Kurze Fragen - kurze Antworten VI

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von ad-fontes » Freitag 28. April 2017, 14:42

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 13:03
iustus hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 12:50
Das überzeugt mich. Vielen Dank!

Auch wenn es in der Sache bedauerlich ist, dass Weihrauch in der bevorstehenden besonderen Messe nicht genommen werden soll.
Ergänzend:
Traditionell (vor-1962, außer Indult, etwa bei den Kapuzinern) wird Weihrauch nur in levitierten Hochämtern bzw. Pontifikalämtern verwendet, also nicht in einfachen gesungenen Ämtern, so feierlich sie auch sein mögen.
Wenn etwas besonderes zur sonntäglichen oder auch festtäglichen Gewohnheit wird, ist es nichts besonderes mehr.
Es gab doch das Indult für das "Deutsche Hochamt", und war da nicht auch Weihrauch erlaubt?

Und war ab ca. 1955 nicht auch erlaubt, ein (levitieres) Hochamt ohne Subdiakon zu feiern (mit Weihrauch)?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von iustus » Freitag 28. April 2017, 15:11

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 13:03
iustus hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 12:50
Das überzeugt mich. Vielen Dank!

Auch wenn es in der Sache bedauerlich ist, dass Weihrauch in der bevorstehenden besonderen Messe nicht genommen werden soll.
Ergänzend:
Traditionell (vor-1962, außer Indult, etwa bei den Kapuzinern) wird Weihrauch nur in levitierten Hochämtern bzw. Pontifikalämtern verwendet, also nicht in einfachen gesungenen Ämtern, so feierlich sie auch sein mögen.
Wenn etwas besonderes zur sonntäglichen oder auch festtäglichen Gewohnheit wird, ist es nichts besonderes mehr.
Den letzten Satz finde ich problematisch. Schließlich ist das levitierte Hochamt die Grundform der Messe und sollte jeden mindestens jeden Sonntag und Festtag gefeiert werden. Der Verzicht auf Diakon und Subdiakon ist nur eine Notlösung. Daher ist die Verwendung von Weihrauch per Indult auch ohne die beiden sinnvoll und folgerichtig. Auf "besonders" oder "nicht besonders" kommt es nicht an. Die Verwendung von Weihrauch hat nichts mit der Feierlichkeit des Tages zu tun. Schon gar nicht in der älteren Form des römischen Ritus.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von ad-fontes » Freitag 28. April 2017, 15:20

iustus hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 15:11
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 13:03
iustus hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 12:50
Das überzeugt mich. Vielen Dank!

Auch wenn es in der Sache bedauerlich ist, dass Weihrauch in der bevorstehenden besonderen Messe nicht genommen werden soll.
Ergänzend:
Traditionell (vor-1962, außer Indult, etwa bei den Kapuzinern) wird Weihrauch nur in levitierten Hochämtern bzw. Pontifikalämtern verwendet, also nicht in einfachen gesungenen Ämtern, so feierlich sie auch sein mögen.
Wenn etwas besonderes zur sonntäglichen oder auch festtäglichen Gewohnheit wird, ist es nichts besonderes mehr.
Den letzten Satz finde ich problematisch. Schließlich ist das levitierte Hochamt die Grundform der Messe und sollte jeden mindestens jeden Sonntag und Festtag gefeiert werden. Der Verzicht auf Diakon und Subdiakon ist nur eine Notlösung. Daher ist die Verwendung von Weihrauch per Indult auch ohne die beiden sinnvoll und folgerichtig. Auf "besonders" oder "nicht besonders" kommt es nicht an. Die Verwendung von Weihrauch hat nichts mit der Feierlichkeit des Tages zu tun. Schon gar nicht in der älteren Form des römischen Ritus.
Der vorletzte Satz ist richtig. Es hat was damit zu tun, ob die hl. Messe als Hochamt gefeiert wird (mit Weihrauch) oder nur als Amt (gesungene Messe) od. stille Messe (ohne Weihrauch).

Per Indult oder nach der 1962er Regelung in der Missa cantata Weihrauch zu verwenden, gefällt mir zwar auch (subjektiv), aber sich verwischt IMHO die Feierlichkeitsgrade, nach denen das hl. Meßopfer dargebracht werden kann.
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von iustus » Freitag 28. April 2017, 15:30

Ok. Das kann ich nachvollziehen.

