Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

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Amanda
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Amanda » Freitag 16. September 2016, 10:19

taddeo hat geschrieben:
Amanda hat geschrieben:Für die Seelsorge der Seminaristen ist übrigens in der Regel der Spiritual des Priesterseminars zuständig.
Man möge mich korrigieren (Mods?), wenn ich verkehrt liege.
Das stimmt, aber angesichts der kläglichen Restbestände an Seminaristen ist mittlerweile der Spiritual oft auch Priesterseelsorger, so etwa im Bistum Passau. Dort hat Bischof Oster aber heuer die Zahl der Priesterseelsorger von bisher stets einem auf vier erhöht. Auch der frühere Regensburger Spiritual und jetzige Weihbischof Josef Graf hat während seiner Zeit im Seminar - allerdings nicht in einem "offiziellen" Amt - umfangreich Priester des Bistums seelsorglich begleitet und soll deshalb künftig ausdrücklich als Bischofsvikar für die Priesterseelsorge im Bistum zuständig sein.
Danke für die Info.
Also haben wir einerseits kaum noch Seminaristen, die wenigen, die wir noch haben, werden aber immer frömmer?
Bin ich beschränkt, wenn das für mich nicht richtig zusammenpasst?
Laut Umfragen gehen die Priester selbst kaum noch jemals zur Beichte. Nun ist mir zwar bewusst, dass Seelsorge nicht allein in der Beichte betrieben werden kann, sondern viele Formen hat. Aber möglicherweise ist sich Bischof Oster der Tatsache bewusst, die viele seiner Kollegen gern verdrängen: dass nämlich in diesem Falle ein erhöhtes Angebot auch die Nachfrage hochtreiben kann. Es wäre dringen zu wünschen und im Gebet zu erbitten.
Weißt Du zufällig, ob die vier vom Bischof Ernannten alle geweihte Priester sind?
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
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taddeo
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von taddeo » Freitag 16. September 2016, 10:45

Amanda hat geschrieben:Also haben wir einerseits kaum noch Seminaristen, die wenigen, die wir noch haben, werden aber immer frömmer?
Bin ich beschränkt, wenn das für mich nicht richtig zusammenpasst?
...
Weißt Du zufällig, ob die vier vom Bischof Ernannten alle geweihte Priester sind?
Dieses Phänomen scheint aber tatsächlich vorzuliegen. Wieso, kann ich selber nicht wirklich beurteilen.

Zumindest zwei der Priesterseelsorger sind Priester, nämlich P. Mirko Legawiec und Dompropst Dr. Bär. Wer die anderen beiden sind, habe ich nicht rausgefunden.
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Petrus
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Petrus » Freitag 16. September 2016, 19:19

Amanda hat geschrieben:
Petrus hat geschrieben:nun aber gerne zurück zum Thema dieses threads.

ein "Priesterseelsorger" (das ist der Priester, der für die Seelsorge für die Priester in einer Diözese verantwortlich ist), hat mir mal vor einigen Wochen gesagt (der ist ja irgendwie auch zuständig als Seelsorger für die Seminaristen):

"Du, Peter - Die Seminaristen sind heutzutage so alle so fromm ..."

?
Ja, und...?
Hat er das anerkennend oder missbilligend gemeint?

Für die Seelsorge der Seminaristen ist übrigens in der Regel der Spiritual des Priesterseminars zuständig.
Man möge mich korrigieren (Mods?), wenn ich verkehrt liege.

nö, eher nicht.

weder anerkennend, und auch nicht missbilligend.

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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Amanda » Freitag 16. September 2016, 19:34

Petrus hat geschrieben:
Amanda hat geschrieben:
Petrus hat geschrieben:nun aber gerne zurück zum Thema dieses threads.

ein "Priesterseelsorger" (das ist der Priester, der für die Seelsorge für die Priester in einer Diözese verantwortlich ist), hat mir mal vor einigen Wochen gesagt (der ist ja irgendwie auch zuständig als Seelsorger für die Seminaristen):

"Du, Peter - Die Seminaristen sind heutzutage so alle so fromm ..."

