Ritterorden

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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incarnata
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Re: Ritterorden

Beitrag von incarnata » Freitag 16. Oktober 2009, 02:51

Linus hat geschrieben:Die OTFam werden mW nach Berufung -also KOOPTATION - eingeladen. (2 Zeugen) beizutreten.
Unser bayerischer Ex Ministerpräsident Stoiber ist ein solcher "Familiare" seit er mithalf den Hauptsitz des Ordens ins schöne bayernland nach Weyarn zu verlagern !
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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Linus
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Re: Ritterorden

Beitrag von Linus » Freitag 16. Oktober 2009, 20:39

Hust.

Der Hauptsitz des Deutschen Ordens ist immer noch (seit 200 Jahren) in der ehemaligen Reichshaupt- und Residenzstadt Wien. Da sitzt der Hochmeister Dr. Bruno Platter OT noch immer direkt hinterm Stephansdom!
Zuletzt geändert von Linus am Freitag 16. Oktober 2009, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ritterorden

Beitrag von cantus planus » Freitag 16. Oktober 2009, 20:40

Stimmt. :ja:
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Re: Ritterorden

Beitrag von Juergen » Freitag 16. Oktober 2009, 23:26

cantus planus hat geschrieben:Nee, bei den Maltesern und den Grabesrittern. In den Deutschen Orden kann man nur ganz normal eintreten, wie in jeden anderen Orden auch.
Ein Studienkollege ist nach seinem Diplom in Paderborn in den Deutschorden eingetreten. :ja:

Beim Malteserorden gibt es gleichsam zwei "Wege"
Einmal den angesprochenen, daß Leute (zumeist Laien) dort aufgenommen werden. Aber man kann auch ganz normal, wie bei jedem anderen Orden auch, den Weg Postulat, Noviziat, zeitliche Profess, ewige Profess gehen. Nur diese "echten" Ordensmitglieder, wenn man es so nennen will, sind dann aus Stimmberechtigt bei Wahlen etc.

Bei den Grabesrittern, gibt es wohl nur den Weg über eine Aufnahme aufgrund von Vorschlägen und Empfehlungen.
Zuletzt geändert von Juergen am Freitag 16. Oktober 2009, 23:33, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß
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Re: Ritterorden

Beitrag von cantus planus » Freitag 16. Oktober 2009, 23:29

Juergen hat geschrieben:Beim Malteserorden gibt es gleichsam zwei "Wege"
Einmal den angesprochenen, daß Leute (zumeist Laien) dort aufgenommen werden. Aber man kann auch ganz normal, wie bei jedem anderen Orden auch, den Weg Postulat, Noviziat, zeitliche Profess, ewige Profess gehen. Nur diese "echten" Ordensmitglieder, wenn man es so nennen will, sind dann aus Stimmberechtigt bei Wahlen etc.
Man kann bei den Maltesern auch ohne Vorschlag eintreten?
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Re: Ritterorden

Beitrag von Juergen » Freitag 16. Oktober 2009, 23:32

Als Novize?
Ja.

Allerdings wüßte ich nicht, wo in Deutschland ein Konvent ist.
Da müßte man wohl in Rom vorstellig werden.
Gruß
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Re: Ritterorden

Beitrag von cantus planus » Freitag 16. Oktober 2009, 23:33

Das wusste ich noch gar nicht. Interessant. Ich dachte immer, auch das gehe nur mit Empfehlung.
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Re: Ritterorden

Beitrag von Juergen » Freitag 16. Oktober 2009, 23:34

Alle drei Orden sind meist auf Libori vertreten
http://www.youtube.com/watch?v=jVRINo9H81Q#t=127
Gruß
Jürgen

