Opus Dei

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

Moderator: Ecce Homo

Raphaela
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Beitrag von Raphaela » Sonnabend 6. September 2008, 13:11

maliems hat geschrieben:

es gibt wohl auch offenere OD Priester, bsp soll Klaus Martin Becker recht offen sein. Er war lange Jahre Vizeoffizial in Köln. Wo er heute lebt, weiß ich nicht. im Münsteraner Raum?
Unser Pfarrer gehört zum OD und vor einigen Jahren war bei uns mal ein Martin Becker Praktikant, der jetzt in der Diözese Eichstätt ist; z. Z. Diakon in der Nürnberger Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit. Kann das dieser Martin Becker sein? - Ein Bild von ihm ist leider nicht auf der Homepage, könnte evtl. sein Vorgänger sein

maliems
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Beitrag von maliems » Sonnabend 6. September 2008, 15:11

Raphaela hat geschrieben: Unser Pfarrer gehört zum OD und vor einigen Jahren war bei uns mal ein Martin Becker Praktikant, der jetzt in der Diözese Eichstätt ist; z. Z. Diakon in der Nürnberger Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit. Kann das dieser Martin Becker sein? -
nein

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Birgitta
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Beitrag von Birgitta » Sonnabend 6. September 2008, 16:27

Per Google habe ich jetzt noch was interessantes gefunden, direkt auf der Seite vom OD selbst. Insgesamt recht interessanter Artikel, den hier relevanten kurzen Abschnitt setze ich hier direkt rein.
Deutsche Tagespost, Würzburg 6.9.1978, zitiert nach dem Online-Artikel auf www.opusdei.de /Kardinal Albino Luciani hat geschrieben: Im Gewühl der Straße, im Büro, in der Fabrik, dort heiligt man sich, wenn man seine eigenen Pflichten sachgerecht erfüllt, aus Liebe zu Gott und mit Freude, so daß die tägliche Arbeit nicht zur „täglichen Tragik“, sondern zu einem „täglichen Lächeln“ wird.
Ähnliche Dinge lehrte vor über dreihundert Jahren der hl. Franz von Sales. Escrivá de Balaguer geht aber in mehreren Punkten über Franz von Sales hinaus. Dieser verficht zwar auch die Heiligkeit für alle, aber er lehrt wohl nur eine „Spiritualität der Laien“, während Escrivá eine „laikale Spiritualität“ will. So rät Franz von Sales den Laien fast immer dieselben Mittel an, welche die Ordensleute praktizieren, wenn auch entsprechend angepaßt. Escrivá ist radikaler: er spricht in einem guten Sinne geradezu von einer „Materialisierung“ der Heiligung. Für ihn ist es die materielle Arbeit selbst, die sich in Gebet und Heiligkeit umwandeln muß.
Den ganzen Artikel kann man hier finden.

Ich bin weder Experte, was den hl. Franz von Sales angeht, noch Experte was den hl. Josemaria und das OD angeht. Aber das bißchen, was ich von dem hl. Franz von Sales gelesen habe, schien mir doch ein bißchen darüber hinauszugehen, einfach nur die Mittel anzuwenden, die Ordensleute auch verwenden. Im Gegenteil- rügt er nicht sogar Leute, die stundenlang in der Kirche sitzen und beten, während zu Hause die Kinder versorgt werden müssen oder der Betrieb lahm liegt? Wenn er dazu aufruft, daß jeder die Pflichten seines Standes erfüllen soll- läuft das nicht auf das vom hl. Josemaria gewünschte hinaus?

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Niels
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Beitrag von Niels » Sonnabend 6. September 2008, 19:31

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani » Sonntag 7. September 2008, 08:53

nun wie ich das Opus Dei kenne haben sie seit dem 7.7.07. kein Problem mehr mit der alten Messe

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Birgitta
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Beitrag von Birgitta » Sonntag 7. September 2008, 13:37

Okay, alles andere hätte mich auch etwas gewundert.

