Culinaria exotica et cetera

Sonstiges und drumherum.

Moderator: HeGe

Benutzeravatar
guatuso
Beiträge: 974
Registriert: Freitag 1. März 2013, 23:33
Wohnort: Costa Rica

Culinaria exotica et cetera

Beitrag von guatuso » Sonntag 24. April 2016, 16:02

Hola Juergen,
versuche doch mal bei dir irgendwo Yucca-Wurzeln zu bekommen (vielleicht ueber einen tuerkischen Haendler?)
Sie sehen so aus:
http://www.alschim.de/reisen/21412_kol ... _1286.jpgS

Man muss sie auf jedenfall schaelen, egal ob Naturbelassen oder gelackt.
Sie schmecken besser als Kartoffeln. Innen befindet sich eine "Naht" die solltest du entfernen weil sie zaeh ist und kaum gegessen werden kann.
Ansonst, abgesehen von ihrer Haerte, kannst du sie zubereiten wie Kartoffel. Der Geschmack ist einfach toll, voll, satt.
Nimm also ein grosses Messer zum schneiden.


Ein anderer Tip: Kaufe dir mal sog. "Kochbanene", also Platanos. Sie sind groesser als Essbananen. Am besten kaufst du sie ganz dunkel, schwarz etwa. Wenn nicht,lass sie im Kuehlschrank liegen, bis sie schwarz werden, meinethalber sogar Schimmel ansetzen. Das macht nichts, das dringt nie durch die Schale.
Aber dann haben sie eine wunderbare Vollreife und schmecken "suess wie eine Suende...."

Die Platanos schneidest du in Scheiben.
In einer Pfanne hast du Oel gut erhitzt. Dort legst du die Scheiben rein und laesst sie auf jeder Seite etwa eine Minute bruzzeln. Dann rausnehmen. Essen.

Das sieht dann so aus:

http://jackieourman.com/wp-content/uplo ... _13962.jpg

Man reicht sie zu allen Speisen als Zusatz, einfach koestlich.

Benutzeravatar
Marion
Beiträge: 7230
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
Kontaktdaten:

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Marion » Sonntag 24. April 2016, 16:39

Die heißen in Deutschland Maniok. Die sind wirklich superlecker, nur muss man sie viel länger kochen als normale Kartoffeln und auch ab und zu das Kochwasser wechseln. Bei mir wachsen die im Garten :) Bananen auch. Gestern erst haben wir eine so schwere Bananenstaude geerntet, daß man sie nicht mehr tragen konnte. Allerdings keine Kochbanane, sondern eine die man auch roh essen kann. Bananen schmecken hier aber viel besser als in Deutschland. Das ist unvergleichbar! In Deutschland geht es nur ein bisschen in die Richtung des wahren Bananengeschmacks.
Juergen hat geschrieben:Frittierte Hähnchenstücke (Neudeutsch: Chicken-Nuggets)
Frittierte Hähnchenstücke ist Essen und schmeckt auch lecker. Chicken-Nuggets nicht, auch wenn es essbar ist. Hier auf jeden Fall. Das ist so zusammengepamptes Zeug mit Hühnergeschmack, dasselbe gibt es auch mit Fischgeschmack (Fishnuggets).
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Benutzeravatar
guatuso
Beiträge: 974
Registriert: Freitag 1. März 2013, 23:33
Wohnort: Costa Rica

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von guatuso » Sonntag 24. April 2016, 18:55

Marion hat geschrieben:Die heißen in Deutschland Maniok. Die sind wirklich superlecker, nur muss man sie viel länger kochen als normale Kartoffeln und auch ab und zu das Kochwasser wechseln. Bei mir wachsen die im Garten :) Bananen auch. Gestern erst haben wir eine so schwere Bananenstaude geerntet, daß man sie nicht mehr tragen konnte. Allerdings keine Kochbanane, sondern eine die man auch roh essen kann. Bananen schmecken hier aber viel besser als in Deutschland. Das ist unvergleichbar! In Deutschland geht es nur ein bisschen in die Richtung des wahren Bananengeschmacks.
Unsere Yucca koche ich mit den Kartoffeln und da wechsele ich auch kein Wasser Aber vielleicht ist es eine andere Sorte?
Roh ist Maniok giftig wegen der darin befindlichen schwachen Blausaeure. Ein wunderbares Lebensmittel, das herrlich schmeckt. Man kann die Wurzel auch wie bei Pfannkuchen reiben. Dann nimmt man festen wuerzigen Kaese, "paniert" ihn mit dem Yuccabrei und braet es. Spitze! :daumen-rauf: Ich kann nicht genug davon kriegen. (Gibt kein Bild,leider)

Die Bananen, die man in Deutschland kauft, sehen niemals das Licht der Sonne, fuehlen sie niemals auf ihrer Schale.
Die Staude wird auf den Plantagen nach dem keimen umgehend mit Plastkhuellen bedeckt, angeblich (!) wegen der Voegel, aber die Voegel picken keine Bananen an, sondern man macht es wegen der Gifte, dem Duenger.
Nach dem pfluecken, wenn sie noch Unreif sind, wird die Plastikhuelle abgezogen, sie kommen in Kisten, und von dort in Kuehlcontainer. Kurz vor Deutschland werden diese Banenen mit Gas (!) kuenstlich auf den Reifestand gebracht.
In Deutschland schmeckt das Zeugs dafuer dann holzig, ohne Suesse und fest. Komplett anders als die Bananen auf unserem Kontinent. Sie sahen stets Sonne und fuehlten Hitze und hoerten froehliches Kinderlachen (enorm wichtig zur guten Reife! Ohne Kinder gehts nicht).
(Und fuer die Holzbanenen sind die DDRler revolutionierend auf die Strasse gegangen....wenn die geaehnt haetten....haetten die Deutschen heute keine Merkel.)