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Re: Ritterorden

Beitrag von Joseph » Sonnabend 17. Oktober 2009, 03:06

Mal ne "unschuldige" Frage: Was solln das Ganze mit diesen Orden? Ausser schönen Mänteln mit Wappen, zum Gebrauch als Dekorationsausstattung bei kirchlichen Festen und gewisse Wohltätigkeiten sind diese Vereine doch wohl antiquiert? Oder?
In meinen treublauen Augen ist das nichts als romantisches Nostalgiegetue (verbunden mit Bier trinken). Oder sind diese Herren Ritter in irgendeiner Weise nutzvoll in der Verteidigung der traditionellen RK, des zivilisierten Abendlandes oder gar des christlichen Gedankengutes... In wie weit treten sie der protestantierung der RK entgegen? Oder der islamifizierung Europas? Den Mohamedanern verdanken sie ja wohl ihre Existenz und Gründungsberechtigung... wenn man mal von den Deutschen Ordensrittern absieht, denen der Hintern von St. Alexander Nevski verkloppt wurde.

Als Orthodoxer Christ sehe ich diesem Rittergetue mit zusammengekniffenen Lippen zu, sie haben bei uns aber auch garkeinen Stein im Brett...

Und von den Knights of Columbus in den USA mag ich garnicht erst anfangen...

Mit unschuldigen Grüßen
von Joseph, der in seinem Stammbaum ein paar echte Chevaliers hat... solche die auch schon mal jemanden auf's Maul geklopft haben.
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Re: Ritterorden

Beitrag von Linus » Sonnabend 17. Oktober 2009, 08:26

Juergen hat geschrieben:Als Novize?
Ja.

Allerdings wüßte ich nicht, wo in Deutschland ein Konvent ist.
Da müßte man wohl in Rom vorstellig werden.
:neinfreu: Wien

Zu den Mitgliedarten
1. Stand der Justizritter oder Professen die Gelübde Armut, Keuschheit und Gehorsam ablegt. Der 2. Stand der Obedienz-Ritter verspricht den Gehorsam. Die Mitglieder des 3. Standes legen kein Gelübde oder Versprechen ab, sind aber bereit gemäß den Normen der Kirche zu leben und im Geiste des Ordens gegen das 8 fache Elend (Krankheit, Verlassenheit, Heimatlosigkeit, Lieblosigkeit, Hunger, Schuld, Unglaube und Gleichgültigkeit) zu kämpfen.
Der Orden besitzt auch Kapläne, die wie die Ritter des 1. Standes Ordensleute im Sinne des Kirchenrechtes sind, jedoch nicht zu einem Leben in der Gemeinschaft verpflichtet sind[...]Für jeden Stand gibt es eigene Zulassungserfordernisse für das Noviziat bzw. die Ausbildung, die im Codex des Ordens genau geregelt sind. Die Kandidaten werden durch den Orden angesprochen. Es ist nicht möglich sich selbst zur Aufnahme in den Orden vorzuschlagen. Die Aufnahme selbst erfolgt im Rahmen einer feierlichen Hl. Messe, meist um den 24. Juni, dem Tag des Hl. Johannes des Täufers, des Schutzpatron des Ordens.

http://www.malteserorden.at/organisation.html

Die Kooptation dürfte wohl auch für Justitzritter gelten.
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Re: Ritterorden

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 17. Oktober 2009, 10:37

Genau das meine ich in einem - übrigens sehr lesenswerten - Heftchen der österreichischen Malteser auch gelesen zu haben. Ein Eintritt ohne Empfehlung ist nicht möglich. Es mag aber sein, dass das hierzulande anders ist.
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Re: Ritterorden

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 17. Oktober 2009, 10:43

Joseph hat geschrieben:Mal ne "unschuldige" Frage: Was solln das Ganze mit diesen Orden? Ausser schönen Mänteln mit Wappen, zum Gebrauch als Dekorationsausstattung bei kirchlichen Festen und gewisse Wohltätigkeiten sind diese Vereine doch wohl antiquiert? Oder?
In meinen treublauen Augen ist das nichts als romantisches Nostalgiegetue (verbunden mit Bier trinken). Oder sind diese Herren Ritter in irgendeiner Weise nutzvoll in der Verteidigung der traditionellen RK, des zivilisierten Abendlandes oder gar des christlichen Gedankengutes... In wie weit treten sie der protestantierung der RK entgegen? Oder der islamifizierung Europas? Den Mohamedanern verdanken sie ja wohl ihre Existenz und Gründungsberechtigung... wenn man mal von den Deutschen Ordensrittern absieht, denen der Hintern von St. Alexander Nevski verkloppt wurde.

