Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

Moderator: Ecce Homo

Lea
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Klosterpforte - Fragen rund um Klöster und Orden

Beitrag von Lea » Montag 3. November 2003, 02:09

Dieser Thread wurde nicht von Lea eröffnet, sondern wurde aus verschiedenen Threads zusammengeführt. Wer nur ein paar wenige Fragen zu den Themen Orden, Klöster, geistl. Gemeinschaften, Eremiten usw. kann diese hier stellen. So entsteht allmählich eine Sammlung von Fragen und Antworten. - Stefan

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Wer weiss genau,was eine Reklusin ist? Ich vermute mal, es hat irgend etwas mit Klause zu tun? Oder?

Edith
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Beitrag von Edith » Montag 3. November 2003, 07:04

soweit ich weiß, ist das ein anderer Ausdruck für Eremit.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Montag 3. November 2003, 09:01

Der Rekluse, die Rekluse – so würd’ ich die Genera bilden. Reklusen sind „Weggeschlossene“, nicht bloß „einfache“ Eremiten: Ihre Einsiedelei oder Klause ist dauerhaft verschlossen, also zugemauert oder dergleichen. Meist in der unmittelbaren Umgebung eines Klosters, denn Reklusen müssen ja von irgend jemandem versorgt werden.
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Lea
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Beitrag von Lea » Montag 3. November 2003, 10:15

Oh,das ist ja extrem. Zugemauert? Ohjeh.
Ich glaube,das wäre nichts für mich.


Danke für die Erklärungen

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Renata
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Reklusinnen

Beitrag von Renata » Montag 3. November 2003, 10:52

Lea hat geschrieben:Oh,das ist ja extrem. Zugemauert? Ohjeh.
Ich glaube,das wäre nichts für mich.
Meines Wissens tut auch es ein "einfaches Geschlossensein", also der dauernde Aufenthalt in der Zelle. In einem Buch über Eremiten im 20. Jahrhundert war etwas über eine Reklusin in einem italienischen Kamaldulenserinnenkloster zu lesen.

Gruß
Renata ;)
Zuletzt geändert von Renata am Montag 3. November 2003, 16:45, insgesamt 2-mal geändert.

Lea
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Re: Reklusinnen

Beitrag von Lea » Montag 3. November 2003, 11:10

In einem Buch über Eremiten im 20. Jahrhundert wár über eine Reklusin in einem italienischen Kaladulenserinnenkloster lesen.

Gruß
Renata ;)
Das interessiert mich Renata

Weisst du noch wie das Buch hiess?


lieben Gruss
Lea

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Renata
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Re: Reklusinnen

Beitrag von Renata » Montag 3. November 2003, 11:28

Weisst du noch wie das Buch hiess?
Lea
Ich hatte das Buch im Frühjahr aus der Amerika-Gedenkbibliothek ausgeliehen und müßte nachschauen gehen - ich melde mich dann wieder.
Gruß

Renata ;)

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polyglotta
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Beitrag von polyglotta » Montag 3. November 2003, 13:35

Wenn mich nicht alles täuscht, ist hier

Thomas Matus,
Nazarena, An American Anchoress


gemeint, zu bestellen z.B. über amazon.com.
Dort finden sich auch Rezensionen und einige "Originalseiten" zum Reinschnuppern.

Gruß,
Poly.

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Renata
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Beitrag von Renata » Montag 3. November 2003, 15:30

Wenn mich nicht alles täuscht, ist hier
Thomas Matus,
Nazarena, An American Anchoress
gemeint, zu bestellen .
Also ich zumindest hatte nicht dieses Buch gemeint, was nicht heißen soll, daß das von Dir genannte nicht auch interessant sein könnte. Rezensionen dazu habe ich leider nicht gefunden.

Gruß
Renata ;)

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Tom
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Beitrag von Tom » Montag 3. November 2003, 16:38

Hallo,

Reklusinnen gibt es auch in Deutschland. Du findest sie unter www.schervier-orden.de. Es handelt sich um die kontemplativ lebenden Schwestern einer ansonsten tätigen Ordensgemeinschaft.

Mit den oben erwähnten Kaladulenserinnen sind wohl die Kamaldulenserinnen gemeint. Infos und Links findet man, wenn man Camaldoli in die Suchmaschine eingibt.

pace e bene

Thomas

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Renata
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Beitrag von Renata » Montag 3. November 2003, 16:43

Mit ... Kaladulenserinnen sind wohl die Kamaldulenserinnen gemeint.
Aua. :oops: - latürnlich. Da wußte die rechte Hand mal wieder nicht, was die linke tat...

