Bischof von Trier: Dr. Stephan Ackermann

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ambo
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Bischof von Trier: Dr. Stephan Ackermann

Beitrag von ambo » Mittwoch 8. April 2009, 09:58

Der bisherige Trierer Weihbischof Stephan Ackermann ist nach neuesten Meldungen der Nachfolger von Reinhard Marx als Bischof von Trier. Um 10 Uhr soll es im Dom bekanntgegeben werden, für 11.30 Uhr ist eine Presskonferenz angesetzt.

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overkott
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von overkott » Mittwoch 8. April 2009, 10:16

Die Wahl von Ackermann ist ein Signal an das Bistum, dass sein Bischof wieder Moselfränkisch verstehen wird und es nicht nur eine Sprosse auf der kirchlichen Karriereleiter darstellt. Als Weihbischof ist er an der Mosel zu Hause und kennt die Menschen, ihren Glauben und ihre Sorgen. Als Mitvierziger steht er mitten im Leben. Der Zeitpunkt der Bekanntmachung in der Karwoche ist günstig gewählt. So haben die Trierer einen Grund mehr, über die Kar- und Ostertage mit ihrem neuen Bischof Gottesdienste zu feiern. Gottes Segen!

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 8. April 2009, 10:18

Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Raimund J.
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 8. April 2009, 10:22

Der hat aber keine Erfahrung als Gemeindepfarrer, soweit ich das dem Lebenslauf entnehmen kann?
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overkott
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von overkott » Mittwoch 8. April 2009, 10:34

Kirche ist vor allem eine Personalgemeinschaft. Dies drückt sich in der Gemeinschaft des Papstes mit seinen Bischöfen und des Bischofes mit seinen Diözesanpriestern aus. Deshalb ist eine intakte Beziehung zum Personal des Bistums eine gute Voraussetzung für eine Bischofsernennung. Vorbilder gab es dafür schon im Erzbistum Paderborn, jüngst bei der Weihbischofsernennung in Berlin und nicht zuletzt in Trier. Eine Regel kann man daraus jedoch nicht ableiten, denn es gibt auch Ausnahmen in Fulda, München und Münster.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von ambo » Mittwoch 8. April 2009, 10:41

Hier das offizielle Porträt von der Bistumsseite:

http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier ... ge.PK=1262

@Raimund Josef H.: Nein, hat er nicht, nur zwei Kaplansjahre in Bad Breisig. Aber wenn man Papst werden kann, ohne je Gemeindepfarrer gewesen zu sein, wird es zum Bischof von Trier wohl reichen.

Ich finde folgendes sehr wichtig:

Trotz aller Spekulationen haben es das Trier Domkapitel und alle sonstigen Beteiligten, ob in Rom oder Berlin es geschafft bis zuletzt die Klappe zu halten. Sehr schön finde ich auch, dass man die Bekanntgabe zu Beginn der Chrisammesse vollzogen hat, ein sehr schönes und wichtiges Zeichen an den versammelten Diözesanklerus. Ausserdem dürfte es wohl kein Zufall sein, dass unser Heiliger Vater ein Priesterjahr ausgerufen hat und nun jemanden zum Bischof ernennt, der als Subregens des Trierer Seminars und als Regens des Spätberufenen-Seminars in Lantershof hier große Erfahrung vorzuweisen hat. Eine gewisse Kontinuität der Bischofsernennungen sehe ich auch darin, dass der Vorgänger von Ackermann in Lantershofen, der neue Münsteraner Bischof Felix Genn war. Und im Gegensatz zu dem was Overkott sich hier wieder zusammgesüllt hat, zeigt sich m.E. darin auch, dass hier jemanden die Chance gegeben wird sich für höhere Weihen zu empfehlen.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von overkott » Mittwoch 8. April 2009, 10:48

Merke: Nur ambo süllt nicht.

