Bücherregal

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
Maja
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Beitrag von Maja »

Das Buch (also das Licht-an-mach-Buch) ist gut - vor allem als Grundlage für Diskussionen unter "Insidern".

Viele Erkenntnisse, die ich so bislang hatte, finde ich darin wieder und ich finde gerade auch ihre Gedanken in Bezug auf den Ausblick sehr sehr gut.

Als schwierig empfinde ich hingegen die (möglicherweise etwas subjektive?) Unterteilung von Frauen in "reifere" und "weniger reife" bzw. für mich resultiert daraus auch die Frage, wo ich zu finden wäre. Hm.

Zur Auflage: die ersten 500 waren schnell weg. Jetzt wird nachgedruckt.

LG, Maja
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

sr.meike
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Beitrag von sr.meike »

Liebe Maja & Mitleser,
sicher wird die Einteilung nicht jede glücklich machen. Aber es wurde ja schon versucht mittels verschiedener Methoden ein möglichst objektives Ergebnis zu bekommen. Psychologie ist halt nicht Mathe. Da kann ich in ner Klausur die Punkte addieren, Deutschaufsätze hingegen sind immer auch Geschmackssache.
Und ich stimme dir voll zu, würde mích auch interessieren, wo ich stehe! und woran es zu arbeiten gilt. Ich werd das Buch als nächstes meiner Formatorin zu lesen geben und dann werden wir sicher drüber reden.
Dieses Wochenende feiern wir aber erst mal eine Einkleidung, was bei uns gleichzeitig die endgültige Festlegung auf Lebenszeit ist :freude:
In welchem Verhältnis stehst du, Maja, denn zu einer Gemeinschaft?
Gruß, Sr.Meike

HeGe
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Beitrag von HeGe »

Ich habe mir kürzlich dieses Buch zugelegt:

Nancy Klein Maguire

In der Stille vieler kleiner Stunden
Fünf Kartäuser-Novizen auf der Suche nach Gott

Originaltitel: An Infinity of Little Hours
Originalverlag: PublicAffairs
Aus dem Englischen von Franchita Mirella Cattani

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Gebundenes Buch, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-33776-7
€ 19,95 [D] | € 20,60 [A] | SFr 34,90 (UVP)


http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=212958

Werde es mir in den nächsten Tagen mal durchlesen und dann berichten, ob es sich lohnt. Bei meinen ersten Einblicken sah es aber ganz gut aus.

Nur dieser Verlag, "Goldmann Arkana" ist ja wohl grässlich. Als wäre "Arkana" schon nicht schlimm genug, war als Beilage im Buch ein Werbeprospekt eingelegt mit dem Namen "Body, Mind + Spirit". Ich glaube jeder kann sich denken, was für Bücher da angepriesen wurden. Mit so einem Esoterikkram muss man sich jetzt schon einen Verlag teilen. :nein:
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ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc »

Fünf Kartäuser-Novizen auf der Suche nach Gott
Die reden schon zu viel. Ob das Buch also tatsächlich nützlich sein kann? 8)

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

Raphaela
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Beitrag von Raphaela »

Ich will Gott schauen
von Maria-EugenGrialou
Paulusverlag Freibung, Schweiz
ISBN: 3-7228-0315-2

In diesem Buch geht es um Mystik und Kontemplation, vor allem die carmelitische. Das meiste in diesem Buch beruht auf Teresa von Avila

Mit Anhang 1375 Seiten.

wassertasse
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Beitrag von wassertasse »

Für diejenigen, die es im November/Dezember interessiert hatte und das Buch vergriffen war:

Die zweite Auflage von "die letzte macht das licht an" ist seit einigen Tagen im Handel.

