Eintrittsalter Kloster
Re: Eintrittsalter Kloster
Vielleicht bietet auch das Kloster, das in Frage kommt, eine Berufsausbildung an.
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Raphaela
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Re: Eintrittsalter Kloster
Die meisten (wenn nicht alle) Gemeinschaften in Deutschland wollen, dass man Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, wenn man eintreten will. Damit müsste man fast 18 Jahre alt sein, denn wer mit 15 Jahren die Schule verlässt und dann noch eine Lehre macht, ist 18 Jahre alt.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!
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Raphaela
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Re: Eintrittsalter Kloster
Ein schöner Gedanke, vor allem, weil andere vielleicht dann auch zum überlegen kommen und ihre Berufung erkennen.umusungu hat geschrieben: Während Deiner Ausbildung oder Deines Studiums kannst Du noch viele andere an Deiner Art der Berufung Anteil nehmen lassen - wenn Du Dich einbringst in Deiner Pfarrgemeinde.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!
Re: Eintrittsalter Kloster
Ob man seine Berufung dadurch bewerben kann, indem man ihr nicht folgt?Raphaela hat geschrieben:Ein schöner Gedanke, vor allem, weil andere vielleicht dann auch zum überlegen kommen und ihre Berufung erkennen.
Das halte ich für einen schwierigen Vorschlag: "Du möchtest ins Kloster?"."Engagier Dich doch erstmal als Laie in Deiner Pfarrgemeinde". Heutzutage löst sich das Ordensleben generell auf, was sicher auch zum Teil damit tu tun haben kann, dass sich die Laien überall einbringen können oder es auch Laiengemeinschaften gibt.
Ein guter Gedanke des Konzils, aber ob er langfristig nicht kontraproduktiv ist? Jedenfalls möchte ich ermuntern, der Berufung zu folgen. Und wenn es eine Berufung zur Ordensfrau ist, wird ihr ein Laienengagement nicht helfen. U.U. bleibt sie dann im Laienengagement, weil auch hier eine Gewohnheit entstehen kann. Die Kirche tritt sich hier selbst vor's Bein, indem sie zu viele Angebote für Laien schafft und die Leute quasi nicht mehr vor eine Entscheidung stellt, sich zwischen dem Orden- und den Laienstand entscheiden zu müssen.
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gottsucherin
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Re: Eintrittsalter Kloster
Hallo Marleen,
du wirst viel Beharrlichkeit brauchen auf deinem Weg.
Geistliche Begleitung hast du schon. Das ist gut.
Weißt du auch schon, welche Spiritualität dich anspricht? Karmel, franziskanisch (Klarissen), dominikanisch, benediktinisch, eine der neueren geistlichen Gemeinschaften ...
Bei deinem Benutzernamen fielen mir die Dienerinnen vom Heiligen Blut (SAS) ein, allerdings sind die m.E. nicht kontemplativ.
Kontemplative Gemeinschaften gibt es viele.
Mach bitte nicht den Fehler und suche dir eine Gemeinschaft nach dem möglichst niedrigen Eintrittsalter aus. Hör auf dein Herz, wo Gott dich haben will.
Die meisten Gemeinschaften, die ich kenne, setzen vor einem Eintritt eine längere gegenseitige Kennenlernzeit voraus (manchmal auch Kandidatur genannt, die Begrifflichkeiten sind da durchaus unterschiedlich). Von daher relativiert sich das Alter wieder.
Auf allzuviel Verständnis wirst du in deiner Umgebung in dieser Zeit eher nicht hoffen dürfen, auch nicht bei Priestern. Viele werden dir Gründe nennen können (gute und weniger gute), warum du (noch) NICHT eintreten sollst.
Aber auch von mir die ernst gemeinte Bitte: beende deine Schulausbildung.
Engagement in der Pfarrgemeinde hat übrigens auch nichts mit einer Berufung zum kontemplativen Leben zu tun. Ich setze mal voraus, dass du bereits täglich die Heilige Messe besuchst, den Herrn in der Eucharistie anbetest und das Gebetsleben pflegst (evtl. sogar Stundengebet?)
Auch wenn du das jetzt nicht hören willst, und davon ausgehst, dass DU im Kloster bleiben wirst: es bleibt nur gut die Hälfte derer, die eintreten.
