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Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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cantus planus
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Ordenslitteratur

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 20. Juli 2006, 18:09

Cesare Romanò:
:!: Abteien und Klöster in Europa
Illustrierter Führer zu 480 Zentren monastischen Lebens
Pattloch, 1997, 310 S.
ISBN: 3-629-00118-1

Hans Urs von Balthasar:
Die großen Ordensregeln
Basilius, Augustinus, Benedikt, Franz v. Assisi, Ignatius
Johannes-Verlag Einsiedeln, 1974, 7. Auflage 1994, 412 S.
Reihe "Lectio Spiritualis", Nr. 12
ISBN: 3-89411-066-X

Kommunität Brakkenstein
Congregatio Presbyterorum a Sanctissimo Sacramento
Regel für einen neuen Bruder
Vier-Türme-Verlag Münsterschwarzach, 1986
Münsterschwarzacher Kleinschriften, Nr. 37, ca. 45 S.
ISBN: 3-87868-245-X

Helmut Schlegel OFM
Assisi für Pilger
Dietrich-Coelde-Verlag Werl, 1995, ca. 250 S.
ISBN: 3-87163-211-2

Thaddäus Matura OFM
Die Lebensordnung nach dem Evangelium
Franziskus von Assisi damals und heute
Bücher Franziskanischer Geistigkeit, Bd. XX, 143 S.
Dietrich-Coelde-Verlag Werl, 1981
ISBN: 3-871-63125-6

Joachim Wollasch
Cluny - Licht der Welt
Aufstieg und Niedergang der klösterlichen Gemeinschaft
Artemis & Winkler 1996, 382 S.
ISBN: 3-7608-1129-9
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‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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Willy
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Christus in euch: Hoffnung auf Herrlichkeit

Beitrag von Willy » Sonnabend 23. September 2006, 22:07

Orthodoxes Glaubensbuch für erwachsene und heranwachsende Gläubige, Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen, NE Heitz, Sergius, ISBN 3-525-56832-0, 272 Seiten

Ein orthodoxer Erwachsenenkatechismus für deutschsprachige Leser. Leitfaden der Ausführungen ist das Glaubensbekenntnis von Konstantinopel 381, wobei im Zusammenhang des dritten Artikels das Vater - Unser, die Zehn Gebote und die Seligpreisungen interpretiert werden.
Kirchen- und dogmengeschichtlich interessierten Lesern bietet das Buch instruktive Erläuterungen. Insbesondere aber möchte es deutschsprachige orthodoxe Gläubige und Freunde ihrer Spiritualität tiefer in die Glaubensmysterien einführen und ihnen helfen, bewusst zu leben, was sie oft unverstanden aus der Tradition übernommen haben.

herzlichst René

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Tobias
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Beitrag von Tobias » Sonntag 24. September 2006, 08:22

Hat jemand die ISBN von Henry de Lubacs Katholizismus?
Im voraus schon Danke!
Amor dei usque ad contemptum sui!

Dies irae, dies illa solvet saeclum in favilla: teste David cum Sybilla.
Quantus tremor es futurus, quando Judex est venturus, cuncta stricte discussurus!

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Cosimo
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Catholicisme

Beitrag von Cosimo » Sonntag 24. September 2006, 11:36


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cantus planus
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Brüder auf dem Weg

Beitrag von cantus planus » Sonntag 24. September 2006, 15:17

Ist mir gerade in die Hände gefallen:

Brüder auf dem Weg
In den Spuren eines Gottesnarren

Einblicke in den Kapuziner-Alltag

Herausgegeben von Thomas Dienberg OFMCap
Fotografien von Pascal Barbotin
Herder, ISBN 3-451-26601-6


Für den Kenner nichts Neues, aber wirklich ein sehr hübscher Bildband. :ja:
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Willy
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Der heilige Raphail - Das Leben aus den Gräbern

Beitrag von Willy » Sonntag 24. September 2006, 19:50

"Der heilige Raphail - Das Leben aus den Gräbern"

