage Anreise kosten würde, die ich definitiv nicht habe, muss ich schon im vorhinein einmal eine Rasterung Treffen. So leid es mir auch tut, hier Mitforanden vor den Kopf zu stoßen, dies passiert leider nicht anhand von allgemeinen Tipps, sondern anhand von harten Fakten, sprich: Ich suche Antworten auf die konkret von mir gestellten Fragen!
Im allgemeinen hatte ich mir auch vorgestellt, dass ein Forum so funktioniert und nicht aus der Pauschalkritik meiner Methodik.
Lieber Paramentenmeister,

ich verstehe dein Anliegen total gut: Ein großes Spektrum an Klöstern und wenig Zeit. Da hat man das Bedürfnis vorzusondieren und den Wunsch schon im Vorfeld eine gewisse Sicherheit zu haben. Ähnliche Gedankengänge kenne ich auch von mir.

Nur, dass das bei mir schon einmal richtig fett schiefging und mir seitdem mehr als bewusst ist, dass jedes Empfinden sehr subjektiv ist. Ich vertraute damals dem Urteil eines Geistlichen, den ich als kompetent erlebte. Und doch hat es dann kein bißchen gepasst.

Als konkrete Frage lese ich bei dir die nach dem "Spektrum". Und ich denke da böte es sich doch durchaus an, den Herren eine Mail zu schicken mit Fragen, aus deren Antworten du dir erschließen kannst, ob das für dich passt oder nicht. Also so nach dem Prinzip: "Wie halten Sie es mit NOM?" oder was auch immer dich interessiert.

Mir geht es ähnlich wie Junias, dass meinem Empfinden nach dein Suchen unter einem hohen (Zeit-)Druck steht.
Be-RUF-ung - ich vertraue darauf, dass Gott sich meldet, dass Gott Wege aufzeigt und dass Gott hierfür ein gutes Tempo wählt.
In einer Sendung in Radio Horeb fragte mal ein Anrufer, was denn ist, wenn er aus gesundheitlichen und finanziellen Gründen keine Wallfahrt machen kann. Und der Referent antwortete, dass Gott dann eben zu ihm käme, wenn er Ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten an seinem Alltags-Ort Raum gibt.

In diesem Sinne herzliche Grüße,

Maja
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Raphaela » Sonntag 29. Oktober 2017, 18:33

Paramentenmeister hat geschrieben:
Freitag 27. Oktober 2017, 06:26

Ich suche aufgrund meiner Berufung eine Ordensgemeinschaft, bevorzugt alter Orden mit monastischer Spiritualität. Diesbezüglich kam ich auch auf die OCistler. Mir sagt vom äußsren schein die Abtei Marienstatt eigentlich gut zu, würde aber vorab schon gerne von Ihnen, sehr verehrte Mitforanden einige Informationen beziehen. Ich weiß kaum etwas wie dieses Kloster ausgerichtet ist, obwohl ich bisher einige Zeit darauf verwendet habe, Informationen zu finden. Allerdings weiß ich von einem befreundeten Seminaristen, dass immmer wieder Novizen dIe Abtei verlassen.
Dass Novizen ein Kloster verlassen kommt überall vor und auch vermehrt, man geht davon aus, dass ungefähr die Hälfte der Ordensleute ein Kloster vor der ewigen Profess verlässt. Nimm dies also nicht so schlimm. Wenn du dieses Kloster als deinen Weg erkennst, dann wähle es.
Und der Grund dafür, dass man geht, liegt oft in geistlichen Kämpfen; kurz vor der Profess, kurz vor der ewigen Profess. Die sind bei einigen so heftig, dass sie sich nicht würdig fühlen.

Übrigens: Es kommt inzwischen auch immer häufiger vor, dass Leute kurz vor der Ehe einen Rückzieher machen.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von umusungu » Sonntag 29. Oktober 2017, 19:19

Maja hat geschrieben:
Sonntag 29. Oktober 2017, 09:49
In einer Sendung in Radio Horeb fragte mal ein Anrufer, was denn ist, wenn er aus gesundheitlichen und finanziellen Gründen keine Wallfahrt machen kann. Und der Referent antwortete, dass Gott dann eben zu ihm käme, wenn er Ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten an seinem Alltags-Ort Raum gibt.
Ich habe ich da etwas in langen Jahrzehnten verpasst? Seit wann ist eine Wallfahrt eine "Säule christlicher Spiritualität"?