Willst du ihn gleich schon wieder wegloben? Gönn dem Bistum doch mal etwas Ruhe, sich an einen Bischof zu gewöhnen.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 8. April 2009, 10:56

Die brauchen ja jetzt auch noch einen neuen Weihbischof.
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von overkott » Mittwoch 8. April 2009, 11:16

Ich bewundere nicht nur die Größe des Papstes, den Verzicht von Wagner anzunehmen, auch in Trier hat er wieder für das Bistum entschieden. Das ist eine gute Ostervorbereitung.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Ecce Homo » Mittwoch 8. April 2009, 13:46

Heißt "für das Bistum", dass jetzt jeder wieder machen kann, was er/sie will?
Einige Aussagen von Laien kamen mir schon vor einiger Zeit zu Ohren, von wegen: Wir brauchen einen Bischof, der uns das nicht kaputt macht, was WIR aufgebaut haben (und auf Nachfrage kamen dann direkt als Beispiel die Laienpredigt... )

Aber bevor ich hier zu spekulieren anfange, freue ich mich erst mal, dass es einen neuen Trierer Oberhirten gibt - bin gespannt, wie er sich tatsächlich "schlägt"...
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and in OBEDIENCE she gives all that she will BECOME.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Asperges1976 » Mittwoch 8. April 2009, 17:28

Ich freue mich auch darüber, dass wir einen neuen Bischof haben, auch deshalb, weil die Ungeduld seitens des Katholikenrates langsam anfing umzukippen in Unverständnis und laute Kritik am langsamen Rom.

Ich weiß zur Zeit noch nicht, ob ich mich über die Ernennung freuen soll, wenn der Katholikenrat davon spricht, Ackermann sei ihr Wunschkandidat gewesen und er sei inhaltlich im Wesentlichen mit dem Katholikenrat identisch

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Maurus
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Maurus » Mittwoch 8. April 2009, 17:33

Asperges1976 hat geschrieben:Ich freue mich auch darüber, dass wir einen neuen Bischof haben, auch deshalb, weil die Ungeduld seitens des Katholikenrates langsam anfing umzukippen in Unverständnis und laute Kritik am langsamen Rom.

Ich weiß zur Zeit noch nicht, ob ich mich über die Ernennung freuen soll, wenn der Katholikenrat davon spricht, Ackermann sei ihr Wunschkandidat gewesen und er sei inhaltlich im Wesentlichen mit dem Katholikenrat identisch

Ich kenne den neuen Diözesanbischof jetzt nicht, aber das kann auch die übliche Vereinnahmungsmasche sein.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Asperges1976 » Mittwoch 8. April 2009, 20:08

Hier mal ein Link mit weiteren nützlichen Infos

http://www.volksfreund.de/totallokal/re ... 29,238419

Um 21.45 Uhr kommt in den Landesnachrichten auf SWR Rheinland-Pfalz ein Interview mit dem neuen Bischof.

ambo
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von ambo » Mittwoch 8. April 2009, 21:46

Ecce Homo hat geschrieben:Heißt "für das Bistum", dass jetzt jeder wieder machen kann, was er/sie will?
Einige Aussagen von Laien kamen mir schon vor einiger Zeit zu Ohren, von wegen: Wir brauchen einen Bischof, der uns das nicht kaputt macht, was WIR aufgebaut haben (und auf Nachfrage kamen dann direkt als Beispiel die Laienpredigt... )

Aber bevor ich hier zu spekulieren anfange, freue ich mich erst mal, dass es einen neuen Trierer Oberhirten gibt - bin gespannt, wie er sich tatsächlich "schlägt"...
Es steht ja im Bistum Trier mit Sicherheit nicht alles zum Besten, aber dass es seit den Zeiten von Bischof Marx irgendwo vom Ordinariat stillschweigend gedultete Laienpredigten geben sollte wäre mir neu. Hast Du da konkrete Beispiele? Meines Wissens war das selbst unter Spital nicht gedultet und der hat schon einigen Mist mitgemacht oder durchgehen lassen, wenn man sich auch nicht wie in Linz offen gegen die kirchliche Ordnung gestellt hat.

