Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

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Yeti
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Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Yeti » Sonnabend 17. Dezember 2011, 16:40

"De mortuis nihil nisi bene" heißt es öfters im "Nekrolog" - das kann man respektieren. Deswegen möchte ich hier die Gelegenheit eröffnen, weitergehende Kommentare, Diskussionen und Beiträge zu den im Nekrolog genannten Verstorbenen hier zu veröffentlichen. Diese können natürlich auch durchaus positiv sein. Aber ich halte nichts davon, einer m.E. falsch verstandenen Pietät wegen über die Leistungen und Verfehlungen Verstorbener schweigen zu sollen.
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Torsten
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Torsten » Sonntag 18. Dezember 2011, 00:41

http://hpd.de/node/12523

Er hat ihnen bis zuletzt nichts geschenkt

Nach seinem Lebensende können wir nun wieder sehen, dass es nur einen Weg gibt, wie Menschen ihr irdisches Dasein überdauern: in der Erinnerung der anderen. [...] Er blieb immer kontrovers und behielt am Ende meistens Recht.
Für weniger prominente Atheisten sind das keine guten Aussichten. In der Erinnerung der anderen überdauern meistens die weniger angenehmen Zeitgenossen, die eine Menge Menschen - in dem Fall darf man ja wohl nicht mal sagen - ins Jenseits befördert haben. Der Tod von Hitchens ist mit Sicherheit dazu geeignet, dass einige in der säkularen Szene doch mal wieder ein wenig ernsthafter sich mit dem auseinandersetzen, woran sie glauben. Der Nachruf vom hpd tut das nicht, das ist nur eine Trotzreaktion.

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Nassos
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Nassos » Sonntag 18. Dezember 2011, 11:30

Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog? :glubsch:
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cantus planus
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von cantus planus » Sonntag 18. Dezember 2011, 11:51

Nassos hat geschrieben:Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog? :glubsch:
Nicht immer ist der Tod sicher. Einige simulieren, einige sind nur ohnmächtig und wieder andere werden Wiedergänger. Das muss thematisiert werden. :pfeif:
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Nassos
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Nassos » Sonntag 18. Dezember 2011, 11:54

cantus planus hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog? :glubsch:
Nicht immer ist der Tod sicher. Einige simulieren, einige sind nur ohnmächtig und wieder andere werden Wiedergänger. Das muss thematisiert werden. :pfeif:
Ach ja, das war das mit den Tricks aus Haiti. Oder man wird entsprechend Interpret
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Yeti » Sonntag 18. Dezember 2011, 18:28

cantus planus hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog? :glubsch:
Nicht immer ist der Tod sicher. Einige simulieren, einige sind nur ohnmächtig und wieder andere werden Wiedergänger. Das muss thematisiert werden. :pfeif:
Und manche simulieren Pietät. Die finden hier ihre Meister. :)
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Yeti » Sonntag 18. Dezember 2011, 18:42

civilisation hat geschrieben:
Der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Havel ist tot. Er stirbt im Alter von 75 Jahren in Prag. Havel gilt als Symbolfigur des Prager Frühlings der der Samtenen Revolution.
http://www.n-tv.de/politik/Vaclav-Havel ... 2671.html
Schade ist's um ihn. Er war einer der wenigen Tschechen, die bereit waren, das Unrecht der Vertreibung beim Namen zu nennen und Konsequenzen daraus zu ziehen. Dementsprechend schlug ihm der Hass seiner Landsleute entgegen. Unter seinen Landsleuten war er ein großer Europäer, vielleicht der einzige.
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Yeti » Sonntag 18. Dezember 2011, 18:48

Torsten hat geschrieben:
http://hpd.de/node/12523

Er hat ihnen bis zuletzt nichts geschenkt

Nach seinem Lebensende können wir nun wieder sehen, dass es nur einen Weg gibt, wie Menschen ihr irdisches Dasein überdauern: in der Erinnerung der anderen. [...] Er blieb immer kontrovers und behielt am Ende meistens Recht.
Für weniger prominente Atheisten sind das keine guten Aussichten. In der Erinnerung der anderen überdauern meistens die weniger angenehmen Zeitgenossen, die eine Menge Menschen - in dem Fall darf man ja wohl nicht mal sagen - ins Jenseits befördert haben. Der Tod von Hitchens ist mit Sicherheit dazu geeignet, dass einige in der säkularen Szene doch mal wieder ein wenig ernsthafter sich mit dem auseinandersetzen, woran sie glauben. Der Nachruf vom hpd tut das nicht, das ist nur eine Trotzreaktion.
Irgendwie hat ein "Nachruf" vom eigentlichen Sinne des Wortes her in diesem Fall sowieso etwas äußerst groteskes. Das Wort Nietzsches funzt auch andersherum: "Ich würde den Atheisten mehr Glauben schenken, wenn sie fröhlicher wären".
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Niels » Sonntag 18. Dezember 2011, 18:58

