Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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Marina
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Mittwoch 23. Februar 2011, 17:34

Hallo liebes Forum, :)

ich habe mich soeben hier angemeldet, weil ich seit geraumer Zeit erwäge, in einen Orden einzutreten (geraume Zeit = ca. 7 Monate).
Zunächst war es nur ein wages Gefühl, dass das vielleicht etwas für mich sein könnte, was sich mittlerweile allerdings sehr verstärkt hat.
Da ich mich momentan noch im Referendariat befinde und auch noch unsicher bin, ob wirklich oder welcher Orden, ist es jetzt aber noch zu früh.

Hingezogen fühle ich mich recht sicher zum kontemplativen Leben, insbesondere denke ich daher an die Karmelitinnen (welche ich auch schon kennengelernt habe). Aber auch die Benediktinerinnen werde ich jetzt besuchen, da ich nicht sicher bin, ob das Leben in der ("strengen") Klausur mir ein Leben lang zusagen würde. Andererseits möchte ich, wenn Karmel, wieder eher in einen nach den alten Konstitutionen...

Besonders freuen würde ich mich natürlich über Kontakte zu Ordensleuten oder Priestern bzw. "Anwärter" für beides, falls sich solche Leute hier auch aufhalten :) . Vielleicht finde ich ja auch sonst etwas Hilfe/Austausch hier, denn es gibt in der Tat nicht viele, die ich persönlich kenne und die das verstehen würden - deshalb ist es nicht immer einfach.
Einen festen geistlichen Begleiter habe ich noch nicht. 100%ig sicher bin ich mir auch noch nicht, da ich mich u.a. noch frage, was tatsächlich der Wille Gottes für mich ist. Aber mein größter Wunsch ist es momentan schon... Allerdings gibt es da ja auch noch Probleme mit der Familie, die teilweise noch nichts ahnt und falls Karmel, würde das doch sehr schwer werden für mein Umfeld bzw. von manchen auch nicht akzeptiert werden. Das sollte natürlich kein Kriterium sein, aber nur, dass ihr wisst, mit welchen Fragen ich mich z. Zt. beschäftige.

Viele Grüße,
Marina :)

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HeGe
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von HeGe » Mittwoch 23. Februar 2011, 17:42

Willkommen im Forum! :huhu:

Ich werde auf jeden Fall dafür beten, dass Gott Dich auf Deinem Weg führt!

Ansonsten bist Du ja schon selber auf den Gedanken gekommen, Dir einige Konvente vor Ort anzusehen. Gerade bei den Benediktinerinnen halte ich das für sehr wichtig, da es doch recht große Unterschiede zwischen den Konventen gibt.
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Marina
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Mittwoch 23. Februar 2011, 17:47

Danke :) (für den Willkommensgruß und das Gebet ;) ) ! Bei den Benediktinerinnen kann man ja auch Kloster auf Zeit machen, was allerdings im Moment aus beruflichen/zeitlichen Gründen nicht gut möglich ist. Aber die Wochenenden sind natürlich drin.
Im Karmel darf man ja leider nur an der Pforte wohnen, zumindest solange, wie man noch nicht ganz kurz vor dem Eintritt steht. :hmm:
Von der Spiritualität ist es klar der Karmel, der mich anzieht, aber ich weiß eben nicht 100%ig, ob das "meine" Lebensform ist.

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Niels
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Niels » Mittwoch 23. Februar 2011, 19:03

Willkommen im Forum, Marina! :huhu:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Mittwoch 23. Februar 2011, 19:20

Danke :huhu:

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Senensis
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Senensis » Mittwoch 23. Februar 2011, 19:41

Grüß Dich Marina:-)
Vielleicht wären auch kontemplative Dominikanerinnen für Dich interessant. Diese sind lt. Regel genauso päpstlich klausuriert wie die Karmelitinnen, haben jedoch auch eine feierlichere Liturgie, ähnlich wie Benediktinerinnen. In Regensburg gibt es einen Konvent (die Homepage wurde länger nicht aktualisiert, so daß die Jüngeren auf den Bildern nicht zu sehen sind):
http://www.heilig-kreuz.org/german/index2.htm

Hier zwei Videos, wo die Jüngste zu sehen ist:
http://gloria.tv/?media=9985 (Feierliche Profeß, Herbst 211)
http://gloria.tv/?media=74 (Harfenstück)
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Mittwoch 23. Februar 2011, 20:00

Vielen Dank! Viele Dominikanerinnen (zumindest die in meiner Stadt- Berlin) leben, soweit ich weiß,
nicht mehr in Abgeschiedenheit, sondern betreuen auch soziale Einrichtungen.
Aber das Kloster in Regensburg kannte ich noch nicht, das scheint kontemplativ zu sein!
Allerdings etwas weit weg (was jetzt theoretisch kein Problem wäre, aber erstmal lerne ich
Konvente "in meiner Umgebung" kennen, die vom Norden Deutschlands bis Köln reicht :ja: ).