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Christs Spouse
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Beitrag von Christs Spouse »

Sucherin hat geschrieben:Es stimmt wirklich, dass es kaum Filme oder Bücher gibt von Nonnen oder so die immer noch im Kloster sind.
Das vermisse ich schon sehr und bin immer auf der Suche nach solcher Literatur.
Es gibt ein ganz nettes Buch von Maria Consilia Lakotta ich weis nicht ob du das kennst? Es heisst "Klausur - eintritt Verboten" da bleibt die junge Schwester im Kloster. Ist "nur" ein Roman und die Story etwas kitschig aber ich mag das buch ganz gern. :)

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Herzlich willkommen hier im Forum! :huhu:
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Sucherin
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Beitrag von Sucherin »

Hallo Christs Spouse,

vielen Dank für den Buchtipp. Habe eine kleine Zusammenfassung in der Zeitschrift "Der Fels" gefunden. Hört sich interessant an und ich habe es mir gleich antiquarisch bestellt!

Grüße

Sucherin

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Das Buch ist wirklich sehr unterhaltend geschrieben - der MOment, wo sie sich am Ende bereuend niederwirft und ihre Schuld gegenüber dem Kloster bekennt... (mehr verrate ich nicht ;)), ist einfach so "touching"... :ja:
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Beitrag von Sucherin »

Vielen, vielen Dank für diesen Buchtipp!!
Heute kam das Buch endlich an und ich habe es in einem Zuge durchgelesen, quasi bis jetzt.

Vielleicht hat es den Eindruck wenn ich hier schreibe, dass ich das nicht so verkitscht halte. Es ist einfach wunderbar...einfach toll. Und selbst was draus lernen kann man allemal.
*find ich*

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Mariamante
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Beitrag von Mariamante »

Apophthegmata patrum (Weisung der Väter)
ISBN- 3-7902-1406-X

Auszug s. 81:
Der Altvater Dulas sagte: "Wenn der Feind uns zwingt, die Herzensruhe aufzugeben, dann laßt uns nicht auf ihn hören. Denn nichts ist ihr und dem Faten gleich. Beide verbünden sich zur Bundesgenossenschaft gegen ihn; denn sie gewähren den inneren Augen Scharfblick.
Gelobt sei Jesus Christus

sr.meike
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in der stille vieler stunden

Beitrag von sr.meike »

So, hab das "Monumentalwerk" jetzt auch gelesen. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Dass von 5 Novizen nur einer bleibt, ist mal wieder nicht sehr ermutigend.
Und was mich immer wieder mal bei verschiedenen Klosterbüchern stört ist dieses "ich komme, um Gott zu suchen". Suchen ist gut, aber irgendwann hat die Suche ein Ende, weil Gott selbst verheißt, dass er sich finden lässt (Jer.29,13f)! Würde da lieber von Sehnsucht nach Begegnung sprechen. Also ich bin eingetreten, weil Gott mich gefunden hatte und gezogen. Weil ich eine persönliche Beziehung mit Jesus habe. Diese Freundschaft mit Jesus kommt mir in den Lebensbeschreibungen der Kartäusernovizen einfach zu kurz, bleibt unkonkret. Liturgie und Studium dominieren. Meist wird von "Gott" gesprochen. Ich glaub wir müssen das heutzutage genauer definieren, wen wir damit meinen. Ich meine den dreieinigen Gott, der sich in der Bibel offenbart - mit Absolutheitsanspruch (Apg.4,12). Das Gottesbild ist heutzutage sehr diffus, siehe Küngs Weltethos oder die Erscheinung dieses Buches bei Goldmann Arkana. Kann ja mal jemand zählen, wie oft der Name Jesus fällt "in der Stille vieler Stunden".
Sonst find ich die Einblicke ins Karäuserleben schon interessant (auch wenn die Beschreibungen von Anfang der 60er Jahre stammen). Als Schwester, die eher auf der aktiven, denn auf der kontemplativen Seite vom Pferd fällt, würde mich das für ne Auszeit schon mal locken. Aber sicher nicht auf Dauer. Gut, dass es verschiedene Typen und Berufungen gibt!
Was haltet ihr von dem Buch?
Grüßle, Sr.Meike

sr.meike
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wenn das glas zerbirst

Beitrag von sr.meike »

Hat jemand dieses Buch von einer Ex-Novizin gelesen?