Zur Grundform siehe http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php? ... ch#p320542.
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Lycobates » Freitag 28. April 2017, 15:34

ad-fontes hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 14:42
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 13:03
iustus hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 12:50
Das überzeugt mich. Vielen Dank!

Auch wenn es in der Sache bedauerlich ist, dass Weihrauch in der bevorstehenden besonderen Messe nicht genommen werden soll.
Ergänzend:
Traditionell (vor-1962, außer Indult, etwa bei den Kapuzinern) wird Weihrauch nur in levitierten Hochämtern bzw. Pontifikalämtern verwendet, also nicht in einfachen gesungenen Ämtern, so feierlich sie auch sein mögen.
Wenn etwas besonderes zur sonntäglichen oder auch festtäglichen Gewohnheit wird, ist es nichts besonderes mehr.
Es gab doch das Indult für das "Deutsche Hochamt", und war da nicht auch Weihrauch erlaubt?
Ja, das war auch ein Indult, ich würde aber das "Deutsche Hochamt" als institutionalisierten Mißbrauch betrachten.

Wir sind heute liturgisch so weit heruntergekommen, daß ich (im Reich der hiesigen Sakramentskapelle, das andere ist mir unerheblich) eine strikte Befolgung der Romanità, des usus Romanae Curiae, also hier des Caeremoniale episcoporum, exklusiv befürworten würde, ohne noch die zahlreichen, teils zwar noch tempore non suspecto gewährten, aber z.T. von der (anti-)liturgischen Bewegung seit Anfang des 20. Jh. mitgetragenen Ausnahmen in Anspruch zu nehmen.

Aber gut. :achselzuck:
Wir sind oft monatelang ohne Weihrauch ausgekommen, auch an Ostern, Weihnachten oder Pfingsten, und als wir dann einmal die 19 oder 21 vorgeschriebenen Assistenten für ein Pontifikalamt zusammen hatten, dann war es wahrlich ein großes Fest. Dann gab es auch Weihrauch.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Lycobates » Freitag 28. April 2017, 15:42

ad-fontes hat geschrieben:
Freitag 28. April 2017, 15:20
Per Indult oder nach der 1962er Regelung in der Missa cantata Weihrauch zu verwenden, gefällt mir zwar auch (subjektiv), aber sich verwischt IMHO die Feierlichkeitsgrade, nach denen das hl. Meßopfer dargebracht werden kann.
Ja, das war es, worauf ich hinweisen wollte: die Verwischung und Vermischung der Feierlichkeitsgrade.

Und wenn man nicht über das erforderliche Material und/oder Personal verfügt, sollte man verzichten. Eine Verpflichtung zu höherer oder höchster Feierlichkeit gibt es nicht, jedenfalls wenn kein Bischof dabei ist.
(Für einen Bischof kommt eigentlich nach strikter Regel, ich weiß, die ist heute kaum einzuhalten, wenn er selber zelebriert, nur eine Stillmesse oder ein Pontifikalamt in Frage, nichts dazwischen).
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von iustus » Sonnabend 29. April 2017, 16:50

Ich finde, es sollte immer so feierlich sein wie möglich. Wenn nicht das erforderliche Material und Personal vorhanden ist, ist es eben nicht möglich.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Seraphina » Montag 19. Juni 2017, 11:11

Unsere Gemeinde - oder eher die dort handelnden Personen - hat/haben es endgültig geschafft, dass wir dort nicht mehr hingehen werden.
Kann jemand im Raum Brühl/Köln was außer Kupfergasse und fssp empfehlen, wo man nicht das Bedürfnis hat, das Gotteslob durch die Kirche zu werfen? Ob NOM, aoF, Latein oder Deutsch ist erstmal egal.

Danke
Si Deus nobiscum, quis contra nos?