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taddeo
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von taddeo » Mittwoch 8. April 2009, 23:04

Wenn man die Bischofsernennungen der jüngsten Zeit (konkret seit Dr. Wagner in Linz) betrachtet - und nicht nur die europäischen, sondern weltweit -, dann fällt auf, daß die Mehrzahl der neu Ernannten (die nicht schon längere Zeit Bischöfe oder Weihbischöfe waren und zB nur versetzt wurden) in Rom studiert hat. Die Gregoriana und die anderen päpstlichen Universitäten hatten zwar schon immer den Ruf von Kaderschmieden, aber in jüngster Zeit greift der Papst offenbar verstärkt auf Leute zurück, die Rom schon mal näher kennengelernt haben und vielleicht dadurch etwas mehr gesamtkirchlichen (= katholischen?) Geist atmen als die Sumpfbrüter deutschsprachiger TheoFaks.
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Granuaile
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Granuaile » Donnerstag 9. April 2009, 05:50

taddeo hat geschrieben: ... die Sumpfbrüter deutschsprachiger TheoFaks.
:traurigtaps:
Bitte nein! Die deutschen theologischen Fakultäten und ihre Absolventen zu verunglimpfen, ist Kraftmeierei und bringt letztlich nichts.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Asperges1976 » Donnerstag 9. April 2009, 06:43

Papst Benedikt wird wohl auch die Akte Ackermann gut kennen. Er hat ihn zum Monsignore gemacht, ihn zum Weihbischof ernannt und jetzt zum Bischof. Wenn der Papst ihm nichts zutrauen würde, dann hätte er bestimmt nicht dreimal hintereinander diesen Namen unterschrieben.

Die Presse hat bisher die Ernennung einhellig begrüßt.

Er gilt als weltoffen, kommunikativ, pragmatisch, als unabhängiger Geist und als kirchenpolitisch nicht einem Lager zuordbar. Eigentlich gute Voraussetzungen für das Amt.

Es wird jetzt darauf ankommen, dass er seinen eigenen Stil findet und sich nicht von denen vereinnahmen lässt, die am lautesten etwas einfordern.

Programmatisch könne er derzeit noch keine Aussagen treffen, sondern müsse sich ersteinmal einarbeiten. Dabei orientiere er sich auch an den von Marx aufgestellten Arbeitspunkten.

Es kann sich also noch in alle Richtungen entwickeln.

Bleibt also alles abzuwarten. Beten wir für ihn !

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taddeo
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von taddeo » Donnerstag 9. April 2009, 11:06

Granuaile hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: ... die Sumpfbrüter deutschsprachiger TheoFaks.
:traurigtaps:
Bitte nein! Die deutschen theologischen Fakultäten und ihre Absolventen zu verunglimpfen, ist Kraftmeierei und bringt letztlich nichts.
Bitte doch! Ich habe selber an einer bayerischen Uni Theologie studiert und bin deren Absolvent, nehme mich also insofern nicht von meinem eigenen Vorwurf aus. Auch wenn ich das Glück hatte, auch ein Jahr an der Gregoriana zu verbringen, an der ich einen völlig anderen Geist des theologischen Studienbetriebes kennenlernen durfte.
Aber das, was man heute als Theologe können sollte, lernt man an unseren Unis definitiv nicht im erforderlichen Maße.
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overkott
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von overkott » Donnerstag 9. April 2009, 11:22

