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Re: Alles zum Thema Stundengebet (2nd)

Verfasst: Montag 15. Mai 2017, 20:19
von Maternus87
Hat jemand hier im Forum Erfahrung mit den "Heures grégoriennes"?
http://www.heures-gregoriennes.com/
http://www.communautesaintmartin.org/ar ... goriennes/
Wie praktikabel sind die Bücher? Wenn ich richtig sehe, scheinen die Psalmen nicht für die Töne eingerichtet zu sein.

Re: Alles zum Thema Stundengebet (2nd)

Verfasst: Montag 15. Mai 2017, 20:58
von polyglotta
Schwenkelpott hat geschrieben:
Montag 15. Mai 2017, 19:39
polyglotta hat geschrieben:
Montag 15. Mai 2017, 18:40
Schwenkelpott hat geschrieben:
Montag 15. Mai 2017, 18:11
Warum befindet sich bei den Cantica im Benediktinischen Brevier von Münsterschwarzach die Doxologie NACH der Schlussantiphon? Ist das im Benediktinischen Antiphonale auch so?
Nach Münsterschwarzacher Benediktinischem Antiphonale wird die Antiphon der (jedenfalls neutestamentlichen) Cantica 3-mal gesungen: am Anfang, vor der Doxologie und nach der Doxologie, meinst Du das?
Im Benediktinischen Brevier steht immer:

- Antiphon ausnotiert mit Angabe des Psalmtons
- Text des Canticums
- ANTIPHON (steht so nach dem letzten Vers des Canticums und vor dem Text der Doxologie groß geschrieben)
- Text der Doxologie

Dass man die Antiphon nach dem Benediktinischen Antiphonale (auf dem das Benediktinische Brevier ja basiert) an den von dir genannten Stellen dreimal singt, war mir nicht bewusst. Kenne es praktisch nur mit Antiphon einmal gesungen vom Vorsänger und dann nochmals von den restlichen Anwesenden vor dem Canticum bzw. Psalm und dann eben alle zusammen nach der Doxologie.

Überhaupt fehlt beim Benediktinischen Brevier eine Einführung, wie es überhaupt gebetet werden soll - vieles, was den Vollzug des Stundengebets angeht, wird wohl als Vorwissen vorausgesetzt.
Das hatte ich aber auch mit "dreimal" gemeint, man singt sie an drei Stellen bei Cantica: am Anfang (einmal Vorsänger, es wiederholen einmal alle), vor der Doxologie (einmal alle zusammen) und nach der Doxologie (wieder einmal alle zusammen).
Wenn man einzeln zählen würde, macht das also 4x Antiphon (im Gegensatz zu den Psalmen, wo man eben nicht vor der Doxologie noch mal die Antiphon einschiebt, sondern nur zweimal vor dem Psalm und einmal hinter der Doxologie, also nur 3x). War ich jetzt klarer?

Re: Alles zum Thema Stundengebet (2nd)

Verfasst: Montag 15. Mai 2017, 21:32
von Schwenkelpott
polyglotta hat geschrieben:
Montag 15. Mai 2017, 20:58
Das hatte ich aber auch mit "dreimal" gemeint, man singt sie an drei Stellen bei Cantica: am Anfang (einmal Vorsänger, es wiederholen einmal alle), vor der Doxologie (einmal alle zusammen) und nach der Doxologie (wieder einmal alle zusammen).
Wenn man einzeln zählen würde, macht das also 4x Antiphon (im Gegensatz zu den Psalmen, wo man eben nicht vor der Doxologie noch mal die Antiphon einschiebt, sondern nur zweimal vor dem Psalm und einmal hinter der Doxologie, also nur 3x). War ich jetzt klarer?
Danke für die Klar(er)stellung!

Ist dann diese Antiphon vor der Doxologie eine Münsterschwarzacher Eigenheit? Und mit welcher Begründung?

Re: Alles zum Thema Stundengebet (2nd)

Verfasst: Dienstag 16. Mai 2017, 07:17
von Protasius
Schwenkelpott hat geschrieben:
Montag 15. Mai 2017, 21:32
polyglotta hat geschrieben:
Montag 15. Mai 2017, 20:58
Das hatte ich aber auch mit "dreimal" gemeint, man singt sie an drei Stellen bei Cantica: am Anfang (einmal Vorsänger, es wiederholen einmal alle), vor der Doxologie (einmal alle zusammen) und nach der Doxologie (wieder einmal alle zusammen).
Wenn man einzeln zählen würde, macht das also 4x Antiphon (im Gegensatz zu den Psalmen, wo man eben nicht vor der Doxologie noch mal die Antiphon einschiebt, sondern nur zweimal vor dem Psalm und einmal hinter der Doxologie, also nur 3x). War ich jetzt klarer?
Danke für die Klar(er)stellung!

Ist dann diese Antiphon vor der Doxologie eine Münsterschwarzacher Eigenheit? Und mit welcher Begründung?
Ich weiß nicht, ob dies das Vorbild für Münsterschwarzach ist oder ob das Wiederholen der Antiphon vor der Doxologie noch weiter verbreitet ist, aber in einigen Diözesan- und Ordensriten war/ist das beim Introitus für Festtage vorgesehen (beispielsweise heute noch im Eigenritus der Prämonstratenser an den höchsten Festen).