Sehr lyrischer Stil, nicht so ganz meins.
Inhaltlich find ich krass, dass sie ja noch vor der ewigen Profess geht und dennoch quasi mit leeren Händen dasteht. Ist das immer noch gängige Praxis in Orden?

Gruß, Sr.Meike

Ecce Homo
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Re: wenn das glas zerbirst

Beitrag von Ecce Homo »

sr.meike hat geschrieben:Hat jemand dieses Buch von einer Ex-Novizin gelesen?

Sehr lyrischer Stil, nicht so ganz meins.
Inhaltlich find ich krass, dass sie ja noch vor der ewigen Profess geht und dennoch quasi mit leeren Händen dasteht. Ist das immer noch gängige Praxis in Orden?

Gruß, Sr.Meike
Du, ich blicke das jetzt hier mehr - welches Buch genau meinst du jetzt? :hmm: ;)
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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

Meinst Du "The Nun's Story" von Kathryn Hulme?
Da bekommt sie ja zum Schluß wenigstens ihre Mitgift wieder.
Ansonsten: So etwas kann passieren. Besonders ärgerlich wurde es für Jeanne Deckers (Sr. Luc-Gabrielle OP), die als Musikerin auch als "Sœur Sourire" bekannt war, der Anonymität willen. Ihre Lieder "Dominique" und (im deutschen Sprachraum) "Die Erde ist schön" sind nach wie vor bekannt.
Als sie aus dem Orden austrat, stellte sich heraus, daß ihr Orden bei den Steuerzahlungen aus dem Gewinn der Schallplatten im Rückstand war. Diese wurden ihr aufgelegt.
Tja, dumm gelaufen.

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Sorry, Sr. Meike, ich hatte oben die Zeile in Deinem Beitrag nicht gesehen - Du meinst dieses Buch: Wenn das Glas zerbirst: Tagebuch einer Novizin (Taschenbuch)
von Martin Werlen (Vorwort), Ulrike Wolitz (Autor)


Mal sehen, vielleicht lege ich mir das zu...

Hat sie, da Du ja das Buch gelesen hast, denn vor dem Eintritt alles verkauft oder verschenkt, da sie nach Deinen Worten mit leeren Händen dasteht?
Interessant ist auch von dieser Seite der Kommentar der Verlegerin (daraus hier ein Auszug)...
"Wenn das Glas zerbirst - Tagebuch einer Novizin" ist ein besonderes Buch. Es ist entstanden, weil viel Glas zerschlagen wurde.(...) Ich bin überzeugt, dass es an die Öffentlichkeit muss. Denn die Autorin hat uns einiges zu sagen. Was sie schreibt, geht nicht nur die Klöster an - die selbstverständlich auch. Es geht uns als Kirche an, als christliche Gemeinschaften, als Pfarreien, als Familien. Es geht uns an - auf welcher Insel auch immer wir leben." (Aus dem Vorwort von Abt Martin Werlen OSB)
"Das Scheitern an menschlichen Unzulänglichkeiten ist nicht das Letzte und kann das Entscheidende, das dahinter und darüber steht, nicht in Frage stellen. Der Blick auf das Ziel, die Bestimmung des Menschen, relativiert den Zustand des Weges, der dorthin führt. Dieses Buch müsste dazu beitragen, dass mehr Menschen sich bewusst, kompromisslos und ohne falsche romantische oder idealisierende Vorstellungen für genau diesen Weg entscheiden." (Aus dem Nachwort der Verlegerin)
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incarnata
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Beitrag von incarnata »

John W. Kiser: die Mönche von Tibhirine:
1996 dringen islamistische terroristen in ein Trappistenkloster im algerischen Atlas-Gebirge ein und nehmen sieben französische Mönche als Geiseln.Wochen später werden deren abgeschnittene Köpfe an einem Baum aufgehängt gefunden-eine Schreckenstat,welche die Weltöffentlichkeit erschüttert.Aber die Ermordung der im Volk beliebten Mönche wird zum Fanal des Friedens für das vom Bürgerkrieg zerrissene Algerien.Ihr leben und Sterben machte sie zu Märtyrern der Nächstenliebe zwischen Christen und Muslimen.