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von RomanesEuntDomus » Montag 19. Juni 2017, 13:38

Seraphina hat geschrieben:
Montag 19. Juni 2017, 11:11
... Kann jemand im Raum Brühl/Köln was außer Kupfergasse und fssp empfehlen, wo man nicht das Bedürfnis hat, das Gotteslob durch die Kirche zu werfen? ...
Es wird schwer sein, da was zu finden, speziell was Brühl und Umgebung angeht. Die Jungs da schmeißen nämlich traditionell alles durch die Gegend, wessen sie habhaft werden können. Hier zum Beispiel Stefan Krämer, Versicherungskaufmann aus Brühl bei den deutschen Meisterschaften im Handtaschenweitwurf.

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Seraphina » Montag 19. Juni 2017, 15:08

Ich denke nicht, dass es für die ordnungsgemäße und würdige Liturgie von Bedeutung ist, ob ein Laie aus dem selben Ort an irgendwelchen ausgefallenen Wettbewerben teilnimmt.
Si Deus nobiscum, quis contra nos?

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Stabilitas loci » Dienstag 20. Juni 2017, 08:49

Seraphina hat geschrieben:
Montag 19. Juni 2017, 11:11
Unsere Gemeinde - oder eher die dort handelnden Personen - hat/haben es endgültig geschafft, dass wir dort nicht mehr hingehen werden.
Kann jemand im Raum Brühl/Köln was außer Kupfergasse und fssp empfehlen, wo man nicht das Bedürfnis hat, das Gotteslob durch die Kirche zu werfen? Ob NOM, aoF, Latein oder Deutsch ist erstmal egal.

Danke
ein interessanter Impuls,die Sache mit dem Gotteslob . Vielleicht mal wirklich krativ ausleben?

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von overkott » Mittwoch 5. Juli 2017, 20:11

Seraphina hat geschrieben:
Montag 19. Juni 2017, 11:11
Unsere Gemeinde - oder eher die dort handelnden Personen - hat/haben es endgültig geschafft, dass wir dort nicht mehr hingehen werden.
Kann jemand im Raum Brühl/Köln was außer Kupfergasse und fssp empfehlen, wo man nicht das Bedürfnis hat, das Gotteslob durch die Kirche zu werfen? Ob NOM, aoF, Latein oder Deutsch ist erstmal egal.

Danke
An einem Sonntag oder einem Freitag-Samstag?

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overkott
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten, kurze Nachrichten

Beitrag von overkott » Freitag 14. Juli 2017, 05:11

ad-fontes hat geschrieben:
Montag 7. März 2016, 13:27
PascalBlaise hat geschrieben:Wieso gibt es keine Kommunion für Säuglinge und Kleinkinder?
Warum das Konzept einer zeitlich von der Taufe getrennten Erstkommunion?
Hat jemand einen link zu einer theologischen und/oder pragmatischen Erklärung zur Hand?
Die Suchfunktion hat irgendwie nichts Brauchbares für mich zutage gefördert - vllt.
hab ich mich auch blöd angestellt.
Danke!
Weil mangelnde Unterscheidungsfähigkeit unterstellt wird; - hier wird der Gegensatz zwischen Ost und West sehr deutlich: im Westen steht das Subjekt, das Individuum, der einzelne Empfänger, verengt auf seinen Verstand im Zentrum, im Osten der objektive Empfang, der unabhängig vom geistigen Fassungsvermögen die durch die Taufe Eingegliederten immer wieder neu inkorporiert in den Leib Christi, egal ob Theolog oder Säugling.
Ich glaube, in der aktuellen Debatte um den Empfang der Eucharistie durch objektive Sünder rückt das Subjekt, das Individuum sogar noch stärker ins Zentrum. Verstand ist hier vor allem im Hinblick auf das Schuldbewusstsein zu verstehen und auf die Bereitschaft zu vergeben.

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von overkott » Freitag 14. Juli 2017, 11:42

Seraphina hat geschrieben:
Montag 19. Juni 2017, 11:11
Unsere Gemeinde - oder eher die dort handelnden Personen - hat/haben es endgültig geschafft, dass wir dort nicht mehr hingehen werden.
Kann jemand im Raum Brühl/Köln was außer Kupfergasse und fssp empfehlen, wo man nicht das Bedürfnis hat, das Gotteslob durch die Kirche zu werfen? Ob NOM, aoF, Latein oder Deutsch ist erstmal egal.

