Mißbrauchsanschuldigungen II

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Vir Probatus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Donnerstag 22. Dezember 2016, 14:04


"Ich sehe meine Aufgaben als nahezu abgearbeitet an"
Zitat Bischof Dr. Stephan Ackermann, Dezember 2013.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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HeGe
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Donnerstag 22. Dezember 2016, 14:11

Vir Probatus hat geschrieben:

"Ich sehe meine Aufgaben als nahezu abgearbeitet an"
Zitat Bischof Dr. Stephan Ackermann, Dezember 2013.
Die Aussage hat Ackermann nach der Sanktionierung der Priester getroffen (der Artikel stammt vom 06. Mai 2013), daher verstehe ich den Aussagegehalt deines Beitrags irgendwie nicht. :hae?:
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Sempre
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Sempre » Donnerstag 22. Dezember 2016, 15:49

CIC_Fan hat geschrieben:das mit der Abschreckung ist schlicht Blödsinn da es nicht überprüfbar ist . Verteidiger der Todesstrafe sehen darin eine Art Dogma
Selbstverständlich ist überprüfbar, ob Strafen abschreckend wirken. Und das wird bzw. wurde auch vielfältig überprüft. Das Verschärfen von Strafen zieht i.a. keine proportionale Steigerung der abschreckenden Wirkung von Strafen nach sich.

Ansonsten geht es in dem Fall hier gar nicht um das Strafmaß.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Siard
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Siard » Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:20

Sempre hat geschrieben:Und noch so eine Idee, wie von den Linken allgemein bekannt.
Dann bin ich gerne links.
Sempre hat geschrieben:Ansonsten geht es in dem Fall hier gar nicht um das Strafmaß.
Doch, darum ging es.
Zuletzt geändert von Siard am Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:42, insgesamt 1-mal geändert.

Lilaimmerdieselbe
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:35

Exkommunikation ist zum Beispiel eine Beugestrafe, die auf die Besserung des Sünders abzielt.

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Juergen
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Juergen » Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:36

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Exkommunikation ist zum Beispiel eine Beugestrafe, die auf die Besserung des Sünders abzielt.
Es erscheint mir wenig sinnvoll, z.B. einen 80 jährigen mit einer Beugestrafe zu belegen für eine Tat, die er mit 40 gemacht hat.
Gruß
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:43

warum? und was wäre den deiner Meinung nach für eine Strafe zielführend

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Siard » Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:44

Warum? Weil er die Tat kaum wird rückgängig machen können.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Juergen » Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:49

Siard hat geschrieben:Warum? Weil er die Tat kaum wird rückgängig machen können.
Weil eine Beugestrafe, wie der Namen schon sagt, dafür da ist, daß der Bestrafte bereut und von seinem sündigen Tun abläßt.
Er hat aber schon vor 40 Jahren von dem Tun abgelassen.
Gruß
Jürgen

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:50

Siard hat geschrieben:Warum? Weil er die Tat kaum wird rückgängig machen können.
deswegen sagen wir schwamm drüber oder wie ?
Meiner Meinung wäre Laisierung und Exkommunikation angebracht

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:51

Juergen hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Warum? Weil er die Tat kaum wird rückgängig machen können.
Weil eine Beugestrafe, wie der Namen schon sagt, dafür da ist, daß der Bestrafte bereut und von seinem sündigen Tun abläßt.
Er hat aber schon vor 40 Jahren von dem Tun abgelassen.
wie schon vorhin gefragt was wäre den angebracht

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Protasius » Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:54

CIC_Fan hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Warum? Weil er die Tat kaum wird rückgängig machen können.
deswegen sagen wir schwamm drüber oder wie ?
Meiner Meinung wäre Laisierung und Exkommunikation angebracht
Die Exkommunikation ist aus obigen Gründen Quatsch. Eine Beugestrafe für ein bereits beendetes Tun zu verhängen, ist eine contradictio in adjecto.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 22. Dezember 2016, 16:59

Mir ging es lediglich darum, Sempre zu zeigen, dass die Idee, dass Strafe bessern soll, keine ausschließlich linke ist.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Juergen » Donnerstag 22. Dezember 2016, 17:01

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Mir ging es lediglich darum, Sempre zu zeigen, dass die Idee, dass Strafe bessern soll, keine ausschließlich linke ist.
Bei kirchlichen Strafen, wie der Exkommunikation, geht es allerdings nicht um Psychospiele im Stuhlkreis mit gestalteter Mitte, sondern um die Seele und das Seelenheil des Menschen. – Letztlich geht es also um Leben und Tod, um Himmel und Hölle.
Gruß
Jürgen

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 22. Dezember 2016, 17:04

Um so dringlicher, dass die Strafe bessert.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Sempre » Donnerstag 22. Dezember 2016, 18:05

Siard hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Das Ziel von Justiz darf nicht Rache sein, sondern sie muß das Ziel haben zu bessern.
Und noch so eine Idee, wie von den Linken allgemein bekannt.