Das Thema ist heute aktueller denn je.Eine wahre Geschichte über die Möglichkeit des Sieges der Liebe über den Hass

Ansata(Econ-Ullstein-List)Verlag ISBN 3-7787-7196-5
hab`s über einen religiösen Handel im Netz als "Schnäppchen" gekauft;
hat sich aber gelohnt !
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

HeGe
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Beitrag von HeGe »

Ein gutes Buch. Habe ich damals antiquarisch für 3 Euro gekauft, hat sich aber wirklich gelohnt. :ja:
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Chrysostomus
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Re: in der stille vieler stunden

Beitrag von Chrysostomus »

Hallo, das ist mein erstes Posting hier :ikb_shy:
Ich hoffe, es ist ok, wenn ich mich hier einfach so frech in die Diskussion einmische!
sr.meike hat geschrieben:So, hab das "Monumentalwerk" [d.i. Fünf Kartäuser-Novizen auf der Suche nach Gott] jetzt auch gelesen. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Dass von 5 Novizen nur einer bleibt, ist mal wieder nicht sehr ermutigend.
Ich hab das Buch auch daheim, da ich persönlich mich sehr für die Kartäuser interessiere und fand es zwar auch nicht ermutigend, dass nur einer bleibt - zumal waren mir die Gründe für das Gehen irgendwie zu unplausibel dargestellt, aber was weiß ich - aber irgendwie ist es ja auch realistisch, dass es nur so wenige sind.
sr.meike hat geschrieben:Diese Freundschaft mit Jesus kommt mir in den Lebensbeschreibungen der Kartäusernovizen einfach zu kurz, bleibt unkonkret. Liturgie und Studium dominieren.
Das Problem dabei ist wahrscheinlich, dass die Autorin ja sicherlich gut recherchiert hat und eine Menge Stoff gesammelt hat und sich sicherlich sehr viel mit Mönchen und den Ex-Mönchen ausgetauscht hat, aber richtig authentisch doch die Erzählung nur dann gewesen wäre, wenn alle fünf Novizen für sich selbst gesprochen hätten. Sie hat ja nur wiedergegeben, aber wer weiß, was die Novizen selber für Worte gefunden hätten, hätten sie selber schreiben wollen. Mir ging es so, dass mir die konkret persönliche Erfahrung einfach in diesem Buch gefehlt hat, notwendigerweise, denn die Autorin selber war ja nicht dabei. Aber so, für einen Einblick, denke ich, wenn man mehr nach den Gegebenheiten als den tiefen geistigen Inhalten sucht, ist es sicher ein lohnenswerter Einblick in eine Kartause, eben weil dann doch mehr "hineingeguckt" wird als bei Literatur, wo der Orden aus der Sicht von Besuchern geschrieben ist (wie beim Buch von Serrou/Valx).


Noch ein in Deutschland eher ungekannter Klassiker:
Pierre de Calan: Cosmas or the Love of God
(im Moment nur auf Englisch erhältlich)
Loyola Classics
978-0-8294-2395-2
ca. 230 Seiten (nur so ein kleines Taschenbuch)
Es geht darin um einen Trappistennovizen, der glaubt, eine Berufung zu haben, aber vom Mönchsleben zutiefst enttäuscht ist. Er kann seine Berufung nicht leben, zweifelt aber trotzdem nicht daran, dass Gott ihn gerufen hat. Die Frage, die das Buch stellt, ist letztendlich, ob er die Berufung nun wirklich hat, auch wenn er sie nicht leben kann, oder ob er sie doch hat, obwohl er sie nicht leben kann.