Zum Fest des hl. Charalampos hat die Serbisch-Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa ein neues Buch mit dem Titel "Das Leben aus den Gräbern" präsentiert, und zwar die Geschichte der Offenbarung der byzantinischen Neumartyrer des 15. Jahrhunderts Raphail, Nikolaos und Irini, die sich vor nunmehr 40 Jahren, nämlich zwischen 1959 und 1962, zu Karyes beim Dorf Thermi auf der Ägäisinsel Lesvos ereignet hat und zur Wiederauffindung der Gebeine der drei Heiligen führte. Verfasser des Buches über den Archimandriten Raphail, den Archidiakon Nikolaos und das Mädchen Irini ist der heutige Metropolit von Goumenissa in Zentralmakedonien Dimitrios (Bekiaris-Mavrogonatos); die deutsche Übersetzung erfolgte durch Dipl. theol. Michael Schulte aus Sundern. Vorgestellt wurde das 300 Seiten umfassende und mit 30 Schwarz-Weiß- und etlichen Farbabbildungen ausgestattete Werk in einer feierlichen Präsentation im serbischen Pfarrzentrum in Berlin am 15. März 2003, und zwar durch Metropolit Augoustinos (Lambardakis) von Deutschland (Ökumenisches Patriarchat). Er bezeichnete es als ein "Wagnis", dieses Buch "das ein Wunder, oder besser gesagt: eine Reihe von Wundern, zum Thema hat", jetzt zu publizieren, denn "wir leben in einer Zeit, welche das Wunder ablehnt. Jeder Bezug zum Metaphysischen wird vom modernen - 'aufgeklärten' - Menschen abgelehnt... Die Tatsache, dass ein griechisches Buch auf Initiative eines serbischen Bischofs und von einem deutschen orthodoxen Übersetzer ins Deutsche übertragen worden sei...."

"Der Erlös aus dem Verlauf des neuen Buches, das bei der Serbisch-Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa (Adresse und Telefonnummer habe ich auch da) bestellt werden kann, ist für die Unterstützung serbischer Waisenkinder bestimmt. Als erstes Projekt sollen jene Mädchen Hilfe finden, die im Kloster zu Divostin bei Kragujevac Zuflucht und Obhut gefunden haben..."

Dieses Buch ließt sich nicht nur sehr gut, sondern bietet auch so manche Informationen...

herzliche Grüße
René

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Irenaeus
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Beitrag von Irenaeus » Mittwoch 20. Dezember 2006, 17:23

P. Dr. Norbert Backmund OPraem

Aus dem Tagebuch eines Mönchs

Verlag W.Ludwig
ISBN 3-7787-2021

Herrliche Geschichten vom Leben hinter Klostermauern, feinsinnig und humorvoll geschrieben - das Buch habe ich schon mehrfach "weggeatmet" :-))

Leider vergriffen, aber antiquarisch erhältlich.

Michel Benoit

Gefangener Gottes

Bastei Lübbe
ISBN 3-404-61272-8

Sehr kritischer Bericht über das Leben in einem französischen Benediktinerkloster in den 60er Jahren (?). Bruder Irénée (namensähnligkeit rein zufällig!) scheitert an den Anforderungen der in strenger Observanz lebenden Gemeinschaft.
Per Deum omnia fieri possunt.
Benedicamus Domino!
PAX

P. Fabian
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Beitrag von P. Fabian » Donnerstag 4. Januar 2007, 11:23

Wer sich für kontemplative Gemeinschaften interessiert, mag hier einige Stunden interessanter Lektüre finden:

Willibald Bösen
Auf einsamer Straße zu Gott: das Geheimnis der Kartäuser
Herder, Freiburg, 1987
ISBN 3-451-20997-7

Das deutschsprachige Standardwerk über die Kartäuser, enthält unter anderem ein Tagebuch eines (letztlich gescheiterten) Kandidaten. Sehr lesenswert, leider vergriffen, aber in den meisten Bibliotheken - notfalls über Fernleihe - erhältlich. Auch gebraucht findet sich problemlos immer wieder das eine oder andere Exemplar.

Henri Nouwen
Ich hörte auf die Stille: sieben Monate im Trappistenkloster
Herder, Freiburg, 2001
ISBN 3-451-05537-6

Eine hervorragende geistliche Lektüre. Der niederländische Professor Nouwen verbringt sieben Monate bei den Trappisten von Genesee Abbey in den USA und beschreibt in Tagebuchform seine Erlebnisse und auch sein geistliches Leben in dieser Zeit.

