Jesuiten

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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overkott
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von overkott » Sonntag 3. Juli 2011, 14:43

HeGe hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Gestern haben wir mit unserm Sohn im Aloisiuskolleg Abitur gefeiert. Mit einer Eucharistiefeier (Dank ist schließlich beim Abitur besonders angebracht), mit anschließenden Ansprachen und musikalischen Darbietungen sowie der eigentlichen Zeugnisübergabe, mit anschließendem Sektempfang und abendlichem Bankett auf dem Petersberg bei fantastischem Sonnenuntergang über dem Rhein, mit Superstar Marinello und Feuerwerk. Es war wunderschön wie eine Hochzeit. Daran merkt man, dass das Aloisiuskolleg katholisch ist. Die Schule versteht zu feiern.
Mit Verlaub, aber wieso müssen Schulen ihren Abschluss auf dem Petersberg feiern? Ich habe jetzt verschiedentlich mal gehört, was diese prunkvollen Abschlussfeiern so kosten, das fängt so bei 20.000 € an und liegt beim Petersberg mindestens doppelt so hoch. Braucht man das? Wir haben unsere Abschlussfeier in einer örtlichen Stadthalle gefeiert und ich war damit völlig zufrieden.
Wir waren gestern auch völlig zufrieden.

Aber eine Anregung für die Zukunft wäre, auf diesem Fest auch für eine caritative Aktion zu sammeln, um wie Christus das Brot mit den Armen zu teilen.

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Yeti
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Yeti » Sonntag 3. Juli 2011, 18:40

HeGe hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Gestern haben wir mit unserm Sohn im Aloisiuskolleg Abitur gefeiert. Mit einer Eucharistiefeier (Dank ist schließlich beim Abitur besonders angebracht), mit anschließenden Ansprachen und musikalischen Darbietungen sowie der eigentlichen Zeugnisübergabe, mit anschließendem Sektempfang und abendlichem Bankett auf dem Petersberg bei fantastischem Sonnenuntergang über dem Rhein, mit Superstar Marinello und Feuerwerk. Es war wunderschön wie eine Hochzeit. Daran merkt man, dass das Aloisiuskolleg katholisch ist. Die Schule versteht zu feiern.
Mit Verlaub, aber wieso müssen Schulen ihren Abschluss auf dem Petersberg feiern? Ich habe jetzt verschiedentlich mal gehört, was diese prunkvollen Abschlussfeiern so kosten, das fängt so bei 20.000 € an und liegt beim Petersberg mindestens doppelt so hoch. Braucht man das? Wir haben unsere Abschlussfeier in einer örtlichen Stadthalle gefeiert und ich war damit völlig zufrieden.
Für die Jesuiten gilt immer noch: richesse obligé. Keine Ahnung, wo die ihr Geld her haben. Mein Patenonkel hat seine Jura-Dissertation über Geldgeschäfte des Jesuitenordens im 18. Jahrhundert geschrieben - sämtliche Exemplare bis auf eines (Vatikanbibliothek) wurden sofort von den Jesuiten aufgekauft.
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Niels
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Niels » Sonntag 3. Juli 2011, 23:46

Yeti hat geschrieben: Für die Jesuiten gilt immer noch: richesse obligé. Keine Ahnung, wo die ihr Geld her haben. Mein Patenonkel hat seine Jura-Dissertation über Geldgeschäfte des Jesuitenordens im 18. Jahrhundert geschrieben - sämtliche Exemplare bis auf eines (Vatikanbibliothek) wurden sofort von den Jesuiten aufgekauft.
Er sollte ernsthaft zumindest eine zweite Auflage in Erwägung ziehen. :pfeif:
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von HeGe » Montag 4. Juli 2011, 00:26