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von umusungu » Sonntag 29. Oktober 2017, 19:26

Raphaela hat geschrieben:
Sonntag 29. Oktober 2017, 18:33
Paramentenmeister hat geschrieben:
Freitag 27. Oktober 2017, 06:26
Dass Novizen ein Kloster verlassen kommt überall vor und auch vermehrt, man geht davon aus, dass ungefähr die Hälfte der Ordensleute ein Kloster vor der ewigen Profess verlässt. Nimm dies also nicht so schlimm. Wenn du dieses Kloster als deinen Weg erkennst, dann wähle es.
Die gestuften Zeiten vor der ewigen Profeß sind doch dafür gedacht, dass jemand ohne Ansehensverlust - sich selbst und anderen gegenbüer - wieder gehen kann - oder sich die Gemeinschaft von jemandem trennen kann.
Vor der ewigen Profeß ist jeder nach Ablauf der "Bindungszeit" völlig frei --- man muss sich wieder neu entscheiden.
Das ist eine ungeheure Freiheit, die gewährt wird - und so menschenfreundlich....
Wer eine Beziehung oder eine Verlobung vor der Eheschließung beendet, muss sich auch keine Vorwürfe machen ......

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Paramentenmeister » Sonntag 29. Oktober 2017, 22:04

Dies ist mir wohl bewusst, auch aufgrund meiner eigenen Erfahrungen. Nur ich habe auch einige Ordensleute, wie auch ehemalige Ordensleute in meinem Bekannten-- und Freundeskreis und habe unabhängig von zweien gehört, dass diese aufgrund innerer Zwistigkeiten im Konvent regelrecht rausgemobbt wurden. Es geht mir eher um solche Fälle, bzw. darum ob die Gemeinschaft intern sonst mehr oder weniger auf einen gemeinsamen Nenner kommt, oder dort, so wie ich es bereits erlebt habe, einen Regelrechten Krieg mit sich selbst führt.
Es ist keine Schande, wenn man im Juniorat den Konvent verlässt, aber etwas anderes, wenn der Konvent sich so zerfleischt, dass Novizen, bzw. Triennale flüchten.

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Montag 30. Oktober 2017, 09:19

Das macht mich jetzt allerdings nachdenklich: Man kann nicht des Lebens Unbill entkommen, auch im Kloster nicht.

Ich bin ja sehr dafür, dass man Entscheidungen am Reißbrett durchspielt, Lackmustest ist allerdings das reale Leben vor Ort. Es ist nämlich nicht so entscheidend, was man im Detail denkt, sondern wie man sich vor Ort fühlt. Falls du wie ich zu den Menschen gehörst, die für andere Zeitgenossen eine Projektionsfläche darstellen, was zur Folge hat, dass man viel Energie darauf verwendet, zu beweisen, dass man ja eigentlich ganz anders ist, bleiben Mobbing und andere Missverständnisse vielfach nicht aus. Man ist für Unsensible ein Buch mit sieben Siegeln und provoziert, dass sie versuchen herauszufinden, wie sie die Siegel aufbrechen können. Das ist meine wiederholte Erfahrung. Letztlich habe ich aber gelernt, mich (für meine Verhältnisse manchen Menschen) zu öffnen, diejenigen, die es gut mit mir meinen, zu erkennen, aber auch, dass mich zu viel Gemeinschaft einfach schlaucht. Ich muss mich immer wieder zurückziehen, was aber je mehr zu einer heilsamen Erfahrung wurde, desto mehr ich mit meinem Naturell ins Reine gekommen war.

Also, entweder man kann (Kloster-)Gemeinschaft oder eben nicht. Darüber hinaus muss man herausfinden, was einen antreibt, was die Intention seines Handelns ist. Das sollte man vor einem Ordenseintritt erst einmal herausfinden. Denn aus den falschen Gründen in einen Orden einzutreten oder gar zu heiraten, wäre fatal. Mit anderen Worten, es gilt, erst einmal zur Ruhe zu kommen, in sich selbst einzukehren, sich ein Sabbatical oder eine Therapie zu verordnen, falls Arbeitgeber und Rentenversicherung mitspielen, um zu lernen, mehr auf sich selbst als auf das gewohnte Umfeld zu hören, was einem ja regelmäßig den inneren Frieden raubt, ohne wirklich konstruktiv, sprich heilsam zu sein, und seien es auch ehemalige Ordensleute oder Priester. Und um deine Berufung zum Paramentenmeister auszuleben, gibt es freilich andere Lösungen als einen Ordenseintritt, die Schönheiten der Liturgie an den Mann und die Frau zu bringen. Christlich wäre, deine Leidenschaft und dein Wissen mit anderen zu teilen und zwar auf deinem eigenen, unabhängigen Weg. Das Ganze in Gottes Tempo und nicht, weil du jetzt eine schnelle Entscheidung herbeiführen willst. Es gibt sicherlich schon Menschen, die dich unterstützen und lieben.