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Johannes XXIII.
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Beitrag von Johannes XXIII. » Mittwoch 31. Januar 2007, 20:11

Sehr gutes Buch um das heier zu erlangen, was so Sofaklecks beschreibt.

Knollmeyer, Cornelia M / Ketteler, Evaldine M
Lest in meinem Herzen
Einband: Paperback
Umfang: 109 Seiten - 20,5 × 12,3 cm
Verlag: Echter
Erscheinungsdatum: 1. Auflage 26.01.2005
ISBN: 3-429-02663-6
9,90 EUR
"Meine Seele, das, was mehr als jede andere Schrift mein Eigenstes ist, steht in diesen Blättern." Mit diesen Worten übergab Johannes XXIII. sein Tagebuch, das er mit 14 Jahren begonnen hatte und erst kurz vor seinem Tod beendete, an seinen Sekretär.
Die vorliegenden Exerzitien betrachten über einen Zeitraum von vier Wochen Tag für Tag Facetten aus Johannes' Tagebüchern und Briefen. Sie laden dazu ein, dem Ringen und Reifen dieses gelungenen Lebens nachzuspüren und so für unsere eigene Spiritualität und ihre Entfaltung wichtige Impulse zu empfangen.
Die Übungen können sowohl einzeln als auch in Gruppen durchgeführt werden und sind stets gleich aufgebaut. Nach der Angabe des Tagesthemas folgen
- - Einstimmung
- - Impulse zur Reflexion und Meditation
- - Schriftwort und Gebet sowie ein
- - Impuls für den Tag.

sehr gute Exertitien mit Worten Johannes XXIII.
"Wenn die Menschen, gerade die Jugend, ungestüm nach dem Sinn des Lebens fragen: Gebt ihr eine überzeugende, verständliche Antwort." (P.P. Johannes Paulus II.)

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Irenaeus
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Beitrag von Irenaeus » Montag 6. August 2007, 03:20

Musik und Liturgie im Kloster St. Gallen in Spätmittelalter und Renaissance
von Theres Bruggisser-Lanker...

das habe ich von Amazone geklaut (Danke!):

Das Kloster St. Gallen ist als eines der wichtigsten Zentren der frühen Aufzeichnung des Gregorianischen Chorals und der ersten schöpferischen Erweiterungen durch Tropus und Sequenz in die Musikgeschichte eingegangen. Noch nie wurden jedoch bislang das späte Mittelalter und die Reformationszeit in den Blick genommen: Zeiten der Reformen, der Rückbesinnung auf die eigene große Tradition, der Wiederaneignung der althergebrachten Gesänge, dann aber auch einer Spätblüte der Buchmalerei in Gestalt liturgischer Prachthandschriften und der Einführung der Mensuralmusik - als ein bedeutsamer Schritt Gegenstand ausgiebiger theoretischer Erörterung. Auf Grund der überaus zahlreichen Quellen entsteht ein faszinierendes Bild einer Klosterkultur, deren Liturgie in ihrer reichen Differenzierung und des subtilen Einbezugs der Musik von der bewusst wahrgenommenen Verpflichtung zum würdigen Vollzug des Opus Dei zeugt. Auch wenn die Klöster musikgeschichtlich an den Rand gerückt sind, waren sie doch Träger einer ganz spezifischen Musikpraxis zwischen Tradition und Wandel, die wichtige Fragen zur Funktion der Kirchenmusik wie die nach einer 'verspäteten' Rezeption der Renaissance beantworten helfen.

kostet derzeit 79 Euro....
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Maja
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Beitrag von Maja » Donnerstag 13. September 2007, 17:50

Wollte den Thread mal wieder ein bißchen beleben.

Kenne nämlich das Buch, das Edith empfohlen hat auch und finde es gut.

LG, Maja
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Donnerstag 13. September 2007, 20:04

Wenn ihr ein wirklich tolles Buch lesen wollt, dann das hier:

A priest forever - the life of Eugene Hamilton.
Ich habe geheult wie ein Schlosshund - ehrlich! Ist eines der beeindruckendsten Bücher, das ich kenne.