HeGe
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Beitrag von HeGe »

Herzlich Willkommen im Forum! :huhu: Und vielen Dank für den Buchtipp. Werde ich mal nach Ausschau halten.
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Herzlich willkommen hier im Forum, Chrysostomus... :huhu:

Und den Buchtipp, den muss ich mir zu Gemüte führen! Gibt es übrigens hier: *klick*
:mrgreen: :kiss: ;)
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Chrysostomus
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Beitrag von Chrysostomus »

Danke!! :) Ja ich hab das Buch auch von Amazon, nur wollte ich keine Schleichwerbung machen! :D

HeGe
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Beitrag von HeGe »

Mir hat gestern jemand folgendes Buch geschenkt:

Der Heilige Bruno
Vater der Kartäuser

von Gerardo Posada

Wienand Verlag, Köln 1987

ISBN 3-87909-157-9

335 Seiten

Bin mal gespannt, wie es ist. Enthält viele Zitate aus Primärquellen usw., scheint also wissenschaftlich ganz ordentlich zu sein.
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Chrysostomus
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Beitrag von Chrysostomus »

Wie gefällt es dir denn? Steht wirklich mehr über den Hl. Bruno drin als anderswo? Meine Erfahrung mit diversen Biographien war eigentlich immer, das es recht wenig Informationen gab...

Ich hab hier noch von den Fontes Christiani die Kartäuserbriefe, falls dich Originaltexte interessieren, die eine (eigentlich ausreichende) Einleitung besitzen plus eben alle erhaltenen Briefe von Bruno, Guigo und Antelm.

Frühe Kartäuserbriefe - Epistulae Cartusianae (lat./dt.)
Bruno Guigo Antelm
bei Herder
3-451-22120-9

Germanus
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Beitrag von Germanus »

Ecce Homo hat geschrieben:Herzlich willkommen hier im Forum, Chrysostomus... :huhu:

Und den Buchtipp, den muss ich mir zu Gemüte führen! Gibt es übrigens hier: *klick*
:mrgreen: :kiss: ;)
Das Buch ist auch in deutscher Sprache erschienen, und zwar 1978 im Verlag Herder, Freiburg, unter dem Titel:
Cosmas oder Die Begierde nach Gott.
Im ZVAB gibt es, so habe ich gerade gesehen, zwei Exemplare - für teures Geld.... Das Buch an sich berührt sehr. Ein junger Zisterziensernovize überfordert sich und wird auch von anderen überfordert. Eine ziemlich bewegende Geschichte eines Franzosen (Original in Französisch), den seine Begierde nach Gott nicht losläßt.
Herzliche Grüße, Germanus

HeGe
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Beitrag von HeGe »

Chrysostomus hat geschrieben:Wie gefällt es dir denn? Steht wirklich mehr über den Hl. Bruno drin als anderswo? Meine Erfahrung mit diversen Biographien war eigentlich immer, das es recht wenig Informationen gab...

Ich hab hier noch von den Fontes Christiani die Kartäuserbriefe, falls dich Originaltexte interessieren, die eine (eigentlich ausreichende) Einleitung besitzen plus eben alle erhaltenen Briefe von Bruno, Guigo und Antelm.

Frühe Kartäuserbriefe - Epistulae Cartusianae (lat./dt.)
Bruno Guigo Antelm
bei Herder
3-451-22120-9
Ich habe es noch nicht angefangen zu lesen. :ikb_whistling: Das Wetter ist mir einfach zu schön (bzw. heiß) für Lektüre, auf die man sich konzentrieren muss.

Ansonsten Danke für den Tipp mit den Briefen. Ich werde mich mal im Antiquariat meines Vertrauens umsehen.
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Maja
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Artikel auf "Zeit"

Beitrag von Maja »

Liebe Leute,

auf der ZEIT - Homepage sind auch einige (!) ziemlich gute Artikel zum Ordensleben u.ä. zu finden:

der inzwischen mit einem Preis ausgezeichnete Artikel "Meine Freundin, die Nonne": http://hermes.zeit.de/pdf/archiv/2008/15/Nonne-15.pdf

über eine junge Schwester aus Sießen: http://www.zeit.de/online/2007/20/schwe ... e-portraet