Yeti hat geschrieben:Für die Jesuiten gilt immer noch: richesse obligé. Keine Ahnung, wo die ihr Geld her haben. Mein Patenonkel hat seine Jura-Dissertation über Geldgeschäfte des Jesuitenordens im 18. Jahrhundert geschrieben - sämtliche Exemplare bis auf eines (Vatikanbibliothek) wurden sofort von den Jesuiten aufgekauft.
In dem anderen Fall, von dem ich gehört habe, ging es um eine von Franziskanerinnen geleitete Schule, das scheint also ordensunabhängig zu sein. ;) Im Übrigen bezahlen die Abschlussbälle ja nicht die Schulen, sondern die Schüler selber, bzw. deren Eltern durch Spenden, Eintrittsgelder, etc.
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Raphael » Montag 4. Juli 2011, 08:29

overkott hat geschrieben:Gestern haben wir mit unserm Sohn im Aloisiuskolleg Abitur gefeiert. Mit einer Eucharistiefeier (Dank ist schließlich beim Abitur besonders angebracht), mit anschließenden Ansprachen und musikalischen Darbietungen sowie der eigentlichen Zeugnisübergabe, mit anschließendem Sektempfang und abendlichem Bankett auf dem Petersberg bei fantastischem Sonnenuntergang über dem Rhein, mit Superstar Marinello und Feuerwerk. Es war wunderschön wie eine Hochzeit. Daran merkt man, dass das Aloisiuskolleg katholisch ist. Die Schule versteht zu feiern.
Ja, das kann man sich gut vorstellen: Ovi mit einem Sektglas in der Hand bestaunt den Sonnenuntergang und frönt gleichzeitig dem franziskanischen Armutsideal. Chapeau! :|
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von overkott » Montag 4. Juli 2011, 11:17

Also, es war halt ein schönes Fest an einem schönen Ort, nicht mehr und nicht weniger. Zwar hat das Aloisiuskolleg Geschmack, aber es ist nicht überdreht. Auch gibt es unterschiedliche Familien in vieler Hinsicht. Wer das franziskanische Armutsideal richtig versteht, freut sich an den Dingen der Schöpfung, ohne sich von ihnen abhängig zu machen. Der lässt auch mal durchgehen, dass ein Altschüler die Jesuiten auf Kosten der Franziskaner profilieren muss. (Das haben die Jesuiten doch nicht nötig, oder?) Es ist schön, dass offenbar einer der Abiturienten Priester werden will, und schade, dass der Kirchenkeyboarder unter ihnen seine Abneigung gegenüber seinem Religionsunterricht zum Ausdruck gebracht hat. Es ist schön, dass zu Tisch gebetet wird, auch wenn man sich danach gefragt hat: Sollen wir jetzt ein Kreuzzeichen machen oder klatschen?

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Yeti » Dienstag 5. Juli 2011, 00:46

Niels hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben: Für die Jesuiten gilt immer noch: richesse obligé. Keine Ahnung, wo die ihr Geld her haben. Mein Patenonkel hat seine Jura-Dissertation über Geldgeschäfte des Jesuitenordens im 18. Jahrhundert geschrieben - sämtliche Exemplare bis auf eines (Vatikanbibliothek) wurden sofort von den Jesuiten aufgekauft.
Er sollte ernsthaft zumindest eine zweite Auflage in Erwägung ziehen. :pfeif:
Das würde nichts bringen. Denk an den von Luise Rinser veröffentlichten Briefverkehr mit Rahner "Gratwanderung" im Kösel-Verlag. Die Jesuiten und der Lehmann drohten dem Verlag bei einer Neuauflage des Buches mit Boykott. Das wirkte. Bis heute ist das Buch - wenn überhaupt - nur noch überteuert und antiquarisch zu beziehen. Die Briefe Rahners an Rinser verstauben im Innsbrucker Rahner-Archiv und sind nicht zugänglich. Die Jesuiten wissen warum. :pfeif:
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von overkott » Dienstag 5. Juli 2011, 12:47

