Jesuiten

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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HeGe
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von HeGe » Dienstag 24. Januar 2012, 14:38

kath.net hat geschrieben:Jesuitenpater: Jesus im Kern blasphemisch gewesen

Gestern wurde in Hamburg das umstrittene Theaterstück "Golgota Picnic" aufgeführt - Im Anschluss daran meinte der Jesuitenpater Breulmann: Selbst Jesus sei mit einem seiner letzten Worte «Mein Gott, warum hast du mich verlassen» im Kern blasphemisch[...]
:nuckel:
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cantus planus
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von cantus planus » Dienstag 24. Januar 2012, 15:25

Statt so einen Schwachsinn abzusondern, könnte der Herr Jesuit einmal erklären, warum Christus am Kreuz sich an Gott wendet, indem er den Vers aus dem 22. Psalm zitiert. Aber das wäre wohl zu viel verlangt.

Was Pater Breulmann mit "im Kern" meint, müsste er einmal präzisieren: eine einzelne Aussage am Kreuz, selbst ohne Vorgeschichte und tiefergehende theologische Betrachtung kann nicht als Kernaussage von irgendjemanden qualifiziert werden. Das ist an sich vollkommen unseriös. "Im Kern" ist Christus Gott, und damit naturgemäß nicht blasphemisch, da Gott nicht in sich widersprüchlich sein kann. Das hat nicht erst Thomas von Aquin schlüssig nachgewiesen.

Dieser Jesuit beherrscht nicht einmal das theologische kleine Einmaleins.

Freilich ist das wieder einmal ein beredtes Beispiel für den Zustand dieses nicht nur theologisch vollkommen heruntergekommenen Ordens. Und - Gott sei's geklagt - ist es auch symptomatisch für eine heutige Katholische Akademie, bei der solche Leute in Leitungsposition sind. Auch das ist leider kein Einzelfall, sondern eher die Regel. Ein Jammer! :traurigtaps:
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Yeti
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Yeti » Dienstag 24. Januar 2012, 16:28

cantus planus hat geschrieben:Statt so einen Schwachsinn abzusondern, könnte der Herr Jesuit einmal erklären, warum Christus am Kreuz sich an Gott wendet, indem er den Vers aus dem 22. Psalm zitiert. Aber das wäre wohl zu viel verlangt.

Was Pater Breulmann mit "im Kern" meint, müsste er einmal präzisieren: eine einzelne Aussage am Kreuz, selbst ohne Vorgeschichte und tiefergehende theologische Betrachtung kann nicht als Kernaussage von irgendjemanden qualifiziert werden. Das ist an sich vollkommen unseriös. "Im Kern" ist Christus Gott, und damit naturgemäß nicht blasphemisch, da Gott nicht in sich widersprüchlich sein kann. Das hat nicht erst Thomas von Aquin schlüssig nachgewiesen.

Dieser Jesuit beherrscht nicht einmal das theologische kleine Einmaleins.

Freilich ist das wieder einmal ein beredtes Beispiel für den Zustand dieses nicht nur theologisch vollkommen heruntergekommenen Ordens. Und - Gott sei's geklagt - ist es auch symptomatisch für eine heutige Katholische Akademie, bei der solche Leute in Leitungsposition sind. Auch das ist leider kein Einzelfall, sondern eher die Regel. Ein Jammer! :traurigtaps:
Es ist auch ein Jammer, dass der Vatikan nicht solche Ergüsse sammelt und ihre Urheber einfach mal in wärmere Gegenden versetzt - offenbar frieren hier leicht die Gehirne ein. Vielleicht braucht ja Saudi-Arabien oder der Iran noch einen Nuntius.
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Gallus
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Gallus » Dienstag 24. Januar 2012, 21:16


Kilianus
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Kilianus » Dienstag 24. Januar 2012, 23:42

HeGe hat geschrieben:
kath.net hat geschrieben:Jesuitenpater: Jesus im Kern blasphemisch gewesen