?
Ja, und...?
Hat er das anerkennend oder missbilligend gemeint?

Für die Seelsorge der Seminaristen ist übrigens in der Regel der Spiritual des Priesterseminars zuständig.
Man möge mich korrigieren (Mods?), wenn ich verkehrt liege.

nö, eher nicht.

weder anerkennend, und auch nicht missbilligend.
Na, und was sagst Du selbst nun zu dieser These?
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 17. September 2016, 12:44

Als "fromm" gilt wohl in diesem Kontext, wer wieder stärker das Gebet in den Vordergrund stellt und sich auch darum bemüht, den äußeren Vollzügen etwas Würde zurückzugeben und die besondere Sendung des Priesters wieder deutlicher herauszustellen. In München konnte man den Umschwung in der Tat bemerken, wie die ältere Studentengeneration, die ausgezeichneten Kontakt mit dem ABZ pflegte, durch eine deutlich "konservativere" nachrückende Generation verdrängt wurde. Die Gottesdienste im "Meditationsraum", auf Teppichboden und Meditationshockern wurden zunehmend wieder in die Seminarkapelle verlegt, eine tägliche Anbetung um geistliche Berufe eingeführt. Wenn man sich die Fotos der Neugeweihten ansieht, dominiert nun wieder der Kollar; "Krawattiner" sind praktisch ausgestorben.

Zur Beruhigung der Modernisten kann allerdings gesagt werden: In der Praxis gelingt es, durch äußeren Druck den nachrückenden Priestern sämtliche "konservative Flausen" auszutreiben, z.B. daß sich das liturgische Leben in den Gemeinden an der vorgegebenen Ordnung auszurichten habe etc. Wer das versucht, braucht nicht auf Rückhalt zu hoffen. Und wer "etwas werden möchte", ist weiterhin so dermaßen abgeschliffen, daß sich daran auch nichts mehr ändern wird.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Juergen » Sonnabend 17. September 2016, 14:09

Hubertus hat geschrieben:Zur Beruhigung der Modernisten kann allerdings gesagt werden: In der Praxis gelingt es, durch äußeren Druck den nachrückenden Priestern sämtliche "konservative Flausen" auszutreiben, z.B. daß sich das liturgische Leben in den Gemeinden an der vorgegebenen Ordnung auszurichten habe etc. Wer das versucht, braucht nicht auf Rückhalt zu hoffen. Und wer "etwas werden möchte", ist weiterhin so dermaßen abgeschliffen, daß sich daran auch nichts mehr ändern wird.
Wahr gesprochen Du hast. Bild
Gruß
Jürgen

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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Petrus » Sonntag 18. September 2016, 06:49

Amanda hat geschrieben:
Petrus hat geschrieben:
Amanda hat geschrieben:
Petrus hat geschrieben:nun aber gerne zurück zum Thema dieses threads.

ein "Priesterseelsorger" (das ist der Priester, der für die Seelsorge für die Priester in einer Diözese verantwortlich ist), hat mir mal vor einigen Wochen gesagt (der ist ja irgendwie auch zuständig als Seelsorger für die Seminaristen):

"Du, Peter - Die Seminaristen sind heutzutage so alle so fromm ..."

?
Ja, und...?
Hat er das anerkennend oder missbilligend gemeint?

Für die Seelsorge der Seminaristen ist übrigens in der Regel der Spiritual des Priesterseminars zuständig.
Man möge mich korrigieren (Mods?), wenn ich verkehrt liege.

nö, eher nicht.

weder anerkennend, und auch nicht missbilligend.
Na, und was sagst Du selbst nun zu dieser These?
schwierige Frage, Amanda, für mich. Ich bin schon länger nicht mehr live in dieser "Szene".

Was ich aus Gesprächen mit Freunden weiß,

gebe ich unsortiert wieder.

Es gibt da Seminaristen, die ein klares Berufsbild haben. "Nach meiner Kaplanszeit werde ich Pfarrer von Garmisch-Partenkirchen. Ich mag die Alpen sehr."