Yeti hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben: Für die Jesuiten gilt immer noch: richesse obligé. Keine Ahnung, wo die ihr Geld her haben. Mein Patenonkel hat seine Jura-Dissertation über Geldgeschäfte des Jesuitenordens im 18. Jahrhundert geschrieben - sämtliche Exemplare bis auf eines (Vatikanbibliothek) wurden sofort von den Jesuiten aufgekauft.
Er sollte ernsthaft zumindest eine zweite Auflage in Erwägung ziehen. :pfeif:
Das würde nichts bringen. Denk an den von Luise Rinser veröffentlichten Briefverkehr mit Rahner "Gratwanderung" im Kösel-Verlag. Die Jesuiten und der Lehmann drohten dem Verlag bei einer Neuauflage des Buches mit Boykott. Das wirkte. Bis heute ist das Buch - wenn überhaupt - nur noch überteuert und antiquarisch zu beziehen. Die Briefe Rahners an Rinser verstauben im Innsbrucker Rahner-Archiv und sind nicht zugänglich. Die Jesuiten wissen warum. :pfeif:
Mein Herz schlägt mit dem Kardinal. Denn an der bedauerlichen Geschichte von Wuschel und seinem Fisch ist besonders abstoßend, dass der Kleriker verschlingende Vamp seinen Wuschel auch noch für umgerechnet 30 Silberlinge europäischer Währung pro Buch dem Spott der Öffentlichkeit auslieferte.

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Yeti » Mittwoch 6. Juli 2011, 00:36

overkott hat geschrieben:Mein Herz schlägt mit dem Kardinal.
Dann seid ihr ja siamesische Zwillinge. :auweia: Nein, der "Fisch" hat sich schon längst vorher der Lächerlichkeit ausgeliefert und stank schon immer (im) vom Kopf. Heute allerdings nicht einmal mehr das. Ihn kennen und bewundern sowieso nur noch ein paar ver(w)irrte Sonderlinge. Die Beweislast von Rahner (ok, da haben sich zwei Deppen halt gefunden) auf Rinser umzudrehen ist die typische Pseudoargumentation der Rahner'schen Restfragmente (bzw. Sedimente). Obendrein ziemlich klerikalistisch und frauenfeindlich.
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von overkott » Mittwoch 6. Juli 2011, 08:12

Yeti hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Mein Herz schlägt mit dem Kardinal.
Dann seid ihr ja siamesische Zwillinge. :auweia: Nein, der "Fisch" hat sich schon längst vorher der Lächerlichkeit ausgeliefert und stank schon immer (im) vom Kopf. Heute allerdings nicht einmal mehr das. Ihn kennen und bewundern sowieso nur noch ein paar ver(w)irrte Sonderlinge. Die Beweislast von Rahner (ok, da haben sich zwei Deppen halt gefunden) auf Rinser umzudrehen ist die typische Pseudoargumentation der Rahner'schen Restfragmente (bzw. Sedimente). Obendrein ziemlich klerikalistisch und frauenfeindlich.
Immer langsam mit die jungen Pferde. Natürlich ist es richtig, die Privatsphäre auch eines Theologen zu schützen. Das gebietet schon die Nächstenliebe. Ich denke, dass Rahner ein Pionier der Katholizität Jesus war. Pioniere sind Brückenbauer. Im Gegensatz zu Bonaventura kann ich in Rahner den Kirchenlehrer allerdings noch nicht erkennen.

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Raphael » Mittwoch 6. Juli 2011, 09:02

overkott hat geschrieben:Ich denke, dass Rahner ein Pionier der Katholizität Jesus war.
Diese denkerische Fehlhaltung kommt in vielen Äußerungen Deinerseits hier im Forum zum Vorschein! :daumen-runter:
overkott hat geschrieben:Pioniere sind Brückenbauer.
Rahner war weniger Pionier denn Sprengmeister.
Tiefere Einblicke gewährt David Berger hier, über dessen eigenes Privatleben wir hier den Mantel des Schweigens breiten ..............
JESUS CHRISTUS ist ein guter Lehrer:
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von overkott » Mittwoch 6. Juli 2011, 10:09