Gestern wurde in Hamburg das umstrittene Theaterstück "Golgota Picnic" aufgeführt - Im Anschluss daran meinte der Jesuitenpater Breulmann: Selbst Jesus sei mit einem seiner letzten Worte «Mein Gott, warum hast du mich verlassen» im Kern blasphemisch[...]
:nuckel:
Wer sich derart souverän über alle, auch auf historisch-kritischem Weg gewonnenen exegetischen Erkentnisse hinwegsetzen wollte, um eine "konservative" Position abzuleiten, der würde einen Sturm der Entrüstung der zuständigen Professorenschaft entfachen, sich für den akademischen Dialog vorerst disqualifizieren und den sich obendrein den Antisemitismus-Vorwurf einhandeln. Fromme Juden werden sich kaum mit einer blasphemischen Deutung dieses Textes anfreunden können ...

Aber irgendwie habe ich die leise Ahnung, daß Pater Breulmann all das erspart bleibt. :nuckel:

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Gallus
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Gallus » Freitag 2. März 2012, 14:03

Jesuiten wegen Blasphemie angeklagt:

http://www.kath.net/detail.php?id=35462 :irritiert:

Könnte auch unter der Überschrift stehen: "Ein Orden wird zur Parodie seiner selbst".

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Niels
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Niels » Montag 2. April 2012, 12:16

Kennt Ihr schon das "Lassalle-Haus" in Bad Schönborn Schönbrunn?
Habe mir gerade aufgrund dieser Meldung deren Homepage angeschaut: http://www.lassalle-haus.org/
Ein "Zentrum für Spiritualität, Dialog und Verantwortung". Das ist Neusprech und meint schlicht "esoterische Sekte". Schaut Euch mal die "Kurse" an, die dort "angeboten" werden. Bild

"Kurse" wie dieser etwa hauen mich um: http://www.lassalle-haus.org/index.php? ... etail&id=3
Das Ostergeheimnis als Entwerden und Neuwerden (Osterkurs im Schweigen)
:ikb_shutup:
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von civilisation » Montag 2. April 2012, 13:06

Schaut Euch mal die "Kurse" an, die dort "angeboten" werden. Bild
Damit mich der Schlag nicht trifft, bin ich nicht auf dieses Seite gegangen. - Aber als ich jetzt mal die Meldungen auf kath.net anschaute, traf er mich doch. Denn auch dort wird über die Sekte, die früher mal ein Orden war, berichtet.

-> Wenn Jesuitenpatres 'Sex-Kurse' organisieren
http://www.kath.net/detail.php?id=35925

daraus:
"Meistens ist Sex nur als Voraussetzung zum Kinderzeugen verstanden worden. Wir wollen mit unserem neuen Kurs, der neben Impulsreferaten, Meditationen, Gruppen- und Paargesprächen auch Körperübungen und «Zeiten der Liebe» beinhaltet, gerade diesen Eigenwert der Sexualität für den Alltag von Paaren ausbuchstabieren.", erklärt der Jesuit, der dann zum Abschluss mit feministischen Thesen um sich wirft und ernsthaft behauptet, dass Penetration für einen "Vollzug patriarchaler Besitzergreifung" stehe. In einer emanzipierten Gesellschaft geht dies laut Rutishauser nicht mehr.
:aengstlich:

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Niels
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Niels » Montag 2. April 2012, 13:15

Kurs, der neben Impulsreferaten, Meditationen, Gruppen- und Paargesprächen auch Körperübungen und «Zeiten der Liebe» beinhaltet
Als "Kurstitel" könnte man ja ein Wortspiel mit "Tiefgang und Weitsicht" ((c) RZ) nehmen: (BE)SINNLICH
Bild :narr:
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Melody
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Melody » Montag 2. April 2012, 14:22

civilisation hat geschrieben:daraus:
(...)erklärt der Jesuit, der (...) ernsthaft behauptet, dass Penetration für einen "Vollzug patriarchaler Besitzergreifung" stehe. In einer emanzipierten Gesellschaft geht dies laut Rutishauser nicht mehr.
:aengstlich:
:hae?:

Wie, Penetration geht nicht mehr?! Bei der kruden These hält sich der Kurs aber nicht lang... :achselzuck:
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von songul » Montag 2. April 2012, 20:04

Melody hat geschrieben:
civilisation hat geschrieben:daraus:
(...)erklärt der Jesuit, der (...) ernsthaft behauptet, dass Penetration für einen "Vollzug patriarchaler Besitzergreifung" stehe. In einer emanzipierten Gesellschaft geht dies laut Rutishauser nicht mehr.
:aengstlich:
:hae?:

Wie, Penetration geht nicht mehr?! Bei der kruden These hält sich der Kurs aber nicht lang... :achselzuck:
Na ja, wenn man selbst ein Zölibat ist, kann man ja wohl nicht anders schreiben.... :patsch: :| :/ (damit man das befolgen kann...)

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Gallus
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Gallus » Freitag 6. April 2012, 22:27

Noch was zum Lassalle-Haus aus der "Zeit" von dieser Woche:
Die Zeit 15/2012, S. 64 hat geschrieben:...
Und am Schweizer Lassalle-Institut, das zwar kein Kloster ist, aber aus einem Bildungshaus der Jesuiten hervorging, boomen die Lehrgänge für Geist & Leadership.
"Wir tragen keine ewigen Wahrheiten an die Menschen heran, sondern nehmen sie in ihren Fragen ernst", sagt der Begründer des Instituts Niklaus Brantschen, der nicht nur Jesuit, sondern auch Zen-Meister ist. Er gehört zur wachsenden Zahl "religiöser Virtuosen", die mehr als ihren Gott für möglich halten. Er steht für eine katholische Avantgarde, die in anderen Religionen ebenso beheimatet sein will, wie in der Welt. ... "Ich bin in der Liebe Christi frei und fühle mich Buddha in Ehrfurcht verbunden."
:erschrocken:

oder eher

:narr:

Und von Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Niklaus_Brantschen hat geschrieben:Für Niklaus Brantschen ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit ein wichtiger Beitrag für einen notwendigen planetaren Bewusstseinswandel. Wirklich Neues entsteht nur, wenn Mann und Frau eine Kultur der Partnerschaft unter Gleichberechtigung pflegen. Für ihn ist die Menschheit wie ein Vogel mit den beiden Flügeln wie Mann und Frau. Wenn ein Flügel nicht gleich entwickelt ist, haben wir einen schrägen Vogel der nicht vom Fleck kommt.
Jetzt aber wirklich: :narr:

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holzi
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von holzi » Sonnabend 7. April 2012, 10:50

Ach du Sch...ande! Klar kann ich Buddha, genau wie auch Aristoteles, Plato und Konsorten als bedeutende Philosophen ehren und respektieren, aber als Christ sollte man doch noch soweit seine Sensibilitäten haben, was lächerlicher Synkretismus ist und was nicht.
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

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Bernado
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Bernado » Sonnabend 7. April 2012, 12:57

Nun ja, auf der Website des Lasalle-Hauses http://www.lassalle-haus.org/index.php habe ich keinen entsprehenden Hinweis gefunden, aber ich nehme doch sehr an, daß es sich bei dem Namensgeber um P. Hugo Lasalle SJ (1898 - 199) handelt, der bekannter ist unter seinem kompletten Namen Hugo Makibi Enomiya Lasalle - da steckt sein Name als japanischer Staatsbürger mit drin. In den 6ern und frühen 7ern war er an deutschen Universitäten recht einflußreich. Er war anerkannter Zen-Meister in der Sanbo-Kyodan Richtung des Zen-Buddhismus, deren Website freundlicherweise auch deutschsprachige Seiten enthält.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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ChrisCross
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von ChrisCross » Sonnabend 28. Juli 2012, 00:20

Anderswo gibt es offenbar Hoffnungsschimmer bei den Jesuiten, wenn man sich folgenden Bericht bei RORATE CAELI ansieht.