Gruß
Renata :)

Lea
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Beitrag von Lea » Montag 3. November 2003, 22:01

Vielen Dank für eure Antworten.

Den Buchtitel habe ich mir mal notiert.

Ralf
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Beitrag von Ralf » Montag 3. November 2003, 22:13

Vielleicht war ja dieses Buch gemeint:

Bild




Ich selbst habe in der letzten Zeit, da mich dieses Leben selbst fasziniert (wenn auch nicht als Rekluse), dieses Buch mehrfach gelesen:
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Renata
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Beitrag von Renata » Montag 3. November 2003, 22:27

Vielleicht war ja dieses Buch gemeint.
Bingo - dieses wars. Die Details aus dem Leben von Thomas Merton, die man seinen Autobiographien so nicht entnehmen konnte, fand ich allerdings ein wenig desillusionierend.

(BTW: durch irgendwelche Seltsamkeiten in der Darstellung kann hängen solche Bilder auf dem heimischen Rechner betrachtet immer über dem Beitrag drüber, so daß der Text erst leserlich wird, wenn man quotet).

Gruß
Renata :)

Ralf
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Beitrag von Ralf » Montag 3. November 2003, 22:30

(BTW: das kann an Deiner Auflösung liegen, bei 1024 x 748 oder so dürfte das nicht passieren, glaube ich zumindest).
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Ralf
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Beitrag von Ralf » Montag 3. November 2003, 22:31

Übrigens ist es gerade die Desillusion, die integral zum eremitischen Leben gehört.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Montag 3. November 2003, 22:39

Es gab früher einen eigenen Ritus der Einmauerung von Reklusen (Klausnern), der Elemente des Totenamts beinhaltete: »der Welt abgestorben«, war der symbolhafte Sinn dieses Rituals.

Übrigens hat zum Beispiel auch die heilige Hildegard als Rekluse (am Disibodenberg) begonnen, gemeinsam mit ihrer Lehrerin Jutta von Sponheim. Allerdings blieb es in diesem Falle nicht beim Klausnertum. Doch das wäre eine neue Geschichte.
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Renata
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Beitrag von Renata » Montag 3. November 2003, 22:54

(BTW: das kann an Deiner Auflösung liegen, bei 1024 x 748 oder so dürfte das nicht passieren, glaube ich zumindest).
Mit dieser Auflösung hätte sich das Problem sowieso erledigt, weil ich den Bildschirm dann nur noch mit einem Fernglas betrachten könnte: 640 x 480 sollten es für meine armen alten Augen schon sein. Aber wenigstens weiß ich jetzt, woran es liegt, danke!

Gruß
Renata : :P

Edith
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Beitrag von Edith » Dienstag 4. November 2003, 07:32

Bestes Buch zum Thema meines Erachtens ist derzeit:

"Einsam und allein? Eremiten in Deutschland"
Von Maria Anna Leenen.

Hat einen sehr sehr guten "spitirtuellen Teil" zum Eremitentum.

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... 42-2032833

Ralf
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Beitrag von Ralf » Dienstag 4. November 2003, 17:51

(Den Buchtitel hatte ich verlinkt.)
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Edith
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Beitrag von Edith » Dienstag 17. Februar 2004, 22:24

Ein Wörterbuch "Orden - deutsch" wurde angeregt.

So ist zB eine "Vesper" keine Brotzeit (neudeutsch 'Snack') am Namittag, sondern das Abendgebet einer Klostergemeinschaft. Meist so zwischen 16-18 Uhr.
Bestehend aus: einem Hymnus, 3-4 Psalmen, einer Lesung aus der Bibel, dem
Magnifikat und einem Abschlußgebet.

max72
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Re: "Klosterpforte" - Fragen rund um Klöster und O

Beitrag von max72 » Dienstag 17. Februar 2004, 22:45

Edith hat geschrieben:Hier sind alle richtig, die eine Frage zu Klöstern, Ordensleben, Mönche, Nonnen, Eremiten etc pp haben.
Wenn einige von Euch ein Kloster haben, das sie kennen und moegen und gerne fuer einen Besuch empfehlen wollen, wuerde mich das sehr interessieren.

