Kurze Fragen - kurze Antworten VI

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Moderator: Protasius

Lilaimmerdieselbe
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Freitag 5. Januar 2018, 15:54

Prostasius kann ich gut verstehen, aber auch bei seinem Beispiel kommunizieren Organisten oder Sänger im Anschluß an eine Messe. Das halte ich auch für völlig unproblematisch und der Situation geschuldet, bei uns geht ein Kommunionhelfer auf die Orgelempore, wo auch der Chor normalerweise seinen Platz hat. Der Organist ist dann der letzte, der kommuniziert und kriegt deshalb vermutlich weniger vom Weitergang der Messe mit.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich den letzten Teil von Prostasius Beitrag richtig verstanden habe. Ich verstehe unter Requiem immer eine Messe. Warum hat man da Kommunionempfang verboten?

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Hubertus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Hubertus » Freitag 5. Januar 2018, 16:20

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 15:54
Ich verstehe unter Requiem immer eine Messe. Warum hat man da Kommunionempfang verboten?
Um deutlich zu machen, daß die Meßopferfrüchte dieser Hl. Messe speziell dem Verstorbenen zugute kommen sollen.

So lauten in der aoF. auch die Bitten des Agnus Dei: "dona eis requiem" und "dona eis requiem sempiternam" und es entfallen Ite, missa est und Schlußsegen. Vgl. auch https://deo-et-patria.blogspot.de/2011/ ... ritus.html .
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

Lilaimmerdieselbe
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Freitag 5. Januar 2018, 19:19

Danke für die Erklärung.

CIC_Fan
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 6. Januar 2018, 08:47

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 16:20
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 15:54
Ich verstehe unter Requiem immer eine Messe. Warum hat man da Kommunionempfang verboten?
Um deutlich zu machen, daß die Meßopferfrüchte dieser Hl. Messe speziell dem Verstorbenen zugute kommen sollen.

So lauten in der aoF. auch die Bitten des Agnus Dei: "dona eis requiem" und "dona eis requiem sempiternam" und es entfallen Ite, missa est und Schlußsegen. Vgl. auch https://deo-et-patria.blogspot.de/2011/ ... ritus.html .
nach den Rubriken von 1962 ist der Kommunionempfang möglich

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Protasius
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Protasius » Sonnabend 6. Januar 2018, 08:59

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 6. Januar 2018, 08:47
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 16:20
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 15:54
Ich verstehe unter Requiem immer eine Messe. Warum hat man da Kommunionempfang verboten?
Um deutlich zu machen, daß die Meßopferfrüchte dieser Hl. Messe speziell dem Verstorbenen zugute kommen sollen.

So lauten in der aoF. auch die Bitten des Agnus Dei: "dona eis requiem" und "dona eis requiem sempiternam" und es entfallen Ite, missa est und Schlußsegen. Vgl. auch https://deo-et-patria.blogspot.de/2011/ ... ritus.html .
nach den Rubriken von 1962 ist der Kommunionempfang möglich
Die Dekrete, die das Spenden der Kommunion im Requiem gestatten, stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts; die Praxis hat sich in dieser Angelegenheit aber wesentlich länger gehalten, tlw. bis in die 50er Jahre. (Wo bspw. nach Herkommen das Kommunionconfiteor noch üblich ist, wird es auch im levitierten Requiem nicht gesungen, sondern nur rezitiert.)
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 6. Januar 2018, 09:20

Das Kommunion Confiteor wird außer im Pontifikalamt immer rezitiert nie gesungen zumindest hab ich das in 30 Jahren nirgends erlebt

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Hubertus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 6. Januar 2018, 11:26

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 6. Januar 2018, 08:47
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 16:20
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 15:54
Ich verstehe unter Requiem immer eine Messe. Warum hat man da Kommunionempfang verboten?
Um deutlich zu machen, daß die Meßopferfrüchte dieser Hl. Messe speziell dem Verstorbenen zugute kommen sollen.