Wann stellt man fest, dass die Banane reif ist?
Jede Staude besitzt unter den Bananen das Herz. Das ist jenes, dass der junge Mann hier hoch haelt:

http://www.baptisten-forchheim.de/image ... /WEB-4.jpg

Im Zuge der Reife der Banane fallen die Blaetter, aus denen dieses Herz besteht, ab. Wenn saemtliche Blaetter abgefallen sind, ist die Banane reif zum Pfluecken.

Zum Nachreifen , 2-3-4 Tage, haengt man die "Haende" oder Teile der Staude einfach auf.

Zuckersuess, saftig, man kann damit Banenenmilch, Bananenkuchen, Bananenbrot, usw. machen, sie in den Obstsalat mischen, und die Ehegattin beschmeissen (meist umgekehrt, sie beschmeisst ihn, den faulen Kerl in der Hamaca).
Neben der Staude waechst automatisch die "Tochter". Von heranwachsen bis zum erscheinen der Bananen bis zur Reife der Banane vergehen insgesamt 9 Monate.
Beim abschneiden der Staude tritt an den Schnittstellen eine Fluessigkeit aus. Wer sie auf sein (neu gekauftes...) Hemd bekommt, darf anschliessend dieses Hemd grosszuegig zum umgraben des Gartens verwenden. Die Flecken gehen niemals raus.

Das "Herz" der Banane ist sehr fleischig, also saftig.
Die Indios buddeln ein Loch, versenken einen Tonkrug hinein, legen den Boden des Kruges mit den Herzblaetter aus, darauf packen sie den frisch gefangenen Fisch oder das Wildschwein, bedecken alles wieder mit Herzblaetter, legen den Deckel auf den Tonkrug und schaufeln Erde darueber.
So hat man einen natuerlichen Kuehlschrank. Durch die Saftigkeit verdunstet das Feuchte in den Blaetter, und die Nahrung haelt etwa eine Woche.

Die Banane ist eine sehr sensible Frucht. Wenn der Wind die Staude bewegt, und sich die Banenen leicht aneinander stossen, bilden sich bereits die beruehmten dunkle Flecken. Nicht Zeichen von Schlechtigkeit, sondern von Empfindlichkeit.
Es gibt mehr als 5 verschiedene Bananensorten, von denen die meisten fuer uns nicht essbar sind.

Sie hoerten die Stimme des kleinen Landmannes. Naechste Woche bringen wir:
Wie kille ich die Millionen Blattschneideameisen, die meinen Rosenstoecke gerade vernichtet haben, auf moeglichst grausame Art?
Gruesse an Marion, und jetzt weisst du wieso unsere Bananen ein Traum sind! Ich hatte im Garten erst Papaya, dann kamen sie mir zu den Ohren raus, spaeter Bananen, dann kamen sie mir zu den Ohren raus, dann Orangen, dann kamen sie mir...und jetzt habe ich nix.
.(Mich wollte vor 2 Jahren eine Samba-Managerin heiraten. Sao Paulo. War mir zu stinkig Die Stadt meine ich, nicht die Dame!)

Benutzeravatar
Juergen
Beiträge: 21515
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Juergen » Sonntag 24. April 2016, 19:06

Nichts für ungut, aber ich bin mir nicht sicher, ob Eure Bananen den EU-Qualitätsstandards und – was viel wichtiger ist – dem Wunsch des deutschen Durchschnittskunden entsprechen.
:roll:

Wenn man mal, um jetzt nicht gleich um die halbe Welt zu reisen, in Südeuropäische Gefilde kommt, dann bekommt man dort Bananen angeboten, die sind klein, haben braune Flecken und sind süß und richtig lecker. Die haben auch Sonne gesehen.
Sie sind aber in Deutschen Supermärkten sicher nicht zu verkaufen.


Was meinst Du, warum ich jetzt angefangen habe, Chilis und Tomaten anzubauen? – Ich habe zwar keinen Garten, aber in Kübeln geht das ja auch.
Richtig! Weil ich Gemüse mit Geschmack und Aroma haben will und nicht das glattgebügelte Supermarkt-Mainstream-Gemüse.

Ich bin schon richtig gespannt, wie meine „Peruwian Purple“ schmecken werden.
Bild
Gruß
Jürgen

Benutzeravatar
guatuso
Beiträge: 974
Registriert: Freitag 1. März 2013, 23:33
Wohnort: Costa Rica

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von guatuso » Sonntag 24. April 2016, 19:55

Juergen hat geschrieben:

Was meinst Du, warum ich jetzt angefangen habe, Chilis und Tomaten anzubauen? – Ich habe zwar keinen Garten, aber in Kübeln geht das ja auch.
Richtig! Weil ich Gemüse mit Geschmack und Aroma haben will und nicht das glattgebügelte Supermarkt-Mainstream-Gemüse.

Ich bin schon richtig gespannt, wie meine „Peruwian Purple“ schmecken werden.
Bild

Du hast komplett recht! Frisches Gemuese, frische Kraeuter, es gibt nichts besseres.
Und frisch gepflueckter Pfeffer!