über das Eintrittsprozedere: http://www.zeit.de/online/2008/14/interview-nonne

Priesterausbildung: http://www.zeit.de/campus/2008/02/priester-zoelibat

Kloster auf Zeit: http://www.zeit.de/online/2008/10/bg-haus-der-stille

Viele Spaß beim Lesen wünscht Maja
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incarnata
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Re: Bücherregal

Beitrag von incarnata »

Anton Rotzetter:Aus Liebe zum Leben: Die evangelischen Räte neu entdeckt
Herder 1996;ISBN 3-451-23935-3
Zeigt die Räte als Ausdruck einer Spiritualität des Lebens statt des Verzichts;stellt jeweils die theologisch-mystische Dimension,die gemeinschaftsdimension und die Wirkung nach "draussen" dar und situiert sie zuletzt auch politisch angesichts der aktuellen religiösen ökonomischen und sozialen Problematik unserer Zeit. Lesenswert auch für Nicht-Ordensleute !
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overkott
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Re: Bücherregal

Beitrag von overkott »


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cantus planus
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Re: Bücherregal

Beitrag von cantus planus »

Ein neues "Enthüllungsbuch" über die "Machenschaften" eines Ordens ist erschienen: http://www.amazon.de/Das-m%C3%B6ge-Gott ... 383219519X

Da das Buch derzeit aktiv beworben wird, und kirchenfeindliche Literatur immer hohen Absatz findet, sei hier zur Information auch auf die Gegendarstellung des Ordens hingewiesen:
Missionsschwestern vom Kostbaren Blut
7. September 29 16:9

Stellungnahme der Missionsschwestern von Kostbaren Blut zu Pressemitteilungen und Buchveröffentlichung von Majella Lenzen: „Das möge Gott verhüten“

„Wenn alle schweigen, wird sich nie etwas ändern“ (siehe Rückseite des genannten Buches)


Heute wie vor 13 Jahren, als Frau Lenzen erstmalig an die Medien ging, haben wir uns aus Rücksicht auf die Betroffene mit Gegendarstellungen weitgehend zurückgehalten. Ferner gab es in diesen 13 Jahren Gespräche zwischen der Ordensleitung und Frau Lenzen, deren Ausgang wie eine Klärung erschien. Eine erneute Veröffentlichung ist daher für uns schwer nachvollziehbar. Wir möchten klären:

Majella Lenzen sagt, sie sei aus dem Orden entlassen worden bzw. gezwungen worden, diesen zu verlassen, weil sie Kondome verteilt habe.
Fakt ist: Der befristete Arbeitsvertrag mit der Diözese Moshi, Tansania, in der sie im Rahmen der Gesamtgesundheitsfürsorge als „Aids-Koordinatorin“ tätig war, lief Ende 1993 aus und wurde vom Bischof der Diözese nicht erneuert. Die Nichterneuerung des Arbeitsvertrages hat keinerlei Wirkung auf die Mitgliedschaft in unserer Ordensgemeinschaft.

Frau Lenzen sagt und schreibt, dass sie als Provinzoberin in Simbabwe „abgewählt“ worden sei, obwohl sie sehr viel Zuspruch erfahren habe. Fakt ist: Die Amtszeit einer Provinzoberin endet turnusmäßig nach 5 Jahren. Die Mehrzahl der Schwestern ihrer Provinz sprach sich nicht für eine zweite Amtszeit von Sr. Maria-Lauda aus. Die Ordensleitung hat dem Wunsch der Schwestern entsprochen. Daraufhin bat Sr. Maria-Lauda um eine Auszeit, um ihren Beruf und ihre geistliche Berufung zu klären, welche ihr gewährt wurde.

Frau Lenzen sagt und schreibt in ihrem Buch, dass die damalige Generaloberin ihr gesagt habe, sie habe keine Verwendung mehr für sie. Fakt ist: Frau Lenzen hat mehrere Angebote bekommen, in denen sie sich mit ihrem Fachwissen und ihrer Kompetenz gut hätte einbringen können (u.a. bei „Solwodi“). Sie lehnte alle Angebote ab.