Gruesse

Max

Stefan
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Beitrag von Stefan » Dienstag 17. Februar 2004, 22:50

Ich bin Fachmann für dumme Fragen!

Wie ist das Stundengebet eigentlich genau aufgebaut, woher kommt es und wird es heute noch in allen Klöstern gebetet? Zu welchen Zeiten?

Ralf
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Beitrag von Ralf » Dienstag 17. Februar 2004, 22:50

Das kommt drauf an, was Dich dahin treibt, Max.

Exerzitienwunsch, Kunstinteresse, Mitleben etc.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Ralf
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Beitrag von Ralf » Dienstag 17. Februar 2004, 22:55

Stefan hat geschrieben:Ich bin Fachmann für dumme Fragen!

Wie ist das Stundengebet eigentlich genau aufgebaut, woher kommt es und wird es heute noch in allen Klöstern gebetet? Zu welchen Zeiten?
Woher es kommt, weiß ich nicht (doch, aus dem Brevier, dem Buch selbst :mrgreen: ).

Wann wird es gebetet? Nun, en gros, jede Gemeinschaft kann das selbst bestimmen: Laudes 6.00 Uhr, Terz (wie der Name sagt, da ja wie das NT zeigt, ab 6 Uhr gezählt wurde) um 9, Sext um 12, Non um 15 Uhr, Vesper um 18, Komplet um 21.

Alle Gemeinschaften, egal ob aktiv oder kontemplativ, sollen mindestens Laudes, Vesper, Komplet und eines der drei zwischen L und V beten. Komplet beten viele individuell direkt vor'm Schlafengehen.

Letzteres werde ich jetzt auch tun und kann deswegen die Frage nach Aufbau nicht mehr beantworten.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Edith
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Beitrag von Edith » Dienstag 17. Februar 2004, 23:06

Stefan hat geschrieben:Ich bin Fachmann für dumme Fragen!

Wie ist das Stundengebet eigentlich genau aufgebaut, woher kommt es und wird es heute noch in allen Klöstern gebetet? Zu welchen Zeiten?
Stundengebet:
Ein Hymnus
3 Psalmen
(bei Laudes & Vesper: Fürbitten)
Kurzlesung aus der Bibel
Gebet
(Marianische Antiphon)

Woher kommt es?
Ein Psalm sagt " siebenmal am Tag singe ich Dein Lob" es wird also über den tag verteilt 7 sog. horen (=Stunden) gebetet, damit es den ganzen tag durchdringt.


Wann?
Laudes: (=Lobgebet) erstes Gebet am Morgen, sagen wir gegen 6 Uhr
Terz- zur "dritten Stunde" gegen 9 Uhr
Sext - zur 6. Stunde, gegen 11 Uhr
Non - zur 9. Stunde, gegen 14/15 Uhr (Todeszeit Jesu am Kreuz)
Vesper - Abendgebet, gegen 18 Uhr
Komplet - schließt den Tag ab, Nachtgebet
Lesehore - ursprünglich ein Nachtgebet in der Mitte der Nacht, gegen 2 oder 3 Uhr früh. In den meisten Orden heute am späten Abend oder anderswo eingefügt, evlt auch vor den Laudes.
Zuletzt geändert von Edith am Dienstag 17. Februar 2004, 23:12, insgesamt 2-mal geändert.

max72
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Beitrag von max72 » Dienstag 17. Februar 2004, 23:10

Ralf hat geschrieben:Das kommt drauf an, was Dich dahin treibt, Max.

Exerzitienwunsch, Kunstinteresse, Mitleben etc.
Hmm, nicht so leicht zu beschreiben. Hier am Ort gibt es ein fantastisches Karmelittenkloster, die Atmosphaere haut mich einfach um. Ein faszinierender Ort (http://karmel.katolsk.no/de/index.htm).

Ich frage mich ob es ein vergleichbares Maennerkloster geben kann (eher kleiner, kontemplativ, traditionell...) Hab ich bisher noch nicht gefunden...

Hatte so ne aehnliche Frage schonmal gestellt und auch ein paar Tips bekommen, aber wenn einer von Euch einen Ort hat von dem er fasziniert ist, wuerde es mich generell interessieren davon zu hoeren.

Gruesse

Max
Zuletzt geändert von max72 am Dienstag 17. Februar 2004, 23:10, insgesamt 1-mal geändert.