Es steht auch komplett online - lohnt sich wirklich! :ja: :cry: :ja:
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Donnerstag 13. September 2007, 20:14

Was auch ganz hervorragend ist, ist dieses Buch hier:
In this house of Brede von Rumer Godden.
Dazu gibt es auch eine Kurzgeschichte: Firewors for Elspeth. Die hatte ich vor Urzeiten mal in Exerzitien in einem englischen Kloster gelesen - und kam dann durch Zufall unter dem Namen der Kurzgeschichte auch auf die Autorin - sie hat generell tolle Bücher mit geistlichem Hintergrund geschrieben... :ja:
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Raphaela
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Beitrag von Raphaela » Dienstag 18. September 2007, 21:03

"Klosterführer für die Kreise Höxter und Paderborn"
-> Dieses Buch gibt es umsonst bei den Kreisarchiven für die Kreise Paderborn und Höxter. Da sind vor ein paar Jahren eine ganze Menge gedruckt worden und liegen gebleiben

"Akedia"
Gabriel Bunge; ISBN. 3-927894-19-2; Verlag "Der christliche Osten"
Dieses Buch geht über den Überdruss, der oft am geistlichen Leben hindert, es schildert die Lehre von Evagrios Pontikus

"Demut und Gehorsam"
Eine Einführung ins Mönschsleben
André Louf; ISBN 3-87868-113-5
Münsterschwarzacher Kleinschrift Nr 5

"Dem Himmel zur Ehre - der Erde zum Zeichen"
Menschliches Reifen im Ordensleben
Anselm Grün und Christine Sartorius
ISBN3-451-23794-6
Herder-Verlag

sr.meike
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"Die Letzte macht das Licht an?"

Beitrag von sr.meike » Donnerstag 15. November 2007, 19:14

Bin grad an "Die Letzte macht das Licht an?" Dissertation von Sr.Katharina Kluitmann osf.
Eine gründliche Bestandsaufnahme über die aktuelle Situation, bietet Ermutigung und Herausforderung für junge Ordensfrauen /Kandidatinnen und auch für Gemeinschaften. Bin noch dran und gespannt auf das Kapitel "Ausblick". Vielleicht habens ja noch mehr Insider gelesen und Lust, drüber zu reden.
Gruß, Sr.Meike

wassertasse
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Beitrag von wassertasse » Donnerstag 15. November 2007, 20:54

hört sich echt interessant an, ist aber zur zeit vergriffen und erst ab mitte dezember lieferbar. Auch gebraucht finde ich nichts. Dann muss es aber echt ganz gut sein, wenn das erst am 1.August erschienen ist und schon jetzt nicht mehr lieferbar... Oder die Auflage war winzig ;)

Ich glaube, ich packs mal auf meine Weihnachtsmannliste und vielleicht diskutiere ich dann nach Weihnachten mit Dir darüber :)

Maja
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Beitrag von Maja » Donnerstag 15. November 2007, 22:32

Das Buch (also das Licht-an-mach-Buch) ist gut - vor allem als Grundlage für Diskussionen unter "Insidern".

Viele Erkenntnisse, die ich so bislang hatte, finde ich darin wieder und ich finde gerade auch ihre Gedanken in Bezug auf den Ausblick sehr sehr gut.

Als schwierig empfinde ich hingegen die (möglicherweise etwas subjektive?) Unterteilung von Frauen in "reifere" und "weniger reife" bzw. für mich resultiert daraus auch die Frage, wo ich zu finden wäre. Hm.

Zur Auflage: die ersten 500 waren schnell weg. Jetzt wird nachgedruckt.

LG, Maja
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sr.meike
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Beitrag von sr.meike » Freitag 16. November 2007, 10:16

Liebe Maja & Mitleser,
sicher wird die Einteilung nicht jede glücklich machen. Aber es wurde ja schon versucht mittels verschiedener Methoden ein möglichst objektives Ergebnis zu bekommen. Psychologie ist halt nicht Mathe. Da kann ich in ner Klausur die Punkte addieren, Deutschaufsätze hingegen sind immer auch Geschmackssache.
Und ich stimme dir voll zu, würde mích auch interessieren, wo ich stehe! und woran es zu arbeiten gilt. Ich werd das Buch als nächstes meiner Formatorin zu lesen geben und dann werden wir sicher drüber reden.
Dieses Wochenende feiern wir aber erst mal eine Einkleidung, was bei uns gleichzeitig die endgültige Festlegung auf Lebenszeit ist :freude:
In welchem Verhältnis stehst du, Maja, denn zu einer Gemeinschaft?
Gruß, Sr.Meike