taddeo hat geschrieben:
Granuaile hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: ... die Sumpfbrüter deutschsprachiger TheoFaks.
:traurigtaps:
Bitte nein! Die deutschen theologischen Fakultäten und ihre Absolventen zu verunglimpfen, ist Kraftmeierei und bringt letztlich nichts.
Bitte doch! Ich habe selber an einer bayerischen Uni Theologie studiert und bin deren Absolvent, nehme mich also insofern nicht von meinem eigenen Vorwurf aus. Auch wenn ich das Glück hatte, auch ein Jahr an der Gregoriana zu verbringen, an der ich einen völlig anderen Geist des theologischen Studienbetriebes kennenlernen durfte.
Aber das, was man heute als Theologe können sollte, lernt man an unseren Unis definitiv nicht im erforderlichen Maße.
Ich schätze den Papst als Bonventura-Schüler, auch wenn er das heute gar nicht mehr so hoch hängen möchte.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von taddeo » Donnerstag 9. April 2009, 13:37

taddeo hat geschrieben:Wenn man die Bischofsernennungen der jüngsten Zeit (konkret seit Dr. Wagner in Linz) betrachtet - und nicht nur die europäischen, sondern weltweit -, dann fällt auf, daß die Mehrzahl der neu Ernannten (die nicht schon längere Zeit Bischöfe oder Weihbischöfe waren und zB nur versetzt wurden) in Rom studiert hat.
Heute gab's wieder eine Ernennung, die meine Beobachtung bestätigt:

http://212.77.1.245/news_services/bulle ... 09&lang=ge
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maliems
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von maliems » Freitag 10. April 2009, 00:41

overkott hat geschrieben:Ich bewundere nicht nur die Größe des Papstes, den Verzicht von Wagner anzunehmen, auch in Trier hat er wieder für das Bistum entschieden. Das ist eine gute Ostervorbereitung.

die gründe für wagner un die gründe für ackermann berühren sich in der berufungspastoral.

maliems
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von maliems » Freitag 10. April 2009, 00:49

Das wichtigste an Ackermann:

Er wird in wenigen Jahren, wenn die Antipole Lehmann (Zollitsch) -Meisner emeritiert sind, zu einer jungen Bischofsgeneration gehören, die mit den alten Schubladen brechen.

ambo
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von ambo » Freitag 10. April 2009, 11:56

Schöne und interessante Details über die Bischofswahl:

http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier ... t.PK=61220

Raimund J.
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Raimund J. » Freitag 10. April 2009, 12:25

Nuntiatursekretär Msgr. Prof. Dr. Rüdiger Feulner
Ein Dr. zu wenig.

Prof. Dr. Dr. Rüdiger Feulner. :)

Hervorragender Mann, der in seiner fränkischen Heimat auch des öfteren einen Gottesdienst zelebriert.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
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Linus
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Linus » Freitag 10. April 2009, 19:57

Raimund Josef H. hat geschrieben:
Nuntiatursekretär Msgr. Prof. Dr. Rüdiger Feulner
Ein Dr. zu wenig.

Prof. Dr. Dr. Rüdiger Feulner. :)

Hervorragender Mann, der in seiner fränkischen Heimat auch des öfteren einen Gottesdienst zelebriert.
Der war vorher in Österreich -ebenfalls in der Nuntiatur, aber nicht als Nuntiatursekretär sondern als Nunitaturrat. Und regelmäßig im Beichtkalender des Doms war er auch....
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von maliems » Sonntag 24. Mai 2009, 18:11

Das Messgewand war scheußlich.

Habe ich da eine Nebenbemerkung nach der Messe richtig interpretiert? War es en Geschenk des Domkapitels? Ich bin umgefallen.