Es gibt da Seminaristen, die halt da sind. Warum auch immer. Viel zu unreif.

Es gibt unter den Seminaristen auch Spätberufene - immerhin bist Du, wenn Du mal geweiht bist, einigermaßen unkündbar.

wie gesagt - unsortiert. Ich wollte vor Deiner Frage nicht kneifen.

Peter.

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Amanda
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Amanda » Sonntag 18. September 2016, 09:50

Petrus hat geschrieben:Es gibt da Seminaristen, die ein klares Berufsbild haben. "Nach meiner Kaplanszeit werde ich Pfarrer von Garmisch-Partenkirchen. Ich mag die Alpen sehr."
Es gibt da Seminaristen, die halt da sind. Warum auch immer. Viel zu unreif.
Es gibt unter den Seminaristen auch Spätberufene - immerhin bist Du, wenn Du mal geweiht bist, einigermaßen unkündbar.
Alles sehr unbefriedigend, findet Du nicht? :hmm:
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
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Hubertus
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Hubertus » Sonntag 18. September 2016, 12:12

Amanda hat geschrieben:
Petrus hat geschrieben:Es gibt da Seminaristen, die ein klares Berufsbild haben. "Nach meiner Kaplanszeit werde ich Pfarrer von Garmisch-Partenkirchen. Ich mag die Alpen sehr."
Es gibt da Seminaristen, die halt da sind. Warum auch immer. Viel zu unreif.
Es gibt unter den Seminaristen auch Spätberufene - immerhin bist Du, wenn Du mal geweiht bist, einigermaßen unkündbar.
Alles sehr unbefriedigend, findet Du nicht? :hmm:
Hat aber alles jedenfalls nichts mit der Anfangsaussage zu tun, die Seminaristen seien "fromm".
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Amanda » Sonntag 18. September 2016, 12:23

Hubertus hat geschrieben:
Amanda hat geschrieben:
Petrus hat geschrieben:Es gibt da Seminaristen, die ein klares Berufsbild haben. "Nach meiner Kaplanszeit werde ich Pfarrer von Garmisch-Partenkirchen. Ich mag die Alpen sehr."
Es gibt da Seminaristen, die halt da sind. Warum auch immer. Viel zu unreif.
Es gibt unter den Seminaristen auch Spätberufene - immerhin bist Du, wenn Du mal geweiht bist, einigermaßen unkündbar.
Alles sehr unbefriedigend, findet Du nicht? :hmm:
Hat aber alles jedenfalls nichts mit der Anfangsaussage zu tun, die Seminaristen seien "fromm".
Genau darauf ziele ich auch ab, lieber Hubertus. :ja:
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Lupus » Sonntag 18. September 2016, 16:30

Die Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs werden wohl in unseren Tagen kaum eine so recht positive Beantwotung mehr bekommen. Der "Kirche im Heute" komme es vor allem auf den Stallgeruch (P.Franziskus!) an und das Eingehen auf die Welt.
Aber "Mein Reich ist nicht von dieser Welt!" sagt unser Heiland zu Pilatus, dem Vertreter dieser Welt".
Da ja alle Religionen irgendwie gleich sind (siehe Assisi!), bedarf es auch keiner besonderen Anstrengungen dazu zwar in dieser Welt, aber nicht aus der Welt zu sein!

+ Λυκος
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Hubertus
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Hubertus » Sonntag 18. September 2016, 16:45

Lupus hat geschrieben:Die Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs werden wohl in unseren Tagen kaum eine so recht positive Beantwotung mehr bekommen. Der "Kirche im Heute" komme es vor allem auf den Stallgeruch (P.Franziskus!) an und das Eingehen auf die Welt.
Aber "Mein Reich ist nicht von dieser Welt!" sagt unser Heiland zu Pilatus, dem Vertreter dieser Welt".
Da ja alle Religionen irgendwie gleich sind (siehe Assisi!), bedarf es auch keiner besonderen Anstrengungen dazu zwar in dieser Welt, aber nicht aus der Welt zu sein!

