Jesuiten

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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Bernado
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Bernado » Freitag 17. September 2010, 10:32

Stilus hat geschrieben:
:erschrocken: :erschrocken: :erschrocken: :erschrocken: :erschrocken:
Jo mei - bimn I do in wos einig'trt'n?
Mitten rein in den großen Haufen, würd ich sagen.

Kath.net informiert heute über die Veranstaltung des "kardinal Höffner-kreises" in Berlin am vergangenen Mittwoch, bei der sich der neue Jesuiten Provinzial der (nach ihrfer Meinung) tonangebenden Elite der Berliner Katholiken vorstellte.

Da der Mann ein ganz heller ist, ein Jesuiter eben, hat er völlig neuartige Vorstellungen zur Behebung der Kirchenkrise entwickelt:
  • Aufhebung des Zölibats
  • Nachdenken über die Frauenordination
  • Demokratisierung der Bischofsernennungen
  • Zuwendung zu den (durch Armut oder veraltete Moralvorstellungen) Ausgegrenzten
Den ganzen Verein kannste vergessen oder in eine Ortsgruppe der Rotarier überführen.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Berolinensis
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Berolinensis » Freitag 17. September 2010, 10:40

Uh, da sind die Rotarier wieder, die hatten wir ja schon lange nicht mehr. Sind auch die Jakobiner wieder da? :aengstlich:

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Linus
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Linus » Freitag 17. September 2010, 11:23

Rotarier ist ja Kindergeburtstag. Die richtig argen sind die Schürzenbrüder ;)
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Stilus
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Freitag 17. September 2010, 22:26

Bernado hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:
:erschrocken: :erschrocken: :erschrocken: :erschrocken: :erschrocken:
Jo mei - bimn I do in wos einig'trt'n?
Mitten rein in den großen Haufen, würd ich sagen.

Kath.net informiert heute über die Veranstaltung des "kardinal Höffner-kreises" in Berlin am vergangenen Mittwoch, bei der sich der neue Jesuiten Provinzial der (nach ihrfer Meinung) tonangebenden Elite der Berliner Katholiken vorstellte.

Da der Mann ein ganz heller ist, ein Jesuiter eben, hat er völlig neuartige Vorstellungen zur Behebung der Kirchenkrise entwickelt:
  • Aufhebung des Zölibats
  • Nachdenken über die Frauenordination
  • Demokratisierung der Bischofsernennungen
  • Zuwendung zu den (durch Armut oder veraltete Moralvorstellungen) Ausgegrenzten


Den ganzen Verein kannste vergessen oder in eine Ortsgruppe der Rotarier überführen.

Gibt's da einenLink - DAS würde mich sehr interessieren!
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von lifestylekatholik » Sonnabend 18. September 2010, 00:24

Stilus hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:Kath.net informiert heute ...
Gibt's da einen Link
Hat Bernado doch gesagt: kath.net. :regel:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Montag 20. September 2010, 12:20

lifestylekatholik hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:Kath.net informiert heute ...
Gibt's da einen Link
Hat Bernado doch gesagt: kath.net. :regel:
:patsch: Brilleputz :patsch:
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Montag 20. September 2010, 12:33

lifestylekatholik hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:Kath.net informiert heute ...
Gibt's da einen Link
Hat Bernado doch gesagt: kath.net. :regel:
Pater
Kiechle sprach sich auch für einen anderen Umgang der Kirche mit dem Thema Barmherzigkeit aus. Er verwies auf die Praxis der Ostkirche, die eine konservative Doktrin habe und in der es dennoch verheiratete Priester gebe. "Das geht", meinte er. Sicher löse die Aufhebung der Zölibatsverpflichtung nicht alle Probleme.

Der Provinzial sprach von einer massiven Krise der Kirche, bei der es einen quantitativen und qualitativen Priestermangel gebe. Diese Krise sei nicht erst durch das Bekanntwerden von Missbrauchsfällen ausgelöst worden. Erstmals schlage heute der Priestermangel "voll durch".