Und der Klosteralltag kann, wenn die erste "Verliebtheit" nachlässt, hart sein, da leben einige Frauen auf engem Raum beieinander - vielleicht mit dem gleichen Ziel aber mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. (Ist in einer Beziehung auch nicht grundsätzlich anders.)
Ich wünsche dir jedenfalls den Beistand des Heiligen Geistes und ein hörendes Herz.
ER wird dich leiten. Wenn ER dich berufen hat, wird ER dich führen. Aber ein leichter Weg wird es nicht werden.
du wirst viel Beharrlichkeit brauchen auf deinem Weg.
Geistliche Begleitung hast du schon. Das ist gut.
Weißt du auch schon, welche Spiritualität dich anspricht? Karmel, franziskanisch (Klarissen), dominikanisch, benediktinisch, eine der neueren geistlichen Gemeinschaften ...
Bei deinem Benutzernamen fielen mir die Dienerinnen vom Heiligen Blut (SAS) ein, allerdings sind die m.E. nicht kontemplativ.
Kontemplative Gemeinschaften gibt es viele.
Mach bitte nicht den Fehler und suche dir eine Gemeinschaft nach dem möglichst niedrigen Eintrittsalter aus. Hör auf dein Herz, wo Gott dich haben will.
Die meisten Gemeinschaften, die ich kenne, setzen vor einem Eintritt eine längere gegenseitige Kennenlernzeit voraus (manchmal auch Kandidatur genannt, die Begrifflichkeiten sind da durchaus unterschiedlich). Von daher relativiert sich das Alter wieder.
Auf allzuviel Verständnis wirst du in deiner Umgebung in dieser Zeit eher nicht hoffen dürfen, auch nicht bei Priestern. Viele werden dir Gründe nennen können (gute und weniger gute), warum du (noch) NICHT eintreten sollst.
Aber auch von mir die ernst gemeinte Bitte: beende deine Schulausbildung.
Engagement in der Pfarrgemeinde hat übrigens auch nichts mit einer Berufung zum kontemplativen Leben zu tun. Ich setze mal voraus, dass du bereits täglich die Heilige Messe besuchst, den Herrn in der Eucharistie anbetest und das Gebetsleben pflegst (evtl. sogar Stundengebet?)
Auch wenn du das jetzt nicht hören willst, und davon ausgehst, dass DU im Kloster bleiben wirst: es bleibt nur gut die Hälfte derer, die eintreten.
Und der Klosteralltag kann, wenn die erste "Verliebtheit" nachlässt, hart sein, da leben einige Frauen auf engem Raum beieinander - vielleicht mit dem gleichen Ziel aber mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. (Ist in einer Beziehung auch nicht grundsätzlich anders.)
Ich wünsche dir jedenfalls den Beistand des Heiligen Geistes und ein hörendes Herz.
ER wird dich leiten. Wenn ER dich berufen hat, wird ER dich führen. Aber ein leichter Weg wird es nicht werden.
- Reinhard
- cum angelis psallat Domino
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Re: Eintrittsalter Kloster
Das was Du, Gottsucherin, sagst, kann ich nur unterstützen ! (Nur Du drückst es viel besser aus als ich !)
Aber ich kann aus meiner eigenen Geschichte bestätigen, dass ich "auf dem Wege" zu / in meiner eigenen Berufung sehr wohl andere Menschen "anstecke" und mitnehme, so ganz am Wegesrand meiner eigenen Christusnachfolge und Ausbildung !
Also, von daher sehe ich das auch so, dass die Nachfolge auf dem vermeintlichen "Umweg" sehr wohl fruchtbar ist, auch für Andere.
Der entscheidende Punkt ist, dass wir auf diesem Weg (wie auch immer er verläuft) in der persönlichen Christusbeziehung bleiben. Dann ist alles gut.
Von "nicht folgen" ist hier ja gar keine Rede !mensch hat geschrieben:Ob man seine Berufung dadurch bewerben kann, indem man ihr nicht folgt?...Raphaela hat geschrieben:Ein schöner Gedanke, vor allem, weil andere vielleicht dann auch zum überlegen kommen und ihre Berufung erkennen.