Jetzt habe ich mit Motzen angefangen. Der Rest, soweit ich gesehen habe, war ansprechend.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von HeGe » Montag 25. Mai 2009, 14:17

maliems hat geschrieben:Das Messgewand war scheußlich.
Allerdings. :würg:

Dafür hat es mich sehr gefreut, dass sie die Laudes Regiae gesungen haben, wenn auch teilweise auf Deutsch. :daumen-rauf:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von Asperges1976 » Montag 27. Juli 2009, 13:55

Bischof Dr. Stephan Ackermann hat bei seinem ersten Treffen
mit den Dechanten aus den 35 Dekanaten des Bistums der Diözese
Trier folgendes gesagt (laut Pfarrbrief):
„Die Kirche muss den Menschen Gott geben und
nicht weniger.“ Das bedeute, die Kirche dürfe sich nicht in erster Linie als eine Institution
sehen, die sich etwa in Bildungsfragen, in der Sorge für die Mitmenschen,
in der Feier der Liturgie oder als eine Art Unterabteilung der Vereinten
Nationen für Werte erschöpfe, und sie dürfe sich nicht zu sehr Effektivitäts-
Gesichtspunkten unterwerfen. Sie habe vielmehr die Aufgabe, ihre
Überzeugung von der Wirklichkeit und Gegenwart Gottes zu leben und
weiter zu tragen.

:)

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von civilisation » Mittwoch 2. September 2009, 10:48

:nein:

Bischof Ackermann aus Trier "zeigt Kante". Er läßt den kondomfreundlichen (und -verteilenden??) Priester seiner Diözese weitere 5 Jahre in Südafrika seine AIDS-Projekte weiterführen.

Laut der "Saarbrücker Zeitung" wird Ackermann in den Himmel gehoben. "Obama des Bistums Trier" wird er dort genannt.
Einen kleinen Fall Hasenhüttl bekommt gleich zu Beginn seiner Amtszeit auch Ackermann auf den Tisch. Es geht um den in Südafrika tätigen Bitburger Aids-Priester Stefan Hippler. Mit seiner öffentlich erhobenen Forderung, der Papst solle den Gebrauch von Kondomen endlich zulassen, ist der 49-Jährige in Rom mehrfach angeeckt. Die für Auslandseinsätze von Priestern zuständige Deutsche Bischofskonferenz gibt vor drei Monaten bekannt, Hipplers Ende September auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern.

Damit liegt der Schwarze Peter bei Hipplers Heimatbistum Trier. Die erste Bewährungsprobe für Bischof Stephan Ackermann, von dem konservative Katholiken erwarten, dass er mit dem widerspenstigen Priester ähnlich verfährt wie Marx mit Hasenhüttl.

Doch der jüngste deutsche Diözesan-Bischof macht das genaue Gegenteil und zeigt damit das erste Mal Kante: Wie Ackermann kürzlich bestätigte, bleibt Stefan Hippler für mindestens fünf weitere Jahre in Südafrika und kümmert sich dort um Auf- und Ausbau von Hilfsprojekten für Aids-Infizierte. Eine mutige Entscheidung Ackermanns, für die er von anderen Bischöfen nicht nur Lob einheimsen dürfte.

Quelle: http://www.saarbruecker-zeitung.de/nach ... 57,317362

Damit dürfte die Gesinnung des neuen Bischofs von Trier klar sein.

michaelis
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von michaelis » Mittwoch 2. September 2009, 12:38

Vielleicht ist es auch nur die bischöfliche Variante des Florians-Prinzips:

"Besser in Südafrika als hier bei mir im Bistum."

civilisation
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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von civilisation » Mittwoch 2. September 2009, 12:44

michaelis hat geschrieben:Vielleicht ist es auch nur die bischöfliche Variante des Florians-Prinzips:

"Besser in Südafrika als hier bei mir im Bistum."

Das glaube ich eigentlich weniger. - Aber es sind ja die ersten 100 Tage, die immer ein wenig "Furore" machen. - Auch im Bereich der Kirche.

Dennoch stimmen mich die Pressemeldungen über Ackermann doch nachdenklich - z.B. im Punkte "Obama des Bistums Trier".

Man wird sehen.

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Re: Neuer Bischof von Trier

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 2. September 2009, 12:57

Man muss jedem Bischof ein Jahr Einarbeitung und Akklimatisierung zugestehen. In schwierigen Diözesen auch zwei. Aber danach sollte sich langsam das Profil abzeichnen.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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