An erster Stelle stehe eine "Reduktion aufs Kerngeschäft", zu dem "ordentliche und qualitätsvolle" Gottesdienste und Katechesen gehörten; diese dürften durchaus auch gute Laune ausstrahlen. Weitere Akzente müssten die Bildung in Schulen und ein Religionsunterricht "mit Qualität" sein. Was die Kirche dort bei Kindern säe, werde bleiben.

Weiterer Akzente müssten Barmherzigkeit und Zuwendung zu den Ausgegrenzten und Menschen am Rande sein. "Das ist das Kerngeschäft der Kirche", meinte er. Fast die Hälfte der Katholiken sei heute auf Dauer vom Zugang zu den Sakramenten ausgeschlossen, betonte Kiechle unter Bezug auf nichteheliche Lebensformen oder wiederverheiratete Geschiedene.
Jetzt bin ich gespannt wer was auseinanderpflückt - ich halt mich mal zurück und stelle nur einen Satz hier von Pater Kiechle ein, den ich für mich wichtig ist und den ich als solchen unterfertigen kann:
Weiterer Akzente müssten Barmherzigkeit und Zuwendung zu den Ausgegrenzten und Menschen am Rande sein.
und seine Fortführung stelle ich unter den Satz Benedikts: "Weil der Mensch immer frei bleibt und weil seine Freiheit immer auch brüchig ist, ...Die Freiheit muß immer neu für das Gute gewonnen werden."

Stilus
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lifestylekatholik
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 20. September 2010, 13:11

Stilus hat geschrieben:Jetzt bin ich gespannt wer was auseinanderpflückt - ich halt mich mal zurück und stelle nur einen Satz hier von Pater Kiechle ein, den ich für mich wichtig ist und den ich als solchen unterfertigen kann:
Weiterer Akzente müssten Barmherzigkeit und Zuwendung zu den Ausgegrenzten und Menschen am Rande sein.
Das ist Edelsprech. Der gute Pater meint, erste Aufgabe der Kirche sei es, die Armen auszurotten, nicht etwa das hl. Messopfer zu feiern. Er ist völlig diesseitig.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Montag 20. September 2010, 13:50

lifestylekatholik hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Jetzt bin ich gespannt wer was auseinanderpflückt - ich halt mich mal zurück und stelle nur einen Satz hier von Pater Kiechle ein, den ich für mich wichtig ist und den ich als solchen unterfertigen kann:
Weiterer Akzente müssten Barmherzigkeit und Zuwendung zu den Ausgegrenzten und Menschen am Rande sein.
Das ist Edelsprech. Der gute Pater meint, erste Aufgabe der Kirche sei es, die Armen auszurotten, nicht etwa das hl. Messopfer zu feiern. Er ist völlig diesseitig.
auszurotten
:auweia: ...das klingt sehr nach einer Folge von zu langen Mittelamerikaaufenthalten, oder was??? :auweia:
:ikb_rifle: :ikb_rifle: :ikb_rifle: :ikb_rifle: :ikb_rifle:
..aber wir können sie doch nicht alle (wie bei den Contras) einfach erschießen?
:ikb_rifle: :ikb_rifle: :ikb_rifle: :ikb_rifle: :ikb_rifle:
...was will er denn wirklich?
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 21. September 2010, 08:58

Bernado hat geschrieben:Kath.net informiert heute über die Veranstaltung des "Kardinal-Höffner-Kreises" in Berlin am vergangenen Mittwoch, bei der sich der neue Jesuiten Provinzial der (nach ihrer Meinung) tonangebenden Elite der Berliner Katholiken vorstellte. … Den ganzen Verein kannste vergessen oder in eine Ortsgruppe der Rotarier überführen.
Es handelt sich um einen Zusammenschluß (pseudo-)katholischer CDU-/CSU-Bundestagsabgeordneter, Pi mal Daumen einmütig auf ZK-Linie. Da braucht man sich nicht zu wundern.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

civilisation
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von civilisation » Dienstag 28. September 2010, 14:23

Ein äußerst interessanter Artikel zu den Jesuiten. - Der Sachverhalt ist ja bekannt, dennoch :daumen-rauf: für den Artikel.

