Wie krank ist die GEZ eigentlich?

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Raphael
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Re: Wie krank ist die GEZ eigentlich?

Beitrag von Raphael » Montag 2. Oktober 2017, 05:30

Caviteño hat geschrieben:
Montag 2. Oktober 2017, 05:12
Das BVerfG prüft den Rundfunkbeitrag:
Die „neue Juristische Wochenschrift“ (NJW) berichtet unterdessen, dass das Bundesverfassungsgericht den Rundfunkbeitrag grundlegend auf den Prüfstand stelle. Die Verfassungsrichter hätten einen Fragenkatalog an alle Landesregierungen verschickt. „Die Richter rollen mit ihrem Fragenkatalog das Thema komplett auf“, will die NJW aus einer Staatskanzlei erfahren haben. Zudem habe der Erste Senat unter dem Vorsitz von Ferdinand Kirchhof eine sehr kurze Frist für die Stellungnahmen gesetzt. Äußern sollten sich auch die öffentlich-rechtlichen Sender, Bundestag, Bundesrat und die Landtage. Den Fragen des Bundesverfassungsgerichts liegen eine Reihe von Verfassungsbeschwerden von Privatpersonen und Unternehmen zugrunde.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 24632.html
Das hat was, wenn der Ferdinand über Paul's Arbeit zu urteilen hat! :pfeif:
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Pilgerer
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Re: Wie krank ist die GEZ eigentlich?

Beitrag von Pilgerer » Montag 2. Oktober 2017, 15:02

Ich finde, GEZ ließe sich dadurch vereinfachen, dass jeder Grundsteuerzahler 10€ Rundfunkgebühr bezahlt, die die bisherige Rundfunkgebühr ersetzt. Davon müssten diese existieren können, in welcher Form auch immer. Ihre Aufgabe ist die Grundversorgung mit Nachrichten, Bildung, Kultur etc., aber nicht die Sport-Millionäre zu alimentieren. Dadurch würden viele Mieter entlastet, die dann keine Rundfunkgebühr mehr zahlen müssten.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Raphael
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Re: Wie krank ist die GEZ eigentlich?

Beitrag von Raphael » Montag 2. Oktober 2017, 15:07

Aus dem Wahlprogramm der AfD für die BTW 2017:
9.5 Medien: Für eine zeitgemäße Medienpolitik: Rundfunkbeitrag abschaffen
Der gegenwärtige öffentlich-rechtliche Rundfunk wird durch Zwangsbeiträge finanziert, ist mit einem Jahresbudget von über neun Milliarden Euro viel zu teuer und wird in einer Weise von der Politik dominiert, die einer Demokratie unwürdig erscheint. Die AfD setzt sich dafür ein, die Rundfunkanstalten grundlegend zu reformieren.
Der Rundfunkbeitrag ist abzuschaffen, damit in Zukunft jeder Bürger selbst und frei entscheiden kann, ob er das öffentlich-rechtliche Angebot empfangen und bezahlen will.
Der neue Bürgerrundfunk soll ein schlankes Medium sein, welches sich auf objektive Berichterstattung sowie kulturelle und bildende Inhalte fokussiert. Das Angebot wird überwiegend verschlüsselt/ passwortgeschützt, sodass nur noch freiwillige Zahler Zugang haben. Um den Einfluss der Politik – egal welcher Ausrichtung – zu reduzieren, sollen insbesondere die gesellschaftlichen Vertreter in den Kontrollgremien durch freie und demokratische Wahlen vom Bürger bestimmt werden.
(Quelle)
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Niels
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Re: Wie krank ist die GEZ eigentlich?

Beitrag von Niels » Mittwoch 6. Dezember 2017, 00:53

Olympia-Fans in Russland könnten im Februar in die Röhre gucken: https://www.welt.de/sport/article171306 ... tragen.htm
Gibt es da eine GEZ oder sowas in der Art?
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Niels
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Re: Wie krank ist die GEZ eigentlich?

Beitrag von Niels » Mittwoch 6. Dezember 2017, 01:05

Die Deutschen sind ziemlich krank: GEZ und Kirchensteuer...
https://www.welt.de/sport/article171306 ... ragen.html
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Wie krank ist die GEZ eigentlich?

Beitrag von Benedikt » Mittwoch 6. Dezember 2017, 08:44

@Niels
Du hast zweimal den gleichen Link gepostet.
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Hubertus
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Re: Wie krank ist die GEZ eigentlich?

Beitrag von Hubertus » Sonntag 7. Januar 2018, 19:35

"Sie soll für vier Jahre gelten : ARD fordert höhere Rundfunkgebühren ab dem Jahr 2021"

Daraus:
Mit dem Rundfunkbeitrag von knapp acht Milliarden Euro im Jahr 2016 werden 20 Fernsehprogramme und 69 Radiosender finanziert. [...]
"Ohne einen höheren Rundfunkbeitrag ab 2021 kommen wir am gewaltigen Kürzen der Programme nicht vorbei", so Wilhelm.
Tatsächlich ... das wäre möglicherweise eine Option, nicht wahr? :hmm: :achselzuck:

Aber das liegt vmtl. außerhalb des Vorstellungsbereiches des ÖRR ...
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Wie krank ist die GEZ eigentlich?

Beitrag von Caviteño » Montag 8. Januar 2018, 13:56

Hubertus hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 19:35
Aber das liegt vmtl. außerhalb des Vorstellungsbereiches des ÖRR ...
Da bin ich mir nicht so sicher.
In der Schweiz wird am 04. 03. über den ÖRR abgestimmt, die sog. No Billag Initiative.

Sollte die Initiative ein Erfolg werden, wird das auch zu Diskussionen in den beiden anderen deutschsprachigen Ländern führen. Wäre es dann wirklich undenkbar, daß die AfD Volksbegehren in den Ländern einbringt, mit denen man die Landesrundfunkanstalt in Schwierigkeiten bringen kann? Die früheren MP Stoltenberg und Albrecht hatten auch den Staatsvertrag über den NDR gekündigt. Das BVerwG hatte dann festgestellt, daß die Kündigung von Stoltenberg (Schleswig-Holstein) möglich war - der wollte aber nur Änderungen. Albrecht, der ausscheiden wollte, hatte zu spät gekündigt....

https://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/ ... rag112.pdf

Man kann also - wenn man will und da die AfD von den öffentl.-rechtl. Sendern sowieso keine positive Berichterstattung erwarten kann, sollte sie sich mE mit diesem Thema intensiver beschäftigen. Die öffentliche Aufmerksamkeit wäre ihr gewiß. :breitgrins:

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