Bild
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Augustinus Conf. I. 1

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Niels
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Niels » Montag 24. September 2012, 12:08

"Freude über guten Nachwuchs aus unterschiedlichen Kulturräumen": https://www.jesuiten.org/aktuelles/deta ... aumen.html
Am 16. September sind fünf Novizen in das Noviziat der deutschsprachigen Provinzen in Nürnberg eingetreten: vier für die Deutsche Provinz der Jesuiten, davon einer aus Schweden, und einer für die Österreichische Provinz. (...) Die neuen Novizen haben nicht nur einen sprachlich und kulturell sehr verschiedenen Hintergrund, sie kommen – genau besehen – aus zwei unterschiedlichen Generationen. Drei Kandidaten sind um die 4 und zwei beinahe 2 Jahre jünger.
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Gamaliel
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Re: Jesuiten

Beitrag von Gamaliel » Freitag 28. September 2012, 08:23

Jesuiten nehmen Abschied von Kärnten

Daraus:
Die Jesuiten in Kärnten sind bald Geschichte. Mit Ende des Jahres verlassen nun auch die letzten drei Ordensvertreter das Land. Am Freitag feiern sie mit einem Fest Abschied.
[...]
Damit enden 150 Jahre jesuitischen Wirkens in Kärnten.
:huhu:

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Niels
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Re: Jesuiten

Beitrag von Niels » Sonntag 11. November 2012, 16:34

"Sechs junge Männer sind in diesem Jahr im deutschsprachigen Raum in den Jesuitenorden eingetreten. Einer von ihnen ist Marco Hubrig aus Dresden": http://www.tag-des-herrn.de/content/kei ... berholspur
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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HeGe
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Re: Jesuiten

Beitrag von HeGe » Dienstag 27. November 2012, 16:43

gloria.tv hat geschrieben:Pater Franz-Xaver Hiestand SJ will kirchlichen Standpunkt zur Homosexualität geändert sehen

[...] Nun hatte sich das Jesuiten-Blatt im heißen Sommer mit einem ebenso heißen Buch befaßt, nämlich der kirchenfeindlichen Kampfschrift von Dr. David Berger: “Der heilige Schein. Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche.”

(Der Besprechungs-Text ist auch online verfügbar unter: http://www.stimmen-der-zeit.de/zeitschr ... ag=3449814)

Jesuitenpater Franz-Xaver Hiestand SJ hat sich dieses spezielle Werk Bergers, das an der kath. Kirche kaum ein gutes Haar läßt, aber auch bibeltreue evangelikale Christen scharf kritisiert, einmal näher angeschaut und eine freundliche Rezension dazu veröffentlicht. [...]
:nein:
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Re: Jesuiten

Beitrag von HeGe » Mittwoch 17. April 2013, 17:56

Die von Jesuiten betriebene, private Hochschule in Spokane, Washington, verweigert dem studentischen Verband der "Knights of Columbus" die Anerkennung als studentische Organisation, da diese nur Männer aufnehme: http://www.welt.de/kultur/kino/article1 ... picks=true

Grund: Dies sei "unvereinbar mit der Absage der Uni an jede Form von Diskriminierung"... bla, bla, usw. :patsch:

Man weiß wie üblich nicht, ob man lachen oder heulen soll.
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Re: Jesuiten

Beitrag von Pius PP » Mittwoch 17. April 2013, 18:03

HeGe hat geschrieben:Die von Jesuiten betriebene, private Hochschule in Spokane, Washington, verweigert dem studentischen Verband der "Knights of Columbus" die Anerkennung als studentische Organisation, da diese nur Männer aufnehme: http://www.welt.de/kultur/kino/article1 ... picks=true

Grund: Dies sei "unvereinbar mit der Absage der Uni an jede Form von Diskriminierung"... bla, bla, usw. :patsch:

Man weiß wie üblich nicht, ob man lachen oder heulen soll.
Jawoll, und schmeißt gleich auch die Kerle raus aus dem Vatikan, das verträgt sich nämlich gar nicht mit dem Selbstverständnis der SJ. :vogel: :kotz:
Ich glaube an Gott, liebe die Kirche, leide wegen ihres Schicksals, will ihr dienen, jedoch nicht um den Preis der Anpassung, um diesen schrecklichen Preis, den die Kirchenleitung bezahlt und den zu bezahlen man auch mir anbietet.
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Re: Jesuiten