Noch ein Akt im Jesuitendrama
http://www.kath.net/detail.php?id=28295

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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Sascha B. » Donnerstag 30. September 2010, 21:56

Das heißt, innerhalb der Kirche hinkte man etwashinterher? Nicht nur etwas, sondern die Kirche entwickelte sich, trotz des Konzils, in diesen Dingen der konkreten Moral weit weg von den sich aufbauenden Standards freier Sexualität, des Sprechens über Dinge, Pressefreiheit, Demokratie in den Gremien. Die katholische Kirche musste erst mal zur Demokratie in ihren eigenen Rängen finden.
Das ist ja bis heute noch nicht ganz geklärt.
Aus der aktuellen Ausgabe des Jesuitenschmierblatts.

Freie Liebe statt Wille Gottes? Oder haben die eine andere Bibel als ich :roll:
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

Stilus
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Freitag 1. Oktober 2010, 18:03

Deo iuvante hat geschrieben:
Das heißt, innerhalb der Kirche hinkte man etwashinterher? Nicht nur etwas, sondern die Kirche entwickelte sich, trotz des Konzils, in diesen Dingen der konkreten Moral weit weg von den sich aufbauenden Standards freier Sexualität, des Sprechens über Dinge, Pressefreiheit, Demokratie in den Gremien. Die katholische Kirche musste erst mal zur Demokratie in ihren eigenen Rängen finden.
Das ist ja bis heute noch nicht ganz geklärt.
:panisch: Standards
... so sinnvolle Standards wie :hmm: ISO 313*???

Standards der freien Sexualitaet...

:panisch:
Joh VIII.1Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt?
11 Sie aber sprach: Niemand, Herr.
Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!

:traurigtaps: ...sollte man vielleicht mal der Redaktion der SJ-Postille zusenden, so als :hmm: kleine Anregung zu dem Thema und additiv ein Kathechismus...



Demokratie in den Gremien


Abstimmung beim letzten Abendmahl ueber die Kreuzigung Jesu:
Elf waren dagegen, einer enthielt sich der Stimme und eine Hand hob sich beim "Pro"

... "Okay", sagte Jesus (als er seine Koffer packte und nach Nazareth ging), " dies ist ein freies Land!!!" :aergerlich:



Herzlich entsetzt, Stilus,

der sich fragt, wann Bendeikt XVI. :roll: die Faxen dicke hat :roll: und
ihnen einen "Protektor" zukommen laesst, um sie vor sich selbst zu retten..., :pfeif:
oder das IV.Gelübde einfordert **... :bedrippelt:
aber er koennte auch die Kernidee aus "Dominus ac redemptor noster" aufgreifen... :auweia:





Hoffnungs-P.S.:
Seit Pedro Arrupe, der in den Orden besonders soziale Anliegen einbrachte und auf Erneuerung drängte, aber auch schon zuvor, gab und gibt es unter den Jesuiten auch kirchenkritische Positionen. Die Betonung der Option für die Armen, soziale Gerechtigkeit und der Einsatz für Gender-Gerechtigkeit stößt aber bei einigen im Orden auf Unverständnis.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jesuiten




*http://headspicket.de/28/1/korrekter-tee-iso-313/
**was genau koennte er erreichen/wie weit kaeme er damit?
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Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?

Beitrag von Gallus » Donnerstag 20. Januar 2011, 00:17

Der Provinzial der Jesuiten in Deutschland hält die Kirche für sündig. :hmm:

http://www.kathweb.at/site/nachrichten/ ... 3755.html

Mit diesem Interview liegt er im ordensinternen Häretikerwettbewerb doch wohl auf einem der vorderen Plätze.