Raphael hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Ich denke, dass Rahner ein Pionier der Katholizität Jesus war.
Diese denkerische Fehlhaltung kommt in vielen Äußerungen Deinerseits hier im Forum zum Vorschein! :daumen-runter:
overkott hat geschrieben:Pioniere sind Brückenbauer.
Rahner war weniger Pionier denn Sprengmeister.
Tiefere Einblicke gewährt David Berger hier, über dessen eigenes Privatleben wir hier den Mantel des Schweigens breiten ..............
Sowohl bei Rahner, als auch bei Berger sehen wir die Gefahr, auf die Bonaventura zurecht hingewiesen hat: auf die Entfernung von der Bibel und der geistlichen Lesung. Daher ist in der Frage der Präexistenz Christi die Einheit und Differenzierung von Ewigkeit und Zeit, von Geist und Körper offenbar zu wenig reflektiert worden.

Wer die Bibel geistlich liest, für den ist klar, dass Christus nicht erst seit Jesaja existiert, sondern dass der Sohn immer schon am Herzen des Vaters ruhte. Seit Anbeginn der Schöpfungsgeschichte liebt Gott den Menschen wie seinen einzigen Sohn. Und als er im Ungehorsam seine Freundschaft verlor, hat er ihn dennoch nicht verlassen. Immer wieder hat er ihm seinen Bund angeboten und diesen in seinem Sohn erneuert. In der Menschwerdung Jesus ist Christus offenbar geworden: Er ist der Sohn, der ganz mit dem Vater eins ist, indem er seinen Willen geschehen lässt: das Brot bricht und die Schuld vergibt.

Gott hat sich in Jesus Christus ganz klar offenbart als Schöpfer, als Vater, als Sohn, als Geist, als Licht, als Liebe. Dass Gott keineswegs schweigt, hat er durch die Schöpfung, durch das Gesetz und die Propheten sowie durch die Schrift wortreich deutlich gemacht.

Der katholische Glaube ist also positive Theologie.

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von overkott » Mittwoch 6. Juli 2011, 12:12

In diesen Fragen sollten sicher der jesuitisch-franziskanische Dialog intensiviert werden.

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Yeti » Mittwoch 6. Juli 2011, 13:55

overkott hat geschrieben:Immer langsam mit die jungen Pferde.
Deinen Paternalismus im Gewand der jovialen Anschmeiße kannst Du Dir sonstwohin stecken. Ich seh darin keinen Angriff, aber die Attitüde ist ätzend.
overkott hat geschrieben:Natürlich ist es richtig, die Privatsphäre auch eines Theologen zu schützen.
Sag das auch mal Deinen modernistischen Freunden, die seit Jahr und Tag das Andenken von Kardinal Jean Daniélou beschmutzen, indem sie schenkelklopfend von einem pastoralen Besuch in einem Pariser Bordell erzählen, bei dem er an einem Herzschlag starb. Obendrein nicht privat, sondern in Ausübung seiner priesterlichen Pflicht. Die "Gratwanderungen" sind gar nicht so sehr interessant, weil sie das Geschreibsel der Rinser mit dem Rahner beinhalten, sondern weil in Rinsers Erwiderungen auf Rahners Briefe ziemlich viel Licht auf die Schriften Rahners fällt und zwar ein wesentlich helleres als dasjenige der offiziösen Hagiographen dieses ambivalenten Theologen.
overkott hat geschrieben:Das gebietet schon die Nächstenliebe.
Die Nächstenliebe ist mir bei Rahner schnell an einen Punkt angelangt, wo ich mir denke: "Ich bin zwar katholisch, aber nicht blöd".
overkott hat geschrieben:Ich denke, dass Rahner ein Pionier der Katholizität Jesus war.
Diesen Satz samt der Schlussfolgerung mit dem Verb "denken" zu beginnen, ist - gelinde gesagt - abenteuerlich. Wer Rahner liebt, denkt nicht, sondern ist in einem rauschähnlichen Zustand. Einzig über das Attribut "Pionier" lasse ich mit mir reden. Aber das, wofür er "Pionier" war, ist auch schon wieder seit vierzig Jahren vorbei. Existentialistisches Pathos ebenso wie sein grauenhafter Schreibstil (das konnte Thomas Mann schon vorher viel besser) locken erstens heute keinen Hund mehr hinter dem Ofen vor, zweitens sind seine Schriften ein Kategorienschummel; eher philosophisch denn theologisch, vor allem für Letzteres fehlt der Rückbezug auf die Schrift und das Lehramt.
overkott hat geschrieben:Pioniere sind Brückenbauer.
Nachts ist es kälter als draußen.
overkott hat geschrieben:Im Gegensatz zu Bonaventura kann ich in Rahner den Kirchenlehrer allerdings noch nicht erkennen.
Soll das heißen er wird es noch? Davon träumst Du. Und natürlich Lehmann. Überzeugen kannst Du mich nicht.
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von taddeo » Mittwoch 6. Juli 2011, 13:59