Danke!

maliems
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Beitrag von maliems » Sonntag 7. September 2008, 23:42

ottaviani hat geschrieben:
nun wie ich das Opus Dei kenne haben sie seit dem 7.7.07. kein Problem mehr mit der alten Messe
In Köln ist das nicht so. Aber ich will mich nicht wiederholen.

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Linus
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Beitrag von Linus » Montag 8. September 2008, 08:31

Birgitta hat geschrieben:Kannst Du mir auch sagen, mit welcher Begründung, bzw. wie weitreichend diese Ablehnung ist? Ich nehme dann mal an, daß ein OD-Priester keine Messe im außerordentlichen Ritus zelebrieren wird. Aber wenn ein OD- Mitglied eine Messe im außerordentlichen Ritus besuchen will, was dann?
letztens sah ich in Wien - in der Peterskirche, sozusagen Hauptsitz des Ö- Zweiges - eine usus antiquior Messe allerdings nicht von einem OD Priester (mW)zelebriert - und außerhalb der publizierten Messzeiten (ich bin nur kurz in die Kirche reingeschneit). Wenn ein Mitglied des Werkes in eine ao Form gehen will, dann tut es dies schlicht und einfach. (Ist in Wien bisweilen zu beobachten, wenn man die Leute kennt)
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ottaviani
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Beitrag von ottaviani » Montag 8. September 2008, 10:29

ja ich denke eine Privatmesse in St. Peter ist sicher kein Problem

ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc » Montag 8. September 2008, 13:25

Hat das Opus Dei insgesamt neue Wege beschritten?

Gruß, ad_hoc
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incarnata
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Beitrag von incarnata » Montag 29. September 2008, 18:51

Ich kenne jemanden,der mal opus Dei Mitglied war und dann austrat,da er feststellte,dass es doch nicht ganz sein Weg war.Ich kann mir vorstellen,welche Züge seiner Persönlichkeit da gestört haben;er sagt nichts Näheres dazu,insbesondere nichts bewusst Negatives über das opus Dei.Aber er leugnet diese Mitgliedschaft auch nicht.Spricht dafür,daß die Trennung einigermassen
freidlich verlief,ohne grössere Verletzungen zu hinterlassen oder ?
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
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Raphaela
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Beitrag von Raphaela » Montag 29. September 2008, 21:05

incarnata hat geschrieben:Ich kenne jemanden,der mal opus Dei Mitglied war und dann austrat,da er feststellte,dass es doch nicht ganz sein Weg war.Ich kann mir vorstellen,welche Züge seiner Persönlichkeit da gestört haben;er sagt nichts Näheres dazu,insbesondere nichts bewusst Negatives über das opus Dei.Aber er leugnet diese Mitgliedschaft auch nicht.Spricht dafür,daß die Trennung einigermassen
freidlich verlief,ohne grössere Verletzungen zu hinterlassen oder ?
Warum nicht? Das kann durchaus sein. Nachdem ich sehr moderne Menschen im Opus Dei kenne und da ich auch weiß, dass diejeneigen, die dazu gehören durchaus normal sind, kann dies sein.
Es kann natürlich wie bei jemanden, der aus einem Orden austritt: Das kann auch friedlich zugehen, ohne größer Verletzungen.-Sicher leiden trotzdem beide Seiten darunter, auch wenn man merkt, dass dies nicht der Weg ist, den man gehen soll. - Aber es ist bestimmt ein wichti´ger Schritt gewesen.