Beitrag von Peregrin » Mittwoch 17. April 2013, 19:58

HeGe hat geschrieben:Die von Jesuiten betriebene, private Hochschule in Spokane, Washington, verweigert dem studentischen Verband der "Knights of Columbus" die Anerkennung als studentische Organisation, da diese nur Männer aufnehme: http://www.welt.de/kultur/kino/article1 ... picks=true

Grund: Dies sei "unvereinbar mit der Absage der Uni an jede Form von Diskriminierung"... bla, bla, usw. :patsch:

Man weiß wie üblich nicht, ob man lachen oder heulen soll.
Nehmen die Jesuiten eigentlich mittlerweile Frauen auf?

Edit: Weiterlesen muß man. Das Problem ist offenbar nicht, daß sie nur Männer aufnehmen, sondern daß sie nur Katholiken aufnehmen.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Re: Jesuiten

Beitrag von Pius PP » Mittwoch 17. April 2013, 20:23

Peregrin hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Die von Jesuiten betriebene, private Hochschule in Spokane, Washington, verweigert dem studentischen Verband der "Knights of Columbus" die Anerkennung als studentische Organisation, da diese nur Männer aufnehme: http://www.welt.de/kultur/kino/article1 ... picks=true

Grund: Dies sei "unvereinbar mit der Absage der Uni an jede Form von Diskriminierung"... bla, bla, usw. :patsch:

Man weiß wie üblich nicht, ob man lachen oder heulen soll.
Nehmen die Jesuiten eigentlich mittlerweile Frauen auf?

Edit: Weiterlesen muß man. Das Problem ist offenbar nicht, daß sie nur Männer aufnehmen, sondern daß sie nur Katholiken aufnehmen.
Wäre mir neu. Und ich glaube die nehmen sogar nur Männer, ob die katholisch sein müssen, da bin ich mir nicht (mehr) so sicher.
Ich glaube an Gott, liebe die Kirche, leide wegen ihres Schicksals, will ihr dienen, jedoch nicht um den Preis der Anpassung, um diesen schrecklichen Preis, den die Kirchenleitung bezahlt und den zu bezahlen man auch mir anbietet.
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Re: Jesuiten

Beitrag von Maurus » Mittwoch 17. April 2013, 20:33

Die Jesuiten haben natürlich nur einen männlichen Ordenszweig. Die Mary-Ward-Schwestern alias Institutum B.M.V alias Congregatio Jesu sollten nach dem Willen ihrer Gründerin aber als weiblicher Zweig fungieren, was ihr jedoch von der kirchlichen Autorität verweigert wurde. Dennoch gilt die CJ in den Augen vieler heute als inoffizieller weiblicher Zweig.

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Re: Jesuiten

Beitrag von koukol » Montag 7. April 2014, 19:46

P. Frans Van der Lught SJ am Montagmorgen von Unbekannten in Homs/Syrien erschossen - Motive momentan noch unklar.
http://www.kath.net/news/45536

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Re: Nachrichten aus den Bistümern IV

Beitrag von Peti » Dienstag 22. April 2014, 16:22

Jesuiten durchlaufen eine zehn- bis dreizehnjährige Ausbildung, ehe sie voll in die normale Arbeit einsteigen.
Da kann man nicht mehr von Mittelmaß reden.
http://www.heiligenlexikon.de/Orden/Jesuiten.htm
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
Johannes Maria Vianney

koukol
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Re: Nachrichten aus den Bistümern IV

Beitrag von koukol » Dienstag 22. April 2014, 17:01

Peti hat geschrieben:Jesuiten durchlaufen eine zehn- bis dreizehnjährige Ausbildung, ehe sie voll in die normale Arbeit einsteigen.
Da kann man nicht mehr von Mittelmaß reden.
http://www.heiligenlexikon.de/Orden/Jesuiten.htm
Entschuldigung, das ist dummes Geschwätz.