Als Orthodoxer Christ sehe ich diesem Rittergetue mit zusammengekniffenen Lippen zu, sie haben bei uns aber auch garkeinen Stein im Brett...

Und von den Knights of Columbus in den USA mag ich garnicht erst anfangen...

Mit unschuldigen Grüßen
von Joseph, der in seinem Stammbaum ein paar echte Chevaliers hat... solche die auch schon mal jemanden auf's Maul geklopft haben.
Abgesehen davon, dass mich die orthodoxe Freundlichkeit dieses Beitrages wieder mal schwer nervt, sei auf das Leitbild der Malteser hingewiesen:
LEITBILD DER DEUTSCHEN ASSOZIATION DES SOUVERÄNEN MALTESER RITTERORDENS UND IHRER WERKE
Tuitio fidei et obsequium pauperum
Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen

  • Im Vertrauen auf Gott für den Menschen
    Der Malteser Orden weiß sich seit 900 Jahren seinem Gründungsauftrag verpflichtet, den Armen und Kranken zu dienen. In ihnen erkennen die Malteser Jesus Christus, den Herrn. Dadurch bezeugen sie in besonderer Weise den christlichen Glauben mit dem Einsatz ihrer ganzen Person. Die Malteser wollen durch ihren Dienst helfen und heilen; so machen sie Gottes Zuwendung zu den Menschen erfahrbar.
    Unter diesem Auftrag stehen alle Werke des Ordens mit ihren Mitarbeitern. Führungskräfte wissen sich in ihrem Verantwortungsbereich diesem Auftrag besonders verpflichtet.
    Die Malteser orientieren sich am Glauben der Gottesmutter Maria, am Zeugnis Johannes des Täufers, ihrer Patrone, und am Charisma ihres Gründers, des Bruders Gerhard.
  • Leben in der katholischen Kirche
    Die verbindliche Lehre zu christlichem Glauben und Leben wird durch die Führungskräfte nach innen und außen vertreten. Als Orden der katholischen Kirche gestaltet der Malteser Orden seine Werke nach den Maßgaben der kirchlichen Ordnung.

  • Offenheit durch klares Profil
    Der Malteser Orden lädt seit je her alle Menschen guten Willens dazu ein, seinen Weg mitzugehen und seine Dienste zu unterstützen. Durch seine eindeutige Verankerung in der katholischen Kirche gewinnt er die Freiheit, in seinen Werken mit allen zusammenzuarbeiten, die an seinem Auftrag mitwirken wollen und für seine Ziele offen sind. So bieten die Malteser dem Einzelnen den Raum, seine je eigene Berufung in der Begegnung mit Jesus Christus im Dienst an den Schwachen und Kranken zu finden.
Der Orden leistet gerade in den Punkten, nach denen du fragst, nach wie vor einen gewichtigen Beitrag. In Deutschland leider nicht so offensichtlich, wie in anderen Ländern. Dass das Biertrinken eines der Charakeristika dieser Orden wäre, ist mir neu. Offenbar sitzt du hier Klischees der von mir schon erwähnten Pseudoorden und Ritterbünde auf. Nicht zu vergessen, dass alle diese Orden eigene, große Hilfswerke betreiben und die Kirche finanziell sehr unterstützen. Auch die Verteidigung der katholischen Lehre ist diesen Orden ein großes Anliegen.
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Juergen
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Re: Ritterorden

Beitrag von Juergen » Sonnabend 17. Oktober 2009, 20:13

Wenn ein Orden als Ritterorden gegründet wurde und der Orden bis heute besteht, sehe ich keinen Grund, warum man an seiner ordenseigenen Identität was ändern sollte.