So lauten in der aoF. auch die Bitten des Agnus Dei: "dona eis requiem" und "dona eis requiem sempiternam" und es entfallen Ite, missa est und Schlußsegen. Vgl. auch https://deo-et-patria.blogspot.de/2011/ ... ritus.html .
nach den Rubriken von 1962 ist der Kommunionempfang möglich
Ja, richtig.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Madanina » Mittwoch 10. Januar 2018, 08:42

Guten Morgen, ich hoffe die Frage passt hier rein. Ich bin ja noch relativ unwissend und nochmal „neu“ katholisch. Meine Frage ist:

wenn ich einen Priester um Rat frage, kann ich diesem Rat dann in vollem Vertrauen folgen (wenn ich dem Priester vertraue) oder muss ich alles stets hinterfragen und verifizieren? Versteht ihr was ich meine? :roll:

Danke!

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von HeGe » Mittwoch 10. Januar 2018, 11:07

Madanina hat geschrieben:
Mittwoch 10. Januar 2018, 08:42
Guten Morgen, ich hoffe die Frage passt hier rein. Ich bin ja noch relativ unwissend und nochmal „neu“ katholisch. Meine Frage ist:

wenn ich einen Priester um Rat frage, kann ich diesem Rat dann in vollem Vertrauen folgen (wenn ich dem Priester vertraue) oder muss ich alles stets hinterfragen und verifizieren? Versteht ihr was ich meine? :roll:

Danke!
Da bislang kein Unfehlbarkeitsdogma für Priester verkündet wurde, würde ich jedenfalls den umgekehrten Fall verneinen, also dass man dem Rat eines Priesters stets blind folgen sollte. Grundsätzlich ist das eigene Gewissen die höchste Instanz, wobei die geistliche Führung eines Priesters bei der Entscheidungsfindung und Gewissensbildung eine überwiegende Rolle spielen sollte.

Deine konkrete Frage, ob man "stets" und "alles" hinterfragen und verifizieren muss, was einem geraten wird, würde ich allerdings auch verneinen. Wenn der Rat vernünftig klingt und nicht diametral allem widerspricht, was man sonst so hört, spricht für mich nichts dagegen, dem zu vertrauen. Pauschalaussagen sind hier aber eher schwierig, würde ich sagen, da es wohl auch sehr darauf ankommt, in welchem Bereich dieser Ratschlag gegeben wird.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von ad-fontes » Freitag 12. Januar 2018, 12:34

Can. 899 — § 1. Die Feier der Eucharistie ist eine Handlung Christi selbst und der Kirche; in ihr bringt Christus der Herr durch den Dienst des Priesters sich selbst, unter den Gestalten von Brot und Wein wesenhaft gegenwärtig, Gott dem Vater dar und gibt sich den Gläubigen, die in seinem Opfer vereint sind, als geistliche Speise.
Warum nur Gott dem Vater und nicht der Trinität, dem dreieinen Gott?

Ist dies de fide?

Gibt es zu meiner ersten Frage Litteratur?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Protasius
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Protasius » Freitag 12. Januar 2018, 12:45

ad-fontes hat geschrieben:
Freitag 12. Januar 2018, 12:34
Can. 899 — § 1. Die Feier der Eucharistie ist eine Handlung Christi selbst und der Kirche; in ihr bringt Christus der Herr durch den Dienst des Priesters sich selbst, unter den Gestalten von Brot und Wein wesenhaft gegenwärtig, Gott dem Vater dar und gibt sich den Gläubigen, die in seinem Opfer vereint sind, als geistliche Speise.
Warum nur Gott dem Vater und nicht der Trinität, dem dreieinen Gott?

Ist dies de fide?

