Der Fastenthread

Fragen, Antworten, Nachrichten.

Moderator: Protasius

Fastet ihr dieses Jahr mit?

Ich faste selbstverständlich nach strengen Regeln mit!
36
35%
Ich faste in lockerer Form
54
52%
Ich faste gar nicht
14
13%
 
Abstimmungen insgesamt: 104

Romanus
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Re: Der Fastenthread

Beitrag von Romanus » Sonntag 12. Februar 2017, 13:00

Sempre hat geschrieben:
Sonntag 12. Februar 2017, 12:29
Romanus hat geschrieben:
Sonntag 12. Februar 2017, 12:05
der Würzburger Fastenprediger Generalvikar Dittmeyer
Dittmeyer unterschrieb die Fastendispense. Die Predigt hingegen ist vom Bamberger Erzbischof Johann Jakob von Hauck, der 1920-1924 apostolischer Administrator in Würzburg war.
Ok.
„Die Kirche ist ein Kind der Zeit, Gott aber nicht, und der Bischof von Rom, sein Stellvertreter, kann zeitlichen Mächten nicht dienlich sein.“ (Andreas Kilb)

fyndig
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Re: Der Fastenthread

Beitrag von fyndig » Sonnabend 18. Februar 2017, 14:27

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 1. Februar 2017, 13:26
Kleinwald hat geschrieben:
Mittwoch 1. Februar 2017, 13:17
Bald geht's ja wieder los mit dem Fasten und mich bewegt eine vielleicht etwas seltsame Frage :blinker:

Der gutsortierte Biofachhandel bietet ja inzwischen alles an Fleischersatz an, was man sich so denken kann. Vom vegetarischen Brotaufstrich bis zur veganen halben Sau auf Brötchen ist alles zu haben und wenn man die geistige Barriere einmal überschritten hat, schmeckt manches auch gar nicht so schlecht.

Wie steht's aber nun um den Verzicht, wenn man sich mit solchen Dingen behilft? Andererseits isst man ja sonst auch nicht nichts, sondern anders... :hmm: Meinungen? :detektiv:
Der Fleischverzicht ist die Abstinenz. Die kann auch ohne Fasttag gehalten werden. Etwa übermorgen, 3. Februar.
Fasten ist was anderes. Fasten bedeutet nur einmal pro Tag eine sättigende Mahlzeit einnehmen (an Tagen, wo Fleisch erlaubt ist, u.U. mit Fleisch!), sonst aber nichts, sondern höchstens eine Kollation morgens und abends (bzw. mittags, wenn die sättigende Mahlzeit am Abend ist).
Die Frage ist noch nicht so ganz beantwortet, finde ich. Neben dem gemeinsamen Fasten der Kirche gibt es ja das individuelle Opfer bzw. Verzicht auf angenehme Gewohnheiten, wie Alkohol, Smartphone etc.

Auf Fleisch zu verzichten ist dabei eine gute Sache und voll im Einklang mit der Tradition.
Fleisch war verboten, ebenso Fett, Alkohol, aber auch Laktizinien, also alles, was aus Milch besteht sowie Eier.
http://www.badische-zeitung.de/panorama ... 92059.html
Bei den Orthodoxen ist das ja heute noch so ähnlich.

Das demonstrative Ablehnen einer fleischarmen Ernährung bei den Tradis ist irgendwie eine ziemlich moderne Entwicklung :P

Gutes Fleisch ist auch heute noch teuer und damit ein gewisser Luxus. Ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf Tiere und Umwelt.

Wenn man auf Eier und Milchprodukte nicht verzichtet, kommt man auch gut ohne "Kunstfleisch" aus. Ich denke an Kartoffeln mit Quark, Pasta/Lasagne/Pizza (alles traditionell ganz oft ohne Fleisch in Italien), Salat mit Feta, Cremesuppen, Aufläufe, diverse Bratlinge, Hülsenfrüchte (Linsensuppe/Falafel/Hummus) etc.

Die ganzen Ersatzprodukte sind einerseits recht teuer, anderseits hochverarbeitete Industrie-Lebensmittel. Da würde ich im Sinne der Einfachheit eher auf regionale/saisonale Lebensmittel setzen und diese selbst zubereiten.

fyndig
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Re: Der Fastenthread

Beitrag von fyndig » Sonnabend 18. Februar 2017, 15:24

Mal eine grundsätzliche Frage: 1987 hat die Deutsche Bischofskonferenz die "Weisungen zur Bußpraxis, zur Sonntagsfeier
und zur Osterkommunion" herausgebracht - und nur das gilt für Katholiken in Deutschland!?

- In der österlichen Bußzeit "büßt" jeder an den 40 Tagen individuell mit "Gebet, Verzicht, Versöhnung und Nächstenliebe Christus" und jeder soll ein spürbares Geldopfer geben. Verbindliche Vorgaben bzgl. der Ernährung gibt es keine.

- Nur an Aschermittwoch und Karfreitag gilt Abstinenz von Fleisch und Fasten (1 Sättigung + 2 kleine Stärkungen).