Caviteño
Beiträge: 7753
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Caviteño » Sonntag 24. April 2016, 21:11

Juergen hat geschrieben:Nichts für ungut, aber ich bin mir nicht sicher, ob Eure Bananen den EU-Qualitätsstandards und – was viel wichtiger ist – dem Wunsch des deutschen Durchschnittskunden entsprechen.
Na ja - jedes Land bzw. Wirtschaftsregion hat seine/ihre eigenen Vorschriften. Auf der Farm meiner Frau werden z.B. Lakatan Bananen angebaut. Die dürfen/können nicht exportiert werden, sind nur für den innerphil. Konsum bestimmt. Direkt daneben befindet sich eine Plantage von Dole, die eine andere Bananenart (Cavendish-Banane) für den Export nach China, Korea und Japan produziert.
Allerdings lohnt sich der Anbau von Bananen meist nur für den Zwischenhandel. Unsere Bananen werden für 17 - 19 PHP/kg verkauft - in Manila kosten sie dann ca. 60 PHP/kg. Dazwischen liegt die Abholung durch den Agenten, eine ein- bis zweitägige Reise mit dem Schiff und Verteilung an die Händler in Manila. Ein Euro entspricht ca. 50 PHP.

Die lokalen, kleinen Bananen sind viel schmackhafter als die "chiquita-Bananen", die man hier kaufen kann. Allerdings würden sie in D. keinen Markt finden, weil sie häufig schwarze Flecken haben (oder sogar fast ganz schwarz sind) - ein "no go" für den deutschen Käufer. Auch ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich diesen "Makel" akzeptieren konnte und nun esse ich sie mit Genuß.
guatuso hat geschrieben: Ich hatte im Garten erst Papaya, dann kamen sie mir zu den Ohren raus, spaeter Bananen, dann kamen sie mir zu den Ohren raus, dann Orangen, dann kamen sie mir...und jetzt habe ich nix.
Sag mal, guatuso [und auch unsere Foranten, die in Brasilien wohnen], wachsen bei Euch in Costa Rica/Brasilien bzw. würden in Euren Gärten folgende Früchte wachsen:

- Marang - meine Lieblingsfrucht
- Durian - Lieblingsfrucht meiner Frau
- Rambutan - sehr lecker
- Lanzones - sehr lecker

Bei Euch ist das Klima doch ähnlich wie bei uns auf den PH - die müßten eigentlich auch in Euren Gärten wachsen, obwohl sie aus Asien kommen....

Diesen Baum/Frucht werdet Ihr vermutlich kennen, denn er/sie kommt aus der Karibik:

Cujete

Meine Frau kannte ihn nur unter "miracle tree". Als dann zum ersten Mal die Früchte wuchsen, fragten uns viele Nachbarn, was das wäre. Ich hatte schon überlegt mir fachmännische Auskunft an der Uni zu holen, aber dann beantwortete man meine Frage in einem PH-Forum. Der Baum war den Einheimischen vollkommen unbekannt.
Essen kann man die Frucht wohl nicht, aber sie soll für mediz. Zwecke verwendet werden. Könnt Ihretwas dazu sagen - ich will doch bei meiner Frau glänzen. :breitgrins:

Danke im voraus!

Benutzeravatar
guatuso
Beiträge: 974
Registriert: Freitag 1. März 2013, 23:33
Wohnort: Costa Rica

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von guatuso » Sonntag 24. April 2016, 23:50

Caviteño hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Nichts für ungut, aber ich bin mir nicht sicher, ob Eure Bananen den EU-Qualitätsstandards und – was viel wichtiger ist – dem Wunsch des deutschen Durchschnittskunden entsprechen.
Na ja - jedes Land bzw. Wirtschaftsregion hat seine/ihre eigenen Vorschriften. Auf der Farm meiner Frau werden z.B. Lakatan Bananen angebaut. Die dürfen/können nicht exportiert werden, sind nur für den innerphil. Konsum bestimmt. Direkt daneben befindet sich eine Plantage von Dole, die eine andere Bananenart (Cavendish-Banane) für den Export nach China, Korea und Japan produziert.
Allerdings lohnt sich der Anbau von Bananen meist nur für den Zwischenhandel. Unsere Bananen werden für 17 - 19 PHP/kg verkauft - in Manila kosten sie dann ca. 60 PHP/kg. Dazwischen liegt die Abholung durch den Agenten, eine ein- bis zweitägige Reise mit dem Schiff und Verteilung an die Händler in Manila. Ein Euro entspricht ca. 50 PHP.

Die lokalen, kleinen Bananen sind viel schmackhafter als die "chiquita-Bananen", die man hier kaufen kann. Allerdings würden sie in D. keinen Markt finden, weil sie häufig schwarze Flecken haben (oder sogar fast ganz schwarz sind) - ein "no go" für den deutschen Käufer. Auch ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich diesen "Makel" akzeptieren konnte und nun esse ich sie mit Genuß.
guatuso hat geschrieben: Ich hatte im Garten erst Papaya, dann kamen sie mir zu den Ohren raus, spaeter Bananen, dann kamen sie mir zu den Ohren raus, dann Orangen, dann kamen sie mir...und jetzt habe ich nix.
Sag mal, guatuso [und auch unsere Foranten, die in Brasilien wohnen], wachsen bei Euch in Costa Rica/Brasilien bzw. würden in Euren Gärten folgende Früchte wachsen:

- Marang - meine Lieblingsfrucht
- Durian - Lieblingsfrucht meiner Frau
- Rambutan - sehr lecker
- Lanzones - sehr lecker

Bei Euch ist das Klima doch ähnlich wie bei uns auf den PH - die müßten eigentlich auch in Euren Gärten wachsen, obwohl sie aus Asien kommen....