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HeGe
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Beitrag von HeGe » Montag 26. November 2007, 10:41

Ich habe mir kürzlich dieses Buch zugelegt:

Nancy Klein Maguire

In der Stille vieler kleiner Stunden
Fünf Kartäuser-Novizen auf der Suche nach Gott

Originaltitel: An Infinity of Little Hours
Originalverlag: PublicAffairs
Aus dem Englischen von Franchita Mirella Cattani

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Gebundenes Buch, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-33776-7
€ 19,95 [D] | € 20,60 [A] | SFr 34,90 (UVP)


http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=212958

Werde es mir in den nächsten Tagen mal durchlesen und dann berichten, ob es sich lohnt. Bei meinen ersten Einblicken sah es aber ganz gut aus.

Nur dieser Verlag, "Goldmann Arkana" ist ja wohl grässlich. Als wäre "Arkana" schon nicht schlimm genug, war als Beilage im Buch ein Werbeprospekt eingelegt mit dem Namen "Body, Mind + Spirit". Ich glaube jeder kann sich denken, was für Bücher da angepriesen wurden. Mit so einem Esoterikkram muss man sich jetzt schon einen Verlag teilen. :nein:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc » Montag 26. November 2007, 11:45

Fünf Kartäuser-Novizen auf der Suche nach Gott
Die reden schon zu viel. Ob das Buch also tatsächlich nützlich sein kann? 8)

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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Beitrag von Raphaela » Sonntag 13. Januar 2008, 15:31

Ich will Gott schauen
von Maria-EugenGrialou
Paulusverlag Freibung, Schweiz
ISBN: 3-7228-0315-2

In diesem Buch geht es um Mystik und Kontemplation, vor allem die carmelitische. Das meiste in diesem Buch beruht auf Teresa von Avila

Mit Anhang 1375 Seiten.

wassertasse
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Beitrag von wassertasse » Sonntag 13. Januar 2008, 18:42

Für diejenigen, die es im November/Dezember interessiert hatte und das Buch vergriffen war:

Die zweite Auflage von "die letzte macht das licht an" ist seit einigen Tagen im Handel.

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Christs Spouse
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Beitrag von Christs Spouse » Sonntag 27. Januar 2008, 18:42

Sucherin hat geschrieben:Es stimmt wirklich, dass es kaum Filme oder Bücher gibt von Nonnen oder so die immer noch im Kloster sind.
Das vermisse ich schon sehr und bin immer auf der Suche nach solcher Literatur.
Es gibt ein ganz nettes Buch von Maria Consilia Lakotta ich weis nicht ob du das kennst? Es heisst "Klausur - eintritt Verboten" da bleibt die junge Schwester im Kloster. Ist "nur" ein Roman und die Story etwas kitschig aber ich mag das buch ganz gern. :)

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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Sonntag 27. Januar 2008, 18:51

Herzlich willkommen hier im Forum! :huhu:
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Beitrag von Sucherin » Sonntag 27. Januar 2008, 19:31

Hallo Christs Spouse,

vielen Dank für den Buchtipp. Habe eine kleine Zusammenfassung in der Zeitschrift "Der Fels" gefunden. Hört sich interessant an und ich habe es mir gleich antiquarisch bestellt!

Grüße

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Beitrag von Ecce Homo » Sonntag 27. Januar 2008, 19:41

Das Buch ist wirklich sehr unterhaltend geschrieben - der MOment, wo sie sich am Ende bereuend niederwirft und ihre Schuld gegenüber dem Kloster bekennt... (mehr verrate ich nicht ;)), ist einfach so "touching"... :ja:
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Beitrag von Sucherin » Freitag 8. Februar 2008, 20:48

Vielen, vielen Dank für diesen Buchtipp!!
Heute kam das Buch endlich an und ich habe es in einem Zuge durchgelesen, quasi bis jetzt.

Vielleicht hat es den Eindruck wenn ich hier schreibe, dass ich das nicht so verkitscht halte. Es ist einfach wunderbar...einfach toll. Und selbst was draus lernen kann man allemal.
*find ich*

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Mariamante
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Beitrag von Mariamante » Montag 11. Februar 2008, 19:10

Apophthegmata patrum (Weisung der Väter)
ISBN- 3-7902-1406-X

Auszug s. 81:
Der Altvater Dulas sagte: "Wenn der Feind uns zwingt, die Herzensruhe aufzugeben, dann laßt uns nicht auf ihn hören. Denn nichts ist ihr und dem Faten gleich. Beide verbünden sich zur Bundesgenossenschaft gegen ihn; denn sie gewähren den inneren Augen Scharfblick.
Gelobt sei Jesus Christus

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in der stille vieler stunden

Beitrag von sr.meike » Mittwoch 20. Februar 2008, 11:31

So, hab das "Monumentalwerk" jetzt auch gelesen. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Dass von 5 Novizen nur einer bleibt, ist mal wieder nicht sehr ermutigend.
Und was mich immer wieder mal bei verschiedenen Klosterbüchern stört ist dieses "ich komme, um Gott zu suchen". Suchen ist gut, aber irgendwann hat die Suche ein Ende, weil Gott selbst verheißt, dass er sich finden lässt (Jer.29,13f)! Würde da lieber von Sehnsucht nach Begegnung sprechen. Also ich bin eingetreten, weil Gott mich gefunden hatte und gezogen. Weil ich eine persönliche Beziehung mit Jesus habe. Diese Freundschaft mit Jesus kommt mir in den Lebensbeschreibungen der Kartäusernovizen einfach zu kurz, bleibt unkonkret. Liturgie und Studium dominieren. Meist wird von "Gott" gesprochen. Ich glaub wir müssen das heutzutage genauer definieren, wen wir damit meinen. Ich meine den dreieinigen Gott, der sich in der Bibel offenbart - mit Absolutheitsanspruch (Apg.4,12). Das Gottesbild ist heutzutage sehr diffus, siehe Küngs Weltethos oder die Erscheinung dieses Buches bei Goldmann Arkana. Kann ja mal jemand zählen, wie oft der Name Jesus fällt "in der Stille vieler Stunden".
Sonst find ich die Einblicke ins Karäuserleben schon interessant (auch wenn die Beschreibungen von Anfang der 60er Jahre stammen). Als Schwester, die eher auf der aktiven, denn auf der kontemplativen Seite vom Pferd fällt, würde mich das für ne Auszeit schon mal locken. Aber sicher nicht auf Dauer. Gut, dass es verschiedene Typen und Berufungen gibt!
Was haltet ihr von dem Buch?
Grüßle, Sr.Meike

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wenn das glas zerbirst

Beitrag von sr.meike » Sonnabend 5. April 2008, 12:58

Hat jemand dieses Buch von einer Ex-Novizin gelesen?

Sehr lyrischer Stil, nicht so ganz meins.
Inhaltlich find ich krass, dass sie ja noch vor der ewigen Profess geht und dennoch quasi mit leeren Händen dasteht. Ist das immer noch gängige Praxis in Orden?

Gruß, Sr.Meike

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Ecce Homo
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Re: wenn das glas zerbirst

Beitrag von Ecce Homo » Sonnabend 5. April 2008, 13:27

sr.meike hat geschrieben:Hat jemand dieses Buch von einer Ex-Novizin gelesen?

Sehr lyrischer Stil, nicht so ganz meins.
Inhaltlich find ich krass, dass sie ja noch vor der ewigen Profess geht und dennoch quasi mit leeren Händen dasteht. Ist das immer noch gängige Praxis in Orden?

Gruß, Sr.Meike
Du, ich blicke das jetzt hier mehr - welches Buch genau meinst du jetzt? :hmm: ;)
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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Sonnabend 5. April 2008, 13:37

Meinst Du "The Nun's Story" von Kathryn Hulme?
Da bekommt sie ja zum Schluß wenigstens ihre Mitgift wieder.
Ansonsten: So etwas kann passieren. Besonders ärgerlich wurde es für Jeanne Deckers (Sr. Luc-Gabrielle OP), die als Musikerin auch als "Sœur Sourire" bekannt war, der Anonymität willen. Ihre Lieder "Dominique" und (im deutschen Sprachraum) "Die Erde ist schön" sind nach wie vor bekannt.
Als sie aus dem Orden austrat, stellte sich heraus, daß ihr Orden bei den Steuerzahlungen aus dem Gewinn der Schallplatten im Rückstand war. Diese wurden ihr aufgelegt.
Tja, dumm gelaufen.

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