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Linus
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Beitrag von Linus » Montag 29. September 2008, 22:55

incarnata hat geschrieben:Ich kenne jemanden,der mal opus Dei Mitglied war und dann austrat,da er feststellte,dass es doch nicht ganz sein Weg war.Ich kann mir vorstellen,welche Züge seiner Persönlichkeit da gestört haben;er sagt nichts Näheres dazu,insbesondere nichts bewusst Negatives über das opus Dei.Aber er leugnet diese Mitgliedschaft auch nicht.Spricht dafür,daß die Trennung einigermassen
freidlich verlief,ohne grössere Verletzungen zu hinterlassen oder ?
Ich kenne ebenfallseinen solchen, war 6 Jahre dabei, (als Numerarier) ist dann von dort weg, inzwischen verheiratet (seit Sommer dJ) Die Hochzeit fand in einer vom Werk betreuten Kirche statt. (durch einen Opus Dei Priester)
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Beitrag von Raphaela » Sonnabend 6. Dezember 2008, 10:25

Zum 80-jährigen Bestehen von Opus Dei

Raphaela
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Beitrag von Raphaela » Sonnabend 6. Dezember 2008, 10:28

Bischof Javier Echevarria über Opus Dei
(Er gehört selbst dazu)

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Sonnabend 6. Dezember 2008, 14:28

Er gehört nicht nur dazu, er ist sogar der Chef von's Janze. Das sollte man erwähnen.
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‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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Beitrag von ad_hoc » Sonnabend 6. Dezember 2008, 14:44

Sehr schönes Interview - und genau so sehe ich das Opus Dei.
Wie der Bischof am Schluß sagt, dass die größte Schwierigkeit seines Weges im Opus Dei seine eigene Nichtigkeit ist, die ihn dazu zwingt, jeden Tag von Neuem zu beginnen, jeden Tag sich selbst zu überwinden, da er nur dadurch anderen helfen kann, wenn er sich selbst überwunden und sich selbst geholfen hat, so ist es tatsächlich.

Das Opus Dei ist nichts für Unentschiedene, nichts für Halbentschiedene, das Opus Dei verlangt den ganzen Menschen, der sich voll und ganz für etwas entscheiden und sich voll und ganz dafür einsetzen kann, ohne Kompromisse an die eigenen kleinen und größeren Schwächen zuzulassen.

Gruß, ad_hoc
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Beitrag von Raphaela » Sonnabend 6. Dezember 2008, 21:56

cantus planus hat geschrieben:Er gehört nicht nur dazu, er ist sogar der Chef von's Janze. Das sollte man erwähnen.
Stand ja nicht mal bei der Erklärung in Gloria TV dabei. Woher weißt du das?

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Sonntag 7. Dezember 2008, 14:28

Raphaela hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Er gehört nicht nur dazu, er ist sogar der Chef von's Janze. Das sollte man erwähnen.
Stand ja nicht mal bei der Erklärung in Gloria TV dabei. Woher weißt du das?
http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bechr.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Javier_Echevarr%C3%ADa
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

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Filius Custodis
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Opus-Dei-Exkurs

Beitrag von Filius Custodis » Sonnabend 26. September 2009, 06:51

http://www.bornpower.de/opus/interne.htm

Jeder, auch die Bistumsleitung, sollte sich die Frage stellen, ob ein Mitglied einer derartigen Organisation in die Pfarrseelsorge des Jahres 21 passt oder nicht eher eine Gefahr dafür darstellt.

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Lupus
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Re: Pfarrer gibt auf

Beitrag von Lupus » Sonnabend 26. September 2009, 07:09

Wer diesen Link anklickt und das dort enthaltene Pamphlet liest und auch noch den Inhalt als seriös und glaubhaft ansieht, ist selbst schuld, wenn er ein total falsches Bild vom "Opus Dei" erhält.

Ich gehöre nicht zum Opus Dei und habe keinen Anlass mit ihm zu sympathisieren. Aber, wer nur ein wenig lesen kann, dem kommt bei der Lektüre dieses Pamphlets "der Kaffee von der Erstkommunionfeier" noch hoch!

Übelstes Machwerk teuflischster Art, das nur Zwíetracht und Unfrieden in die Reihen von gutgläubigen Katholiken zu säen gemacht ist! Pfui Deibel noch mal!

Ich empfehle nachdrücklichst die Lektüre des Buches : Der "Fall" Opus Dei. Vittorio Messori gibt dort einen sachlichen Einblick in die Organisation und den Geist des Opus. Erschienen im MM-Verlag, Aachen.