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Senensis » Montag 30. Oktober 2017, 18:38

Ich fasse mal zusammen: Anscheinend hat keiner der bisher erschienenen Mitforanden (auch ich nicht) echte Informationen über Marienstatt, sonst würden sie sich darauf konzentrieren, seine Frage in angemessener Weise zu beantworten, anstatt dem Paramentenmeister ungebetene Ratschläge zu erteilen, die eigentlich in den Weisungsbereich eines geistlichen Leiters gehören. :roll:

Ich finde seine Fragestellung übrigens durchaus berechtigt, denn Gefühle können sich schnell ändern, aber Fakten bleiben (wenn es sich denn um Fakten im eigentlichen Sinn handelt).
et nos credidimus caritati

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Montag 30. Oktober 2017, 20:20

Paramentenmeister ist ein Avatar – er muss sich nicht angesprochen fühlen. Harte Fakten über ein Kloster, die man öffentlich nachlesen kann, helfen ihm schließlich nur bedingt weiter. Die einzige konkrete Frage betraf das Spektrum zwischen WSK und FSSPX. Alles andere empfand ich unausgegoren, auf Klosterinterna aus.

Darüber hinaus habe ich auch ein anderes Verständnis von Gefühlen. Richtig verstanden, sind Gefühle ein Indikator über den Grad der inneren Zustimmung zu etwas. Habe ich ein komisches, ungutes oder gar negatives Gefühl, dann weiß ich, dass etwas nicht stimmt. Wenn das Gefühl nicht stimmt, wenn ich mit der fraglichen Gemeinschaft nicht resoniere, sind das keine guten Voraussetzungen für einen Ordenseintritt, selbst wenn die Grobrichtung mehr oder weniger stimmt.

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Paramentenmeister » Dienstag 31. Oktober 2017, 23:31

Ab jetzt formuliere ich extra für Junias alle Kommentare direkt veständlich, dafür aber grob, wie 40er Sandpapier:
Eigentlich war die Frage höfliche Verpackung für:
Kennt jemand die Abtei Marienstatt und kann sie guten Gewissens weiterempfehlen?

Da Junias sich ja hier allgemein als Literaturkritiker und Sprachphilisoph profiliert hat, jetzt mal ein paar Takte von mir dazu:
Junias, bitte nicht jedes von mir verfasste Wort aus Langeweile in der Luft zerfetzen! Das hält die alle sinvollen Diskussionen auf und nervt, glaube ich, nicht nur mich, sondern auch alle anderen. Also bitte, und so glaube ich auch im Namen der Mitforanden: Contenance!!! Wenn Du Interesse hast, an der Sprache anderer Kritik zu üben, werde doch Gymnasiallehrer!
Ich bin, so glaube ich alt genug, um zu wissen, was ich tue, bespreche meinen Berufungsweg mit meinem geistlichen Vater und in besonderer Weise mit Gott. Auch scheint hier vieles für Dich vielleicht nicht klar, liegt vielleicht auch daran, dass Du aus den wenigen Sätzen, die Du von mir gelesen hast, nichts über mich weißt. Auch will ich hier nicht meinen Berufungsweg mit Dir besprechen, denn dazu habe ich eine Direktleitung zum lieben Gott und auf erden qualifiziertes Fachpersonal, welches all das gewiss besser einschätzen kann als Du. Erstens weiß ich ganz gut selbst um meine Berufung und zweitens wenn meine Berufung so mark- und Fleischlos wäre, wie Du sie wahrzunehmen scheinst, wäre dies gewiss meinem doch sehr klerikal durchsetztem Freundes-und Bekanntenkreis aufgefallen. Ich denke andere haben doch da mehr und besseren Einblick!!!
Verzeih mir, aber ich sehe Deine Kommentare eher als Schikane der allgemeinen Diskussion an, denn als wirkliches Hilfsangebot. Wer tatsächlich Tipps hat, oder guten Rat weiß, der erteilt diese auch und zieht nicht schwafelnd über den anderen her und macht dessen Weg madig, ohne dass er wirklich das Geringste weiß.
Also bitte: Nur Qualifizierte Kommentare, kein altweibisches Gezetere! DANKE.
Zuletzt geändert von Paramentenmeister am Mittwoch 1. November 2017, 00:16, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Paramentenmeister » Dienstag 31. Oktober 2017, 23:32

Junias hat geschrieben:
Montag 30. Oktober 2017, 09:19
Das macht mich jetzt allerdings nachdenklich: Man kann nicht des Lebens Unbill entkommen, auch im Kloster nicht.