Danke
Morgen im Dom.

Pilgerer
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Pilgerer » Montag 24. Juli 2017, 14:17

Im Moment wird wieder der religiöse Konflikt zwischen Juden und Muslimen um den Tempelberg in Jerusalem sichtbar. Hat der Tempelberg eigentlich auch noch eine katholische Bedeutung?
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von overkott » Freitag 28. Juli 2017, 21:39

Die katholische Bedeutung ist spiritueller Natur:

Rogate quae ad pacem sunt Ierusalem. Sciebat enim, quod thronus Salomonis non erat nisi in pace, cum
scriptum sit: In pace factus est locus eius, et habitatio eius in Sion.

St. Bonaventura

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von umusungu » Freitag 28. Juli 2017, 21:43

eine Übersetzung würde nur die Dummen unterstützen ......

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von overkott » Freitag 28. Juli 2017, 21:46

Sollen die Dummen auch den Kontext lesen:

http://www.unifr.ch/dogmatik/assets/fil ... m/page.pdf

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von umusungu » Freitag 28. Juli 2017, 21:51

dann bleib ich lieber dumm - und du arrogant!

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von overkott » Freitag 28. Juli 2017, 21:56

Ok. Liberal als dumm.

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von michaelis » Sonntag 6. August 2017, 17:16

Frage zur kirchlichen Trauung:

Im Normalfall (in D) hat vor der kirchlichen Trauung ja bereits die standesamtliche Trauung stattgefunden. Und danach führen die beiden ja zumeist einen gemeinsamen Familiennamen.
Mit welchem Namen ist dann (meisten die Braut) bei der kirchlichen Trauung anzusprechen?
Mit dem bürgerlichen, also gemeinsamen, oder mit dem Geburtsnamen?

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Protasius
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Protasius » Sonntag 6. August 2017, 17:19

michaelis hat geschrieben:
Sonntag 6. August 2017, 17:16
Frage zur kirchlichen Trauung:

Im Normalfall (in D) hat vor der kirchlichen Trauung ja bereits die standesamtliche Trauung stattgefunden. Und danach führen die beiden ja zumeist einen gemeinsamen Familiennamen.
Mit welchem Namen ist dann (meisten die Braut) bei der kirchlichen Trauung anzusprechen?
Mit dem bürgerlichen, also gemeinsamen, oder mit dem Geburtsnamen?
Bei den Trauungen, die ich in letzter Zeit beorgelt habe, wurden die Brautleute mit ihrem Vornamen angesprochen, wenn ich mich recht entsinne.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Pirmin
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Pirmin » Mittwoch 9. August 2017, 15:39

Kann mir jemand erklären, was es heißt, in Zungen oder prophetisch zu reden?

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Sascha B. » Mittwoch 9. August 2017, 19:43

Pirmin hat geschrieben:
Mittwoch 9. August 2017, 15:39
Kann mir jemand erklären, was es heißt, in Zungen oder prophetisch zu reden?
Nach 7 Bier rede ich in Zungen. In Bayern kann man das auf Volksfesten häufiger beobachten.

Ansonsten gibts in charismatischen Gruppen ein Zungenreden bei dem Schizophrene wirre Laute ausstoßen und ihren Wahn auf den hl. Geist schieben. Ganz unterhaltsame Sache.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von 139:11-12 » Donnerstag 10. August 2017, 00:06

Übersetzungsfehler. Lingua (lat) heißt sowohl Sprache als auch Zunge. Gemeint war eigentlich "in (fremden) Sprachen reden.", und zwar im biblischen Kontext durch den heiligen Geist inspiriert in fremden Sprachen reden. Vgl. Apg 10:46, 1. Kor 12,10 und 12,30 sowie 13,8 und 14,2.

Falls dir das aber in einer heutigen christlichen Gemeinschaft begegnet, würde ich dir raten, dich erstmal distanziert zu verhalten. Nicht jeder, der einen Vogel hat, hat den Heiligen Geist, wie wir ja alle wissen ;)

Pirmin
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Pirmin » Donnerstag 10. August 2017, 09:18

139:11-12 hat geschrieben:
Donnerstag 10. August 2017, 00:06
Übersetzungsfehler. Lingua (lat) heißt sowohl Sprache als auch Zunge. Gemeint war eigentlich "in (fremden) Sprachen reden.", und zwar im biblischen Kontext durch den heiligen Geist inspiriert in fremden Sprachen reden. Vgl. Apg 10:46, 1. Kor 12,10 und 12,30 sowie 13,8 und 14,2.