Jeder Orden, jede Kongregation hat ihre je eigene Spiritualität, aus der sie lebt. Niemand wird je gezwungen der Spiritualität beizupflichten, die seiner Wesensart oder seinem Charakter widersprechen könnte! Nur muss man dann bei der Beurteilung anderer Wesensarten sachlich und neutral bleiben, aber keinen Mist produzieren!

+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

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Re: Pfarrer gibt auf

Beitrag von Filius Custodis » Sonnabend 26. September 2009, 07:41

Kann es sein, dass Opus-Dei, Pius-Brüder, Engelwerk und andere vor allem die eine Gemeinsamkeit haben, dass alles Verleumdung und Lüge ist, was irgendwo geschrieben steht und nicht ein 100% Loblied auf den eigenen Verein ist?
Im übrigen habe ich lediglich die Frage gestellt, ob Leute mit einem derartigen Gedankengut die Lösung für die Gemeindepastoral im Jahre 2010 darstellen. Das die betreffenden Gruppen ihre eigene Spiritualität haben können, habe ich nicht angezweifelt.

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Peti
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Re: Pfarrer gibt auf

Beitrag von Peti » Sonnabend 26. September 2009, 08:33

Filius Custodis hat geschrieben:http://www.bornpower.de/opus/interne.htm

Jeder, auch die Bistumsleitung, sollte sich die Frage stellen, ob ein Mitglied einer derartigen Organisation in die Pfarrseelsorge des Jahres 21 passt oder nicht eher eine Gefahr dafür darstellt.
Lupus hat geschrieben:Wer diesen Link anklickt und das dort enthaltene Pamphlet liest und auch noch den Inhalt als seriös und glaubhaft ansieht, ist selbst schuld, wenn er ein total falsches Bild vom "Opus Dei" erhält.
+L.
Viel besser hierzu, und nicht so polemisch wie der obengenannte Artikel, ist was der hier vielgeschmähte Kardinal Lehmann über das "Opus Dei" in einem Vortag spricht:
http://www.opusdei.de/art.php?p=552
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Pfarrer gibt auf

Beitrag von Lupus » Sonnabend 26. September 2009, 09:26

Filius Custodis hat geschrieben:Kann es sein, dass Opus-Dei, Pius-Brüder, Engelwerk und andere vor allem die eine Gemeinsamkeit haben, dass alles Verleumdung und Lüge ist, was irgendwo geschrieben steht und nicht ein 100% Loblied auf den eigenen Verein ist?
Im übrigen habe ich lediglich die Frage gestellt, ob Leute mit einem derartigen Gedankengut die Lösung für die Gemeindepastoral im Jahre 2010 darstellen. Das die betreffenden Gruppen ihre eigene Spiritualität haben können, habe ich nicht angezweifelt.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Es ist bereits ein Verhängnis, die drei Organisationen ständig in einem Atemzug zu nennen!

Die Piusbruderschaft steht in einem Widerspruchsverhältnis zur Kirche, das Engelwerk wird von der Kirche als eine Organisation verstanden, deren Gedankengänge "der Kirche fremd sind"! (Card. Ratzinger!)
Das Opus Dei aber ist anerkannt als eine von vielen Möglichkeiten, im Dienste der Kirche tätig zu sein.
Die Kirche sagt jedenfalls, dass "Leute mit derartigem Gedankengut", wie Du Dich auszudrücken beliebst, eine der "Lösungen für die Gemeinepastoral im Jahre 2010 darstellen", siehe Bischof Dr.Dr.Klaus Küng in St. Pölten, der Angehöriger des Opus Dei ist!


Besser es geschieht für die Seelsorge etwas, als dass man nur darüber redet und Ansprüche anmeldet oder, die nur zur Frustation führen , aber nicht weiterhelfen!
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Re: Pfarrer gibt auf

Beitrag von Peti » Sonnabend 26. September 2009, 09:58

Lupus hat geschrieben: Es ist bereits ein Verhängnis, die drei Organisationen ständig in einem Atemzug zu nennen!

