Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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Raphaela
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Gemeinschaft von Bethlehem

Beitrag von Raphaela » Sonntag 15. Juni 2008, 19:28

Ich habe eine Frage zu der Gemeinschaft von Bethlehem, die ich auch gerne reformierte Karthäuser nenne. Es geht um die Schwestern.
Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, dass sich Schwestern in einer streng klausurierten Gemeinschaft Nonnen nennen. (Nicht alle Schwestern sind Nonnen)
Diese sagen aber von sich, sie sind Monialen, also so ungefähr weibliche Mönche.

Weiß jemand den Hintergrund dazu? Warum nicht das Wort Nonne?

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 15. Juni 2008, 20:38

Eigentlich ist das das lateinische Wort für Nonne. Anders gesagt, eigentlich Jacke wie Hose.
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Raphaela
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Beitrag von Raphaela » Sonntag 15. Juni 2008, 20:52

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Eigentlich ist das das lateinische Wort für Nonne. Anders gesagt, eigentlich Jacke wie Hose.
Waurm bestehen die dann darauf, Monialen genannt zu werden und nicht Nonnen?

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Sonntag 15. Juni 2008, 21:13

Raphaela hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Eigentlich ist das das lateinische Wort für Nonne. Anders gesagt, eigentlich Jacke wie Hose.
Waurm bestehen die dann darauf, Monialen genannt zu werden und nicht Nonnen?
Das scheint in den neueren französischen Gründungen so üblich zu sein. Vgl. z. B. Fraternités Monastiques de Jérusalem. Auch in anderen neuen Gemeinschaften ist das üblich.
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Peregrin
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Beitrag von Peregrin » Montag 16. Juni 2008, 00:48

Wenn sie sich "Monaden" nennen, werde ich anfangen, mir Gedanken zu machen.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

Raphaela
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Beitrag von Raphaela » Montag 16. Juni 2008, 09:23

cantus planus hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Eigentlich ist das das lateinische Wort für Nonne. Anders gesagt, eigentlich Jacke wie Hose.
Waurm bestehen die dann darauf, Monialen genannt zu werden und nicht Nonnen?
Das scheint in den neueren französischen Gründungen so üblich zu sein. Vgl. z. B. Fraternités Monastiques de Jérusalem. Auch in anderen neuen Gemeinschaften ist das üblich.
Aber die die Schwestern der Jerusalem-Gemeinschaft haben sich z. B. mir gegenüber als Nonnen bezeichnet, nicht als Monialen. Sie legen also nicht so viel Wert darauf, wie die Bethlehem-Gemeinschaft, die von sich sagen, keine Nonnen zu sein, sondern Monialen.

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Seraph
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Beitrag von Seraph » Montag 16. Juni 2008, 10:06

Raphaela hat geschrieben: Aber die die Schwestern der Jerusalem-Gemeinschaft haben sich z. B. mir gegenüber als Nonnen bezeichnet, nicht als Monialen. Sie legen also nicht so viel Wert darauf, wie die Bethlehem-Gemeinschaft, die von sich sagen, keine Nonnen zu sein, sondern Monialen.
Meiner Ansicht nach sind die "Jerusalemerinnen" beides nicht: zu einer Monialen bzw. einer Nonne gehört m. E. ja gerade, daß sie in Klausur lebt.

Ohne es despektierlich zu meinen: mir kommt das mit den "Monialen" ein wenig so vor, wie das Geeier, ob man jetzt Putzfrau oder Raumpflegerin sagt - es bleibt doch das Gleiche.

Grüße
Seraph
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Linus
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Beitrag von Linus » Montag 16. Juni 2008, 10:43

Seraph hat geschrieben:Ohne es despektierlich zu meinen: mir kommt das mit den "Monialen" ein wenig so vor, wie das Geeier, ob man jetzt Putzfrau oder Raumpflegerin sagt - es bleibt doch das Gleiche.
Hust die haben doch inzwischen Alle ein Diplom im "Groundfloormanagement"
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Robert Ketelhohn
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Re: Gemeinschaft von Bethlehem

Beitrag von Robert Ketelhohn » Montag 16. Juni 2008, 11:05

Raphaela hat geschrieben:… also so ungefähr weibliche Mönche.
Mit gr. μοναχός (> lat. monachus > dt. Mönch) hat das Wort „Moniale“
übrigens nichts zu tun. Μοναχός – „Einsiedler; Mönch“ ist eine Substan-
tivierung des gr. Adjektivs μοναχός – „einzeln, allein“.

Lat. monialis dagegen ist gekürzt aus gleichbedeutendem (und parallel
verwendetem) sanctimonialis, welches seinerseits zunächst eine Adjektiv-
bildung zu sanctimonium – „Heiligtum“ oder sanctimonia – „Heiligkeit,
frommer oder heiligmäßiger Wandel“ ist und dann substantiviert als Fe-
minin zu monachus fungiert.

Das lat. Suffix -mōnĭ- ist die ablautende und um -ĭ- stammerweiterte Va-
riante des noch produktiveren Nominalsuffixes -mĕn; dabei bildet -mōnĭ-
meist Denominativabstracta, die mehr oder weniger dauernde Zustände
bezeichnen, gelegentlich aber auch zu Concreta werden können, cf. e. g.
matrimonium, falsimonia, parsimonia vs. patrimonium, testimonium.

Die Stammsilbe von monialis ist also nichts als ein lateinisches, an sich
bedeutungsfreies Nominalbildungssuffix.

Dt. „Nonne“ ist, anders als die gelehrte Neubildung „Moniale“, ein al-
tes Lehnwort aus lat. nonna, welches zunächst – wohl als Lallwort aus
der Kindersprache – in der Bedeutung „Amme, Kinderfrau“ erscheint,
dann aber über die semantische Zwischenstufe „Mütterchen, ehrwür-
dige Mutter“ auf Klosterfrauen übertragen wurde, wozu sich auch die
entsprechende maskuline Form lat. nonnus stellte.

Lat. hat der Begriff nonna umgangssprachlicheren Klang und tenden-
ziell eher appellative Funktion gegenüber formalerem und funktional
eher deskriptivem (sancti)monialis.

Der Bezug der Begriffe lat. nonna und nonnus zum monstischen Leben
ist in den sich aus dem Vulgärlatein entwickelnden romanischen Spra-
chen allerdings wieder verloren gegangen; im Italienischen leben sie in
der Bedeutung nonna – „Oma“ und nonno – „Opa“ weiter.
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Alberic-Maria
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Einweihung der Klosterkirche der Monialen in Deutschland

Beitrag von Alberic-Maria » Montag 16. Juni 2008, 19:25

Hat zwar nichts zum Thema zu tun, aber (vermutlich völlig unbeeindruckt von der Frage ob Nonne oder Moniale) haben die Schwestern Kirchweih gefeiert.
Am Fest des Unbefleckten Herzens Maria wurde deren Klosterkirche feierlich durch Bischoff Heinz Josef Algermissen geweiht.
Ich durfte dabei sein. Es war eine wunderschöne Feier.
Mir wurde dabei klar, welch spirituelle Kraft von diesem Kloster ausgeht.

Da ich nicht weiß, wie ich eigene Bilder einstelle, können diese (in begrenzter Anzahl) per pm angefordert werden.

Raphaela
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Beitrag von Raphaela » Montag 16. Juni 2008, 20:54

Es geht ja insgesamt um die Gemeinschaft, aber ausgehend von meiner Frage dazu
Zur Kirchweihe:
Hier kann man einen Bericht dazu lesen.
Das Foto lässt sich vergrößern, wenn man mit der linken Maustaste draufklickt

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incarnata
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Re: Gemeinschaft von Bethlehem

Beitrag von incarnata » Dienstag 15. Juli 2008, 00:23

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:… also so ungefähr weibliche Mönche.
Mit gr. μοναχός (> lat. monachus > dt. Mönch) hat das Wort „Moniale“
übrigens nichts zu tun. Μοναχός – „Einsiedler; Mönch“ ist eine Substan-
tivierung des gr. Adjektivs μοναχός – „einzeln, allein“.

Lat. monialis dagegen ist gekürzt aus gleichbedeutendem (und parallel
verwendetem) sanctimonialis, welches seinerseits zunächst eine Adjektiv-
bildung zu sanctimonium – „Heiligtum“ oder sanctimonia – „Heiligkeit,
frommer oder heiligmäßiger Wandel“ ist und dann substantiviert als Fe-
minin zu monachus fungiert.

.]
Das scheint es mir zu treffen: Die Gemeinschaft von Jerusalem will ja gerade nicht allein in abgeschiedenem Kloster sondern heiligmässig mitten in der Welt leben,Z.B. in Großstädten oder auf dem Mont St. Michel,wohin die halbe Welt als Tourist kommt.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

Schmetterling
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Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Schmetterling » Sonntag 19. September 2010, 18:57

Hallo :huhu: !

Wer weiß denn genaueres über diese Gemeinschaft?
War schonmal Jemand als Gast bei den Schwestern?
Ich habe hier im Forum Bilder gefunden und im Internet das Einkleidungsvideo.
Würde mich über mehr Infos sehr freuen.

Liebe Grüße Schmetterling

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Linus
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Linus » Sonntag 19. September 2010, 20:32

Ja Kinderalm bei St.Veit im Pongau. Nach 10 Tagen Schweigen wußte mein Eheweib, daß sie heiraten würde... :kugel:

Linus, eine Schwester da kennend, und eine die nach ein paar Monaten wieder runter ist von der Alm.
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Staubkorn
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Staubkorn » Sonntag 19. September 2010, 20:43

Möchtest Du in dieses Kloster eintreten?
Ein Altvater wurde gefragt: "Was ist Demut?"
Er antwortete: "Demut ist, wenn du einem Bruder vergibst, der gegen dich gesündigt hat, noch bevor er selbst zu dir kommt und dich um Vergebung bittet."

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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Schmetterling » Sonntag 19. September 2010, 22:18

Nein Staubkorn,
ich interessiere mich einfach für die Gemeinschaft. Aber im Internet ist nicht so viel zu finden.

Schmetterling
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Schmetterling » Sonntag 19. September 2010, 22:24

Hallo Linus,
hat die Schwestern erzählt wie es dort so war??
LG Schmetterling

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Linus
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Linus » Sonntag 19. September 2010, 22:59

die Schwester äh besser Moniale ist immer noch eine - die andere hatte mit dem zu kontemplativen zu kämpfen - sie war vorher (und iirc jetzt wieder) bei einem katholischen Radiosender tätig.

Man ist allgemein sehr viel allein. Und die Zeiten gemeinsam sind wenig von austausch sondern von gemeinsamen Gebet geprägt

Wenns dich interessiert, frag mal zwecks mitleben an, das ist bei denen ziemlich leicht möglich
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Schmetterling » Montag 20. September 2010, 09:10

Danke!
War vielleicht irgendwer hier mal persönlich bei den Schwestern und kann erzählen, wie es als Gast dort ist?
Kennt Jemand den Tagesablauf der Schwestern? Gebetszeiten?

LG

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songul
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von songul » Montag 20. September 2010, 10:46

Schmetterling hat geschrieben:Danke!
War vielleicht irgendwer hier mal persönlich bei den Schwestern und kann erzählen, wie es als Gast dort ist?
Kennt Jemand den Tagesablauf der Schwestern? Gebetszeiten?

LG
In Deutsch gibt es wenig Information; in anderen Sprachen mehr.
Der Orden gehört zu den Neugründungen (195) und hat sich von Frankreich her verbreitet. Er orientiert sich sehr an der Spiritualität der Kartäuser (ist ja auch dem Hl. Bruno gewidmet) und die Schwestern/Brüder müssen sich von Anfang auf ein Eremitenleben innerhalb der Gemeinschaft vorbereiten.
Das liturgische Leben teilt sich auf in byz. und lat. Ritus, d. h. byzantinisch sind die im wesentlichen die Stundengebete und lateinisch die Messen. Man trifft sich in der Kirche nur Eucharistie und zur Vesper alles andere lebt, betet und arbeitet man für sich alleine. Der Gesang der Monialen ist auch eine Mischung von kartäusischem Choral und byz.-slaw. Elementen.
Es wird fast durchweg geschwiegen und nur am Sonntag gibt es eine Rekreation mit Spaziergang.
Es orientiert eben alles sehr am Kartäuserorden unter hinzunahme der Spiritualität der Wüstenväter.
Kurz nach drei Uhr in der Früh erhebt man sich schon und liest die Vigilien, Laudes bis zur Prim nebst geistlicher Lesung bis so gegen neun Uhr dann die Eucharistie beginnt. Da die Stundengebete nach dem ostkirchlichen Ritus sind, kann man diese vielen Stunden auch füllen. Im Unterschied zu den Kartäusern hat auch jede Schwester/Bruder in ihrer Klause das Allerheiligste und somit ist die Anbetung desselben auch gegeben.
Nach der Eucharistie sind die Schwestern wieder alleine und treffen sich erst wieder zur Vesper.
Zur Komplet ist man wieder für sich und geht auch zeitig zu Bett, denn die Nacht ist bald wieder vorbei.
Das Konzept scheint aufzugehen, denn die Klöster sind bis auf den letzten Platz besetzt; in Spanien musste eines wegen des grossen Andranges die Neuzugängen in Wohnwagen ausserhalb der Klausur unterbringen, da der Denkmalschutz einen Anbau verbietet.(Sie sind in einem verlassenen Kartäuserkloster aus dem 16. Jhr.)
Die Nonnen/Mönche kommen aus allen Kontinenten und es gibt auch immer wieder Neugründungen.
Allerdings ist dieses Leben nichts für zarte Naturen oder Romantiker, denn auch Novizen erfahren sehr schnell was Sache ist.
Hier ein Video in Französisch:

Und hier ein Video zum Gesang:
http://www.lovetobecatholic.com/video_2 ... stery.html

LG Songul

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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Schmetterling » Montag 20. September 2010, 18:40

Vielen Dank für die Infos!

Warst Du schonmal bei den Schwestern?

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songul
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von songul » Montag 20. September 2010, 20:40

Schmetterling hat geschrieben:Vielen Dank für die Infos!

Warst Du schonmal bei den Schwestern?
Noch nicht; inzwischen wohne ich aber schon so nahe dran (Kinderalm), dass ich mir überlege mal auf ein paar Tage bei denen vorbei zuschauen.
Mach's einfach auch mal und du wirst schon sehen....

LG Songul

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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Schmetterling » Montag 20. September 2010, 21:17

Ich hoffe Du berichtest, wenn Du mal dort warst.
Ich überlege ob ich einmal hinfahre. Aber ich weiß nicht. Mich würde schonmal interessieren wie da so der Tag für einen Gast aussieht. Wenn dort nur Schweigen und Einsamkeit ist, bekommt man ja nicht viel mit. Weiß ja nicht, wie und ob man da Kontakt zu den Schwestern haben darf, helfen kann, wie man lebt (hoffentlich muss man nicht um 3 Uhr raus....). Aber mich würde es schonmal interessieren, also die Liturgie.

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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Linus » Montag 20. September 2010, 21:48

Also meine Frau - sie war ja vor 15 Jahren dort, sagt : es ist schweigen und Einsamkeit "in deinem Kammerl" . Einmal am Tag Liturgie gemeinsam (Messe) zu mehr wird man nicht verpflichtet, Gesprächsangebot einmal am Tag. Essen Vegetarisch, man kriegt zwar genug, aber meiner Frau sind Wurst und Kaffee abgegangen.
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Schmetterling » Montag 20. September 2010, 22:00

Danke Linus,

ok, das fleischlose kenne ich aus dem Karmel.
Ich glaube mir würde halt eher das gemeinsame Chorgebet fehlen. Nur einmal am Tag gemeinsame Liturgie ist schon wenig.
Bei der Liturgie ist man dann auf der Empore, oder. Habe, das schon auf ein paar Fotos gesehen. Wie ist es dann mit dem Kommunionempfang?
Kannst Du etwas genaueres zur Liturgie sagen?
(Sorry, wegen der vielen Fragen...)

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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Linus » Montag 20. September 2010, 22:47

Keine Ahnung, ich krieg zwar den Freude von Maria im Paradies Rundbrief, es dürfte sich aber einiges geändert haben, meine Frau war damals noch viel näher an der Klausur (das obere Kloster gabs da noch nicht...)

Hab mal die Bekannte, die nach ein paar Monaten wieder zurückkam angeschrieben, mal schaun....
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Staubkorn » Montag 20. September 2010, 23:07

Mich würde auch mehr dazu interessieren.
Essen sie nie gemeinsam?
Wie ist das mit Arbeit? Manchmal muss man doch noch zusammenarbeiten..usw..usw...
Ein Altvater wurde gefragt: "Was ist Demut?"
Er antwortete: "Demut ist, wenn du einem Bruder vergibst, der gegen dich gesündigt hat, noch bevor er selbst zu dir kommt und dich um Vergebung bittet."

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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Linus » Montag 20. September 2010, 23:17

Essen: Sonntags gemeinsam.

Arbeit :achselzuck: ich vermute mal Gebärde und Sprechakte aufs nötigste beschränkt.
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Staubkorn » Dienstag 21. September 2010, 09:57

Erinnert mich sehr stark (klar Karthäuser) an den Film "die Stille".
Ein Altvater wurde gefragt: "Was ist Demut?"
Er antwortete: "Demut ist, wenn du einem Bruder vergibst, der gegen dich gesündigt hat, noch bevor er selbst zu dir kommt und dich um Vergebung bittet."

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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Linus » Dienstag 21. September 2010, 11:07

Staubkorn hat geschrieben:Erinnert mich sehr stark (klar Karthäuser) an den Film "die Stille".
Wenns dich an die Jesuiten erinnern würd, wär auch was ziemlich falsch.... :D
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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Schmetterling » Dienstag 21. September 2010, 15:12

Arbeiten die Schwestern dort etwas bestimmtes? Ich habe im Internet so schöne Figuren gesehen, machen die die Schwestern auf der Kinderalm auch?

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Re: Bethlehemschwestern - Famille monastique de Bethléem

Beitrag von Schmetterling » Montag 27. September 2010, 16:20

Hallo Linus,

hat sich die Bekannte, die nicht mehr auf der Alm ist und die du angeschrieben hast, mal gemeldet?
Weißt Du wann aktuell die gemeinsamen Gebetszeiten der Schwestern in der Kirche sind, bzw. die Hl. Messe? Also die Zeiten, bei denen auch Gäste teilnehmen dürfen?
(Richtet sich natürlich auch an alle anderen, wenn Jemand etwas weiß, ich bin dankbar über Infos!!!)

Viele Grüße
Schmetterling

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