Diesen Baum/Frucht werdet Ihr vermutlich kennen, denn er/sie kommt aus der Karibik:

Cujete

Meine Frau kannte ihn nur unter "miracle tree". Als dann zum ersten Mal die Früchte wuchsen, fragten uns viele Nachbarn, was das wäre. Ich hatte schon überlegt mir fachmännische Auskunft an der Uni zu holen, aber dann beantwortete man meine Frage in einem PH-Forum. Der Baum war den Einheimischen vollkommen unbekannt.
Essen kann man die Frucht wohl nicht, aber sie soll für mediz. Zwecke verwendet werden. Könnt Ihre twas dazu sagen - ich will doch bei meiner Frau glänzen. :breitgrins:

Danke im voraus!
Bitte Bitte.
Also: Marang, die Matschfrucht, haben wir. Gibt einen guten Fruchtsaft! Die Frucht haelt sich ja nicht lange.
Durian kenne ich nicht, will aber nichts heissen, wir haben Gebiete in den Fruechte wachsen, die kaum bekannt sind.
Selbstverstaendlich habven wir Litschis (beleidigtes Luftschnappen....) Glitschig, suess, saftig.
Lansi - jnein, es gibt eine aehnliche, gelber die Farbe, aber so wie es hier beschrieben ist, nein, kenne ich nicht.
Und die Cujete kenne ich, die wachsen hier wild.

So die Spezialfrage - die"Cujete", Jicaro, die angeblich bei und als Abfuehrmittel verwendet wird (du siehst, angeblich), das ist mir ganz neu, was aber nicht heisst, dass es nicht in entlegenen Gegenden genommen wird.
Aus dem Fruchtfleishc der Jicaro, unter dem Namen laeuft sie hier, kann man Marmelade kochen (wird auch gemacht).
Ansonst kann ich dir die Legende der Frucht schildern. Wenn du moechtest. (Nebenbei: In die ausgehoehlte Jicaro kommen die Koerner der Tsi-Bohne, aus denen wurden die beruehmten Samba-Rasseln, wobei der Stil zum halten bei den Indios meistens ein Knochen war).
Die indigene Legende wuerde ein wenig den Rahmen hier sprengen, darum waere es vielleicht bessre als PM. Gib bitte Bescheid.
Inwieweit die Jicaro (ich bleibe bei dem mir bekanntem Namen) als Heilmittel verwendet wird (Wurzeln, Rinde, Fruchtfleisch, Blaetter) weiss ich nicht, aber sie ist, wie ich weiss, definitiv eine Heilpflanze im Norden, also Mexico. Doch weder hier bei den Indios wird sie verwendet, noch fand ich jemals die Jicaro im Markt, wo Heilpflanzen angeboten werden. Ich denke dass das Wissen darueber hier bei uns verloren ging. Wir sind ja nur ein winziges Land und die Indios werden sich ihrer alten Kultur erst in den letzten 30 Jahren bewusst.
Schade dass ich jetzt nichts weiter drueber weiss, aber ich will mal meinen Freund anrufen, ein Indio im Norden an der Grenze zu Nicaragua, mal sehen ob er mir was sagen kann.

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 7850
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Sempre » Montag 25. April 2016, 02:53

Caviteño hat geschrieben:Die lokalen, kleinen Bananen sind viel schmackhafter als die "chiquita-Bananen", die man hier kaufen kann. Allerdings würden sie in D. keinen Markt finden, weil sie häufig schwarze Flecken haben (oder sogar fast ganz schwarz sind) - ein "no go" für den deutschen Käufer. Auch ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich diesen "Makel" akzeptieren konnte und nun esse ich sie mit Genuß.
Wir haben hier im Garten Bananen, die kürzer als die Chiquita sind, aber dafür viel dicker. Sie schmecken apfelbananig und ich hatte zuvor und habe seitdem im ganzen Leben noch keine besseren gegessen. Fruchtigkeit, Süße und Geschmack einmalig. Alle anderen, selbst die besseren Sorten, schmecken dagegen wie Trockenfutter für Hunde, das mit Laub angereichert wurde. Es gibt hier sehr viele Sorten, darunter auch banana maçã (Apfelbanane), aber auf dem Markt gekaufte banana maçã ist weder so stattlich, noch schmeckt sie so hervorragend, wie die aus dem Garten. Ein paar Flecken hat die Schale bei denen am Markt in der Regel schon, die aus dem Garten aber sind fleckenlos. Wenn schon, dann haben sie andere Probleme. Z.B.: Erntet man nicht frühzeitig, dann haben sich schon Vögel und Affen (Lemuren) bedient.
Caviteño hat geschrieben:Sag mal, guatuso [und auch unsere Foranten, die in Brasilien wohnen], wachsen bei Euch in Costa Rica/Brasilien bzw. würden in Euren Gärten folgende Früchte wachsen:

- Marang - meine Lieblingsfrucht
- Durian - Lieblingsfrucht meiner Frau
- Rambutan - sehr lecker
- Lanzones - sehr lecker

Bei Euch ist das Klima doch ähnlich wie bei uns auf den PH - die müßten eigentlich auch in Euren Gärten wachsen, obwohl sie aus Asien kommen....
Guatuso ist etwa auf Euren Breitengraden, nahe am Äquator, wir sind hier knapp 4° südlich vom südlichen Wendekreis, was etwa den Kanarischen Inseln im Norden entspricht.

Exotische Früchte gibt es dennoch hier auch in reichlichem Sortiment. In unserem Garten u.a. Acerola (Ahornkirsche), Jabuticaba, Rote Goiaba (deren Edelholz sich auch hervoragend zum Räuchern von Fisch in der Blechtonne eignet (etwa Tainha = Meeräsche)), Pitanga (Surinamkirsche) und verschiedene Zitrusfrüchte.