Frau Lenzen spricht von Mobbing. Fakt ist: Sr. Maria-Lauda bat nach der Nichterneuerung des Arbeitsvertrages1993 um Sonderurlaub zur Pflege ihrer Mutter, der ihr gewährt wurde. Trotz mehrmaliger mündlicher und schriftlicher Bitte kehrte sie nicht mehr in eine unserer Gemeinschaften zurück. Zu keiner Zeit hat die Absicht bestanden, sie aus unserer Ordensgemeinschaft zu entlassen.

Immer wieder veröffentlicht Frau Lenzen, dass keine Sozialabgaben und keine Krankenkassenbeiträge für sie bezahlt wurden. Fakt ist: Frau Lenzen erhielt monatlich angemessene finanzielle Zuwendungen für ihren täglichen Lebensunterhalt. Alle weiteren anfallenden Kosten trug weiterhin die Ordensgemeinschaft. Frau Lenzen war sowohl in einer gesetzlichen, als auch in einer privaten Zusatzversicherung rentenversichert und nach ihrem Ausscheiden wurde ihre Krankenversicherung ein halbes Jahr weiter für sie gezahlt. Außerdem erhielt sie eine angemessene Summe als Hilfe für den Einstieg in ihre neue Lebenssituation. Heute erhält Frau Lenzen eine Rente, die sich in dem finanziellen Rahmen bewegt, wie jemand, der 3-4 Jahre erwerbstätig war.

Frau Lenzen sagt und schreibt, dass es sie schmerzt, dass ihr Name in der Gemeinschaft nicht mehr ausgesprochen werden dürfe und ehemalige Mitschwestern sie nicht mehr grüßten. Fakt ist: Mitschwestern, die versuchten, auch nach dem Austritt von Frau Lenzen Kontakt mit ihr zu halten oder aufzunehmen, wurden von ihr abgewiesen.

Am Ende ihres Buches bedauert Frau Lenzen, dass sie immer wieder in ihrem (Ordens-)Leben behindert wurde, „so dass der Durchbruch zu einer Karriere nie gelang“. Fakt ist: Viele unserer Missionsschwestern, gestandene und selbstbewusste Frauen, arbeiten mit hohem Engagement aus christlicher Überzeugung vor allem in Südafrika, Simbabwe, in Mosambik, im Kongo und auch in Ostafrika in der Aids-Prävention, sowie in der Sorge um und in der Pflege für Aids-Kranke und deren Familien. Dass ihr selbstverständlicher und unermüdlicher Einsatz, der den Menschen vor Ort und nicht der eigenen Karriere dient, nicht diffamiert wird, ist uns ein Anliegen. Deshalb wollten wir hier den „Erinnerungen“ und der „persönlichen Meinung, die sich durch subjektive Empfindungen gebildet hat“ (Majella Lenzen auf der Buch-Innenseite) einige objektive Fakten gegenüberstellen.
Da lebt offenbar jemand seine Neurose öffentlich aus und macht noch Geld damit... Leider kein Einzelfall.
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‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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overkott
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Re: Bücherregal

Beitrag von overkott »

Dabei ist die Geschichte nicht frisch, sondern schon anderthalb Jahrzehnte her. Wenn es immer noch darum geht, schmutzige Gewänder zu waschen, finde ich das bedenklich. 33 Jahre für ihren Orden in Afrika dürften aber auch nicht so spurlos an einem vorbeigehen:

Bild

Ich denke, dass AIDS mit mehreren Lösungsansätzen bekämpft werden muss. Eine Lebensgemeinschaft, die sich selbst zu sexueller Enthaltsamkeit verpflichtet hat, dürfte sich mit der Verbreitung von Verhütungsmitteln nicht leichttun. Präservative sind sicher nur ein Ansatz. Allerdings können sie eheliche Treue nicht ersetzen. In der Suche nach dem richtigen Weg seelsorglicher und medizinischer Begleitung nach dem Gebot der Nächstenliebe, bleiben auch einer Schwesterngemeinschaft Konflikte nicht erspart. Das dürfte aber jede Schwester wissen, die sich mit einer Schwesterngemeinschaft auf den Weg macht.

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