Yeti hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Im Gegensatz zu Bonaventura kann ich in Rahner den Kirchenlehrer allerdings noch nicht erkennen.
Soll das heißen er wird es noch? Davon träumst Du. Und natürlich Lehmann. Überzeugen kannst Du mich nicht.
Nein, das ist ein Mißverständnis. Overkott hat sich nur leicht verschrieben.

Rahner war und ist natürlich ein Kirchenleerer allererster Güte.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von civilisation » Mittwoch 6. Juli 2011, 14:02


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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Yeti » Mittwoch 6. Juli 2011, 14:10

taddeo hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Im Gegensatz zu Bonaventura kann ich in Rahner den Kirchenlehrer allerdings noch nicht erkennen.
Soll das heißen er wird es noch? Davon träumst Du. Und natürlich Lehmann. Überzeugen kannst Du mich nicht.
Nein, das ist ein Mißverständnis. Overkott hat sich nur leicht verschrieben.

Rahner war und ist natürlich ein Kirchenleerer allererster Güte.
Das überzeugt mich aus eigener Erfahrung. Meiner nicht einschlafen könnenden Frau habe ich vor kurzem im Bett aus dem "Grundkurs des Glaubens" vorgelesen. Sie schlief sofort ein. Seitdem liegt das Buch griffbereit auf meinem Nachttisch.
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Gamaliel » Mittwoch 6. Juli 2011, 14:12

Yeti hat geschrieben:Meiner nicht einschlafen könnenden Frau habe ich vor kurzem im Bett aus dem "Grundkurs des Glaubens" vorgelesen. Sie schlief sofort ein.
:kugel: :daumen-rauf:

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von overkott » Sonntag 17. Juli 2011, 18:49

Diese Woche haben die Jesuiten Pater J. Siebener mit einem Gottesdienst beim Schulfest des Aloisiuskollegs als neuen Kollegsleiter eingeführt. Siebener leitete zuvor das Kolleg in Sankt Blasien:

http://www.johannes-siebner.de/

Nach einer sehr schönen Predigt von Pater Prov. S. Kiechle über das Tagesevangelium und einer entsprechenden Einführung in die Bildsprache Jesus, empfing die Schule ihren neuen Kollegsleiter mit einem herzlichen Applaus. Mit einem neuen Kollegsleiter und einem neuen Schulleiter beginnt eine Zeit der Hoffnung auf erneute Stabilität. Zwischenzeitlich hatte die bundesweite Debatte um Machtmissbrauch und pädophile Übergriffe auch in der Kirche das Aloisiuskolleg nicht verschont. Die Schülerschaft war besonders betroffen vom Rücktritt des beliebten Kollegsleiters Pater T. Schneider, dem besonders die Schüler noch bei der diesjährigen Abiturfeier durch herzlichen Applaus ihre Solidarität und Verbundenheit zum Ausdruck brachten. T. Schneider übernimmt eine neue Aufgabe in Göttingen:

http://www.jesuiten.org/aktuelles/detai ... ingen.html

http://www.general-anzeiger-bonn.de/ind ... lid=91823

http://www.stadtradio-goettingen.de/red ... eelsorger/

Zu hoffen ist, dass Pater Prov. Kiechle die Einführung Pater Schneiders durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit in Göttingen so vorbereitet, dass Schneider, von falschen Verdächtigungen befreit, eine echte Chance zum Neuanfang bekommt.