Von dem, was Du nennst, haben wir die Marang, bzw. die zumindest direkt verwandte Jackfrucht. Allerdings steht der noch junge Baum ungelegen hoch und die erste Frucht davon ist ins Gras gefallen und vergammelt. Reste davon wurden entdeckt, und (nicht von mir) mit einem Nest von Schlangeneiern verwechselt. Die Vögel und Affen haben sich nicht dafür interessiert, weshalb auch wir bisher kein Interesse entwickelt haben, obwohl es auf dem Markt ähnliches zu sehen gibt. Wir werden den Baum beobachten und berichten, wenn sich wieder etwas tut.

Caviteño hat geschrieben:Diesen Baum/Frucht werdet Ihr vermutlich kennen, denn er/sie kommt aus der Karibik:

Cujete

Meine Frau kannte ihn nur unter "miracle tree". Als dann zum ersten Mal die Früchte wuchsen, fragten uns viele Nachbarn, was das wäre. Ich hatte schon überlegt mir fachmännische Auskunft an der Uni zu holen, aber dann beantwortete man meine Frage in einem PH-Forum. Der Baum war den Einheimischen vollkommen unbekannt.
Essen kann man die Frucht wohl nicht, aber sie soll für mediz. Zwecke verwendet werden. Könnt Ihretwas dazu sagen - ich will doch bei meiner Frau glänzen. :breitgrins:

Danke im voraus!
Den Kalebassenbaum kenne ich hier nicht, soll aber im Norden und Nordosten Brasiliens wachsen. http://www.stuartxchange.com/Cujete.html


P.S.: Die Zigarren aus flue cured Virginia Tabak wurden heute in geeignet feuchte und glatte Burley Deckblätter gerollt.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 7850
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Sempre » Montag 25. April 2016, 03:06

Caviteño hat geschrieben:Allerdings lohnt sich der Anbau von Bananen meist nur für den Zwischenhandel. Unsere Bananen werden für 17 - 19 PHP/kg verkauft - in Manila kosten sie dann ca. 60 PHP/kg. Dazwischen liegt die Abholung durch den Agenten, eine ein- bis zweitägige Reise mit dem Schiff und Verteilung an die Händler in Manila. Ein Euro entspricht ca. 50 PHP.
Am Wochenmarkt, hier in einem zentrumsnahen Viertel der Landeshauptstadt, kostet das Kilo Bananen den Endverbraucher umgerechnet €0,50. Etwa soviel wie 1kg Reis. Gutes Filet Mignon beim Metzger zum Vergleich €12,50/kg.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Benutzeravatar
Marion
Beiträge: 7230
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
Kontaktdaten:

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Marion » Montag 25. April 2016, 15:39

Juergen hat geschrieben:Ich kaufe viel Gemüse und andere Lebensmittel im real,-
Die haben ein gutes Konzept, das aber noch ausbaufähig ist: http://www.real.de/permakultur.html
daraus:
-verzichtet zu 1 % auf jeglichen Einsatz von chemisch-synthetischem Dünger, Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden
-ist zu 1% frei von künstlichen Zusatzstoffen

Das hört sich gut an! So etwas gibt es hier nicht im Supermarkt. Da gibt es Obst, Gemüse und Grünzeug welches sie organico nennen. Das kostet ca 4 mal soviel wie das normale, dabei wird beim Anbau nur auf ein paar wenige Dinge verzichtet, aber auf was nicht verzichtet wird, wird nicht angegeben. Also wohl weit entfernt von 1% frei von künstlichen Zusatzstoffen.
Wenn man auf dem Markt Gemüse kauft steht nie etwas dabei. Man muss die Marktfrauen fragen, ob das Zeug von ihrem eigenen Hof kommt oder ob sie nur wiederverkaufen und wie sie ihr Gemüse düngen etc. Ob das dann auch alles stimmt was sie sagen weiß man natürlich nicht. Man kann aber schon davon ausgehen, daß die Kleinbauern, welche kein Saatgut kaufen (sondern es selber ziehen), zumindest weniger gekauften Dünger, Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden benutzen, da das ja auch nicht billig ist.


Hier ein paar Fotos die ich vor einigen Jahren gemacht habe. Es ist eine Halle, die Kleinbauern aus der Gegend von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde, damit sie zusammen günstig ihre Ernte unters Volk bringen können. Der Kilopreis von allem was da rumliegt ist ein einziger (mit Ausnahme wenn ein Preis dabeisteht) und auch der allergünstigste in der ganzen Stadt. Leider hat die Stadt vor wenigen Jahren den Vertrag mit den Kleinbauern gekündigt und die Halle abgerissen.





Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Benutzeravatar
Juergen
Beiträge: 21515
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Juergen » Montag 25. April 2016, 17:04

Sempre hat geschrieben:Wir haben hier im Garten Bananen, die kürzer als die Chiquita sind, aber dafür viel dicker. Sie schmecken apfelbananig und ich hatte zuvor und habe seitdem im ganzen Leben noch keine besseren gegessen. Fruchtigkeit, Süße und Geschmack einmalig. Alle anderen, selbst die besseren Sorten, schmecken dagegen wie Trockenfutter für Hunde, das mit Laub angereichert wurde
Ich bin immer wieder überrascht darüber, was manche Leute so alles schon probiert haben.
Gruß
Jürgen

Caviteño
Beiträge: 7753
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Caviteño » Montag 25. April 2016, 17:05

Danke guatuso und sempre für Eure ausführlichen Antworten.