Yeti hat geschrieben:
civilisation hat geschrieben:
Der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Havel ist tot. Er stirbt im Alter von 75 Jahren in Prag. Havel gilt als Symbolfigur des Prager Frühlings der der Samtenen Revolution.
http://www.n-tv.de/politik/Vaclav-Havel ... 2671.html
Schade ist's um ihn. Er war einer der wenigen Tschechen, die bereit waren, das Unrecht der Vertreibung beim Namen zu nennen und Konsequenzen daraus zu ziehen. Dementsprechend schlug ihm der Hass seiner Landsleute entgegen. Unter seinen Landsleuten war er ein großer Europäer, vielleicht der einzige.
:daumen-rauf:
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Caviteño » Montag 19. Dezember 2011, 11:17

Die NZZ beschäftigt sich mit der Frage, ob der designierte Nachfolger von Kim Jong Il, sein jüngster Sohn Kim Jong Un, tatsächlich in der Schweiz zur Schule gegangen ist.

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/i ... 31987.html

Die Gerüchte wabberten schon seit Jahren durch die Presse und zeigen, wie verschlossen das Land unter dem verstorbenen Diktator war. Vielleicht hat der Nachfolger etwas über die Offenheit in der Schweiz gelernt - wenn er denn dort zur Schule gegangen ist.

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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von cantus planus » Montag 19. Dezember 2011, 17:02

Wieso? Wenn ein Volk in Europa diskret ist, sind es die Schweizer! :D
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Caviteño » Dienstag 20. Dezember 2011, 02:59

cantus planus hat geschrieben:Wieso? Wenn ein Volk in Europa diskret ist, sind es die Schweizer! :D
Richtig, aber man muß ja ganz unten anfangen, sozusagen mit der "leichtesten Übung". :breitgrins:

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Torsten
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Torsten » Dienstag 20. Dezember 2011, 19:47

Nordkoreaner in ekstatischer Trauer

Oder doch alles nur gespielt?

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Niels
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Niels » Dienstag 27. Dezember 2011, 16:42

Johannes Heesters empfing vor seinem Tod noch die Krankensalbung: http://www.kath.net/detail.php?id=34524
Das Sakrament spendete dem 18-jährigen Entertainer der bayerische Priester Konrad Schreiegg. Der im Ruhestand lebende Stadtpfarrer von Starnberg, der seit längerem Heesters Seelsorger war, sagte der "Bild" (Dienstag): "Ich hatte einen Souffleur von oben, fuhr sofort hin. Ich wusste, er bereitet sich auf die letzte große Reise vor."
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von taddeo » Dienstag 27. Dezember 2011, 16:57

Niels hat geschrieben:Johannes Heesters empfing vor seinem Tod noch die Krankensalbung: http://www.kath.net/detail.php?id=34524
Das Sakrament spendete dem 18-jährigen Entertainer der bayerische Priester Konrad Schreiegg. Der im Ruhestand lebende Stadtpfarrer von Starnberg, der seit längerem Heesters Seelsorger war, sagte der "Bild" (Dienstag): "Ich hatte einen Souffleur von oben, fuhr sofort hin. Ich wusste, er bereitet sich auf die letzte große Reise vor."
18 Jahre alt werden - und dann nicht einfach tot umfallen, sondern die Krankensalbung empfangen dürfen - das ist eine Gnade.
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von civilisation » Dienstag 27. Dezember 2011, 17:30

Torsten hat geschrieben:Nordkoreaner in ekstatischer Trauer

Oder doch alles nur gespielt?
/ironiemodus on

Liebe geht bekanntlich durch den Magen.
In dem von Hungersnöten heimgesuchten Land sind Bürger jetzt mit Fischen beschenkt worden. ...
Laut nordkoreanischen Staatsmedien war Kim besorgt über die Versorgung mit Fisch in Pjöngjang. Er habe sich mit dem Problem noch am Tag vor seinem Tod beschäftigt.
/ironiemodus off

Quelle des Zitats: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 94,.html

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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Yeti » Sonntag 29. Januar 2012, 21:23

Emil Wachter ist tot. Wer sich einen Eindruck über sein Schaffen verschaffen möchte, kann sich hier informieren. In meiner Kindheit wurde er mir durch die Ausmalung unserer Wahl-Pfarrgemeinde St. Martin in Ettlingen bekannt. Die Deckenbemalungen dieser Pfarrkirche sind hier zu sehen (er malte u.a. "das himmlische Jerusalem" und mehrere biblische Szenen, u.a. "den verlorenen Sohn" - mit Motorrad und Lederjacke; zur Zeit der Entstehung sorgte das Bild für einigen Unmut in der Gemeinde).
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Raimund J. » Sonntag 12. Februar 2012, 08:32

Raphael hat geschrieben:Whitney Houston ist tot

Möge sie in Frieden ruhen!
Traurige Nachricht. :(

Ich hörte etliche Songs von ihr immer sehr gerne. Und auch im Film Bodyguard war ich 1993 glaube ich sogar mehrmals ...

R.I.P.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Yeti » Sonntag 12. Februar 2012, 11:04

Whitney Houston, die offenbar gestern, am Samstagnachmittag, von Mitarbeitern in Beverly Hills tot aufgefunden wurde, hat ihr Leben wohl auch durch ihr Drogenproblem selbst um einige Jahre verkürzt. Man lehnt sich gewiss nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man dahinter (wie so oft) unerfüllte Sehnsüchte vermutet.

Für mich steht Whitney Houston für das Ende der 80-er Jahre, Anfang der 90-er Jahre, also die Zeit, in der sie auch ihre größten Erfolge im Musik- und Filmgeschäft hatte. Man hat ihrer Musik immer die Herkunft aus dem Gospel-Gesang angemerkt, als Christ empfinde ich das positiv, zumal sich das auch oft inhaltlich in ihren Texten niedergeschlagen hat. Letzten Endes war es in ihrem Leben aber wohl ihre gescheiterte Ehe, die sie nie ganz überwunden hat:
Wikipedia hat geschrieben:Im September 2009 gab Whitney Houston der US-amerikanischen Talkmasterin Oprah Winfrey ein mehrstündiges Interview, in dem sie ausführlich über ihre überwundene Drogensucht und ihre geschiedene Ehe sprach.
Ich meine, dass so etwas eher für Tiefgang spricht und ich so manches Urteil aus früheren Tagen über sie revidieren muss. Aber da war ich ja auch noch nicht trocken hinter den Ohren.

Auf jeden Fall ruhe sie in dem Frieden, den sie immer gesucht hat. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mit ihr zwar nicht ein Teil meiner Jugend, aber meiner damaligen Welt gestorben ist.
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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von Melody » Sonntag 12. Februar 2012, 15:52

Ich bin auch ganz schockiert, wo ich das hier gerade lese. Meine Güte, 48 Jahre... :auweia:

Möge sie in Frieden ruhen... :(
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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Re: Diskussionen und Kommentare zum Nekrolog

Beitrag von HeGe » Sonntag 12. Februar 2012, 19:14

Melody hat geschrieben:Ich bin auch ganz schockiert, wo ich das hier gerade lese. Meine Güte, 48 Jahre... :auweia:

Möge sie in Frieden ruhen... :(
Ist natürlich traurig, aber wie Yeti schon sagte, hat sie sich das Leben sicher selber verkürzt.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 19. März 2012, 11:01

lutherbeck hat geschrieben:nun ist er bei unserem HERRN!
Kein Purgatorium?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Linus » Montag 19. März 2012, 11:02

Das ist ja schon das Vorzimmer zum Himmel.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 19. März 2012, 11:08

Linus hat geschrieben:Das ist ja schon das Vorzimmer zum Himmel.
Ich bezog mich auf Lutherbecks Aussage. Oder willst du sagen, Gott sitze im Purgatorium rum? :hae?:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von ad-fontes » Montag 19. März 2012, 11:21

lifestylekatholik hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:nun ist er bei unserem HERRN!
Kein Purgatorium?
Häretiker im Purgatorium?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Raphael » Montag 19. März 2012, 11:35

lutherbeck hat geschrieben:...... nun ist er bei unserem HERRN!
Und ich Depp glaubte bislang, daß diese Entscheidung von jemand Anderem als Dir vorgenommen wird! :hmm:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von lutherbeck » Montag 19. März 2012, 11:45

Raphael hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:...... nun ist er bei unserem HERRN!
Und ich Depp glaubte bislang, daß diese Entscheidung von jemand Anderem als Dir vorgenommen wird! :hmm:
Nun, wenn man an einen gütigen Gott glaubt - was sollte man sonst annehmen, als daß der fromme Mann nun bei unserem HERRN ist?

:achselzuck:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Robert Ketelhohn » Montag 19. März 2012, 11:59

ad-fontes hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:nun ist er bei unserem HERRN!
Kein Purgatorium?
Häretiker im Purgatorium?
Man sollte ja wenigstens mal mitteilen, um wen es eigentlich geht. Ich vermute, um Schenuda III., den koptisch-monophysitischen Patriarchen von Alexandrien. – Des Gebets sollen wir ihn versichern, jedoch nicht vergessen, daß er Monophysit war und Anführer einer wegen Häresie abgespaltenen Teilkirche. Ja, in der apostolischen Sukzession stand er der Weihe nach, aber als Nachfolger des Evangelisten Marci war er illegitim. Um die legitime Nachfolge auf dem Alexandriner Stuhl können sich allenfalls streiten der Byzantiner Theodor II. (Nikolaos Horeftakis) – der für sich die historische Abfolge hat – und der katholisch-koptische Patriarch Anton Nagib, der für sich den traditionellen koptischen Ritus zu beachten und mit Rom in Gemeinschaft zu stehen beanspruchen kann, faktisch aber doch mehr ein apostolischer Vikar des römischen Patriarchen für die aus dem monophysitischen Schisma heimkehrenden Kopten ist denn echter Patriarch, welch selbiger Titel seinen Vorgängern auch erst 1895 durch einen etwas launigen römischen Einfall zugefallen ist.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 19. März 2012, 12:04

lutherbeck hat geschrieben:Nun, wenn man an einen gütigen Gott glaubt - was sollte man sonst annehmen, als daß der fromme Mann nun bei unserem HERRN ist?
Ist deiner Meinung nach auch ein frommer Nestorianer, ein frommer Moslem oder ein frommer Buddhist gleich nach seinem Tode »beim Herrn«? Wenn nein, warum nicht?

Meine ursprüngliche Frage war aber: Glaubst du, dass es keinen Reinigungsort nach dem Tode gibt?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von lutherbeck » Montag 19. März 2012, 12:18

lifestylekatholik hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Nun, wenn man an einen gütigen Gott glaubt - was sollte man sonst annehmen, als daß der fromme Mann nun bei unserem HERRN ist?
Ist deiner Meinung nach auch ein frommer Nestorianer, ein frommer Moslem oder ein frommer Buddhist gleich nach seinem Tode »beim Herrn«? Wenn nein, warum nicht?

Meine ursprüngliche Frage war aber: Glaubst du, dass es keinen Reinigungsort nach dem Tode gibt?
Nun, ich weiß nicht, was mit frommen Moslem u. a. geschieht...

Aber Papst Schenuda III. war Christ - wenn auch nicht katholisch...

Und einen Reinigungsort? Den gibt es sicherlich - ob er aber Purgatorium heißt? Keine Ahnung!

Ich jedenfalls vertraue auf unseren HERRN!

:daumen-rauf:
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 19. März 2012, 12:21

lutherbeck hat geschrieben:Und einen Reinigungsort? Den gibt es sicherlich - ob er aber Purgatorium heißt? Keine Ahnung!
:patsch: :D
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von lutherbeck » Montag 19. März 2012, 12:27

lifestylekatholik hat geschrieben:
lutherbeck hat geschrieben:Und einen Reinigungsort? Den gibt es sicherlich - ob er aber Purgatorium heißt? Keine Ahnung!
:patsch: :D
Und?

Was gibt es da so hämisch zu lachen?

Du scheinst ja die berühmte Weisheit mit dem berühmten Löffel zu Dir genommen zu haben!

Überhaupt finde ich, daß das kleinliche Gezänk angesichts des Todes eines frommen Mannes für Christen eine Schande ist!

Schenuda III. hinterläßt ein beachtliches Lebenwerk in schwieriger Zeit - die Christen Ägyptens verlieren zur Unzeit ihren geistlichen Führer; da sind neue blutige Konflikte geradezu vorprogrammiert!

Und Du?

Ergehst Dich in hochmütigen Betrachtungen, ob er nun beim HERRN ist oder nicht?

Geh heute lieber eilig zur Beichte!

:ikb_shit: :kotz:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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