Der Malteserorden ist zudem ein souveränes Völkerrechtssubjekt. Alleine aufgrund dieses Status kommen die oft bei Katastrophen oder ähnlichem mit ihren Hilfsdiensten einfacher ins Land als andere Organisationen. - Das ist freilich nur ein pragmatischer Aspekt.


Anderer Orden haben sich teilweise dem Zeitgeschmack angepasst. Die Ergebnisse sind bekannt: die Orden sind uninteressant und eine Niederlassung nach der anderen schließt.
Gruß
Jürgen

Grammi
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Re: Ritterorden

Beitrag von Grammi » Montag 23. August 2010, 13:33

Ich weiß nicht genau, wie es mit dem Orden vom Heiligen Grab aussieht, aber zumindest der Deutsche Orden ist keineswegs ein irgendwie veralteter Verein.
Die Ordenspriester sind in der Pfarrselsorge, vor allem für Deutschsprachige im Ausland, und in der Militärseelsorge tätig, die Ordenschwestern caritativ und erzieherisch, die Familiaren unterstützen den Orden durch Gebet, tätige Nächstenliebe und sicherlich auch die eine oder andere Spende, und das Deutschordenswerk ist, ähnlich wie die Malteser-Hilfsorganisationen, ein vom Orden finanziertes Hilfswerk. In München z.B. betreiben sie eine Hilfsstelle für Suchtkranke.

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Linus
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Re: Ritterorden

Beitrag von Linus » Montag 23. August 2010, 23:02

Meiner Beobachtung nach sind die Grabesritter die schillernsten, die Malteser die ernstesten und organsiertesten und die Deutschordensfamilialen irgendwie selten in erscheinung getreten.
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Re: Ritterorden

Beitrag von Peregrin » Montag 23. August 2010, 23:18

Joseph hat geschrieben: In meinen treublauen Augen ist das nichts als romantisches Nostalgiegetue (verbunden mit Bier trinken). Oder sind diese Herren Ritter in irgendeiner Weise nutzvoll in der Verteidigung der traditionellen RK, des zivilisierten Abendlandes oder gar des christlichen Gedankengutes...
Hm, manchmal steckt wohl auch mehr dahinter, der P2-Gründer z.B. war außer bei den Freimaurern offenbar auch in den päpstlichen Ritterorden sehr verankert. Ob das so eine "nutzvolle" Wirkung war, bleibe dahingestellt, aber über "romantisches Nostalgiegetue" geht das doch deutlich hinaus. Der Don der österreichischen Agrarmafia ist, wie man hört, auch Grabesritter.
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Re: Ritterorden

Beitrag von Linus » Montag 23. August 2010, 23:30

Scharinger?Stepic? Rothensteiner? Konrad?
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Re: Ritterorden

Beitrag von Peregrin » Montag 23. August 2010, 23:57

Linus hat geschrieben:Scharinger?Stepic? Rothensteiner? Konrad?
:D :D :D
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Re: Ritterorden

Beitrag von Linus » Dienstag 24. August 2010, 07:22

Also wer? Scharinger und Konrad würd ichs ja zutrauen.
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Re: Ritterorden

Beitrag von Mirjanin » Sonnabend 29. Januar 2011, 18:44

Auf Youtube auf ein interessantes Video gestossen, dass einen Überblick über die ganzen Ritterorden geben will. Schöne Zusammenstellung:

http://www.youtube.com/watch?v=xvWmjFwgkXI


Vom gleichen Benutzer gibt es auch noch ein weiteres Video zum Thema:

The Defenders of Christian Europe - part 1 http://www.youtube.com/watch?v=aaY-vHDg ... re=related
The Defenders of Christian Europe - part 2 http://www.youtube.com/watch?v=jusxJwmcMLc
The Defenders of Christian Europe - part 3 http://www.youtube.com/watch?v=yBCU65wSjkc
Gut sein ist edel. Andere lehren, gut zu sein, ist noch edler. Und einfacher.
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Re: Ritterorden