Was den Themenkreis Jicaro und Heilmittel betrifft: Meine Frau schwört darauf. Sie nutzt es selbst bei Magenverstimmungen und die Nachbarn trinken es auch. Entweder nimmt sie den Fruchtsaft oder macht aus den Blättern einen Tee. Ob es wirklich hilft, weiß ich nicht. Bekanntlich versetzt ja auch der Glaube Berge..... ;D

Der Jabuticada-Baum mit den Früchen in dem verlinkten Artikel sieht sehr eindrucksvoll aus. So etwas habe ich noch nie gesehen. Danke, sempre. Ich weiß nicht, ob es so etwas auch auf den PH gibt. Zumindest findet man auch einen wikipedia-Artikel in Cebuano. Ich frage mal meine Frau.

Marion: Die Jackfruit auf dem ersten Bild habe ich sofort erkannt. Schon faszinierend, wenn diese großen Früchte am Baum hängen. Sind die Früchte auf dem zweiten Bild Mangos? Bei uns sind die Mangos grün bzw. im reifen Zustand gelb und haben eine andere Form.

In den ländlichen Regionen hier haben die Bauern überhaupt nicht das Geld, um Dünger, Pestizide oder sonstige Mittel zu kaufen. Leider gibt es die Angebote dann auch nur auf den lokalen Märkten, denn der Transport ist bei den vielen Inseln ein Problem. Aber das Gemüse schmeckt natürlich erheblich besser.

Benutzeravatar
Marion
Beiträge: 7230
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
Kontaktdaten:

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Marion » Montag 25. April 2016, 18:24

Caviteño hat geschrieben:Sind die Früchte auf dem zweiten Bild Mangos? Bei uns sind die Mangos grün bzw. im reifen Zustand gelb und haben eine andere Form.
Ja, das sind Mangos. Hier gibt es 2 verschiedene Sorten. Welche die grün, gelb, pink und lila und ca 15-20 cm und welche die gelb, orange und rosa und nur 10cm lang sind.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Benutzeravatar
Juergen
Beiträge: 21515
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Juergen » Montag 25. April 2016, 19:18

Marion hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Sind die Früchte auf dem zweiten Bild Mangos? Bei uns sind die Mangos grün bzw. im reifen Zustand gelb und haben eine andere Form.
Ja, das sind Mangos. Hier gibt es 2 verschiedene Sorten. Welche die grün, gelb, pink und lila und ca 15-20 cm und welche die gelb, orange und rosa und nur 10cm lang sind.
Irgendwie ist die Welt schon etwas ungerecht.
Ihr habt so leckere Sachen einfach im Garten wachsen.

Und selbst bei Gerichten, wo man denkt: „Ha! Das haben die nicht.“ wie etwa Grünkohl, kontert ihr mir eurem Couve Refogada. Aber Sauerkraut, Sauerkraut habt ihr nicht… OK, ihr kennt das und nennt es Chucrute, aber wenn ihr es kocht, dann habt ihr das Rezept garantiert aus Deutschland importiert. :umkuck:



(Nein, ich kann kein Portugiesisch, aber google kann es halbwegs, wie mir scheint.)
Gruß
Jürgen

Benutzeravatar
Marion
Beiträge: 7230
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
Kontaktdaten:

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Marion » Montag 25. April 2016, 19:26

Juergen hat geschrieben:
Marion hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Sind die Früchte auf dem zweiten Bild Mangos? Bei uns sind die Mangos grün bzw. im reifen Zustand gelb und haben eine andere Form.
Ja, das sind Mangos. Hier gibt es 2 verschiedene Sorten. Welche die grün, gelb, pink und lila und ca 15-20 cm und welche die gelb, orange und rosa und nur 10cm lang sind.
Irgendwie ist die Welt schon etwas ungerecht.
Ihr habt so leckere Sachen einfach im Garten wachsen.

Und selbst bei Gerichten, wo man denkt: „Ha! Das haben die nicht.“ wie etwa Grünkohl, kontert ihr mir eurem Couve Refogada. Aber Sauerkraut, Sauerkraut habt ihr nicht… OK, ihr kennt das und nennt es Chucrute, aber wenn ihr es kocht, dann habt ihr das Rezept garantiert aus Deutschland importiert. :umkuck:



(Nein, ich kann kein Portugiesisch, aber google kann es halbwegs, wie mir scheint.)
Chucrute, spricht man schukrute aus. Ja das Rezept ist aus Deutschland und der Name auch. Das waren irgendwelche Deutschen die irgendeinen komischen Dialekt sprachen und dann an ihre Kinder weitergaben. Das Sauerkraut wurde so irgendwie Schauerkraut, Schurkrut, chukrut, chucrute. Jeder Brasilianer meint auf jeden Fall, deutsch zu sprechen, wenn er chucrute sagt :D

Es gibt hier sehr leckeres Essen. Aber es gibt auch einiges was es nur bei euch gibt. Anständiges Bier, Marzipan, Wurst, Brot, süße rote Erdbeeren, Senf, der auch schmeckt, anständigen Käse und noch einiges mehr, wie z.B. Spargel, mit dem du mich hier seit Wochen regelmäßig quälst.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Benutzeravatar
Juergen
Beiträge: 21515
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Juergen » Montag 25. April 2016, 20:08

Senf?

Versuch mal den:
- http://kikreukreu.blogspot.de/213/3/senf.html
oder auch den
- http://kikreukreu.blogspot.de/214/1/s ... charf.html

Aber nimm bitte kein fertiges Senfmehl. Das hat Null Aroma. Die Körner mußt Du schon selbst mahlen.
Gruß
Jürgen

Benutzeravatar
Marion
Beiträge: 7230
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
Kontaktdaten:

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Marion » Montag 25. April 2016, 20:26

Juergen hat geschrieben:Senf?