Also, entweder man kann (Kloster-)Gemeinschaft oder eben nicht. Darüber hinaus muss man herausfinden, was einen antreibt, was die Intention seines Handelns ist. Das sollte man vor einem Ordenseintritt erst einmal herausfinden. Denn aus den falschen Gründen in einen Orden einzutreten oder gar zu heiraten, wäre fatal. Mit anderen Worten, es gilt, erst einmal zur Ruhe zu kommen, in sich selbst einzukehren, sich ein Sabbatical oder eine Therapie zu verordnen, falls Arbeitgeber und Rentenversicherung mitspielen, um zu lernen, mehr auf sich selbst als auf das gewohnte Umfeld zu hören, was einem ja regelmäßig den inneren Frieden raubt, ohne wirklich konstruktiv, sprich heilsam zu sein, und seien es auch ehemalige Ordensleute oder Priester. Und um deine Berufung zum Paramentenmeister auszuleben, gibt es freilich andere Lösungen als einen Ordenseintritt, die Schönheiten der Liturgie an den Mann und die Frau zu bringen. Christlich wäre, deine Leidenschaft und dein Wissen mit anderen zu teilen und zwar auf deinem eigenen, unabhängigen Weg. Das Ganze in Gottes Tempo und nicht, weil du jetzt eine schnelle Entscheidung herbeiführen willst. Es gibt sicherlich schon Menschen, die dich unterstützen und lieben.
Dazu kann ich nur den Kopf schütteln. Jeder der hier im Forum meinen Namen liest, schließt davon direkt auf meine mutmaßlichen liturgischen Präferenzen, oder eben, dass ich dies als Grund sehe, in ein Kloster einzutreten. Mittlerweile kann ich nur noch den Kopf schütteln, vor diesen unausgereiften Gedanken.
Ich kann was das angeht, Beruf und Kirche gut trennen. Zweiten gehe ich nicht deshalb in ein Kloster, würde dies drittens sogar für einen Klostereintritt aufgeben und weiterhin ist Berufung, auch zum Ordensleben werder Weltflucht, noch ausleben von Lust und Laune!!!
Einem Klostereintritt geht eine lange Zeit von Gebet und Meditation, bzw. Reflektion voraus!!! Diese führe ich, in meinem bewusst als Vorbereitung darauf gewählten eremitenähnlichen Leben. Weiterhin habe ich einen guten geistlichen Beistand, der mich seit vielen Jahren auf meinem Berufungsweg begleitet. Diese Entscheidung wächst und reift seid nunmehr über zehn Jahren und ist äußerst durchdacht und vielseitig erprobt.
Dies nur mal als Ansage zu allen Foranden, die hier meinen, Allgemeinplätzchen backen zu müssen und mich und meinen Weg nicht kennen, aber beim Urteil darüber weit die Zähne auseinander reißen und sich dabei überdies an jedem Wort aufhängen. Bei solchen Fernanamnesen kommt es mir regelmäßig sauer hoch!

Dennoch möchte ich mich bei denen bedanken, die dennoch auf meine Fragestellung versuchen einzugehen und sich wahrlich bemühen, anstatt Heckenschützen im Forum zu spielen!

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Ecce Homo » Mittwoch 1. November 2017, 06:54

Paramentenmeister hat geschrieben:
Dienstag 31. Oktober 2017, 23:31
Kennt jemand die Abtei Marienstatt und kann sie guten Gewissens weiterempfehlen?
Aaalso - hab mich bislang zurückgehalten, weil ich mich immer gefragt habe, ob man ein Kloster jemals "kennen" kann, wenn man nicht wirklich dort eingetreten ist und eine längere Zeit auch dort gelebt hat, um eben Höhen, Tiefen, Leute konkret dieses Ortes ansatzweise erfasst zu haben.

Aber jetzt schreibe ich doch einige Zeilen.
Marienstatt "kenne" ich als Frau schon recht eng von außen aus dem Gästetrakt (hab da sogar meinen 18ten Geburtstag gefeiert - mit Anstoßen um Mitternacht mit einigen Leuten, dem Gästepater etc... :tuete: :floet: ).
Es war der Ort, wo ich damals (in den Ardennen, ganz früher halt, war Mitte bis Ende der 90er) den Entschluss "geschenkt" bekommen habe, zuerst katholisch zu werden und dann letztlich auch auf die Spur meiner Berufung kam (aber das ist nicht Thema).
War also - natürlich im Gästetrakt - soundsohäufig dort und hatte im Verhältnis sehr viel Kontakt mit den Patres/Brüdern.

Was ich (damals) mitbekommen habe - gerade auch vom liturgischen her und einfach vom "Konstanten", "Regelmäßigen" her, kann ich Marienstatt uneingeschränkt empfehlen. Fr. Gregor an der Orgel - WOW! Und da geht dann was von der liturgischen Bildung und generell Gesang und Messopfer etc...

Klar, es menschelt wohl überall. Und die Schule direkt dran ist halt so eine Sache - kann auch sehr viel Unruhe in den Komplex bringen... gerade auch, wenn man wohl dort tätig wäre - aber
ehrlich:
Schau es Dir an!
Es wird wohl ja auch einen Grund haben, dass Du konkret nach Marienstatt fragst und nicht nach anderen Orten...

Was sagt Dein geistlicher Begleiter dazu? Er wäre doch eigentlich die erste auf Erden zu fragende Stimme... :blinker:
o{]:¬) God Doesn't Call the Qualified...God Qualifies the Called! (⌐:[}o
In POVERTY, she gives all that she HAS;
in CHASTITY she gives all that she IS;
and in OBEDIENCE she gives all that she will BECOME.