Aber ich kann aus meiner eigenen Geschichte bestätigen, dass ich "auf dem Wege" zu / in meiner eigenen Berufung sehr wohl andere Menschen "anstecke" und mitnehme, so ganz am Wegesrand meiner eigenen Christusnachfolge und Ausbildung !
Also, von daher sehe ich das auch so, dass die Nachfolge auf dem vermeintlichen "Umweg" sehr wohl fruchtbar ist, auch für Andere.
Der entscheidende Punkt ist, dass wir auf diesem Weg (wie auch immer er verläuft) in der persönlichen Christusbeziehung bleiben. Dann ist alles gut.
Re: Eintrittsalter Kloster
Mir auch.Bei deinem Benutzernamen fielen mir die Dienerinnen vom Heiligen Blut (SAS) ein
Die sind auch in Deutschland:
Dienerinnen vom Heiligen Blut
D-9349 Regensburg
Wittelsbacherstr. 7
Tel. + 49 () 941/448 1 78
Hier deren Homepage: http://www.dienerinnen.org.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)
Re: Eintrittsalter Kloster
Umusungu hat recht.
Wende Dich erstmal der Welt zu. Mach eine Ausbildung (z.B. ein Jodlerdiplom) damit Du was eigenes hast.
Berufung wird total überbewertet. – Das geht schon irgendwann vorbei, wenn man nur feste genug was anderes tut.
Wende Dich erstmal der Welt zu. Mach eine Ausbildung (z.B. ein Jodlerdiplom) damit Du was eigenes hast.
Berufung wird total überbewertet. – Das geht schon irgendwann vorbei, wenn man nur feste genug was anderes tut.
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Re: Eintrittsalter Kloster
Soweit ich weiß, gehen viele kontemplative Klöster davon ab, junge Mädchen gleich nach der Matura/Abitur aufzunehmen, sondern verlangen eine Berufsausbildung...
Ist einerseits eine Frage der menschlichen Reifung und Erweiterung des Horizontes (bitte, versteht es so, wie es gemeint ist, ich kann es nicht so gut ausdrücken), anderseits auch eine "Rückversicherung" für die Betreffende im Falle eines Austritts...
Es wäre aber z.B. möglich, eine Ausbildung zu wählen, die im Kloster gebraucht wird, diplomierte Krankenschwestern braucht jede Gemeinschaft, ev. eine künstlerische Ausbildung, wie das Sticken oder Restaurieren von Paramenten...auch Gartenbau ist nützlich, um was ganz anderes zu nennen...
Da könntest du dich bei Klöstern, deren Spiritualität dir liegt, auch erkundigen...
Ich bete für dich, dass du den Weg findest, den Gott dich führen möchte - und Gott hat viel Phantasie, seine Wege sind oft ziemlich "überraschend"...aber sie führen alle zu IHM.
Ist einerseits eine Frage der menschlichen Reifung und Erweiterung des Horizontes (bitte, versteht es so, wie es gemeint ist, ich kann es nicht so gut ausdrücken), anderseits auch eine "Rückversicherung" für die Betreffende im Falle eines Austritts...
Es wäre aber z.B. möglich, eine Ausbildung zu wählen, die im Kloster gebraucht wird, diplomierte Krankenschwestern braucht jede Gemeinschaft, ev. eine künstlerische Ausbildung, wie das Sticken oder Restaurieren von Paramenten...auch Gartenbau ist nützlich, um was ganz anderes zu nennen...
Da könntest du dich bei Klöstern, deren Spiritualität dir liegt, auch erkundigen...
Ich bete für dich, dass du den Weg findest, den Gott dich führen möchte - und Gott hat viel Phantasie, seine Wege sind oft ziemlich "überraschend"...aber sie führen alle zu IHM.
Re: Eintrittsalter Kloster
Juergen hat geschrieben:Umusungu hat recht.
Wende Dich erstmal der Welt zu. Mach eine Ausbildung (z.B. ein Jodlerdiplom) damit Du was eigenes hast.
Berufung wird total überbewertet. – Das geht schon irgendwann vorbei, wenn man nur feste genug was anderes tut.
Zur Vermeidung von Missverständnissen sollte man allerdings die Ironie kenntlich machen.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)
Re: Eintrittsalter Kloster
[Da Beiträge entfernt wurden, war es nötig, auch hier einiges - Zitate etc... - rauszunehmen. Ecce als Mod]
Wer ins Kloster will, der soll es ausprobieren. Er merkt schon früh genug ob es der richtige Weg ist. Innerhalb des Klosters gibt es Anleitung im geistlichen Leben und Begleitung. Es geht letztlich auch nicht nur um das eigene subjektive Gefühl, sondern auch um die Annahme durch die Kirche, die die Berufung prüft. Im Kloster ist die Kirche durch den Ordensoberen vertreten wird, vor dem die Profess abgelegt wird. Bis dahin ist es ein langer Weg in der Zeit des Postulats und Noviziats.
Wer ins Kloster will, der soll es ausprobieren. Er merkt schon früh genug ob es der richtige Weg ist. Innerhalb des Klosters gibt es Anleitung im geistlichen Leben und Begleitung. Es geht letztlich auch nicht nur um das eigene subjektive Gefühl, sondern auch um die Annahme durch die Kirche, die die Berufung prüft. Im Kloster ist die Kirche durch den Ordensoberen vertreten wird, vor dem die Profess abgelegt wird. Bis dahin ist es ein langer Weg in der Zeit des Postulats und Noviziats.
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Re: Eintrittsalter Kloster
LThK 2 (1958) zum Thema Berufung:
Wozu sich der Einzelne also für berufen hält, ist in einem Berufungsprozess relativ irrelevant. Entscheidend ist die von den zuständigen Autoritäten festgestellte Eignung des Kandidaten. Daher kann es uU sinnvoll sein, seine (religiösen, sozialen, kognitiven) Fähigkeiten zu entwickeln, bevor man sich dem Urteil eines Regenten oder Novizenmeisters aussetzt. Es kommt letztlich darauf an, welche Anforderungen das jeweilige Seminer bzw Ordensinstitut an einen Kandidaten stellt.1) Priester- bzw. Ordensberufung besteht aus zwei Elementen: der äußeren B. zur Weihe durch den Bischof bzw. Zulassung zu en Gelübden durch den Ordensoberen (...) und ihrer notwendigen Voraussetzung: der inneren B. des Kandidaten. (...)
2) Zur inneren B. gehört nicht notwendig eine stärker fühlbare, spontane Sehnsucht nach dem Priestertum bzw. Ordensstand; sosehr diese Neigung, wo vorhanden, Aufmerksamkeit verdient, wäre sie doch für sich allein noch kein genügender Beeis für eine echte B. Wesentlich für die innere B. sind objektive Berufseignung und subjektive Berufsabsicht. -
a) Berufseignung umfaßt: gesundheitliche Eignung (bes. auch psychische), intellektuelle Eignung (=Fühigkeit, die für das Priestertum heute allgemein erforderten Studien (...) mit Erfolg zu bewältigen), religiös-charakterliche Eignung (bes. Wahrhaftigkeit, gediegene Frömmigkeit, kirchl. Gesinnung, Gehorsam, Seeleneifer, Befähigung zum zölibatären Leben u. zu ausdauernder Pflichtarbeit; beim Ordensberuf auch zum dauernden Gemeinschaftsleben im Sinn der evangel. Räte u. für die dem betr. Orden etwa eigentümlichen Aufgaben). Diese Eigenschaften müssen beim Kandidaten im Lauf einer genügenden Prüfungszeit positiv erwiesen sein; (...)
b) Die Berufsabsicht besteht in dem wohlüberlegten, festen Entschluß, Priester zu werden (sofern man von der Kirche angenommen wird) bzw. lebenslänglich in einem bestimmten Orden Gott zu dienen. Der endgültige Entschluss muß ganz frei sein (...). Er muß sich stützen auf rel. Motive; andere dürfen keine wesentliche Rolle spielen. (...)
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Dschungelboy
Re: Eintrittsalter Kloster
EhredemBluteChristi hat geschrieben: Ich spüre einen Drang nach einem Leben im Kloster. Es würde ewig dauern euch von meiner Geschichte mit Gott zu schreiben... deswegen möchte ich einfach nur sagen, dass ich in meinem Herzen weiß, dass dies mein Weg ist. Ich fühle mich gerufen und bereit ins Kloster zu gehen.
Alles Gute für Dich! Er wird's wohl machen!