Die Piusbruderschaft steht in einem Widerspruchsverhältnis zur Kirche, das Engelwerk wird von der Kirche als eine Organisation verstanden, deren Gedankengänge "der Kirche fremd sind"! (Card. Ratzinger!)
Das Opus Dei aber ist anerkannt als eine von vielen Möglichkeiten, im Dienste der Kirche tätig zu sein.
Die Kirche sagt jedenfalls, dass "Leute mit derartigem Gedankengut", wie Du Dich auszudrücken beliebst, eine der "Lösungen für die Gemeinepastoral im Jahre 2010 darstellen", siehe Bischof Dr.Dr.Klaus Küng in St. Pölten, der Angehöriger des Opus Dei ist!


Besser es geschieht für die Seelsorge etwas, als dass man nur darüber redet und Ansprüche anmeldet oder, die nur zur Frustation führen , aber nicht weiterhelfen!
:klatsch:
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overkott
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Re: Opus Dei - Fragen, Kritik,Meinungen?

Beitrag von overkott » Sonnabend 26. September 2009, 10:31

Es gibt viele Gruppen in der Kirche, die sich wie das Opus, für den Glauben engagieren.

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Linus
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Re: Opus Dei - Fragen, Kritik,Meinungen?

Beitrag von Linus » Sonnabend 26. September 2009, 10:44

Als jemand der von einem Opus Dei Priester geistlich betreut wird, aber selbst einer charismatisch angehauchten Gemeinschaft angehört, (und auch dort beiben wird) kann ich nur sagen, daß das was da oben im link Beschrieben wird ziemlicher schmonzes ist.

Klar gibts einige Fundis - die hat aber jede Gemeinschaft, wenn einige Leute einer Gemeinschaft meinen mit Bußgürtel rumrennen zu müssen bitteschön, andere beten dafür den Rosenkranz ausschließlich auf Kisuaheli und das im Kopfstand.
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Re: Opus-Dei-Exkurs

Beitrag von Raphaela » Sonnabend 26. September 2009, 10:57

Filius Custodis hat geschrieben:http://www.bornpower.de/opus/interne.htm

Jeder, auch die Bistumsleitung, sollte sich die Frage stellen, ob ein Mitglied einer derartigen Organisation in die Pfarrseelsorge des Jahres 2010 passt oder nicht eher eine Gefahr dafür darstellt.
Genau über diesen Quatsch, der dort auf der Seite steht, habe ich mich bei Opus-Dei-Mitgliedern erkundigt, bevor ich sicher war, dass ich einen von ihnen als geistlichen Begleiter nehmen kann.
So etwas schreiben Leute, die niemanden vom Opus Dei persönlich kennen.

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overkott
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Re: Opus Dei - Fragen, Kritik,Meinungen?

Beitrag von overkott » Sonnabend 26. September 2009, 11:05

Systematische Darstellungen tun oft so, als seien die einzelnen Elemente für alle und für immer gültig. Das ist natürlich auch eine Anfrage an jeden Fundamentaltheologen. Auffällig ist, dass der schriftgelehrte Jesus kein Dogmatiker war. Die Evangelien zeigen uns eher im Gegenteil, dass Jesus die mosaische Dogmatik auf ihren Kern reduziert und damit auch für jeden nicht schriftgelehrten Gläubigen praktizierbar gemacht hat. Aus seiner intensiven Gebetsbeziehung mit dem Vater im Himmel schöpfte er die Kraft für den Alltag. Als Schriftgelehrter war Jesus Theologe und Ethiker, aber vor allem war Jesus Beter und Praktiker. Er hatte gelernt, mit den Händen zu arbeiten und mit Menschen umzugehen, sie aufzurichten, sie auf die Beine zu bringen, ihnen die Augen und die Ohren zu öffnen, ihnen Mut zu machen und Hoffnung und Brot zu sein für viele, für alle, die in seiner Botschaft Zuflucht suchen.