+ Λυκος
:daumen-rauf:
Ein bleibend wichtiger Hinweis! - Leider kann man sich der düsteren Analyse auch nur anschließen. :(
In diesen Zusammenhang läßt sich leider auch der Sturm auf den Zölibat sehen: alles was der Logik dieser Welt widerstreitet, wird nicht mehr verstanden; daß der Christ alles von der zukünftigen Welt erwartet, muß bekämpft werden.

An dieser Stelle muß erneut den Priestern gedankt werden, die in Treue zu Christus und seiner Kirche Tag für Tag ihren Dienst tun!
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von martin v. tours » Sonntag 18. September 2016, 18:31

Lupus & Hubertus
:daumen-rauf: :daumen-rauf:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Juergen
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Juergen » Donnerstag 13. Oktober 2016, 12:55

Gerade bekam ich von amazon eine E-Mail in der folgendes, heute erschienenes Buch beworben wurde:
https://www.amazon.de/gp/product/345137 ... 7141_em_lm

Auslaufmodell Priesterseminar?: Neue Konzepte für eine alte Institution

Das vorliegende Buch möchte jenseits der beiden Alternativen Seminarschließung und »Weiter so!« zeigen, wie viel innovatives Potential in der Idee des Priesterseminars steckt. Ausgangspunkt ist dabei nicht das System Seminar, sondern der einzelne Seminarist und die Frage, welchen Rahmen er zur Berufungsklärung und Ausbildung braucht. Berufungen zum Priesteramt entfalten sich heute völlig unterschiedlich und brauchen flexible, offene Strukturen anstelle eines starren Systems. Es werden Seminarkonzeptionen vorgeschlagen, die geistliche und menschliche Reifung sowie die Bildung einer priesterlichen Identität auch dadurch ermöglichen, dass sie die pastorale und gesellschaftliche Wirklichkeit, in der der Priester später arbeitet, zum Teil des Seminaralltags werden lassen.
:hmm:
Gruß
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Juergen » Sonnabend 15. Oktober 2016, 15:18

http://de.catholicnewsagency.com/story/ ... M.facebook

Warum dieser Profi-Fußballer lieber Priester wird

PADERBORN , 14 October, 2016 / 3:53 PM (CNA Deutsch).- Statt weiter Geld, Sex und Macht hinterher zu rennen, spielt dieser ehemalige Profi-Fussballer nun lieber das spirituelle Match seines Lebens: Patrick Kaesberg will Pfarrer werden.

"Mit Gottes Hilfe werde ich 2019 zum Priester geweiht", sagt der 30-jährige heute: Die unendliche Liebe Gottes sei in sein Leben hereingebrochen – und er selber endgültig zu sich selbst gekommen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg…
Ferner: http://www.berufungspastoral-paderborn. ... -kaesberg/
Gruß
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Amanda » Sonnabend 15. Oktober 2016, 15:45

Juergen hat geschrieben:
http://de.catholicnewsagency.com/story/ ... M.facebook

Warum dieser Profi-Fußballer lieber Priester wird

PADERBORN , 14 October, 2016 / 3:53 PM (CNA Deutsch).- Statt weiter Geld, Sex und Macht hinterher zu rennen, spielt dieser ehemalige Profi-Fussballer nun lieber das spirituelle Match seines Lebens: Patrick Kaesberg will Pfarrer werden.

"Mit Gottes Hilfe werde ich 2019 zum Priester geweiht", sagt der 30-jährige heute: Die unendliche Liebe Gottes sei in sein Leben hereingebrochen – und er selber endgültig zu sich selbst gekommen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg…
Ferner: http://www.berufungspastoral-paderborn. ... -kaesberg/
Ein überaus faszinierendes Zeugnis! :daumen-rauf:
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Juergen » Sonnabend 15. Oktober 2016, 18:43