Falls dir das aber in einer heutigen christlichen Gemeinschaft begegnet, würde ich dir raten, dich erstmal distanziert zu verhalten. Nicht jeder, der einen Vogel hat, hat den Heiligen Geist, wie wir ja alle wissen ;)
Danke für eure Antworten. Dass diejenigen versuchen, vom heiligen Geist inspiriert, in Fremdsprachen zu reden (ohne Fremdsprachenkenntnisse zu haben?), klingt bizarr. Ich habe zu meinem Erstaunen (oder Entsetzen?) eine Gruppe am Wallfahrtsort Maria Rosenberg mitbekommen, die das übten – obwohl Apostel Paulus sagt: „Ihr seid verrückt!“ (1. Korinther 14, 23). Und dabei ging Apostel Paulus sicher von richtigen Fremdsprachen oder Muttersprachlern aus und nicht von einem wie auch immer gearteten Kauderwelsch. Wie kann es sein, dass sich so etwas in der Kirche hält?

Abgesehen davon, wird hier nicht auch der Grundstock zur Volkssprache in der Heiligen Messe gelegt? Noch eine Frage: Stimmt es überhaupt, dass ums Jahr 1500, also im überlieferten Ritus, auf Lateinisch gepredigt wurde? Der Theologe Peter Zimmerling behauptet im Handbuch evangelische Spiritualität (2017), das sei ein Missverständnis, es wurde selbstverständlich auf Deutsch gepredigt.

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Protasius » Donnerstag 10. August 2017, 09:53

Pirmin hat geschrieben:
Donnerstag 10. August 2017, 09:18
139:11-12 hat geschrieben:
Donnerstag 10. August 2017, 00:06
Übersetzungsfehler. Lingua (lat) heißt sowohl Sprache als auch Zunge. Gemeint war eigentlich "in (fremden) Sprachen reden.", und zwar im biblischen Kontext durch den heiligen Geist inspiriert in fremden Sprachen reden. Vgl. Apg 10:46, 1. Kor 12,10 und 12,30 sowie 13,8 und 14,2.

Falls dir das aber in einer heutigen christlichen Gemeinschaft begegnet, würde ich dir raten, dich erstmal distanziert zu verhalten. Nicht jeder, der einen Vogel hat, hat den Heiligen Geist, wie wir ja alle wissen ;)
Danke für eure Antworten. Dass diejenigen versuchen, vom heiligen Geist inspiriert, in Fremdsprachen zu reden (ohne Fremdsprachenkenntnisse zu haben?), klingt bizarr. Ich habe zu meinem Erstaunen (oder Entsetzen?) eine Gruppe am Wallfahrtsort Maria Rosenberg mitbekommen, die das übten – obwohl Apostel Paulus sagt: „Ihr seid verrückt!“ (1. Korinther 14, 23). Und dabei ging Apostel Paulus sicher von richtigen Fremdsprachen oder Muttersprachlern aus und nicht von einem wie auch immer gearteten Kauderwelsch. Wie kann es sein, dass sich so etwas in der Kirche hält?

Abgesehen davon, wird hier nicht auch der Grundstock zur Volkssprache in der Heiligen Messe gelegt? Noch eine Frage: Stimmt es überhaupt, dass ums Jahr 1500, also im überlieferten Ritus, auf Lateinisch gepredigt wurde? Der Theologe Peter Zimmerling behauptet im Handbuch evangelische Spiritualität (2017), das sei ein Missverständnis, es wurde selbstverständlich auf Deutsch gepredigt.
Es gibt WIMRE bereits um das Jahr 800 Konzilien, auf denen beschlossen wurde, nicht auf Latein, sondern in der Volkssprache zu predigen, was als eine Art Geburtsstunde der romanischen Sprachen gesehen wird.