Das Ziel von Justiz ist Gerechtigkeit. Dazu müssen Schuldige i.d.R. Sühne leisten, und vom Unrecht Betroffenen muss Genugtuung verschafft werden. Die Staatsgewalt muss erlittene Ungerechtigkeit i.d.R. vergelten. Sie kann nicht einem Opfer auferlegen, auf Genugtuung zu verzichten oder gar die andere Wange hinzuhalten.
Dann bin ich gerne links.
Den Eindruck hatte ich auch schon.

Die Hauptsache bei der Bestrafung von Straftätern ist die Gerechtigkeit. Eine Strafe ist gerecht, wenn sie der Schuld des Täters angemessen ist. Besserung, öffentliche Sicherheit, Abschreckung und dergleichen, sind höchstens zweitrangig. Wenn solche zweitrangigen Zwecke verfolgt werden und dabei die Gerechtigkeit verletzt wird, ist die Strafe ihrerseits ein zu ahndender Verstoß gegen die sittliche Ordnung.

Siard hat geschrieben:Doch, darum [Strafmaß] ging es.
In unserem Disput, den CIC_Fan kommentierte, ging es nicht um irgendein Strafmaß, sondern um den Zweck der Strafe. CIC_Fan aber schneidet ein neues Thema an, nämlich ob Strafverschärfung zur Abschreckung geeignet sei.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Sempre » Donnerstag 22. Dezember 2016, 18:06

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Um so dringlicher, dass die Strafe bessert.
Umso dringlicher, dass der Mann eine gerechte Strafe erhält.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 22. Dezember 2016, 18:12

Wie misst Du die der Schuld angemessene Strafe?

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Sempre » Donnerstag 22. Dezember 2016, 18:21

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Wie misst Du die der Schuld angemessene Strafe?
Wenn ein geeignetes Strafmaß unklar ist, haben die Juristen Lösungen dafür. Sie ziehen vergleichbare Gesetze bzw. Urteile heran.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Vir Probatus » Donnerstag 22. Dezember 2016, 18:48

Juergen hat geschrieben:
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Mir ging es lediglich darum, Sempre zu zeigen, dass die Idee, dass Strafe bessern soll, keine ausschließlich linke ist.
Bei kirchlichen Strafen, wie der Exkommunikation, geht es allerdings nicht um Psychospiele im Stuhlkreis mit gestalteter Mitte, sondern um die Seele und das Seelenheil des Menschen. – Letztlich geht es also um Leben und Tod, um Himmel und Hölle.
Das glaubst Du doch wohl selber nicht.
Das wird den Leuten als Druckmittel eingetrichtert, mehr ist das nicht.
Das Thema passt aber gut hier her: Denn es geht um den Missbrauch der Kirche, den sie mit Ihren Seelen treibt und an denen sie sich schwerstens versündigt.

Solange die "Exkommunikation" über Leute verhängt wird, die sich lediglich Geldforderungen widersetzen, ganz bestimmt nicht.
Das sind Anmaßungen des Klerus. Der Klerus und die Kirche entscheiden nicht über das Seelenheil, die können noch nicht mal Empfehlungen aussprechen, an den, der das entscheidet.

Ich würde mir wünschen, daß da mal Vernunft einkehrt. Aber da könnten ja Einnahmen sinken.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von taddeo » Donnerstag 22. Dezember 2016, 21:30

CIC_Fan hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Warum? Weil er die Tat kaum wird rückgängig machen können.
deswegen sagen wir schwamm drüber oder wie ?
Meiner Meinung wäre Laisierung und Exkommunikation angebracht
Laisierung (richtiger "strafweise Entlassung aus dem Klerikerstand") ist die schwerste Strafe, die einen Kleriker treffen kann. Und bei Mißbrauchsfällen ist sie seit Papst Benedikt fast der Normalfall geworden. Eine Exkommunikation ist hingegen hier völlig unberechtigt, weil sie ihren Sinn als Beugestrafe verfehlen würde.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Niels » Donnerstag 22. Dezember 2016, 21:34

Drei Priester in San Salvador laisiert: http://www.kath.net/news/57937
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Niels » Donnerstag 22. Dezember 2016, 21:38

"Verfahren gegen Priester eingestellt": http://www.nwzonline.de/vechta/verfahre ... 31586.html
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Freitag 23. Dezember 2016, 10:44

Niels hat geschrieben:Drei Priester in San Salvador laisiert: http://www.kath.net/news/57937
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=827423#p827423 ;)
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 30. Dezember 2016, 01:21

http://www.bistum-regensburg.de/fileadm ... ndtext.pdf

Sozusagen die "postfaktischen" Wahrheiten des Herrn Generalvikars ?
Der Besteller sitzt vermutlich in Rom?
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Freitag 30. Dezember 2016, 10:46