Gibt es zu meiner ersten Frage Litteratur?
Wenn du den römischen Meßkanon liest, stellst du fest, daß er ein durchgängig an den Vater gerichtetes Gebet ist. Das wird bereits beim Te igitur, den ersten Worten nach dem Sanctus deutlich:
Dich, gütiger Vater, bitten wir durch deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus:
Nimm diese heiligen, makellosen Opfergaben an und segne sie.
Analoge Stellen finden sich im Unde et memores direkt nach der Wandlung:
Darum, gütiger Vater, feiern wir, deine Diener und dein heiliges Volk, das Gedächtnis deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
Wir verkünden sein heilbringendes Leiden, seine Auferstehung von den Toten und seine glorreiche Himmelfahrt.
So bringen wir aus den Gaben, die du uns geschenkt hast, dir, dem erhabenen Gott, die reine, heilige und makellose Opfergabe dar:
das Brot des Lebens und den Kelch des ewigen Heiles.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von ad-fontes » Freitag 12. Januar 2018, 12:58

Protasius hat geschrieben:
Freitag 12. Januar 2018, 12:45
ad-fontes hat geschrieben:
Freitag 12. Januar 2018, 12:34
Can. 899 — § 1. Die Feier der Eucharistie ist eine Handlung Christi selbst und der Kirche; in ihr bringt Christus der Herr durch den Dienst des Priesters sich selbst, unter den Gestalten von Brot und Wein wesenhaft gegenwärtig, Gott dem Vater dar und gibt sich den Gläubigen, die in seinem Opfer vereint sind, als geistliche Speise.
Warum nur Gott dem Vater und nicht der Trinität, dem dreieinen Gott?

Ist dies de fide?

Gibt es zu meiner ersten Frage Litteratur?
Wenn du den römischen Meßkanon liest, stellst du fest, daß er ein durchgängig an den Vater gerichtetes Gebet ist. Das wird bereits beim Te igitur, den ersten Worten nach dem Sanctus deutlich:
Dich, gütiger Vater, bitten wir durch deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus:
Nimm diese heiligen, makellosen Opfergaben an und segne sie.
Analoge Stellen finden sich im Unde et memores direkt nach der Wandlung:
Darum, gütiger Vater, feiern wir, deine Diener und dein heiliges Volk, das Gedächtnis deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
Wir verkünden sein heilbringendes Leiden, seine Auferstehung von den Toten und seine glorreiche Himmelfahrt.
So bringen wir aus den Gaben, die du uns geschenkt hast, dir, dem erhabenen Gott, die reine, heilige und makellose Opfergabe dar:
das Brot des Lebens und den Kelch des ewigen Heiles.
Es gibt aber auch das Suscipe sancta Trinitas und das Placeat.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von ad-fontes » Montag 15. Januar 2018, 16:25

ad-fontes hat geschrieben:
Freitag 12. Januar 2018, 12:58
Protasius hat geschrieben:
Freitag 12. Januar 2018, 12:45
ad-fontes hat geschrieben:
Freitag 12. Januar 2018, 12:34
Can. 899 — § 1. Die Feier der Eucharistie ist eine Handlung Christi selbst und der Kirche; in ihr bringt Christus der Herr durch den Dienst des Priesters sich selbst, unter den Gestalten von Brot und Wein wesenhaft gegenwärtig, Gott dem Vater dar und gibt sich den Gläubigen, die in seinem Opfer vereint sind, als geistliche Speise.
Warum nur Gott dem Vater und nicht der Trinität, dem dreieinen Gott?

Ist dies de fide?

Gibt es zu meiner ersten Frage Litteratur?
Wenn du den römischen Meßkanon liest, stellst du fest, daß er ein durchgängig an den Vater gerichtetes Gebet ist. Das wird bereits beim Te igitur, den ersten Worten nach dem Sanctus deutlich:
Dich, gütiger Vater, bitten wir durch deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus:
Nimm diese heiligen, makellosen Opfergaben an und segne sie.
Analoge Stellen finden sich im Unde et memores direkt nach der Wandlung:
Darum, gütiger Vater, feiern wir, deine Diener und dein heiliges Volk, das Gedächtnis deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
Wir verkünden sein heilbringendes Leiden, seine Auferstehung von den Toten und seine glorreiche Himmelfahrt.
So bringen wir aus den Gaben, die du uns geschenkt hast, dir, dem erhabenen Gott, die reine, heilige und makellose Opfergabe dar:
das Brot des Lebens und den Kelch des ewigen Heiles.
Es gibt aber auch das Suscipe sancta Trinitas und das Placeat.
Was sagt die katholische Dogmatik?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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