Predigten in lateinischer Sprache wird es vielleicht in Universitätsstädten gegeben haben.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von RomanesEuntDomus » Donnerstag 10. August 2017, 10:18

Pirmin hat geschrieben: Ich habe zu meinem Erstaunen (oder Entsetzen?) eine Gruppe am Wallfahrtsort Maria Rosenberg mitbekommen, die das übten ... Wie kann es sein, dass sich so etwas in der Kirche hält?
Keine Grund zur Sorge; in Maria Rosenberg und speziell im Tagungshaus finden sich alle möglichen Gruppen, die oft rein gar nichts mit der (katholischen) Kirche zu tun haben. Ich war da schon mehrmals, darunter z.B. auch mit dem "Chorverband der Pfalz", und auch schon mal inmitten einer Gruppe von evangelischen Kirchenmusikern (die übrigens sonntags in der kleinen Kapelle gleich rechts am Eingang des Tagungshauses ihren Gottesdienst gefeiert hat).

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 10. August 2017, 10:26

Protasius hat geschrieben:
Donnerstag 10. August 2017, 09:53
Pirmin hat geschrieben:
Donnerstag 10. August 2017, 09:18
Noch eine Frage: Stimmt es überhaupt, dass ums Jahr 1500, also im überlieferten Ritus, auf Lateinisch gepredigt wurde? Der Theologe Peter Zimmerling behauptet im Handbuch evangelische Spiritualität (2017), das sei ein Missverständnis, es wurde selbstverständlich auf Deutsch gepredigt.
Es gibt WIMRE bereits um das Jahr 800 Konzilien, auf denen beschlossen wurde, nicht auf Latein, sondern in der Volkssprache zu predigen, was als eine Art Geburtsstunde der romanischen Sprachen gesehen wird.

Predigten in lateinischer Sprache wird es vielleicht in Universitätsstädten gegeben haben.
Das wollte ich gerade sagen.
Predigten auf Latein gab es an Universitäten.

So hat etwa Bellarmin als frischgeweihter Jesuit in den 1570ern in Löwen eine ganze Reihe Kontroverspredigten gehalten in der barocken Michaelskirche. Diese wurden dann gut 40 Jahre später 1615 in Köln herausgegeben, über 700 Seiten, oft nachgedruckt, und sind eine ganz interessante Lektüre.
https://books.google.be/books?id=UB3C8D ... &q&f=false

Ich habe selber in unseren 90ern auch einmal eine lateinische Predigt erlebt, in Finnland, auch in einem akademischen Kontext. Das gibt es vereinzelt noch.

Aber Predigt und Meßfeier sind ja überhaupt zweierlei. Bellarmins Predigten fanden, wie Predigten sehr oft, außerhalb der Messe statt.
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Pirmin » Donnerstag 10. August 2017, 13:51

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Donnerstag 10. August 2017, 10:18
Pirmin hat geschrieben: Ich habe zu meinem Erstaunen (oder Entsetzen?) eine Gruppe am Wallfahrtsort Maria Rosenberg mitbekommen, die das übten ... Wie kann es sein, dass sich so etwas in der Kirche hält?
Keine Grund zur Sorge; in Maria Rosenberg und speziell im Tagungshaus finden sich alle möglichen Gruppen, die oft rein gar nichts mit der (katholischen) Kirche zu tun haben. Ich war da schon mehrmals, darunter z.B. auch mit dem "Chorverband der Pfalz", und auch schon mal inmitten einer Gruppe von evangelischen Kirchenmusikern (die übrigens sonntags in der kleinen Kapelle gleich rechts am Eingang des Tagungshauses ihren Gottesdienst gefeiert hat).
Keine Sorge, von Maria Rosenbeg selbst und seinen Geistlichen habe ich einen sehr guten Eindruck. :ja:

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 10. August 2017, 13:58

das sei dir unbenommen :D

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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten VI

Beitrag von Pilgerer » Donnerstag 17. August 2017, 20:58

Was wurde aus der Vier-Reiche-Lehre (in Anlehnung an Daniels Vision mit 4 Tieren = 4 Reichen) nach Ende des Heiligen Römischen Reiches? Bestand sie bis zu dessen Ende überhaupt noch?
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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