Versuch mal den:
- http://kikreukreu.blogspot.de/213/3/senf.html
oder auch den
- http://kikreukreu.blogspot.de/214/1/s ... charf.html

Aber nimm bitte kein fertiges Senfmehl. Das hat Null Aroma. Die Körner mußt Du schon selbst mahlen.
Schmeckt der wie der extrascharfe Löwensenf?
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Benutzeravatar
guatuso
Beiträge: 974
Registriert: Freitag 1. März 2013, 23:33
Wohnort: Costa Rica

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von guatuso » Montag 25. April 2016, 20:32

Marion hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:Sind die Früchte auf dem zweiten Bild Mangos? Bei uns sind die Mangos grün bzw. im reifen Zustand gelb und haben eine andere Form.
Ja, das sind Mangos. Hier gibt es 2 verschiedene Sorten. Welche die grün, gelb, pink und lila und ca 15-20 cm und welche die gelb, orange und rosa und nur 10cm lang sind.
Gelb-Orange-Rose sind Mangas!
Die andern sind Mangos. Zumindest hier !
Die kleinen gruenen Mangos kann man auch gesalzen essen.
Und wie stets kann man daraus auch leckere Marmelade machen (mit Zuckerrohr).

Erdbeeren, die besten wachsen an den Haengen der Vulkane (wie bei uns) Zuckersuess und saftig.

Und was ist bei dir in Brasilien mit Maniok-Mehl? Das wird doch dort sehr haeufig genommen und, wie Parmesan, uebers Essen gestaeubt.

Benutzeravatar
Juergen
Beiträge: 21515
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Juergen » Montag 25. April 2016, 20:46

Marion hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Senf?

Versuch mal den:
- http://kikreukreu.blogspot.de/213/3/senf.html
oder auch den
- http://kikreukreu.blogspot.de/214/1/s ... charf.html

Aber nimm bitte kein fertiges Senfmehl. Das hat Null Aroma. Die Körner mußt Du schon selbst mahlen.
Schmeckt der wie der extrascharfe Löwensenf?
Ne,
besser! :blinker:
Gruß
Jürgen

Benutzeravatar
Marion
Beiträge: 7230
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
Kontaktdaten:

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Marion » Montag 25. April 2016, 20:54

guatuso hat geschrieben:Und was ist bei dir in Brasilien mit Maniok-Mehl? Das wird doch dort sehr haeufig genommen und, wie Parmesan, uebers Essen gestaeubt.
Diese Sägespäne fehlen nie bei Gegrilltem. Als Paniermehl nehme ich sie auch manchmal. Außerdem gehören sie auch zu diesem Bohneneintopf der Sklaven (Feijoada), den ich sehr gerne mag, allerdings ohne Ohren und so ein Zeugs.

Jürgen, geht da so eine Mühle ( http://produto.mercadolivre.com.br/MLB- ... antigo-_JM ) oder muss das so eine mit einem Messerchen, wie bei der Pfeffermühle sein?
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Benutzeravatar
Juergen
Beiträge: 21515
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Juergen » Montag 25. April 2016, 22:08

Marion hat geschrieben:Jürgen, geht da so eine Mühle ( http://produto.mercadolivre.com.br/MLB- ... antigo-_JM ) oder muss das so eine mit einem Messerchen, wie bei der Pfeffermühle sein?
Ich nehme entweder sowas:
Bild

oder elektrisch sowas ähnliches:
http://www.amazon.de/Melissa-Elektrisch ... schlagwerk
Gruß
Jürgen

Benutzeravatar
Marion
Beiträge: 7230
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
Kontaktdaten:

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Marion » Dienstag 26. April 2016, 13:12

Caviteño hat geschrieben:Auf der Farm meiner Frau werden z.B. Lakatan Bananen angebaut.
Was macht ihr eigentlich mit diesen vielen Bananenstämmen? Da kommt ja auf Dauer richtig was zusammen und das vermodert viel langsamer als es nachwächst.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Benutzeravatar
Marion
Beiträge: 7230
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
Kontaktdaten:

Re: Culinaria exotica et cetera

Beitrag von Marion » Dienstag 26. April 2016, 15:43

Nächste Woche gibt es Senf :breitgrins:
Ich werde berichten
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Benutzeravatar
taddeo
Moderator
Beiträge: 18230
Registriert: Donnerstag 18. Januar 2007, 09:07
Wohnort: in Superiori Palatinatu

Re: Culinaria exotica et cetera

Beitrag von taddeo » Dienstag 26. April 2016, 16:00

Marion hat geschrieben:Nächste Woche gibt es Senf :breitgrins:
Ich werde berichten
Dann kannst Du wortwörtlich Deinen Senf dazu geben ... :D ;D
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

Benutzeravatar
holzi
Beiträge: 6582
Registriert: Montag 28. November 2005, 15:00
Wohnort: Regensburg

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von holzi » Dienstag 26. April 2016, 20:40

Marion hat geschrieben:Es gibt hier sehr leckeres Essen. Aber es gibt auch einiges was es nur bei euch gibt. Anständiges Bier, Marzipan, Wurst, Brot, süße rote Erdbeeren, Senf, der auch schmeckt, anständigen Käse und noch einiges mehr, wie z.B. Spargel, mit dem du mich hier seit Wochen regelmäßig quälst.
Also über das Bier in SC kann ich mich nicht beschweren. Ich hab dort die leckersten Biere getrunken, die ich in Brasilien bisher jemals probiert habe. Da ist z.B. Eisenbahn aus Blumenau, Lassberg aus Itapiranga, oder Holzweg aus Rio do Sul. Besonders die Weissbiere haben mir ziemlich gut geschmeckt.
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

Benutzeravatar
Marion
Beiträge: 7230
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
Kontaktdaten:

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von Marion » Dienstag 26. April 2016, 20:51

holzi hat geschrieben: Da ist z.B. Eisenbahn aus Blumenau, ... Besonders die Weissbiere haben mir ziemlich gut geschmeckt.
Ja, das ist sehr lecker. Vom Preis her aber noch teurer als das importierte Wolters, welches schon doppelt so teuer ist wie normales Brasibier.