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Paramentenmeister » Mittwoch 1. November 2017, 09:25

Danke Ecce, für eine Antwort, wie ich sie mir vorgestellt habe. Danke sehr.

Nur eins stelle ich immer fest und versuche es so zu beschreiben: Höhen und tiefen des täglichen Lebens fallen für mich unter den Punkt Tagespolitik. Dies ist dass, was man auch unzulänglich als menscheln bezeichnen.
Dies sind Dinge ich aus der Rechnung Kloster einfach ausklammere. Die gibt es überall! Wenn aber die Grundstimmung, innere Haltung, ect. stimmt, und das entnehme ich einmal Ecces Worten, ist das Kriterium für eine Entscheidung.

mein geistlicher Begleiter, der vor vielen Jahren dort seine Weiheexerzitien hatte kann eigentlich auch nur Gutes zu berichten hatte. Nachdem, was er wahrgenommen hat, würde er mich dort sehen, nur ist das mittlerweile zwanzig Jahre her.....

Die Schule ist eben auch der Punkt wo ich dann ins Grübeln komme. Aber der liebe Amandus hier im Forum schrieb mir, dass er in seinem Konvent vom Schulbetrieb nicht viel mitbekomme. Es stimmt schon, dass Schulen für Zisterzienser recht ungewöhnlich sind, zumindest für die Herren. Allerdings hat doch Mehrerau auch Schulbetrieb. Weiß jemand, wie sich das dort auf den Schulbetrieb auswirkt. Ich bin einige male in der Abtei Seligenthal gewesen und hatte dort das Gefühl, dass die Hinwendung zum Schulbetrieb schon sehr elementar ist (Seligenthal aber jetzt als Frauenkloster mal für mich außer Beachtung gelassen :blinker: ).

Junias
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Mittwoch 1. November 2017, 09:44

Paramentenmeister hat geschrieben:
Dienstag 31. Oktober 2017, 23:32
Junias hat geschrieben:
Montag 30. Oktober 2017, 09:19
Das macht mich jetzt allerdings nachdenklich: Man kann nicht des Lebens Unbill entkommen, auch im Kloster nicht.



Also, entweder man kann (Kloster-)Gemeinschaft oder eben nicht. Darüber hinaus muss man herausfinden, was einen antreibt, was die Intention seines Handelns ist. Das sollte man vor einem Ordenseintritt erst einmal herausfinden. Denn aus den falschen Gründen in einen Orden einzutreten oder gar zu heiraten, wäre fatal. Mit anderen Worten, es gilt, erst einmal zur Ruhe zu kommen, in sich selbst einzukehren, sich ein Sabbatical oder eine Therapie zu verordnen, falls Arbeitgeber und Rentenversicherung mitspielen, um zu lernen, mehr auf sich selbst als auf das gewohnte Umfeld zu hören, was einem ja regelmäßig den inneren Frieden raubt, ohne wirklich konstruktiv, sprich heilsam zu sein, und seien es auch ehemalige Ordensleute oder Priester. Und um deine Berufung zum Paramentenmeister auszuleben, gibt es freilich andere Lösungen als einen Ordenseintritt, die Schönheiten der Liturgie an den Mann und die Frau zu bringen. Christlich wäre, deine Leidenschaft und dein Wissen mit anderen zu teilen und zwar auf deinem eigenen, unabhängigen Weg. Das Ganze in Gottes Tempo und nicht, weil du jetzt eine schnelle Entscheidung herbeiführen willst. Es gibt sicherlich schon Menschen, die dich unterstützen und lieben.
Dazu kann ich nur den Kopf schütteln. Jeder der hier im Forum meinen Namen liest, schließt davon direkt auf meine mutmaßlichen liturgischen Präferenzen, oder eben, dass ich dies als Grund sehe, in ein Kloster einzutreten. Mittlerweile kann ich nur noch den Kopf schütteln, vor diesen unausgereiften Gedanken.
Ich kann was das angeht, Beruf und Kirche gut trennen. Zweiten gehe ich nicht deshalb in ein Kloster, würde dies drittens sogar für einen Klostereintritt aufgeben und weiterhin ist Berufung, auch zum Ordensleben werder Weltflucht, noch ausleben von Lust und Laune!!!
Einem Klostereintritt geht eine lange Zeit von Gebet und Meditation, bzw. Reflektion voraus!!! Diese führe ich, in meinem bewusst als Vorbereitung darauf gewählten eremitenähnlichen Leben. Weiterhin habe ich einen guten geistlichen Beistand, der mich seit vielen Jahren auf meinem Berufungsweg begleitet. Diese Entscheidung wächst und reift seid nunmehr über zehn Jahren und ist äußerst durchdacht und vielseitig erprobt.
Dies nur mal als Ansage zu allen Foranden, die hier meinen, Allgemeinplätzchen backen zu müssen und mich und meinen Weg nicht kennen, aber beim Urteil darüber weit die Zähne auseinander reißen und sich dabei überdies an jedem Wort aufhängen. Bei solchen Fernanamnesen kommt es mir regelmäßig sauer hoch!

Dennoch möchte ich mich bei denen bedanken, die dennoch auf meine Fragestellung versuchen einzugehen und sich wahrlich bemühen, anstatt Heckenschützen im Forum zu spielen!
Zwischen deinem Eingangsposting, mein Lieber, und deiner jetzt offenbarten Aufregung liegen Welten, sowohl inhaltlich als auch orthografisch. Erst kann es dir nicht schnell genug mit dem Auffinden von Klosterinterna gehen, andererseits beschäftigt dich schon zehn Jahre deine Berufung, die ich ganz bestimmt nicht auf deinen Nicknamen reduziere, aber mit deiner Leidenschaft (so deine Worte) in Zusammenhang bringe, die ich eigentlich recht spannend finde. Nun hat es ja aber nicht geklappt, als Paramentenmeister den Kreuzgang als schnelle Recherchequelle anzuzapfen. Und das ist auch gut so.

Mich als Heckenschützen zu bezeichnen, zeigt mir außerdem, dass es mit Beruf und Berufung doch irgendwie durcheinanderpurzelt und dir der Blick auf mich als Forumszaungast verstellt ist: Ich hatte lediglich vor, meine Erfahrungen (nicht Allgemeinplätzchen) zu teilen, aber durch deine Erfahrungen mit deinem früheren Postulat, scheinen die wesentlichen Handlungen – nämlich die Auseinandersetzung mit Menschen einzuüben, die deinen Weg pflastern – irgendwie blockiert. Denn hättest du sonst primär Interesse an Klosterinterna aus dritter Hand? Aus dem oft verlogenen Netz? Das ist wie bei TripAdvisor ...

Ich bleibe bei meinem Eindruck, dass es ist schwierig sein könnte, als tief verletzter Eremit ausgerechnet den Weg ins Kloster zu wählen, wo es quasi gar keine Möglichkeit mehr gibt, sich zurückzuziehen. Sonst halte ich mich von Berufs wegen für qualifiziert genug, mich hier zu äußern, zumal es sich um ein öffentliches Forum handelt und ich dich in keiner Weise diskreditiert habe.

Junias
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Mittwoch 1. November 2017, 10:13

Paramentenmeister hat geschrieben:
Mittwoch 1. November 2017, 09:25
Höhen und tiefen des täglichen Lebens fallen für mich unter den Punkt Tagespolitik. Dies ist dass, was man auch unzulänglich als menscheln bezeichnen.
Dies sind Dinge ich aus der Rechnung Kloster einfach ausklammere. Die gibt es überall! Wenn aber die Grundstimmung, innere Haltung, ect. stimmt, und das entnehme ich einmal Ecces Worten, ist das Kriterium für eine Entscheidung.
Dann dürfte Mobbing, um das es dir hier ja hauptsächlich ging, auch unter die Rubrik Tagespolitik fallen? Das ist erstens schwer auszuklammern, wenn man selbst betroffen ist und zweitens ist es für ein Kloster höchst unwürdig! Man muss annehmen, dass für dich Kloster tatsächlich eine „Rechnung“ ist, wie etwa ein Krankenhaus für einen materialistischen BWLer. Du kannst davon ausgehen, dass, wenn es tatsächlich überall so wäre (was ich nicht hoffe), etwas prinzipiell mit der Grundstimmung und der inneren Haltung nicht stimmt. :kotz:

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Senensis
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Senensis » Mittwoch 1. November 2017, 12:35

Sag mal, Junius, wo nimmst Du diese ganzen wilden Vermutungen eigentlich her. Es ist, neutral betrachtet, theoretisch möglich, daß sich das eine oder andere so verhält, es ist aber ebenso möglich (und ich halte es für wahrscheinlicher), daß es nicht so ist. Bitte hör auf damit, hier an Menschen spekulativ herumzuschikanieren, die Du überhaupt nicht kennst. Es nervt beim Mitlesen und verstößt außerdem gegen die Nettiquette. Paramentenmeister hat sich aus meiner Sicht vollkommen berechtigt zur Wehr gesetzt.
et nos credidimus caritati

Junias
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Mittwoch 1. November 2017, 13:22

Paramentenmeister hat geschrieben:
Dienstag 31. Oktober 2017, 23:31
Ab jetzt formuliere ich extra für Junias alle Kommentare direkt veständlich, dafür aber grob, wie 40er Sandpapier:
Eigentlich war die Frage höfliche Verpackung für:
Kennt jemand die Abtei Marienstatt und kann sie guten Gewissens weiterempfehlen?

Da Junias sich ja hier allgemein als Literaturkritiker und Sprachphilisoph profiliert hat, jetzt mal ein paar Takte von mir dazu:
Junias, bitte nicht jedes von mir verfasste Wort aus Langeweile in der Luft zerfetzen! Das hält die alle sinvollen Diskussionen auf und nervt, glaube ich, nicht nur mich, sondern auch alle anderen. Also bitte, und so glaube ich auch im Namen der Mitforanden: Contenance!!! Wenn Du Interesse hast, an der Sprache anderer Kritik zu üben, werde doch Gymnasiallehrer!
Ich bin, so glaube ich alt genug, um zu wissen, was ich tue, bespreche meinen Berufungsweg mit meinem geistlichen Vater und in besonderer Weise mit Gott. Auch scheint hier vieles für Dich vielleicht nicht klar, liegt vielleicht auch daran, dass Du aus den wenigen Sätzen, die Du von mir gelesen hast, nichts über mich weißt. Auch will ich hier nicht meinen Berufungsweg mit Dir besprechen, denn dazu habe ich eine Direktleitung zum lieben Gott und auf erden qualifiziertes Fachpersonal, welches all das gewiss besser einschätzen kann als Du. Erstens weiß ich ganz gut selbst um meine Berufung und zweitens wenn meine Berufung so mark- und Fleischlos wäre, wie Du sie wahrzunehmen scheinst, wäre dies gewiss meinem doch sehr klerikal durchsetztem Freundes-und Bekanntenkreis aufgefallen. Ich denke andere haben doch da mehr und besseren Einblick!!!
Verzeih mir, aber ich sehe Deine Kommentare eher als Schikane der allgemeinen Diskussion an, denn als wirkliches Hilfsangebot. Wer tatsächlich Tipps hat, oder guten Rat weiß, der erteilt diese auch und zieht nicht schwafelnd über den anderen her und macht dessen Weg madig, ohne dass er wirklich das Geringste weiß.
Also bitte: Nur Qualifizierte Kommentare, kein altweibisches Gezetere! DANKE.
Na klar, weiß ich nur wenig über dich. Umgekehrt gilt das allerdings auch für mich. Du wirktest anfangs auf mich wie jemand, der sehr große Angst hat, sich für das falsche Kloster zu entscheiden. Und das ist, gerade weil du dich jetzt mit deinem kleriakl durchsetzten Umgang brüstest, ja dich geradezu vor mir aufplusterst wie ein Gockel, der es nötig hat, in sich unschlüssig. Denn dazu hattest du eingangs zu sehr betont, dass du einfach keine Zeit hast, dich vor Ort umzusehen. Dabei tust du das ja bereits seit Jahren!? Ich kann nicht glauben, dass jemand, der seit Jahren auf dem Berufungsweg unterwegs sein will, derart grobschlächtig ablässt und damit das Ziel verfehlt: Christ sein.

@ Senensis: Aus meiner Sicht übertreibt Parementenmeister maßlos! Er setzt sich nicht argumentativ zur Wehr, sondern entgleist ins Billige. Tut ihm vielleicht gerade gut, ich weiß es nicht. Er kam mir eingangs schon vor wie ein zweitklassiger Reporter, der in Wahrheit einfach nur mal schnell ein paar Klosterinterna über mein Stammkloster erheischen wollte. Falls ich mich geirrt habe, tut es mir leid. Auch, dass er schlechte Erfahrungen machen musste (Stichwort Krieg), wie er eingangs noch schrieb. (Das muss sich beileibe hier nicht wiederholen.) :huhu:

Paramentenmeister
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Paramentenmeister » Mittwoch 1. November 2017, 20:09

Junias hat geschrieben:
Mittwoch 1. November 2017, 10:13
Paramentenmeister hat geschrieben:
Mittwoch 1. November 2017, 09:25
Höhen und tiefen des täglichen Lebens fallen für mich unter den Punkt Tagespolitik. Dies ist dass, was man auch unzulänglich als menscheln bezeichnen.
Dies sind Dinge ich aus der Rechnung Kloster einfach ausklammere. Die gibt es überall! Wenn aber die Grundstimmung, innere Haltung, ect. stimmt, und das entnehme ich einmal Ecces Worten, ist das Kriterium für eine Entscheidung.
Dann dürfte Mobbing, um das es dir hier ja hauptsächlich ging, auch unter die Rubrik Tagespolitik fallen? Das ist erstens schwer auszuklammern, wenn man selbst betroffen ist und zweitens ist es für ein Kloster höchst unwürdig! Man muss annehmen, dass für dich Kloster tatsächlich eine „Rechnung“ ist, wie etwa ein Krankenhaus für einen materialistischen BWLer. Du kannst davon ausgehen, dass, wenn es tatsächlich überall so wäre (was ich nicht hoffe), etwas prinzipiell mit der Grundstimmung und der inneren Haltung nicht stimmt. :kotz:
Mobbing fällt unter Grundstimmung, Kabbeleien der Mitbrüder unter Tagespolitik.
Junias, Du solltest bedenken, dass der Kosmos Kloster ein Abbild der Welt, oder anders gesagt, Welt im Kleinen ist. Und in der Welt, als auch im Kloster ist hin und wieder etwas auch mal unwürdig.
Den Rest Deiner Aussagen möchte ich nicht mehr kommentieren, da dies mehr als Anstrengend ist. Ich überlese Deine Kommentare einfach, denn es ist für die Ganze Diskussion ein ziemlicher Querschläger. Und bevor Dich meine Worte zu einem weiteren Post nötigen, bitte ich dich, die Zeit lieber zu investieren, um in Deinem Namen un Vergebung für mich zu beten! Das wäre jetzt mein Weg, an Deiner Stelle, anstatt heir das Forum zu vergiften.