Amanda hat geschrieben:Ein überaus faszinierendes Zeugnis! :daumen-rauf:
Weitaus erstaunlicher ist, daß er mit so einer Berufungsgeschichte überhaupt in Paderborn ins Seminar aufgenommen wurde.
Vor Jahren wäre jemand, der so etwas erzählt entweder nicht aufgenommen worden oder aber unter strenge Beobachtung geraten und die Hausleitung hätte ihm einen psychologisch geschulten „geistliche Begleiter“ verordnet(!), der genau instruiert worden wäre, worauf er zu achten hat. – Es ist gut, daß diese Zeiten offenbar vorbei sind.
Gruß
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Amanda » Sonnabend 15. Oktober 2016, 19:04

Momentan habe ich folgende Story in meinem engeren Freundeskreis: Junger Mann, im Sommer volljährig geworden, mit Realschulabschluss und am Beginn einer Ausbildung. Er spürt sehr stark die Berufung zum Priestertum, traut sich aber (unter anderem wegen Mathematik) das Abitur nicht zu. Jetzt ist die Frage, wie er dennoch Priester werden kann...
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Juergen » Sonnabend 15. Oktober 2016, 19:10

Amanda hat geschrieben:Momentan habe ich folgende Story in meinem engeren Freundeskreis: Junger Mann, im Sommer volljährig geworden, mit Realschulabschluss und am Beginn einer Ausbildung. Er spürt sehr stark die Berufung zum Priestertum, traut sich aber (unter anderem wegen Mathematik) das Abitur nicht zu. Jetzt ist die Frage, wie er dennoch Priester werden kann...
http://www.st-lambert.de/index.php?id=43

Der 3. Bildungsweg

Was ist der 3. Bildungsweg in der Priesterausbildung?
In der Regel setzt das Theologiestudium als Priesterkandidat das Abitur voraus, das man als Gymnasiast ("1. Bildungsweg") oder als Absolvent eines Kollegs, Abendgymnasiums o. ä. ("2. Bildungsweg") erwerben kann. Darüber hinaus gibt es seit fast 4 Jahren in Deutschland die Möglichkeit des "3. Bildungswegs". Auf ihm können ältere Kandidaten auch ohne Abitur Theologie studieren. Dieser Weg gründet auf der Überzeugung, dass unter bestimmten Bedingungen die "Schule des Lebens" das Abitur ersetzen kann. St. Lambert ist eine Einrichtung des 3. Bildungsweges.

Dabei ist uns eine enge Zusammenarbeit mit den Herkunftsbistümern und Ordensgemeinschaften sehr wichtig, von denen die Studenten zu uns entsandt werden und in denen die Studenten nach erfolgreichem Abschluss den Pastoralkurs absolvieren werden, der dann zu Diakonats- und Priesterweihe führt.
Gruß
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Amanda » Sonnabend 15. Oktober 2016, 19:13

Juergen hat geschrieben:
Amanda hat geschrieben:Momentan habe ich folgende Story in meinem engeren Freundeskreis: Junger Mann, im Sommer volljährig geworden, mit Realschulabschluss und am Beginn einer Ausbildung. Er spürt sehr stark die Berufung zum Priestertum, traut sich aber (unter anderem wegen Mathematik) das Abitur nicht zu. Jetzt ist die Frage, wie er dennoch Priester werden kann...
http://www.st-lambert.de/index.php?id=43

Der 3. Bildungsweg

Was ist der 3. Bildungsweg in der Priesterausbildung?
In der Regel setzt das Theologiestudium als Priesterkandidat das Abitur voraus, das man als Gymnasiast ("1. Bildungsweg") oder als Absolvent eines Kollegs, Abendgymnasiums o. ä. ("2. Bildungsweg") erwerben kann. Darüber hinaus gibt es seit fast 4 Jahren in Deutschland die Möglichkeit des "3. Bildungswegs". Auf ihm können ältere Kandidaten auch ohne Abitur Theologie studieren. Dieser Weg gründet auf der Überzeugung, dass unter bestimmten Bedingungen die "Schule des Lebens" das Abitur ersetzen kann. St. Lambert ist eine Einrichtung des 3. Bildungsweges.