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Niels » Sonntag 17. Juli 2011, 19:01

overkott hat geschrieben: Nach einer sehr schönen Predigt von Pater Prov. S. Kiechle über das Tagesevangelium und einer entsprechenden Einführung in die Bildsprache Jesus
Nicht Jesus, sondern Jesu... :blinker:
(Da Du das nicht zum ersten Mal so bringst, erlaube ich mir diese Richtigstellung - Es heißt ja auch nicht "Herz Jesus" etc.pp.)

Üblich ist:
Nominativ: Jesus
Genitiv: Jesu
Dativ: Jesu
Akkusativ: Jesum
Ablativ: Jesu
Vokativ: Jesu
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von overkott » Montag 18. Juli 2011, 00:48

Diese Woche haben die Jesuiten Pater J. Siebener mit einem Gottesdienst beim Schulfest des Aloisiuskollegs als neuen Kollegsleiter eingeführt. Siebener leitete zuvor das Kolleg in Sankt Blasien:

http://www.johannes-siebner.de/

Nach einer sehr schönen Predigt von Pater Prov. S. Kiechle über das Tagesevangelium und einer entsprechenden Einführung in die Bildsprache Jesus, empfing die Schule ihren neuen Kollegsleiter mit einem herzlichen Applaus. Mit einem neuen Kollegsleiter und einem neuen Schulleiter beginnt eine Zeit der Hoffnung auf erneute Stabilität. Zwischenzeitlich hatte die bundesweite Debatte um Machtmissbrauch und pädophile Übergriffe auch in der Kirche das Aloisiuskolleg nicht verschont. Die Schülerschaft war besonders betroffen vom Rücktritt des beliebten Kollegsleiters Pater T. Schneider, dem besonders die Schüler noch bei der diesjährigen Abiturfeier durch herzlichen Applaus ihre Solidarität und Verbundenheit zum Ausdruck brachten. T. Schneider übernimmt eine neue Aufgabe in Göttingen:

http://www.jesuiten.org/aktuelles/detai ... ingen.html

http://www.general-anzeiger-bonn.de/ind ... lid=91823

http://www.stadtradio-goettingen.de/red ... eelsorger/

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von ad_hoc » Mittwoch 20. Juli 2011, 00:35

overkott hat geschrieben:Diese Woche haben die Jesuiten Pater J. Siebener mit einem Gottesdienst beim Schulfest des Aloisiuskollegs als neuen Kollegsleiter eingeführt. Siebener leitete zuvor das Kolleg in Sankt Blasien:

http://www.johannes-siebner.de/

Nach einer sehr schönen Predigt von Pater Prov. S. Kiechle über das Tagesevangelium und einer entsprechenden Einführung in die Bildsprache Jesus, empfing die Schule ihren neuen Kollegsleiter mit einem herzlichen Applaus. Mit einem neuen Kollegsleiter und einem neuen Schulleiter beginnt eine Zeit der Hoffnung auf erneute Stabilität. Zwischenzeitlich hatte die bundesweite Debatte um Machtmissbrauch und pädophile Übergriffe auch in der Kirche das Aloisiuskolleg nicht verschont. Die Schülerschaft war besonders betroffen vom Rücktritt des beliebten Kollegsleiters Pater T. Schneider, dem besonders die Schüler noch bei der diesjährigen Abiturfeier durch herzlichen Applaus ihre Solidarität und Verbundenheit zum Ausdruck brachten. T. Schneider übernimmt eine neue Aufgabe in Göttingen:

http://www.jesuiten.org/aktuelles/detai ... ingen.html

http://www.general-anzeiger-bonn.de/ind ... lid=91823

http://www.stadtradio-goettingen.de/red ... eelsorger/

Zu hoffen ist, dass Pater Prov. Kiechle die Einführung Pater Schneiders durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit in Göttingen so vorbereitet, dass Schneider, von falschen Verdächtigungen befreit, eine echte Chance zum Neuanfang bekommt.