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ad-fontes
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Re: Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?

Beitrag von ad-fontes » Donnerstag 20. Januar 2011, 00:19

Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?

Beitrag von Niels » Donnerstag 20. Januar 2011, 01:14

"Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?"
Leider: nein.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Gallus
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Re: Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?

Beitrag von Gallus » Donnerstag 20. Januar 2011, 10:20

Niels hat geschrieben:"Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?"
Leider: nein.
Ist das denn ein spezifisches Problem der deutschen Ordensprovinz? Wenn ich mir z.B. diese Publikation amerikanischer Jesuiten hier anschaue

http://www.newjesuitreview.org/newjesui ... /Home.html

dann macht das einen ganz anderen Eindruck als alles, was man von den Hiesigen hört.

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Re: Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?

Beitrag von taddeo » Donnerstag 20. Januar 2011, 10:33

Niels hat geschrieben:"Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?"
Leider: nein.
Das erinnert mich schwer an einen Spruch von Django Asül, der man so umformulieren könnte:
"Wie soll es mit den Jesuiten weitergehen, und vor allem - warum?"
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?

Beitrag von Peti » Donnerstag 20. Januar 2011, 10:38

Zuletzt geändert von holzi am Donnerstag 20. Januar 2011, 11:17, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Link repariert
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?

Beitrag von ad-fontes » Donnerstag 20. Januar 2011, 11:04

Wollte es grade dazuschreiben: Schneider ist auch ganz gut. (Hast nochmal nacheditiert.)
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?

Beitrag von Jacinta » Donnerstag 20. Januar 2011, 13:22

ad-fontes hat geschrieben:Wollte es grade dazuschreiben: Schneider ist auch ganz gut. (Hast nochmal nacheditiert.)
Es mag ja Ausnahmen geben, aber wenn ich "Jesuit" höre, stelle sich bei mir alle Ampeln auf Rot. Das sicnd Erfahrungswerte: Predigten gehen als rot-grüne Wahlkampfreden durch + liturgische Katastrophen sind Dauerzustand.

Vielleicht können ja Ignatius und Franz Xaver beim lieben Gott noch was reißen. Bitten wir sie!
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
"Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.

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Re: Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?

Beitrag von Peti » Donnerstag 20. Januar 2011, 18:08

Für Interessierte an ignatinischer Spiritualität :
http://www.kath.de/zentrum/texte/archiv ... natius.pdf
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Niels » Donnerstag 17. März 2011, 13:55

Der Generalobere der Gesellschaft Jesu kündigt strukturelle Neuerungen an: http://www.kath.net/detail.php?id=3634
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Werden sich die Jesuiten irgendwann nochmal fangen?

Beitrag von Maurus » Donnerstag 17. März 2011, 14:46

Peti hat geschrieben:Man kann nicht alle Jesuiten über einen Kamm scheren:
Z.B.http://www.sankt-georgen.de/lehrende/wucherpfennig.html
oder: http://www.sankt-georgen.de/lehrende/schneider.html
Böhler nicht zu vergessen.

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von civilisation » Donnerstag 21. April 2011, 14:33

Gustav Schörghofer SJ aus Wien und seine Lego-Steine (Patene, Meßkelch und Altarkeuz) und der "Jesus-Schwein-Vergleich":

http://gloria.tv/?media=148282


:kotz:

Bild
(Snapshot aus dem o.g. Video)

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Yeti » Donnerstag 21. April 2011, 17:08

civilisation hat geschrieben:Gustav Schörghofer SJ aus Wien und seine Lego-Steine (Patene, Meßkelch und Altarkeuz) und der "Jesus-Schwein-Vergleich":

http://gloria.tv/?media=148282


:kotz:

Bild
(Snapshot aus dem o.g. Video)
Zuerst habe ich mich auch aufgeregt. Aber dann kamen mir folgende Fragen, auf die der Pater keine Antworten gab:

[*] Weiß der Pater, was für eine Rolle die Eucharistie in der Messe hat?
[*] Weiß der Pater, was für Vorstellungen die Leute in der Kirche über diese Rolle haben?
[*] Weiß infolgedessen der Pater, ob die Leute in der Kirche überhaupt imstande sind, eine Beziehung von diesen projezierten Gegenständen zur Eucharistiefeier zu sehen - und welcher Art stellt sich diese Beziehung dar?
[*] Bez. des Schweins: hat der Pater das Stück Ionescus kurz umrissen, damit die Zuhörer in der Lage waren, ihm überhaupt zu folgen? Wenn ja, ist das Bild gar nicht so schlecht. Jesus war schließlich am Kreuz - nach jüdischen Maßstäben - der letzte Loser.
[*] Und letztlich: welchen Sinn hat die Verwendung von einem Lego-Kelch in der Eucharistie überhaupt? Was soll damit ausgedrückt werden? Spiegelt es - um einmal hier anzusetzen - auch in irgendeiner Weise etwas aus dem Alltag der Zuhörer wider? Was sollen die Kinder davon halten?

Ich glaube, dass da jemand einfach provozieren möchte, und er kann offenbar nicht einmal genau sagen, weshalb. Hier verkündet er nicht die Botschaft Jesu, sondern seine eigene Vewirrtheit. Eigentlich ein armes Würstchen.
#gottmensch statt #gutmensch

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Gallus » Freitag 22. April 2011, 20:08

Irgendwer sollte dem Pater und seinen Künstlern eine unsterbliche Weisheit Karl Valentins mitteilen: Kunst kommt von Können, denn käme sie vom Wollen, dann hieße sie Wunst.

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von civilisation » Freitag 20. Mai 2011, 11:35

US-Jesuit: 'Ich bete nie im Namen Jesu'
Zukünftiger Hauskaplan des Repräsentantenhauses: „Ich bete nie im Namen Jesu, außer wenn ich etwas Katholisches mache, zum Beispiel die Messe lese“
http://www.kath.net/detail.php?id=3159
"Ein Kaplan ist eher ein Ratgeber."
:kotz:

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Niels » Freitag 20. Mai 2011, 11:43

civilisation hat geschrieben:US-Jesuit: 'Ich bete nie im Namen Jesu'
Zukünftiger Hauskaplan des Repräsentantenhauses: „Ich bete nie im Namen Jesu, außer wenn ich etwas Katholisches mache, zum Beispiel die Messe lese“
http://www.kath.net/detail.php?id=3159
"Ein Kaplan ist eher ein Ratgeber."
:kotz:
:vogel:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von Peregrin » Freitag 20. Mai 2011, 22:20

Was heißt "im Namen Jesu beten"? In persona Christi?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von holzi » Sonnabend 21. Mai 2011, 00:12

Kann es sein, daß er hier den protestantischen Brauch meint, wonach jedes Gebet durch die Formel "darum bitten wir im Namen Jesu" abgeschlossen wird?
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

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Re: Jesuiten - was sie waren und was sie sind...

Beitrag von ChrisCross » Sonnabend 21. Mai 2011, 01:12

civilisation hat geschrieben:US-Jesuit: 'Ich bete nie im Namen Jesu'
Zukünftiger Hauskaplan des Repräsentantenhauses: „Ich bete nie im Namen Jesu, außer wenn ich etwas Katholisches mache, zum Beispiel die Messe lese“
http://www.kath.net/detail.php?id=3159
"Ein Kaplan ist eher ein Ratgeber."
:kotz:
Die spinnen, die Jesuiten.

Wie kommt man eigentlich auf so etwas. Wie viel muss ind er Ausbildung falsch laufen, damit man so einen Mist verzapft? Und wieso kann man damit sogar ins weiße Haus kommen? Ich dachte bisher immer nur, dass nur die Politiker nicht draufhaben, aber wenn das jetzt schon bei deren Ratgebern anfängt, dann gute Nacht.
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Augustinus Conf. I. 1

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