Dabei ist uns eine enge Zusammenarbeit mit den Herkunftsbistümern und Ordensgemeinschaften sehr wichtig, von denen die Studenten zu uns entsandt werden und in denen die Studenten nach erfolgreichem Abschluss den Pastoralkurs absolvieren werden, der dann zu Diakonats- und Priesterweihe führt.
Ja, von St. Lambert habe ich gehört. Bischof Felix Genn war früher dort Regens, ehe er zum Weihbischof von Trier berufen wurde. Das Haus genießt einen guten Ruf. Wahrscheinlich ist das die einzige Option, die meinem jungen Freund bleibt.
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Juergen » Sonnabend 15. Oktober 2016, 19:18

In Dtl. gibt es m.W. keine weitere Möglichkeit im 3. Bildungsweg Priester zu werden. Wenn ich mich recht entsinne gibt es sowas auch noch in der Schweiz (Luzern?). :hmm:
Gruß
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Amanda » Sonnabend 15. Oktober 2016, 19:22

Juergen hat geschrieben:In Dtl. gibt es m.W. keine weitere Möglichkeit im 3. Bildungsweg Priester zu werden. Wenn ich mich recht entsinne gibt es sowas auch noch in der Schweiz (Luzern?). :hmm:
Ja, wie ich sagte, dann bleibt ihm nur St Lambert... wenn er wirklich berufen ist, wird er das schon durchhalten.
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von jackson » Sonnabend 15. Oktober 2016, 19:24

Amanda hat geschrieben:Momentan habe ich folgende Story in meinem engeren Freundeskreis: Junger Mann, im Sommer volljährig geworden, mit Realschulabschluss und am Beginn einer Ausbildung. Er spürt sehr stark die Berufung zum Priestertum, traut sich aber (unter anderem wegen Mathematik) das Abitur nicht zu. Jetzt ist die Frage, wie er dennoch Priester werden kann...
Also wenn es nur an Mathe liegt, sollte das kein Problem sein. Da reicht durchgängig 1 Punkt (sprich 5 minus) um das Abitur zu schaffen.
Davon ab bin ich ohnehin der Ansicht, dass, wer die mittlere Reife geschafft hat, auch das Abitur problemlos schaffen kann.
Im Zweifel sucht man sich die Einrichtung halt etwas "strategisch" aus.
Sprich ich würde erstmal zum Abiturversuch raten, im Zweifel kann man ja auch punktuell Nachhilfe in Anspruch nehmen.;)

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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Juergen » Sonnabend 15. Oktober 2016, 19:57

Mathe, und nicht nur Mathe, im 2. Bildungsweg ist nicht zu vergleichen mit Mathe im 1. Bildungsweg. Bei mir (Abschluß 1994) war es so, daß im ersten Jahr erstmal alle Leute auf ein passendes Wissensniveau gebracht wurden. In den folgenden zwei Jahren lernt man dann den Rest bis zum Abitur. Die Anzahl der verschiedenen Fächer ist in den zwei Jahren auf stark begrenzt (6 Fächer: 2 LK, 4 GK). Fehlende Sprachkenntnisse wurden damals noch im ersten Jahr nachgeholt; später dann in 1 1/2 Jahren.
Ich habe das Abi „nebenbei“ am Abendgymnasium gemacht: Also drei Jahre 5 Tage die Woche von 6:45 bis 16:00 Uhr (abzügl. insgesamt 1,5 Std. Pausen) arbeiten und dann ab 18:00 bis 22:00 Uhr im Abendgymnasium lernen.

Die genauen Modalitäten findet man auf den Internetseiten der Abendgymnasien und Kollges.
Gruß
Jürgen

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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Amanda » Sonnabend 15. Oktober 2016, 20:28

Vielleicht etwas off-topic, aber ich war hier:
http://www.koblenz-kolleg.de

Eine sehr gute Einrichtung, die ich nur empfehlen kann.
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 16. Oktober 2016, 08:03

In diesem Haus hatte ich früher Bekannte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Collegium_Marianum

Da war es noch in Neuss, jetzt ist es in Bonn.
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Juergen » Sonntag 16. Oktober 2016, 10:15

Auf dem Papier existiert auch noch das Clementinum.