Der Supermarkt hat es gerade sogar im Angebot: Cerveja Brasileira EISENBAHN Weizenbier Long Neck 355ml DE R$ 5,49 POR R$ 3,99. Cerveja Alemã WOLTERS Pilsener Lata 500ml POR R$ 4,49
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Benutzeravatar
holzi
Beiträge: 6582
Registriert: Montag 28. November 2005, 15:00
Wohnort: Regensburg

Re: Der was gabs zu Essen Thread…

Beitrag von holzi » Dienstag 26. April 2016, 21:09

Marion hat geschrieben:
holzi hat geschrieben: Da ist z.B. Eisenbahn aus Blumenau, ... Besonders die Weissbiere haben mir ziemlich gut geschmeckt.
Ja, das ist sehr lecker. Vom Preis her aber noch teurer als das importierte Wolters, welches schon doppelt so teuer ist wie normales Brasibier.

Der Supermarkt hat es gerade sogar im Angebot: Cerveja Brasileira EISENBAHN Weizenbier Long Neck 355ml DE R$ 5,49 POR R$ 3,99. Cerveja Alemã WOLTERS Pilsener Lata 5ml POR R$ 4,49
Na gut, billig ist was anderes, aber das Leben ist zu kurz, um schlechtes Bier zu trinken. Was anderes leckeres gibt's aber auch bei Euch in SC: ich hab in Sao Joaquim ein ganz hervorragendes Weinchen probiert, gekauft und hier in Deutschland mit großem Genuss getrunken: http://www.vinhosqsm.com.br/vinhos-tint ... onado.html - mit 4 R$ pro Flasche auch nicht unbedingt billig, aber jeden Centavo wert.
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

Benutzeravatar
Marion
Beiträge: 7230
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 18:51
Kontaktdaten:

Re: Culinaria exotica et cetera

Beitrag von Marion » Dienstag 3. Mai 2016, 21:17

Marion hat geschrieben:Nächste Woche gibt es Senf :breitgrins:
Ich werde berichten
Der Senf ist übrigens lecker geworden (nun steht er schon 5 Tage), die Konsistenz ist aber nicht besonders - wie Meerrettich. Das nächste mal werde ich feiner mahlen.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Benutzeravatar
Juergen
Beiträge: 21515
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43

Re: Culinaria exotica et cetera

Beitrag von Juergen » Dienstag 3. Mai 2016, 21:22

Marion hat geschrieben:
Marion hat geschrieben:Nächste Woche gibt es Senf :breitgrins:
Ich werde berichten
Der Senf ist übrigens lecker geworden (nun steht er schon 5 Tage), die Konsistenz ist aber nicht besonders - wie Meerrettich. Das nächste mal werde ich feiner mahlen.
Wenn Du feinen Senf haben willst, mußt Du ihn sehr sehr fein mahlen. Das Senfmehl quillt ja noch auf, so daß die einzelnen Körnchen des Mehls hinterher größer werden.

Ich persönlich mag ihn gerne grober.
Gruß
Jürgen

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 7850
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: Culinaria exotica et cetera

Beitrag von Sempre » Freitag 3. Februar 2017, 20:46

@Caviteño

Dieses Jahr haben wir mehrere Jackfrüchte am Baum, hier eine davon:

Bild

Größer

Ist ungefähr 25-30cm hoch. Hat ein paar schwarze Flecken, aber weniger als die auf dem hiesigen Markt. Weißt Du vielleicht, wie man feststellt, wann man sie ernten muss?
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Caviteño
Beiträge: 7753
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Culinaria exotica et cetera

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 4. Februar 2017, 08:06

@Sempre:

Meine Frau meint, daß die Frucht auf dem Foto noch nicht reif sei. Eine reife Frucht erkenne man am hohlen Klang, wenn man mit den Fingern drauf klopfe. Sie würde auch fruchtig riechen. Ich weiß, viel helfen werden diese Auskünfte nicht. Man muß wohl schon Erfahrung haben, wenn man Jackfrüchte ernten will. ;D

Was wollt Ihr denn damit machen? Die Jackfrucht-Rezepte hier haben mich bisher nicht überzeugt - wird hier wohl in Kokosmilch gekocht. Mir hat es jedenfalls bisher nicht geschmeckt, aber vielleicht lag das auch an der Zubereitung.

Bei den Jackfrüchten am Baum bin ich immer wieder erstaunt, wie schwer sie sind und das sie trotzdem vom Baum gehalten werden. Für mich ist das schon ein kleines Wunder.

Benutzeravatar
Sempre
Beiträge: 7850
Registriert: Sonntag 19. Juli 2009, 19:07

Re: Culinaria exotica et cetera

Beitrag von Sempre » Sonnabend 4. Februar 2017, 15:07

@Caviteño

Habe gerade gesehen: auf youtube finden sich Anleitungen zum Ernten und geschickten Zerlegen von Jackfrüchten, jedenfalls in portugiesischer Sprache. Man kann sie demnach relativ früh ernten und dann reifen lassen, oder auch mit dem ernten warten, bis sie reif sind, bis die Schale/Haut leicht zerreißbar ist.

Was Rezepte angeht, habe ich Mousse, Eiscreme und dergleichen gefunden. Vorwiegend mit Orangen- oder Zitronensaft zubereitet. Sollen aber auch roh gut schmecken. Die Kerne wie Kastanien auf glühender Holzkohle geröstet.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema