"Mission Manifest"

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CIC_Fan
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"Mission Manifest"

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 7. Januar 2018, 09:11

http://www.kath.net/news/62290
wir daß jetzt Ökumene auf Konservativ

Lilaimmerdieselbe
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 7. Januar 2018, 11:27

eher Hartl-style.
Ich habe zur Kenntnis genommen, dass viele ihn mögen, ich aber so überhaupt nicht. Es fängt schon mit der Sprache seiner Predigten an. Da unterschreitet er sein eigenes Niveau, weil er sein Zuhörer für blöde hält.

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Niels
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Niels » Sonntag 7. Januar 2018, 13:53

Das ist in der Tat nicht nicht opportun. :ikb_1eye:
Resurrexit, sicut dixit, alleluia

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Gallus
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Gallus » Sonntag 7. Januar 2018, 15:41

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 11:27
eher Hartl-style.
Ich habe zur Kenntnis genommen, dass viele ihn mögen, ich aber so überhaupt nicht. Es fängt schon mit der Sprache seiner Predigten an. Da unterschreitet er sein eigenes Niveau, weil er sein Zuhörer für blöde hält.
Also, ich kann mit der charismatischen Richtung im Prinzip gar nichts anfangen, habe aber dieses Wochenende aus Neugier mal in den Livestream der MEHR-Konferenz geschaut. Was u.a. der Hartl da vorgetragen hat, fand ich interessant und bedenkenswert, von unterschrittenem Niveau war da jedenfalls keine Spur. Es ist nur das Drumherum, die Sakral-Popmusik und das extrovertierte Gehabe der Leute, was nix für mich ist. Aber das ist Geschmackssache.

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Edi
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Edi » Sonntag 7. Januar 2018, 17:31

Gallus hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 15:41
Es ist nur das Drumherum, die Sakral-Popmusik und das extrovertierte Gehabe der Leute, was nix für mich ist. Aber das ist Geschmackssache.
Das, wie du es nennst extrovertierte Gehabe, ist bei diesen Leuten die Anbetung, von von der sie meinen, sie müsse bei solchen Konferenzen so sein. Meines Erachtens bleibt das aber vielfach an der Oberfläche. Ein guter Gottesdienst muss ehrfürchtiger und inniger sein. Das ganze Theater drumrum mit Lichtschaueffekten usw. lenkt doch nur ab vom Wesentlichen und ist auch übrigens sehr kostspielig. Der Eintritt von über hundert Euro ist ja auch saftig.Hinzu kommen teilweise Sänger, die nicht einmal einigermaßen singen können. Wenn diese Konferenz nicht auch noch andere Elemente hätte wie z.B. einen Vortrag von Karl Wallner, Zisterzienser und wohl auch anderen, die ich aber nicht gesehen habe, hielte ich sie für nicht gut.
Was Hartl angeht, so redet der sehr viel und nicht immer Sinnvolles. Er hat von den Pfingstlern vieles übernommen, auch manche Ausdruckweisen, an denen viel Blech dran ist.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von CIC_Fan » Montag 8. Januar 2018, 10:05

Was wieder mal die Frage aufwirft was hat ein Katholik der im tridentinischen Ritus praktiziert (bei einer ED Messe) und ein sehr modern praktizierender Katholik (charismatisch) gemeinsam außer den Taufschein

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Protasius
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Protasius » Montag 8. Januar 2018, 11:04

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 10:05
Was wieder mal die Frage aufwirft was hat ein Katholik der im tridentinischen Ritus praktiziert (bei einer ED Messe) und ein sehr modern praktizierender Katholik (charismatisch) gemeinsam außer den Taufschein
Den Katechismus und den darin ausgedrückten Glauben.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von CIC_Fan » Montag 8. Januar 2018, 11:10

auch das ist rein theoretisch
reduziert sich die Sache nicht einfach auf nebeneinander her laufende Wege oder anders gefragt wieviele Gläubigen die nach dem alten Ritus praktizieren würden ihre Sonntagspflicht in einer Messe erfüllen die charismatisch gestaltet wird und vice versa

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Gallus
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Gallus » Montag 8. Januar 2018, 13:38

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 11:10
auch das ist rein theoretisch
reduziert sich die Sache nicht einfach auf nebeneinander her laufende Wege oder anders gefragt wieviele Gläubigen die nach dem alten Ritus praktizieren würden ihre Sonntagspflicht in einer Messe erfüllen die charismatisch gestaltet wird und vice versa
Idealerweise sollte zumindest das Eucharistieverständnis gleich sein. Aber bevor die Diskussion aufs falsche Gleis gerät: die Heilige Messe, die bei der MEHR gefeiert wurde, war ziemlich konventionell. Es sind vor allem die anderen Gottesdienst- und Predigtformate, bei denen das charismatisch-pfingstlerische stark dominiert.

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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Raphael » Montag 8. Januar 2018, 13:53

Protasius hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 11:04
CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 10:05
Was wieder mal die Frage aufwirft was hat ein Katholik der im tridentinischen Ritus praktiziert (bei einer ED Messe) und ein sehr modern praktizierender Katholik (charismatisch) gemeinsam außer den Taufschein
Den Katechismus und den darin ausgedrückten Glauben.
:ja:
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Lycobates » Montag 8. Januar 2018, 14:03

Gallus hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 13:38
CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 11:10
auch das ist rein theoretisch
reduziert sich die Sache nicht einfach auf nebeneinander her laufende Wege oder anders gefragt wieviele Gläubigen die nach dem alten Ritus praktizieren würden ihre Sonntagspflicht in einer Messe erfüllen die charismatisch gestaltet wird und vice versa
Idealerweise sollte zumindest das Eucharistieverständnis gleich sein. Aber bevor die Diskussion aufs falsche Gleis gerät: die Heilige Messe, die bei der MEHR gefeiert wurde, war ziemlich konventionell. Es sind vor allem die anderen Gottesdienst- und Predigtformate, bei denen das charismatisch-pfingstlerische stark dominiert.
Das "Eucharistieverständnis" in der Konzilskirche (ob "charismatisch" oder nicht) ist aber doch auf weiten Strecken de facto schlicht zwinglianisch.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Raphael » Montag 8. Januar 2018, 14:27

Lycobates hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 14:03
Gallus hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 13:38
CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 11:10
auch das ist rein theoretisch
reduziert sich die Sache nicht einfach auf nebeneinander her laufende Wege oder anders gefragt wieviele Gläubigen die nach dem alten Ritus praktizieren würden ihre Sonntagspflicht in einer Messe erfüllen die charismatisch gestaltet wird und vice versa
Idealerweise sollte zumindest das Eucharistieverständnis gleich sein. Aber bevor die Diskussion aufs falsche Gleis gerät: die Heilige Messe, die bei der MEHR gefeiert wurde, war ziemlich konventionell. Es sind vor allem die anderen Gottesdienst- und Predigtformate, bei denen das charismatisch-pfingstlerische stark dominiert.
Das "Eucharistieverständnis" in der Konzilskirche (ob "charismatisch" oder nicht) ist aber doch auf weiten Strecken de facto schlicht zwinglianisch.
:dudu:
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Lycobates » Montag 8. Januar 2018, 14:37

Raphael hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 14:27
Lycobates hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 14:03
Gallus hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 13:38
CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 11:10
auch das ist rein theoretisch
reduziert sich die Sache nicht einfach auf nebeneinander her laufende Wege oder anders gefragt wieviele Gläubigen die nach dem alten Ritus praktizieren würden ihre Sonntagspflicht in einer Messe erfüllen die charismatisch gestaltet wird und vice versa
Idealerweise sollte zumindest das Eucharistieverständnis gleich sein. Aber bevor die Diskussion aufs falsche Gleis gerät: die Heilige Messe, die bei der MEHR gefeiert wurde, war ziemlich konventionell. Es sind vor allem die anderen Gottesdienst- und Predigtformate, bei denen das charismatisch-pfingstlerische stark dominiert.
Das "Eucharistieverständnis" in der Konzilskirche (ob "charismatisch" oder nicht) ist aber doch auf weiten Strecken de facto schlicht zwinglianisch.
:dudu:
Dann frage man mal den Durchschnittsmenschen, der sich heute als "Katholik" bezeichnet, was für ihn "Eucharistie" bedeutet.
De facto, schrieb ich, nicht was (noch) in den Büchern steht, das ist, wie CIC_Fan zu Recht hervorhob, rein theoretisch, und somit hier irrelevant.
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Raphael » Montag 8. Januar 2018, 14:46

Lycobates hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 14:37
Dann frage man mal den Durchschnittsmenschen, der sich heute als "Katholik" bezeichnet, was für ihn "Eucharistie" bedeutet.
De facto, schrieb ich, nicht was (noch) in den Büchern steht, das ist, wie CIC_Fan zu Recht hervorhob, rein theoretisch, und somit hier irrelevant.
Bei dem Durchschnittskatholiken kann man realistischerweise ([Punkt]) das Wissen voraussetzen, welches im Rahmen der Kommunionskatechese vermittelt worden ist. Ein zwinglianisches Verständnis ist da nicht bei ................
Ehemalige Elche*, wie der verzickte Fan, sehen das naturgemäß kritizistischer.




* Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche. :doktor:
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Lycobates » Montag 8. Januar 2018, 14:54

Raphael hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 14:46
Lycobates hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 14:37
Dann frage man mal den Durchschnittsmenschen, der sich heute als "Katholik" bezeichnet, was für ihn "Eucharistie" bedeutet.
De facto, schrieb ich, nicht was (noch) in den Büchern steht, das ist, wie CIC_Fan zu Recht hervorhob, rein theoretisch, und somit hier irrelevant.
Bei dem Durchschnittskatholiken kann man realistischerweise ([Punkt]) das Wissen voraussetzen, welches im Rahmen der Kommunionskatechese vermittelt worden ist. Ein zwinglianisches Verständnis ist da nicht bei ................
In meinem (verkonzilten und verwaisten) Wahl-Erzbistum vermittelt die "Kommunionskatechese", sogar schwarz auf weiß, ich habe die Hefte gesehen, ein rein symbolistisches Eucharistieverständnis. Und solche sind Legion.
Man sollte nicht den Kopf in den Sand stecken.
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Raphael » Montag 8. Januar 2018, 15:13

Lycobates hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 14:54
Raphael hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 14:46
Lycobates hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 14:37
Dann frage man mal den Durchschnittsmenschen, der sich heute als "Katholik" bezeichnet, was für ihn "Eucharistie" bedeutet.
De facto, schrieb ich, nicht was (noch) in den Büchern steht, das ist, wie CIC_Fan zu Recht hervorhob, rein theoretisch, und somit hier irrelevant.
Bei dem Durchschnittskatholiken kann man realistischerweise ([Punkt]) das Wissen voraussetzen, welches im Rahmen der Kommunionskatechese vermittelt worden ist. Ein zwinglianisches Verständnis ist da nicht bei ................
In meinem (verkonzilten und verwaisten) Wahl-Erzbistum vermittelt die "Kommunionskatechese", sogar schwarz auf weiß, ich habe die Hefte gesehen, ein rein symbolistisches Eucharistieverständnis. Und solche sind Legion.
Man sollte nicht den Kopf in den Sand stecken.
Wie schon gesagt: Man kann an das Thema kritizistisch herangehen und dies wird von Leuten Deiner Coleur natürlich getan. :hmm:

In jeder Hl. Messe, auch im novus ordo wird jedoch auf die tatsächliche Anwesenheit des Herrn in Form der Hostie hingewiesen. Und zwar nicht nur sprachlich durch die Worte bei der Wandlung, sondern auch durch die Art und Weise wie mit der Hostie insgesamt umgegangen wird.

Ein Disput darüber hat sich jedoch erfahrungsgemäß als nicht sinnvoll erwiesen, weil Leute Deiner Coleur den novus ordo im Ganzen als sakrilegisch betrachten; und das zerstört - vermutlich bewußt - weite Teile der Gesprächsbasis. Die kirchenpolitische Auseinandersetzung mit der FSSPX legt dafür beredt Zeugnis ab.
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Sempre
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Sempre » Montag 8. Januar 2018, 15:44

Hier in Brasilien glaubt der "Katholik", dass Gott sich in ein kleines Stück Brot verwandele. Er singt das gerne auch zu seiner Wort- und Brotfeier.

"um Deus tão grande e soberano
se faz pequeno, um pedaço de pão." (Juliana de Paula, Milagre de Amor)
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Raphael
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Raphael » Montag 8. Januar 2018, 15:56

Sempre hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 15:44
Hier in Brasilien glaubt der "Katholik", dass Gott sich in ein kleines Stück Brot verwandele. Er singt das gerne auch zu seiner Wort- und Brotfeier.

"um Deus tão grande e soberano
se faz pequeno, um pedaço de pão." (Juliana de Paula, Milagre de Amor)
Man darf wohl nicht verlangen, daß jeder Katholik sich mit den Höhen der Transsubstantiationslehre auseinandersetzt; am Besten auch noch intensivst. :tuete:

IMHO sollte man aber im Hinterkopf behalten, daß der Aquinat Theologie nicht um seiner selbst willen betrieben hat, sondern auch damit die vetula ihren katholischen Glauben leben kann. Genau dazu verhilft die Theologie des Aquinaten, ob die vetula seine Tiefenreflexionen nun kennt oder auch nicht.
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Gallus
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Gallus » Montag 8. Januar 2018, 16:50

Und hier ist eine laue, amtskirchliche Antwort auf das Missionsmanifest: http://www.vaticarsten.de/wp-content/up ... danken.pdf

Nee, das kann es nun wirklich auch nicht sein. :vogel:

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Ecce Homo
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Ecce Homo » Montag 8. Januar 2018, 18:26

http://pro-theol.blogspot.de/2018/01/mi ... n.html?m=1
Hier entsteht auch eine Antwort auf das Manifest...

Man reichte mir Popcorn.
:unbeteiligttu:
o{]:¬) God Doesn't Call the Qualified...God Qualifies the Called! (⌐:[}o
In POVERTY, she gives all that she HAS;
in CHASTITY she gives all that she IS;
and in OBEDIENCE she gives all that she will BECOME.

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Torsten
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Torsten » Montag 8. Januar 2018, 20:00

Mein bisschen Popcorn:
Mea minima culpa, aber mich stößt dies Gerede von: "sich übergeben" immer etwas ab: Wenn es mir so schlecht geht, daß ich mich übergeben muß, dann suche ich dazu das nächst gelegende WC auf, aber doch nicht vor Jesus! Aber denen dies pietistisch evangelicale Vokabular vertrauter ist, hören das wohl ganz anders. Also, es reicht nicht, katholisch sozialisiert zu sein, ich muß mich zudem noch Jesus übergeben!
Sich übergeben. Nicht auf dem WC, sondern von einem Herren zum anderen. Sich "Jesu als Herrn übergeben", sich der Unterwerfung und Verdrehung durch die Erbsünde durch religiöse Unterwerfung und geistige Unterdrückung entziehen? Der menschgewordene Gott, das ist nicht ein anderer oder wahrhaftigerer oder gerechterer Herr über die Sünde, dem man sich übergibt, er ist der Befreier von dieser Sünde. Un die Kirche, der Glaube, das sind die Träger der Information, die zu dieser Befreiung führt, sie sind aber nicht die Befreiung. (Es ist ein schwieriges Feld ...)

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Torsten
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Torsten » Montag 8. Januar 2018, 20:08

Ganz einfach gesagt: Die Lüge ist ein ganz anderer Herr, als es die Wahrheit ist. Sich der Wahrheit unterwerfen zu wollen wie der Lüge, das ist auch Sünde.

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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Torsten » Montag 8. Januar 2018, 20:40

Meine erste Begegnung mit Gott? Die Begegnung in seinem Geist, die mich in diesem Moment zum Menschen machte, zum Herrscher über die Welt, von nichts getrieben als der Sehnsucht, andere Menschen zu finden, mit denen ich herrschen, mit denen ich leben, mit denen ich dieses Gefühl teilen kann, alles in allem zu sein. Gefunden habe ich letztlich nur einen. Und akzeptiert, dass der wirklich der Sohn Gottes war. Und ist.

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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Sempre » Montag 8. Januar 2018, 22:02

Raphael hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 15:56
Sempre hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 15:44
Hier in Brasilien glaubt der "Katholik", dass Gott sich in ein kleines Stück Brot verwandele. Er singt das gerne auch zu seiner Wort- und Brotfeier.

"um Deus tão grande e soberano
se faz pequeno, um pedaço de pão." (Juliana de Paula, Milagre de Amor)
Man darf wohl nicht verlangen, daß jeder Katholik sich mit den Höhen der Transsubstantiationslehre auseinandersetzt; am Besten auch noch intensivst. :tuete:
Von echten Katholiken wird schon verlangt, sich für den Glauben zu interessieren. Es besteht auch eine Informationspflicht.

Dass es in Deinen Kreisen zu "den Höhen der Transsubstantiationslehre" gehört, dass Gott sich nicht in Brot verwandelt, wundert hier sicher keinen Leser.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Raphael » Montag 8. Januar 2018, 22:17

Sempre hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 22:02
....
Dass es in Deinen Kreisen zu "den Höhen der Transsubstantiationslehre" gehört, dass Gott sich nicht in Brot verwandelt, wundert hier sicher keinen Leser.
Du bist sicherlich zuwenig "in meinen Kreisen" unterwegs, um darüber ein zuverlässiges Urteil fällen zu können. :roll:
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Sempre » Montag 8. Januar 2018, 22:26

Raphael hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 22:17
Du bist sicherlich zuwenig "in meinen Kreisen" unterwegs, um darüber ein zuverlässiges Urteil fällen zu können. :roll:
Du bist das Zentrum Deiner Kreise und Dein Kommentar hier reicht, um selbigen zu beurteilen.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Raphael » Montag 8. Januar 2018, 22:32

Sempre hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 22:26
Raphael hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 22:17
Du bist sicherlich zuwenig "in meinen Kreisen" unterwegs, um darüber ein zuverlässiges Urteil fällen zu können. :roll:
Du bist das Zentrum Deiner Kreise und Dein Kommentar hier reicht, um selbigen zu beurteilen.
:D :D :D

Eine derartige Sichtweise bleibt Dir unbenommen, denn gegen derlei willkürliche Subjektivismen ist bislang "noch kein Kraut gewachsen". :pfeif:
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Raphael » Dienstag 9. Januar 2018, 07:26

Torsten hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 20:40
Meine erste Begegnung mit Gott? ..........
Hattest Du nicht hier Forum verlautbart, daß Du Heide seiest? :achselzuck:

Du bist also Gott begegnet und trotzdem Heide geblieben? :hmm:
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 9. Januar 2018, 10:30

Gallus hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 16:50
Und hier ist eine laue, amtskirchliche Antwort auf das Missionsmanifest: http://www.vaticarsten.de/wp-content/up ... danken.pdf

Nee, das kann es nun wirklich auch nicht sein. :vogel:
das ist keine Amts Kirchliche Antwort sondern die Privatmeinung eines Amtsträgers das hat ebensowenig Autorität Als wenn ein Amtsträger hier im Forum was schreibt

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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Dienstag 9. Januar 2018, 10:44

So blöd und lauwarm kommt mir der vaticarsten auch gar nicht vor.

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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Raphael » Dienstag 9. Januar 2018, 10:50

Ecce Homo hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 18:26
http://pro-theol.blogspot.de/2018/01/mi ... n.html?m=1
Hier entsteht auch eine Antwort auf das Manifest...

Man reichte mir Popcorn.
:unbeteiligttu:
Das sind sehr nachdenkenswerte Gedanken, wobei man sich diese nicht für die Nachtstunden aufzuheben braucht. ;D
Es wird zurecht das unterschiedliche Kirchenverständnis von Protestanten und Katholiken thematisiert, welches schon bei der Verbindlichkeitsmachung der GER zum Problem geworden war und welches durch Formelkompromisse wie bspw. "versöhnte Verschiedenheit" nicht aufzuheben sein wird.
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Re: Missionsmanifes´t

Beitrag von Petrus » Dienstag 9. Januar 2018, 13:24

Raphael hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 15:13


In jeder Hl. Messe, auch im novus ordo wird jedoch auf die tatsächliche Anwesenheit des Herrn in Form der Hostie hingewiesen. Und zwar nicht nur sprachlich durch die Worte bei der Wandlung, sondern auch durch die Art und Weise wie mit der Hostie insgesamt umgegangen wird.
ja.

ich meine, da hast Du was auf den Punkt gebracht.
bassd.

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