Beitrag von Niels » Mittwoch 2. Februar 2011, 18:21

"Euskirchen - Im ehemaligen Franziskanerkloster soll ein kleiner Konvent des Deutschen Ordens für drei bis vier Ordensbrüder eingerichtet werden": http://www.ksta.de/html/artikel/128874151345.shtml
Der Orden sei keineswegs sonderlich konservativ eingestellt, Messen nach vorkonzilischem Ritus würden beispielsweise nicht gelesen.
Muss das nicht "trinitischer Ritus" heißen? :narr:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Ritterorden

Beitrag von Berolinensis » Mittwoch 2. Februar 2011, 21:28

Niels hat geschrieben:"Euskirchen - Im ehemaligen Franziskanerkloster soll ein kleiner Konvent des Deutschen Ordens für drei bis vier Ordensbrüder eingerichtet werden": http://www.ksta.de/html/artikel/128874151345.shtml
Der Orden sei keineswegs sonderlich konservativ eingestellt, Messen nach vorkonzilischem Ritus würden beispielsweise nicht gelesen.
Muss das nicht "trinitischer Ritus" heißen? :narr:
Tolle Selbsteinschätzung. :roll: Das soll wohl so eine Art Persilschein sein...

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Re: Ritterorden

Beitrag von Grammi » Mittwoch 2. Februar 2011, 21:58

Und vor allem, was hat vor-/nachkonziliare Messform mit liberal/konservativ zu tun? Im Alten Peter wird die Messe in der nachkonziliaren Liturgieform gefeiert, aber mit Rücken zum Volk am Hochaltar, in alten Gewändern usw., von liberalem Geist kann hier keine Rede sein.

Der Deutsche Orden als nicht sehr konservativ, naja :pfeif:
1. Tragen die noch ihr Ordensgewand (in heutigen Zeiten muss das schon fast als konservativ gelten)
2. Kein liberaler Orden würde seinen Mitgliedern erlauben, vor einer Kompanie Soldaten vor derem Gelöbnis über solche Sachen wie den gerechten Krieg zu predigen.

Gruß
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Re: Ritterorden

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 2. Februar 2011, 22:00

Genau das habe ich mir auch gedacht. Vor allem im Gegensatz zu den vollkommen degenerierten Franziskanern unserer Tage ist der Deutsche Orden wirklich konservativ. Da werden sich einige noch wundern. Übrigens hat der Deutsche Orden sehr guten Nachwuchs!
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Re: Ritterorden

Beitrag von Linus » Mittwoch 2. Februar 2011, 22:57

Das merkt man hier im Generalhaus in Wien leider nur, wenn mal der Nachwuchs kommt.

Die Messen hier sind zwar recht ordentlich, aber eher von der schaudrigen Sorte...
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Re: Ritterorden

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 2. Februar 2011, 22:58

Linus hat geschrieben:Das merkt man hier im Generalhaus in Wien leider nur, wenn mal der Nachwuchs kommt.
Sag' ich ja: Übrigens hat der Deutsche Orden sehr guten Nachwuchs. :)
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Re: Ritterorden

Beitrag von HeGe » Donnerstag 3. Februar 2011, 15:06

Hier ist noch ein Vorläufer-Artikel: http://www.euskirchen-online.ksta.de/ht ... 9753.shtml

Daraus:
[...]Im Verfahren werde die Gemeinde vor Ort einbezogen: „Gemeindemitglieder haben eine Mitsprache und könnten beispielsweise sagen, dass der Deutsche Orden ihnen zu konservativ ist.“ Tatsächlich ist das wohl eines der Bedenken, die die Gläubigen in Euskirchen umtreiben. Der Kirchenvorstand, der schwerpunktmäßig für die Finanzen zuständig ist, wirft, so war zu hören, auch die Frage auf, ob der Orden finanziell so aufgestellt ist, dass das Projekt Erfolg verspricht.[...]
Aber sonst ticken die da noch richtig?! :vogel: Muss man als Priester jetzt demnächst einen Modernisteneid ablegen, bevor man der gnädigen Laienschar zu Diensten sein darf? Statt "Danke" und "Amen" zu sagen, wenn bis zu vier neue Priester für die Seelsorge kommen, wird da noch rumgemäkelt. :daumen-runter:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Ritterorden