Allerdings haben die nicht, wie noch in den 90ern, ein eigenes Haus mit eigener Schule und eigenen Lehrern, sondern die Unterbringung ist im Pauluskolleg und die schulische Ausbildung findet im Westfalen-Kolleg statt. Seit das so ist, sind die Schülerzahlen massiv eingebrochen. Ich weiß allerdings nicht, ob im Clementinum derzeit überhaupt noch ein Schüler ist.
Gruß
Jürgen

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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Schwenkelpott » Mittwoch 19. Oktober 2016, 10:59

SWR Landesschau Baden-Württemberg hat geschrieben:Jungpriester Simon Hof persönlich

Simon Hof ist mit 27 Jahren einer der jüngsten Priester Deutschlands! Er erzählt, was ihn zu diesem Schritt veranlasst hat, was ihn umtreibt und ihm wichtig ist.
http://swrmediathek.de/player.htm?show= ... 556a12b4c
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
H. Bone, Cantate! 1847

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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Dieter » Mittwoch 19. Oktober 2016, 11:43

Schwenkelpott hat geschrieben:
SWR Landesschau Baden-Württemberg hat geschrieben:Jungpriester Simon Hof persönlich

Simon Hof ist mit 27 Jahren einer der jüngsten Priester Deutschlands! Er erzählt, was ihn zu diesem Schritt veranlasst hat, was ihn umtreibt und ihm wichtig ist.
http://swrmediathek.de/player.htm?show= ... 556a12b4c


Warum trägt er, wenn er mit seinen Freunden im Brauhaus sitzt und Bier trinkt, seinen römischen Kragen?

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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Juergen » Mittwoch 19. Oktober 2016, 11:50

Dieter hat geschrieben:Warum trägt er, wenn er mit seinen Freunden im Brauhaus sitzt und Bier trinkt, seinen römischen Kragen?
Partikularnorm Nr. 5 der Deutschen Bischofskonferenz zu c. 284 CIC – Kirchliche Kleidung der Geistlichen

Der Geistliche muss in der Öffentlichkeit durch seine Kleidung eindeutig als solcher erkennbar sein. Von dieser Bestimmung sind die Ständigen Diakone mit Zivilberuf ausgenommen. Als kirchliche Kleidung gelten Oratorianerkragen oder römisches Kollar, in begründeten Ausnahmefällen dunkler Anzug mit Kreuz.
Gruß
Jürgen

Dieter
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Dieter » Mittwoch 19. Oktober 2016, 12:02

Juergen hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Warum trägt er, wenn er mit seinen Freunden im Brauhaus sitzt und Bier trinkt, seinen römischen Kragen?
Partikularnorm Nr. 5 der Deutschen Bischofskonferenz zu c. 284 CIC – Kirchliche Kleidung der Geistlichen

Der Geistliche muss in der Öffentlichkeit durch seine Kleidung eindeutig als solcher erkennbar sein. Von dieser Bestimmung sind die Ständigen Diakone mit Zivilberuf ausgenommen. Als kirchliche Kleidung gelten Oratorianerkragen oder römisches Kollar, in begründeten Ausnahmefällen dunkler Anzug mit Kreuz.

Wenn er ein großes Bier trinkt, gibt es nichts dagegen einzuwenden. Wenn er mehr trinkt, könnte er ein Ärgernis werden, zumal andere am Tisch, die keine Priester sind, alkoholfreie Säfte trinken.

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Juergen
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Re: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs

Beitrag von Juergen » Mittwoch 19. Oktober 2016, 12:06

Dieter hat geschrieben:Wenn er ein großes Bier trinkt, gibt es nichts dagegen einzuwenden. Wenn er mehr trinkt, könnte er ein Ärgernis werden, zumal andere am Tisch, die keine Priester sind, alkoholfreie Säfte trinken.
Das hat nichts mit der Kleidung zu tun:
Ein besoffener Priester – egal ob man ihn sofort als solchen erkennt oder ihn sowieso kennt oder ihn nicht kennt – ist immer ein Ärgernis.
Gruß
Jürgen

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