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Interview mit P. Mertes S.J.

Beitrag von Yeti » Montag 1. August 2011, 17:30

Wer sich das Krokodilstränentreibende Interview im letzten "Spiegel" (Nr. 30, 2011) mit P. Klaus Mertes S.J. über "pöbelnde Dunkelkatholiken" antun möchte...dieser Profilneurotiker darf jetzt in St. Blasien weitermurksen.
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Re: Interview mit P. Mertes S.J.

Beitrag von ChrisCross » Montag 1. August 2011, 17:42

Yeti hat geschrieben:Wer sich das Krokodilstränentreibende Interview im letzten "Spiegel" (Nr. 30, 2011) mit P. Klaus Mertes S.J. über "pöbelnde Dunkelkatholiken" antun möchte...dieser Profilneurotiker darf jetzt in St. Blasien weitermurksen.
Und schon wieder wird die Missbrauchsdebatte benutzt, um absurde Forderungen zu begründen. Erst erzählt Mertes auf zwei Seiten von seinen Erfahrungen als Aufklärer und will dann in Mannheim offenbar die Reformation.
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Augustinus Conf. I. 1

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Re: Interview mit P. Mertes S.J.

Beitrag von civilisation » Montag 1. August 2011, 18:12

Mertes - Berger - Beck und noch einige andere:

In einen Sack stecken und immer draufhauen. Man wird immer den Richtigen treffen.

"Anbeter des Götzen des Nichts" - das sind sie

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Re: Interview mit P. Mertes S.J.

Beitrag von Protasius » Montag 1. August 2011, 18:48

Das erste, was einem auffällt, ist seine bemerkenswerte Fähigkeit zu antworten, ohne etwas zu sagen, wenigstens in seinen ersten Fragen.

Das zweite ist seine Unkenntnis über Sünde: Das gezwungene Kind hat die Todsünde nicht freiwillig begangen, also hat es keine Schuld auf sich geladen; der zwingende aber dafür um so mehr.

Und die ,,Sprachlosigkeit'' im Umgang mit Sexualität wäre keine, wenn man die Lehre der Kirche vertreten würde, ohne all das wegzulassen, womit man anderen auf die Füße tritt: dann hat man in der Tat eine Sprachlosigkeit; diese Sprachlosigkeit ist aber nicht die der Kirche, sondern die ihrer offiziellen Vertreter. Der Katechismus schweigt sich nicht darüber aus; die Bibel tut es auch nicht.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Interview mit P. Mertes S.J.

Beitrag von Philos » Montag 1. August 2011, 18:50

selbstprofilierung...
"Für den Konservativen ist die französische Revolution nicht der Sturm auf die Bastille, sondern die Zerstörung von Cluny."
Niklaus Pfluger

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Re: Interview mit P. Mertes S.J.

Beitrag von Gallus » Montag 1. August 2011, 19:01

Protasius hat geschrieben:Und die ,,Sprachlosigkeit'' im Umgang mit Sexualität wäre keine, wenn man die Lehre der Kirche vertreten würde, ohne all das wegzulassen, womit man anderen auf die Füße tritt: dann hat man in der Tat eine Sprachlosigkeit; diese Sprachlosigkeit ist aber nicht die der Kirche, sondern die ihrer offiziellen Vertreter. Der Katechismus schweigt sich nicht darüber aus; die Bibel tut es auch nicht.
Ich frage mich immer noch, wo Hw. Mertes eine Nachfrage nach solchen Gesprächen vermutet. Ist jemand von Euch schonmal morgens aufgewacht und hat sich gedacht: Oh, heute ist ein wunderschöner sonniger Tag, ich glaube heute will ich mal mit meinem Pfarrer ein ungezwungenes und angstfreies Gespräch über Sex führen! Ist mir jedenfalls noch nie passiert.