Was sagt die Länge eines Ausbildungsweges über die "Qualtiät" desjenigen aus, der eine derartige "Ausbildung" absolviert hat?

Überhaupt nichts.

Und wenn man sich in den Reihen der Jesuiten heutzutage umschaut, dann "Gute Nacht".

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Re: Nachrichten aus den Bistümern IV

Beitrag von Maurus » Dienstag 22. April 2014, 17:10

koukol hat geschrieben:
Peti hat geschrieben:Jesuiten durchlaufen eine zehn- bis dreizehnjährige Ausbildung, ehe sie voll in die normale Arbeit einsteigen.
Da kann man nicht mehr von Mittelmaß reden.
http://www.heiligenlexikon.de/Orden/Jesuiten.htm
Entschuldigung, das ist dummes Geschwätz.

Was sagt die Länge eines Ausbildungsweges über die "Qualtiät" desjenigen aus, der eine derartige "Ausbildung" absolviert hat?

Überhaupt nichts.

Und wenn man sich in den Reihen der Jesuiten heutzutage umschaut, dann "Gute Nacht".
Für die Frage der Qualität der Ausbildung ist aber auch nicht maßgeblich, welche kirchenpolitische oder theologische Richtung der Absolvent hinterher aufweist.

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Re: Nachrichten aus den Bistümern IV

Beitrag von iustus » Dienstag 22. April 2014, 17:33

Das sehe ich anders. Bei der qualitativ besten Ausbildung kann nur eine bestimmte kirchenpolitische Richtung rauskommen. :)
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Nachrichten aus den Bistümern IV

Beitrag von Maurus » Dienstag 22. April 2014, 17:46

iustus hat geschrieben:Das sehe ich anders.
Das Problem ist, dass sich das eine wie das andere sowohl mit guter Ausbildung als auch mit Indoktrination oder Auswendiglernen etc erreichen lässt. Also kann die Einstellung, die sich beim Absolventen während des Studiums entwickelt hat, in meinen Augen nicht aussagekräftig sein.

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Re: Nachrichten aus den Bistümern IV

Beitrag von iustus » Dienstag 22. April 2014, 17:49

Maurus hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:Das sehe ich anders.
Das Problem ist, dass sich das eine wie das andere sowohl mit guter Ausbildung als auch mit Indoktrination oder Auswendiglernen etc erreichen lässt. Also kann die Einstellung, die sich beim Absolventen während des Studiums entwickelt hat, in meinen Augen nicht aussagekräftig sein.
Das ist klar und habe ich auch schon gedacht. Habe daher meine Aussage oben ergänzt.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Nachrichten aus den Bistümern IV

Beitrag von Maurus » Dienstag 22. April 2014, 18:31

iustus hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:Das sehe ich anders.
Das Problem ist, dass sich das eine wie das andere sowohl mit guter Ausbildung als auch mit Indoktrination oder Auswendiglernen etc erreichen lässt. Also kann die Einstellung, die sich beim Absolventen während des Studiums entwickelt hat, in meinen Augen nicht aussagekräftig sein.
Das ist klar und habe ich auch schon gedacht. Habe daher meine Aussage oben ergänzt.
Da kommst du aber leicht in einen Zirkel. Denn dann wäre es ja immer so, dass - gesetzt den Fall, der Absolvent ist nicht wie gewünscht positioniert - die Ausbildung schlecht gewesen sein muss. Der Absolvent kann aber ja seine Positionierung etwa durch Antihaltung dem Ausbildungsbetrieb gegenüber erreicht haben. Das ist ja ein subjektives Kriterium, das bei keiner Ausbildung (oder auch Erziehung, viele Eltern werden ein Lied davon singen können) vollständig vermieden werden kann.

Für meine Begriffe ist oft bei vielen Studenten, vor allem bei Älteren, gar nicht mehr soviel auszurichten. Wenn sie ein gesundes Maß von "sentire cum ecclesia" lernen, dann ist in meinen Augen schon viel erreicht, denn dann ist man immerhin einigermaßen davor geschützt, den eigenen Vogel für den Heiligen Geist zu halten.

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