Beitrag von Benedikt » Donnerstag 3. Februar 2011, 17:20

So wie dieser Artikel geschrieben ist, könnte man meinen, er sei vom Grevenbroicher Tagblat...
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Re: Ritterorden

Beitrag von Mirjanin » Donnerstag 3. Februar 2011, 19:12

Also doch christlich-reaktionäre Weltverschwörer?


...hach, schön wär's! :D
Gut sein ist edel. Andere lehren, gut zu sein, ist noch edler. Und einfacher.
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Re: Ritterorden

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 3. Februar 2011, 21:04

HeGe hat geschrieben:Hier ist noch ein Vorläufer-Artikel: http://www.euskirchen-online.ksta.de/ht ... 9753.shtml

Daraus:
[...]Im Verfahren werde die Gemeinde vor Ort einbezogen: „Gemeindemitglieder haben eine Mitsprache und könnten beispielsweise sagen, dass der Deutsche Orden ihnen zu konservativ ist.“ Tatsächlich ist das wohl eines der Bedenken, die die Gläubigen in Euskirchen umtreiben. Der Kirchenvorstand, der schwerpunktmäßig für die Finanzen zuständig ist, wirft, so war zu hören, auch die Frage auf, ob der Orden finanziell so aufgestellt ist, dass das Projekt Erfolg verspricht.[...]
Aber sonst ticken die da noch richtig?! :vogel: Muss man als Priester jetzt demnächst einen Modernisteneid ablegen, bevor man der gnädigen Laienschar zu Diensten sein darf? Statt "Danke" und "Amen" zu sagen, wenn bis zu vier neue Priester für die Seelsorge kommen, wird da noch rumgemäkelt. :daumen-runter:
Wenn eine Gemeinde von den Franziskanern übernommen wird (werden muss), ist jede normal katholische Position plötzlich reaktionär. Wer's nicht glaubt, lese das offizielle Provinzheftchen zum Thema "Ökumene", das hier einmal verlinkt wurde. Man gibt sich bei OFMs nicht einmal mehr nominell katholisch. Wenn dann der Deutsche Orden weitermacht, sind die Schwierigkeiten und eben solche Befürchtungen eine natürliche Folge.
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Re: Ritterorden

Beitrag von Grammi » Freitag 4. Februar 2011, 19:09

Was soll man denn noch sagen, außer: Undank ist der Welten Lohn.

Priester will man, aber bitte jung und liberal, voller Weisheit und doch demütig, dem Kirchenvolk ergeben, auf dass sie Ihm gehorchen. Ach ja, Geld sollen sie auch noch mitbringen. :kotz:

Ich wär ja froh, wenn unsere Gemeinde vom OT geleitet würde. Bei denen erkennt man die Priester (Dank Talar und Eisernem Kreuz) schon auf ein paar Meter Entfernung, und nicht erst auf Nachfrage.

Gruß
Grammi

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Re: Ritterorden

Beitrag von HeGe » Donnerstag 10. Februar 2011, 15:41

Die Patres werden nicht kommen

Der Deutsche Orden zieht nicht ins ehemalige Domizil der Franziskaner. Ausschlaggebend dafür ist die ablehnende Haltung des Kirchenvorstands. Andere Interessenten gibt es derzeit nicht, vorerst bleibt das Gebäude leer.[...]

Der Kirchenvorstand soll sich nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit 8:5 Stimmen gegen einen Konvent des Deutschen Ordens in dem ehemaligen Franziskanerkloster ausgesprochen haben.[...]
Quelle: http://www.euskirchen-online.ksta.de/ht ... 3168.shtml

So viel zum Thema Priestermangel. :vogel:
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