sixtus
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von sixtus » Mittwoch 1. November 2017, 21:33

Ich hatte 2013 Exerziten in der Abtei Marienstatt gemacht. Von dem Stundengebet her, ist es ziemlich traditionell (alles auf Latein, 2-Wochen-Psalter, wenn ich mich richtig erinnere). Theologisch würde ich sagen, sie sind liberaler als die Mönche Heiligenkreuzs; aber dennoch kein Vergleich zu einer Standart-liberalen Pfarrei.

Die Messe wurde eig. immer gemeinsam (konzelebriert) gefeiert (auf Deutsch).
Große Vorliebe für römische Kaseln schien aber nicht vorhanden zu sein.

Das Durschnittsalter ist vergleichsweise gering, allerdings ist der Konvent auch nicht zu groß.(vllt. 10-15)
Die zukünftigen Priester werden aber wohl in Heiligenkreuz ausgebildet, insofern führt als Zisterzienzer in Deutschland kein Weg an Heiligenkreuz vorbei. (Vorschlag direkt dort oder in einer der beiden dt. Priorate einzutreten.)

Andere Zisterzienzer-Kloster in Dtl.: Klöster Birnau/Bodensee und Langwarden würde ich schon allgemein als liberaler als Marienstatt einordnen.
Kloster Nothgottes bei Rüdesheim nur für vietnamesisch- sprechende.

und etwas abseits Trappistenabtei Marienwald: sehr traditionell, meiner Meinung nach ziemlich streng neu-Scholastisch orientiert; allerdings ziemlich zerstritten und überaltert (+hoher Postulanten-Verschleiß) und unter der Knute Roms, obwohl von der Denken der FSSPX nicht weit entfernt.

Ich denke es ist ziemlich mutig und zeugt von großem Gottvertrauen heute in ein Kloster eintreten zu wollen.
Ich erwarte eig. in den nächsten 10-50 Jahren noch einmal einen maßiven Glaubensabfall (wie in den 1960er-1970 er Jahren oder schlimmer) ,ein sehr großes Klostersterben zumindest in Europa. (Diese Jahr allein wurden 3 von 300 Trappistenklöster weltweit geschlossen)

Jeder sollte ich selbst fragen, wie er Gott am Besten dienen kann.

Junias
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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Junias » Donnerstag 2. November 2017, 09:16

Die Einlassungen von Paramentenmeister stehen in einem krassen Missverhältnis zu dem von mir Geäußerten. Es ist mir ein Rätsel, wie jemand, der hier neu ist, jemandem anderen, der hier neu ist, vorwirft, das Forum zu vergiften. Wenn Hysteriker wie Paramentenmeister tatsächlich in Klöster und Kirchen landen (sollten), leisten sie dem Glaubensabfall so sicher Vorschub wie das Amen in der Kirche immer dünner schallt. Mit ihnen in den Reihen bleiben Zwistigkeiten nicht aus.

Die übergroße Nachfrage im Recollectio-Haus und die zunehmende Integration des Glaubens und der Spiritualität in die Psychotherapie lassen jedoch bei mir die Hoffnung aufkeimen, dass Glaubensfanatiker und -missbraucher mit all den ungesunden Auswüchsen aussterben und sich mit der Zeit der Glaube an Jesus Christus als Heilsweg für einen neuen Menschen zeigt.

@ Sixtus: Gottvertrauen ermöglicht es, angstfrei seinem Berufungsweg zu folgen. Insofern geht es weniger um den Mut in ein Kloster einzutreten als vielmehr um den Mut, sich gegen den Mainstream zu entscheiden.

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Re: Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Ecce Homo » Sonnabend 4. November 2017, 11:54

Hiermit ersuche ich alle Parteien nun dringend um Mäßigung in der Wortwohl gegenüber den Mitforanten! :roll: Es reicht wirklich!

In Zukunft werde ich die weiteren Sachen kommentarlos entfernen - was ist denn das für ein Eindruck, der hier entsteht?
Und das grade im Oratorium?
Also ehrlich, das muss nicht sein!

Ecce als Mod :roll:
o{]:¬) God Doesn't Call the Qualified...God Qualifies the Called! (⌐:[}o
In POVERTY, she gives all that she HAS;
in CHASTITY she gives all that she IS;
and in OBEDIENCE she gives all that she will BECOME.

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