Wer sich um 1.21 Uhr in der Nacht noch mit solchen Themen beschäftigt, hat sich den goldenen Aluhut wohl redlich verdient.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Protasius » Freitag 30. Dezember 2016, 11:19

Vir Probatus hat geschrieben:http://www.bistum-regensburg.de/fileadm ... ndtext.pdf

Sozusagen die "postfaktischen" Wahrheiten des Herrn Generalvikars ?
Der Besteller sitzt vermutlich in Rom?
Was daran ist denn eigentlich „postfaktisch“, also an der Wahrheit vorbei und mit Emotionen argumentiert?
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 31. Dezember 2016, 05:11

Protasius hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:http://www.bistum-regensburg.de/fileadm ... ndtext.pdf

Sozusagen die "postfaktischen" Wahrheiten des Herrn Generalvikars ?
Der Besteller sitzt vermutlich in Rom?
Was daran ist denn eigentlich „postfaktisch“, also an der Wahrheit vorbei und mit Emotionen argumentiert?
Warum erscheint so etwas kurz vor dem angekündigten Abschlussbericht des unabhängigen Rechtsanwalts ?

Welche Rolle hat der Nürnberger Anwalt Paprotta gespielt? (Völlig unbeantwortet)

Wer hat dieses Papier in Auftrag gegeben?
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Niels » Sonnabend 31. Dezember 2016, 07:48

"Cui bono?" darf man nicht fragen. Dann tun sich wohl Abgründe auf.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Dienstag 3. Januar 2017, 13:49

Das Papstschreiben an die Bischöfe anlässlich des Festes der unschuldigen Kinder:

Papst verurteilt Kindesmissbrauch durch Priester: 'Nie wieder'
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Marion » Dienstag 3. Januar 2017, 14:10

HeGe hat geschrieben:Das Papstschreiben an die Bischöfe anlässlich des Festes der unschuldigen Kinder:

Papst verurteilt Kindesmissbrauch durch Priester: 'Nie wieder'
Diese Worte anlässlich des Festes der unschuldigen Kinder sind ein Missbrauch des Festes der hll. Unschuldigen Kinder. Die Kirche hat diesen Tag immer gefeiert und sich gefreut, wie hier zu sehen
Brevierlesung am Festtag der Unschuldigen Kinder hat geschrieben: Predigt des h. Bischofs Augustinus

Geliebteste Brüder, heute feiern wir den Geburtstag jener Kinder, die nach dem Bericht des Evangeliums von dem grausamen König Herodes ermordet worden sind. Darum freue sich und frohlocke die Erde, die fruchtbare Mutter dieser himmlischen Streiter und ihres Heldentums. Seht, dieser gottlose Feind hätte den seligen Kindern durch zärtliches Wohlwollen niemals soviel nützen können, als er ihnen durch seinen Haß genützt hat. Denn der heutige Festtag zeigt uns, daß in demselben Maße, als die Bosheit gegen die seligen Kinder wütete, auch Gnade und Segen auf sie herabströmte. Selig bist du, Bethlehem, im Lande Juda! Du mußtest die Unmenschlichkeit des Königs Herodes beim Morde der Knäblein über dich ergehen lassen; zu gleicher Zeit aber durftest du eine glänzende Schar unmündiger Kinder Gott darbringen. Mit Recht feiern wir ihren Todestag; denn größer war ihr Glück, als die Welt sie zum ewigseligen Leben entließ, als damals, da der Schoß der Mutter sie dieser Erde schenkte. Sie haben die Gnade des ewigen Lebens erlangt, bevor sie das zeitliche Leben genießen konnten. Bei anderen Blutzeugen war der Tod kostbar und verdiente hohes Lob wegen ihres freimütigen Bekenntnisses; bei diesen war der Tod selbst schon Gott wohlgefällig; denn gleich nach dem Eintritt in dieses Leben hat ihnen das Sterben, das ihrem zeitlichen Leben eine Grenze setzte, den Beginn der Herrlichkeit verliehen. Der gottlose Herodes hat sie als Säuglinge von der Mutterbrust weggerissen und sie werden daher mit Recht die Blüten der Blutzeugen genannt; denn sie sind gleichsam die ersten Blumenknospen, die in der Kirche schon inmitten der Winterkälte des Unglaubens sich entfalteten und die der Froststurm der Verfolgung knickte.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von taddeo » Dienstag 3. Januar 2017, 19:03

Marion hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Das Papstschreiben an die Bischöfe anlässlich des Festes der unschuldigen Kinder:

Papst verurteilt Kindesmissbrauch durch Priester: 'Nie wieder'
Diese Worte anlässlich des Festes der unschuldigen Kinder sind ein Missbrauch des Festes der hll. Unschuldigen Kinder. Die Kirche hat diesen Tag immer gefeiert und sich gefreut, wie hier zu sehen
Was willst du damit sagen? :hmm: Daß sich die Kirche über die von Priestern mißbrauchten Kinder freuen sollte? :achselzuck:
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