Edith
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Beitrag von Edith » Dienstag 17. Februar 2004, 23:18

max72 hat geschrieben:
Ich frage mich ob es ein vergleichbares Maennerkloster geben kann (eher kleiner, kontemplativ, traditionell...) Hab ich bisher noch nicht gefunden...
In Island? Nein. Meins Wissens gibt es in Island noch kein Männerkloster.

Interssiert Dich der Karmel in Deutschland

max72
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Beitrag von max72 » Dienstag 17. Februar 2004, 23:25

Edith hat geschrieben:
max72 hat geschrieben:
Ich frage mich ob es ein vergleichbares Maennerkloster geben kann (eher kleiner, kontemplativ, traditionell...) Hab ich bisher noch nicht gefunden...
In Island? Nein. Meins Wissens gibt es in Island noch kein Männerkloster.

Interssiert Dich der Karmel in Deutschland
Muss nicht Karmel sein. Habe gehoert, dass gerade die maennlichen Karmelitten in Deutschland sehr anders sind, als die skandinavisch und polnischen... (Oder wie ist das? Die Karmelitten die ich hier treffe sind alle sehr kontemplativ. In Deutschland plauderte einer aus dem Karmelittenleben, das schien mir sehr weltlich und oberflaechlich. Oder gibt's da Unterschiede?)

Norwegen war der Link uebrigens (wo ich grad wohne). Auf den Lofoten wird im April ein Zisterzienserkloster gegruendet, vom polnischen Jedrzejów aus. In Suedschweden gibt es eine kleine sehr kontemplative Karmelittengemeinschaft in Norraby(maennlich).

Also was es in Skandinavien gibt, das weiss ich. Aber eben von deutschland hab ich wenig Ahnung. Da bekomme ich hoechstens Info von den grossen wie Ottilien oder Muensterschwarzach, weil grosse Kloester halt mehr Infos verbreiten als kleine Gemeinschaften.

Von daher, wenn einer von Euch von einem Ort im deutschsprachigen Raum schwaermen will :)
Gruesse

Max
Zuletzt geändert von max72 am Dienstag 17. Februar 2004, 23:42, insgesamt 1-mal geändert.

Edith
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Beitrag von Edith » Dienstag 17. Februar 2004, 23:41

max72 hat geschrieben: Habe gehoert, dass gerade die maennlichen Karmelitten in Deutschland sehr anders sind, als die skandinavisch und polnischen...

Max
Kann ich dir so nicht beantworten. Nur: die Männer OCD führen in Deutschland ein wesentlich anderes Leben als die Frauen OCD. Das liegt vor allem an den seelsorglichen Anforderungen an Orden heute. Priestermönche haben fast immer irgendeine Art von Pfarrei oder sonstige Seelsorge zu betreuen, was ihnen für ihr zuückgezogenen - im Karmel eigenltich eremitisches ! - Leben kaum Raum lässt.
Anders freilich bei den Frauen, die von Seelsorge weitgehenden "verschont sind".

max72
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Beitrag von max72 » Mittwoch 18. Februar 2004, 09:36

Edith hat geschrieben:
Priestermönche haben fast immer irgendeine Art von Pfarrei oder sonstige Seelsorge zu betreuen, was ihnen für ihr zuückgezogenen - im Karmel eigenltich eremitisches ! - Leben kaum Raum lässt.
Anders freilich bei den Frauen, die von Seelsorge weitgehenden "verschont sind".
Das scheint ja generell ein Problem zu sein, dass die Seelsorge und das Klosterleben in Konflikt stehen. Ich frage mich ob die wichtigste Seelsorge im Kloster nicht die der Gaeste sein sollte. Hat ein Moench eine Gemeinde weitab vom Kloster, dann kann er auch gleich Weltpriester sein.

Im Karmel gibt es wohl einzelne Ausnahmen. Ich kenne die in Norraby, Suedschweden, die ausser Gaesten und dem nahen Karmel in Glumslov keine Seelsorge betreiben. Hier in Tromsø war ein Karmelitt einer kleinen polnischen Gemeinschaft zu Gast, die auch eremitisch, mit begrenzter Seelsorge (Gaeste) leben.

Gruesse

Max

Marlene
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Beitrag von Marlene » Mittwoch 18. Februar 2004, 10:09

Edith hat geschrieben:Ein Wörterbuch "Orden - deutsch" wurde angeregt.
Hier ist online eines verfügbar:

http://www.kloster-ettal.de/lexikon/

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