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Re: Opus Dei - Fragen, Kritik,Meinungen?

Beitrag von die Nackte Kanone » Sonnabend 26. September 2009, 11:14

overkott hat geschrieben:Systematische Darstellungen tun oft so, als seien die einzelnen Elemente für alle und für immer gültig. Das ist natürlich auch eine Anfrage an jeden Fundamentaltheologen. Auffällig ist, dass der schriftgelehrte Jesus kein Dogmatiker war. Die Evangelien zeigen uns eher im Gegenteil, dass Jesus die mosaische Dogmatik auf ihren Kern reduziert und damit auch für jeden nicht schriftgelehrten Gläubigen praktizierbar gemacht hat. Aus seiner intensiven Gebetsbeziehung mit dem Vater im Himmel schöpfte er die Kraft für den Alltag. Als Schriftgelehrter war Jesus Theologe und Ethiker, aber vor allem war Jesus Beter und Praktiker. Er hatte gelernt, mit den Händen zu arbeiten und mit Menschen umzugehen, sie aufzurichten, sie auf die Beine zu bringen, ihnen die Augen und die Ohren zu öffnen, ihnen Mut zu machen und Hoffnung und Brot zu sein für viele, für alle, die in seiner Botschaft Zuflucht suchen.
"Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! ... " (Mt 23:13) - beschimpft sich Jesus selber?
overkott, Deine Wiedergabe der Texte der modernen Theologie ist einfach gedankenlos.

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Re: Opus Dei - Fragen, Kritik,Meinungen?

Beitrag von overkott » Sonnabend 26. September 2009, 11:35

die Nackte Kanone hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Systematische Darstellungen tun oft so, als seien die einzelnen Elemente für alle und für immer gültig. Das ist natürlich auch eine Anfrage an jeden Fundamentaltheologen. Auffällig ist, dass der schriftgelehrte Jesus kein Dogmatiker war. Die Evangelien zeigen uns eher im Gegenteil, dass Jesus die mosaische Dogmatik auf ihren Kern reduziert und damit auch für jeden nicht schriftgelehrten Gläubigen praktizierbar gemacht hat. Aus seiner intensiven Gebetsbeziehung mit dem Vater im Himmel schöpfte er die Kraft für den Alltag. Als Schriftgelehrter war Jesus Theologe und Ethiker, aber vor allem war Jesus Beter und Praktiker. Er hatte gelernt, mit den Händen zu arbeiten und mit Menschen umzugehen, sie aufzurichten, sie auf die Beine zu bringen, ihnen die Augen und die Ohren zu öffnen, ihnen Mut zu machen und Hoffnung und Brot zu sein für viele, für alle, die in seiner Botschaft Zuflucht suchen.
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overkott, Deine Wiedergabe der Texte der modernen Theologie ist einfach gedankenlos.
Ja, klar:

Mt 11,29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Die demütige Einstellung ist eine Selbkritik, die er jedem Beichtenden empfiehlt: So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Wie können wir jetzt das Dogma verstehen, dass Jesus uns in allem gleich war außer der Sünde?

Damit ist nicht gemeint, dass Jesus keine Fehler gemacht hat. Schließlich war er Mensch, nahm an Weisheit zu und fand Gefallen bei Gott und den Menschen.

Aber Jesus lebte aus seiner Beziehung zum Vater im Himmel die Nächstenliebe und er vergab allen Menschen.

1Petr 4,1 Da Christus im Fleisch gelitten hat, wappnet auch ihr euch mit diesem Gedanken: Wer im Fleisch gelitten hat, für den hat die Sünde ein Ende.

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Re: Opus Dei - Fragen, Kritik,Meinungen?

Beitrag von die Nackte Kanone » Sonnabend 26. September 2009, 11:53

Zuletzt geändert von die Nackte Kanone am Sonnabend 26. September 2009, 20:39, insgesamt 2-mal geändert.

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