Irgendwie liegt hier die Vermutung nahe, dass Hochwürden zu diesen verbalerotisch veranlagten Lehrern gehört, die auch ihren Schülern im Unterricht offene Diskussionen über ihr Sexleben aufdrängen – was diese dann meist albern, peinlich oder lästig finden.

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Re: Interview mit P. Mertes S.J.

Beitrag von Bernado » Montag 1. August 2011, 23:50

Gallus hat geschrieben: Ich frage mich immer noch, wo Hw. Mertes eine Nachfrage nach solchen Gesprächen vermutet. Ist jemand von Euch schonmal morgens aufgewacht und hat sich gedacht: Oh, heute ist ein wunderschöner sonniger Tag, ich glaube heute will ich mal mit meinem Pfarrer ein ungezwungenes und angstfreies Gespräch über Sex führen! Ist mir jedenfalls noch nie passiert.
Ich denke, die Forderung nach dem "offenen und angstfreien Gespräch über Sex" ist nichts als eine Chiffre dafür, daß man von der Verpflichtung befreit werden möchte, die Gebote Gottes und der Kirche zu vertreten.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Raphael
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Re: Interview mit P. Mertes S.J.

Beitrag von Raphael » Mittwoch 3. August 2011, 10:29

Bernado hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:Ich frage mich immer noch, wo Hw. Mertes eine Nachfrage nach solchen Gesprächen vermutet. Ist jemand von Euch schonmal morgens aufgewacht und hat sich gedacht: Oh, heute ist ein wunderschöner sonniger Tag, ich glaube heute will ich mal mit meinem Pfarrer ein ungezwungenes und angstfreies Gespräch über Sex führen! Ist mir jedenfalls noch nie passiert.
Ich denke, die Forderung nach dem "offenen und angstfreien Gespräch über Sex" ist nichts als eine Chiffre dafür, daß man von der Verpflichtung befreit werden möchte, die Gebote Gottes und der Kirche zu vertreten.
Darüber hinaus ist es ein schlagender Beweis dafür, daß die "sexuelle Revolution" der 68-er-Generation mitten in der Kirche angekommen ist. Nichts anderes als das "offene und angstfreie Gespräch über Sex" war deren Forderung, die nun endlich auch von Funktionären der Kirche unters Volk gebracht wird. Denn bei allen, die das "offene und angstfreie Gespräch über Sex" scheuen, weht ja noch der "Muff von tausend Jahren" unter den Talaren.

Mittlerweile wurde die zweite Stufe der Rakete gezündet: Nach Sex-Mainstreaming nun Gender-Mainstreaming! :daumen-runter:
JESUS CHRISTUS ist ein guter Lehrer:
Erst führt ER die Schüler an ihre Grenzen und dann darüber hinaus!

civilisation
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von civilisation » Mittwoch 14. September 2011, 19:13

Ein schon rund drei Wochen alter Artikel aus dem "National Catholic Reporter".

Mertes wird ist offensichtlich auch außerhalb Deutschlands "berühmt-berüchtigt". :roll:

German Catholics are 'weary,' says Jesuit
http://ncronline.org/news/accountabilit ... ays-jesuit

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Gallus
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Gallus » Mittwoch 14. September 2011, 21:56

civilisation hat geschrieben:Ein schon rund drei Wochen alter Artikel aus dem "National Catholic Reporter".

Mertes wird ist offensichtlich auch außerhalb Deutschlands "berühmt-berüchtigt". :roll:

German Catholics are 'weary,' says Jesuit
http://ncronline.org/news/accountabilit ... ays-jesuit
Immerhin wissen wir jetzt, wie man "Dunkelkatholik" im Englischen ausdrückt: a circle of mobbing Catholics who act in the dark. Irgendwie umständlich und unelegant, aber gut, wenn's der Wahrheitsfindung dient. :breitgrins:

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