Es gibt auch noch die Styler Anbetungsschwestern ("Rosa Schwestern").
Da die eucharistische Anbetung für mich einen hohen Wert hat, kämen die auch in Betracht.
Allerdings denke ich: Wenn SO streng (also die Außenwelt nur noch hinter Gittern sehen), dann Karmel,
einfach wegen der Spiritualität. Außerdem gibt es auch die Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament,
die auch die ewige Anbetung pflegen.

Die feierliche Liturgie ist für mich nicht sooo wichtig. Ich fand das gesprochene Gebet
der Karmelitinnen eigentlich ganz schön, also zumindest in dem Kloster, in dem ich war.
Zuletzt geändert von Marina am Mittwoch 23. Februar 2011, 20:05, insgesamt 3-mal geändert.

Marina
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Mittwoch 23. Februar 2011, 20:02

Das Harfenstück ist übrigens sehr schön :ja: .

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Senensis » Mittwoch 23. Februar 2011, 20:36

Klar! war auch nur ein Vorschlag:-)
Mit den Dominikanerinnen solltest Du allerdings eines beachten: die sind recht verschieden und es gibt auch ein Nord-Süd-Gefälle... ich rate Dir - wenn überhaupt, schau ruhig Karmel - eher zum Süden, beziehungsweise nach Frankreich oder Amerika:-)
Den Karmel Mayerling kann man noch empfehlen, außerdem hört man Gutes von Rankweil.
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?f=11&t=989
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Marina
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Mittwoch 23. Februar 2011, 21:03

Ich möchte zunächst auf jeden Fall in Deutschland bleiben.

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von taddeo » Mittwoch 23. Februar 2011, 21:11

Marina hat geschrieben:Vielen Dank! Viele Dominikanerinnen (zumindest die in meiner Stadt- Berlin) leben, soweit ich weiß,
nicht mehr in Abgeschiedenheit, sondern betreuen auch soziale Einrichtungen.
Aber das Kloster in Regensburg kannte ich noch nicht, das scheint kontemplativ zu sein!
Die Regensburger Dominikanerinnen sind Klausurschwestern, die rein kontemplativ leben bis auf zwei, drei Schwestern, die die "Außendienste" wahrnehmen, soweit ich weiß. Das Kloster (das älteste Dominikanerinnenkloster Bayerns, seit 1233 ununterbrochen am selben Ort und immer besiedelt) und seine Schwestern sind ein wahrer und großer Schatz der Regensburger Klosterlandschaft. Das Kloster liegt am Rand der Altstadt, ganz versteckt in der Nähe der Schottenkirche St. Jakob, und bietet auch Kloster auf Zeit an.
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Ecce Homo » Mittwoch 23. Februar 2011, 21:24

Liebe Marina,

ganz herzlich willkommen hier im Kreuzgang! :huhu:
In jedem Fall nehme ich Dich auch im Gebet "mit" - Du findest Deinen Weg -
ER macht es schon... das weiß ich sicher (er hat es ja auch bei mir geschafft... und das heißt was... :verknallt: )

In jedem Fall Grüße und auf gute Diskussionen!
:huhu:
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and in OBEDIENCE she gives all that she will BECOME.

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von songul » Mittwoch 23. Februar 2011, 21:35

Hallo Marina,
ich bin zwar von nebenan (orthodox), aber zu einigem kann ich auch meinen Senf zu geben.
Meist klärt sich für einen als erstes ob kontemplativ oder tätig man sein möchte.
Dann gibt es da im kontemplativen noch zu unterscheiden ob monastisch (benediktinisch-zisterziensisch, u.ä.) oder eben rein kontemplativ (Karmel, Anbetungschwestern, Klarissen-Kapuzinerinnen und andere).
In den einzelnen Orden sind die Konvente oft sehr unterschiedlich und es ist heute fast ein "Muss" mehrere, verschiedene Konvente besucht zu haben.
In Berlin gibt es die rosa Schwestern und den Karmel. Die einen sind ja wohl wieder mehr in Richtung Tradition gegangen, (sie waren aber auch in meiner Zeit in Berlin immer schon sehr konservativ) und die anderen sind eher nüchtern, streng aber auch recht modern; muss einem liegen.
Bei den Benediktinerinnen gibt es in unseren Breiten nur noch wenige die wirklich noch gut traditonell ihr monastisches Leben führen. Viel weltlich-bürgerliches hat Einzug gehalten, wie Urlaub, Ausflüge, Hobbies, Konzerte, Fasching und anderes) von dem man meint, dass das auch zur Verwirklichung gehört.
Zisterzienserinnen/Trappistinnen sind in der Regel da strenger und nüchterner.
Vom Karmel in Köln weiss ich dass ernsthafte Interessentinnen schon auch mal in die Klausur können.
Wirklich noch recht nach dem "alten Karmel" leben wohl noch die in Würzburg was ich so weiss.
Auch sehr gut sind der Karmel "St. Josef" in Meyerling und der in Insbruck.
Sind natürlich in Österreich und weit weg, ich weiss, aber in unseren Breiten musst du schon gut suchen um zu finden.
Klarissen-Kapuzinerinnen wären von den franziskanischen Gemeinschaften auch zu empfehlen.
Die Dominikanerinnen in Regensburg sind sehr zu empfehlen.
Weisst du die Klausur ist für den der sein Leben nur noch der Gottsuche hingeben möchte, eher Befreiung denn Einengung oder Zwang. Ich weiss von was ich rede; und Gitter sind nur ein Symbol dafür. Kein Gefängnis.
Auch ein ordentlicher Habit ist ein Sinnbild dafür; nicht nur eine Äusserlichkeit.
Eine feierliche Liturgie ist ungemein wichtig für das liturgische Leben; mit feierlich ist nicht pomp und protz gemeint oder nur in Latein; würdig muss es sein und im Einklang mit der Durchführung des Offiziums (Stundengebete), das ja heutzutage auch möglichst kurz und knapp abläuft. Beides sind Kernstücke des monastischen oder kontemplativen Lebens und können nicht ernst genug genommen werden.
Das sind so ein paar Gedanken von mir für dich....vielleicht war es nützlich.
LG Songul

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Senensis
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Senensis » Mittwoch 23. Februar 2011, 21:43

Songul hat recht:-) das ist so eine Sache mit dem "in Deutschland bleiben"...
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iustus
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von iustus » Mittwoch 23. Februar 2011, 22:39

Hallo Marina,

hier mein "Geheim"tipp:

http://www.marienstern.de

Nueva
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Nueva » Donnerstag 24. Februar 2011, 07:33

Liebe Marina,

kann dir auch noch den Karmel in Berg/Aufkirchen am Starnberger See empfehlen.

Marina
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Donnerstag 24. Februar 2011, 07:47

Lieber songul,

vielen Dank für deinen sehr hilfreichen Beitrag! Der Berliner Karmel ist leider ein sehr "offener" Karmel, d.h. die Schwestern leben grad nicht mehr in strenger Klausur, sondern auch sehr ökumenisch ausgerichtet. Ökumene finde ich zwar prinzipiell nicht schlecht (Taizé usw.), aber wenn ich mich für ein Ordensleben entschließe, dann möchte ich doch gern die katholische Tradition.

Die Würzburger Karmelitinnen leben nach der Tradition, das stimmt. Auch dort hätte ich schon nach einem ersten Kennenlernen in die Klausur gedurft, aber da ich zu der Zeit dann irgendwie ziemliche Angst bekommen hatte, hielt die Schwester es erstmal für angebracht, wenn ich noch nicht komme. Viel liegt bei mir auch daran, dass eben meine Familie es teilweise nicht akzeptieren würde und das belastet mich schon.

Weiterhin nach den alten Traditionen leben die Karmelitinnen in Düren (http://www.karmelitinnen-dueren.de), wo ich auch das Kloster schon besucht habe. Ich habe mich dort ganz herzlich aufgenommen gefühlt und durfte zu den Stundengebeten kurz mit in die Klausur (bin aber erstmal nur zur Vesper mitgegangen). Aber auch die Angst ist momentan eben noch da, die ich dort auch wieder wahrgenommen habe. (Deshalb ist es jetzt auch auf jeden Fall noch zu früh.)
Nach den Regeln der Hl. Thersa von Avila steht in den alten Konstitutionen, dass eben gerade KEINE feierliche Liturgie an allgemeinen Werktagen gehalten werden soll, sondern Sprechgebet. Die moderneren Karmelitinnen haben das wieder geändert. Dennoch fand ich mehr "Geist Gottes" bei den Traditionellen als in Berlin. Die Priorin aus Düren hat mir auch gesagt, dass der Wechsel von einem Karmel zum anderen bei den Moderneren größer ist, weil viele dann doch dort nicht das gefunden hätten, was sie eigentlich wollten - es hätte sich gar nicht so viel verändert.
Auch die Karmel Köln, Essen und Witten leben noch traditionell (Essen wurde allerdings zu den Elisabethinnen eingeliedert, da das Kloster für nur noch 4 Karmelitinnen zu groß war - kontemplativ und aktiv zusammen, ist ja auch so eine Frage, obwohl sie eine eigene Etage haben). Auch die Schwestern in Aachen sind wohl bei den Franziskanerinnen untergebracht, weil ihr Kloster nicht altersgerecht war. Also, bzgl. der "Karmellandschaft" gibt es da jedenfalls noch einige Traditionelle in Deutschland.

Danke auch an tadeo, Ecce Home, Senensis nochmal, iustus und Nueva :-).
Zuletzt geändert von Marina am Donnerstag 24. Februar 2011, 08:21, insgesamt 2-mal geändert.

Marina
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Donnerstag 24. Februar 2011, 07:52

Danke auch für diejenigen, die für mich beten! :ja:

Einige Ergänzungen:
Dass ich - wenn - nicht in einen aktiven Orden gehen werde, ist relativ sicher. Ob kontemplativ oder monastisch, das ist eben noch die Frage. Der ordentliche Habit ist jedenfalls aus dem Grund (alte Traditionen, "der Welt gestorben") für mich auch wichtig.
Wie ein Gefängnis ist mir der Karmel übrigens von vornherein nicht vorgekommen und auch von den Gittern war ich nicht abgeschreckt.

Meistens darf man aber erst dann in die Klausur, wenn man bereits ganz ernsthaft interessiert ist und nur noch der letzte Rest Zweifel geklärt werden soll. Und da ich ja sowieso erst wahrscheinlich in 2 Jahren nach dem Ref. eintreten kann... Auch die Würzburger hatten es so verstanden, dass ich ziemlich bald eintreten würde, deshalb das Angebot.

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Hermann2007 » Donnerstag 24. Februar 2011, 08:10

Schon an den Karmel in Innsbruck gedacht? Was ich bisher mitbekommen habe, leben die recht streng. Das Kloster ist ein Neubau in sonniger Lage an einem Südhang etwa 150 Höhenmeter oberhalb der Stadt am Waldrand. Im Wald befindet sich auch eine Einsiedelei.
Übrigens: Songul ist eine Sie ;)

Marina
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Donnerstag 24. Februar 2011, 08:18

Die österreichischen Karmel schaue ich mir momentan auch im Internet an. Allerdings bin ich da im Moment noch etwas zurückhaltend wegen meiner Eltern und meiner Schwester. Glaube nicht, dass ich ihnen das antun würde, gleich noch in ein anderes Land zu gehen, weil man im Karmel ja auch Besuche empfangen darf.

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von holzi » Donnerstag 24. Februar 2011, 09:53

Nachtrag zu den Dominikanerinnen in Regensburg: die erst im letzten Jahr neu aufgenommene Schwester aus den Videos ist eine recht gute Freundin unserer Forumsuserin "Deborah". Zu den Schwestern von Hl. Kreuz ging ich früher recht gerne in die Sonntagsmesse und Vesper. Sie singen recht oft Choral und an Festen ist oft auch die Vesper auf Latein.
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von ottaviani » Donnerstag 24. Februar 2011, 10:21

Marina hat geschrieben:Die österreichischen Karmel schaue ich mir momentan auch im Internet an. Allerdings bin ich da im Moment noch etwas zurückhaltend wegen meiner Eltern und meiner Schwester. Glaube nicht, dass ich ihnen das antun würde, gleich noch in ein anderes Land zu gehen, weil man im Karmel ja auch Besuche empfangen darf.
ich kann den Karmel in Mayerling sehr empfehlen

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Re: Bilder/Videos von Ordensgemeinschaften!

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 24. Februar 2011, 15:25

Hatten wir dieses schöne Video schon?

Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

Marina
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Donnerstag 24. Februar 2011, 19:35

@ holzi
Danke! Mit Choral und sowas kenn ich mich noch nicht so aus. Hab noch nicht so viel Stundengebetserfahrung,
aber nächste Jahr wird sich die Möglichkeit ergeben, länger zumindest an der Pforte mitzuleben (3 Monate in
meiner Wahlstation, die ich sogar vielleicht in Österreich mache).

Ich wollte heute mal sagen: JESUS, du bist so toll!!!!!!! Danke für den schönen Tag und alles, was du mir Tolles heute geschenkt hast! :freude:

Raphaela
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Re: Bilder/Videos von Ordensgemeinschaften!

Beitrag von Raphaela » Donnerstag 24. Februar 2011, 20:22

cantus planus hat geschrieben:Hatten wir dieses schöne Video schon?

Haben wir hier nicht irgendwo einen Berufungsstrang? Da passt es m. E. viel besser rein, werde ich mal, wenn ich Zeit habe suchen.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

Marina
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Freitag 25. Februar 2011, 06:47

Habe mir das Video gestern schon im anderen Thread angeschaut.
Total bewegend, kann ich nur sagen!!

Nueva
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Nueva » Freitag 25. Februar 2011, 08:48

Hab mir gerade dieses bewegende Video angeschaut. Die innere Freiheit von Marie ist bewundernswert.

Was ich etwas seltsam fand, ist dass sie wegen diverser Operationen aus dem Orden ausgetreten und zurück nach Wien gegangen ist, und jetzt als Gesunde wieder zurück nach Kalkutta will.
Krankheit ist doch kein Grund auszutreten. :nein:

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Marina » Freitag 25. Februar 2011, 09:01

Naja, aber mit ihren Beschwerden konnte sie da doch nicht mehr arbeiten und vielleicht ist es nicht möglich, in diesem Orden zu bleiben, wenn man für längere Zeit nicht arbeiten kann? Oder sie war sich unsicher, ob Jeus das wirklich wollte?

P.S. Ich sehe grad, dass ich das Video doch in diesem Thread gesehen habe :ja: , hab mich vertan.

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Nueva » Freitag 25. Februar 2011, 09:20

Es ist mir bis jetzt kein Orden bekannt, der Postulanten aufgrund von Krankheit entläßt. Auch bei den Missionaries of Charity gibt es kranke Schwestern.

Ja, vielleicht kam auch noch Unsicherheit dazu, man sah die Krankheit vielleicht als Zeichen, nochmals intensiv über die Berufung nachzudenken.

azs
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von azs » Freitag 25. Februar 2011, 09:49

Naja, aber gesundheitliche Eignung ist schon ein wichtiges Kriterium - zumal sie ja nicht mal richtig laufen und sitzen kann. Und sie wird ja nicht entlassen, sie war ja erst Anwärterin. Also passt schon so, danach kanns ja losgehen :).
ad te suspiramus in hac lacrimarum valle

Raphaela
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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Raphaela » Freitag 25. Februar 2011, 10:27

Nueva hat geschrieben:Es ist mir bis jetzt kein Orden bekannt, der Postulanten aufgrund von Krankheit entläßt. Auch bei den Missionaries of Charity gibt es kranke Schwestern.

Ja, vielleicht kam auch noch Unsicherheit dazu, man sah die Krankheit vielleicht als Zeichen, nochmals intensiv über die Berufung nachzudenken.
Mir ist vor einigen Jahren erzählt worden, dass eine Postulation aus einer franziskanischen Gemeinschaft entlassen worden ist, weil sie einen sehr leichten Schlaganfall hatte.
Und im CIC steht under can 642 als Kriterium für die Zulassung ins Noviziat u. a. schon die Gesundheit
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Junge Leute, die in einen Orden eintreten

Beitrag von Nueva » Freitag 25. Februar 2011, 10:52

Ja, das mit der Gesundheit hab ich auch bei den Missionaries of Charity gerade nach gelesen. Es hat mich nur erschreckt, wenn eine Schwester erkrankt, dass ihr dann nahegelgt wird aus der Gemeinschaft
auszutreten. Finde ich irgendwie nicht gerade sehr christlich. :nein:

Aber zurück zu dem Video, weiß jemand, was aus Marie geworden ist?

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