- An allen Freitagen (außer an Festtagen) gilt i.d.R. Abstinenz von Fleisch und/oder "Einschränkung im Konsum und Hilfeleistung für den Nächsten" + Erspartes teilen.

Was im Netz überall herumgeistert - sogar bei katholisch.de - von der 40-tägigen "Fastenzeit" ("Zudem sollen sie nur eine volle Mahlzeit am Tag und je zwei kleinere Stärkungen zu sich nehmen.") fällt heutzutage unter das individuelle Verzichten.
http://www.katholisch.de/glaube/unser-k ... -tage-ohne

Komisch, dass man die "offiziellen Bußregeln" nicht auf der Internetpräsenz der Bischofskonferenz findet, sondern beim Bistum Augsburg. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, die Kirche wolle diese gar nicht verbreiten. :hae?:
https://bistum-augsburg.de/Hauptabteilu ... -und-heute

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Hubertus
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Re: Der Fastenthread

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 18. Februar 2017, 16:31

fyndig hat geschrieben:
Sonnabend 18. Februar 2017, 14:27
Die Frage ist noch nicht so ganz beantwortet, finde ich. Neben dem gemeinsamen Fasten der Kirche gibt es ja das individuelle Opfer bzw. Verzicht auf angenehme Gewohnheiten, wie Alkohol, Smartphone etc.
Ja sicher. Freiwillig darf man sich immer noch mehr Bußwerke auferlegen.
fyndig hat geschrieben:
Sonnabend 18. Februar 2017, 14:27
Auf Fleisch zu verzichten ist dabei eine gute Sache und voll im Einklang mit der Tradition.
Fleisch war verboten, ebenso Fett, Alkohol, aber auch Laktizinien, also alles, was aus Milch besteht sowie Eier.
http://www.badische-zeitung.de/panorama ... 92059.html
Bei den Orthodoxen ist das ja heute noch so ähnlich.

Das demonstrative Ablehnen einer fleischarmen Ernährung bei den Tradis ist irgendwie eine ziemlich moderne Entwicklung :P
:hae?: Es geht lediglich darum, die Begriffe auseinanderzuhalten. Ich selber z.B. ernähe mich auch fleischarm.
fyndig hat geschrieben:
Sonnabend 18. Februar 2017, 14:27
Gutes Fleisch ist auch heute noch teuer und damit ein gewisser Luxus. Ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf Tiere und Umwelt.

Wenn man auf Eier und Milchprodukte nicht verzichtet, kommt man auch gut ohne "Kunstfleisch" aus. Ich denke an Kartoffeln mit Quark, Pasta/Lasagne/Pizza (alles traditionell ganz oft ohne Fleisch in Italien), Salat mit Feta, Cremesuppen, Aufläufe, diverse Bratlinge, Hülsenfrüchte (Linsensuppe/Falafel/Hummus) etc.

Die ganzen Ersatzprodukte sind einerseits recht teuer, anderseits hochverarbeitete Industrie-Lebensmittel. Da würde ich im Sinne der Einfachheit eher auf regionale/saisonale Lebensmittel setzen und diese selbst zubereiten.
Was willst Du konkret mitteilen?
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Der Fastenthread

Beitrag von fyndig » Sonnabend 18. Februar 2017, 21:01

Hubertus hat geschrieben:
Sonnabend 18. Februar 2017, 16:31
fyndig hat geschrieben:
Sonnabend 18. Februar 2017, 14:27
Auf Fleisch zu verzichten ist dabei eine gute Sache und voll im Einklang mit der Tradition.
Fleisch war verboten, ebenso Fett, Alkohol, aber auch Laktizinien, also alles, was aus Milch besteht sowie Eier.
http://www.badische-zeitung.de/panorama ... 92059.html
Bei den Orthodoxen ist das ja heute noch so ähnlich.

Das demonstrative Ablehnen einer fleischarmen Ernährung bei den Tradis ist irgendwie eine ziemlich moderne Entwicklung :P
:hae?: Es geht lediglich darum, die Begriffe auseinanderzuhalten. Ich selber z.B. ernähe mich auch fleischarm.
...und ich bin auch eher traditionell (und mampfe gerade ein Bratwürstchen) ;)

Ich meinte solche Kommentare:
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 8. Februar 2015, 14:19
Coturnix hat geschrieben:Da ich mich das ganze Jahr über fleisch- und fischlos ernähre, bin ich noch nicht ganz sicher, wie ich das mit der Fastenzeit und den Freitagen handhaben soll. Möglicherweise wäre der Verzicht auf Eier und Milchprodukte eine Lösung.
Wenn Du Dich das ganze Jahr über nicht katholisch ernährst, dann brauchst Du in der Fastenzeit auch nicht heuchlerisch damit anzufangen das abzustellen.
Wobei damit ja niemand so recht einverstanden war - hatte ich falsch wahrgenommen.
fyndig hat geschrieben:
Sonnabend 18. Februar 2017, 14:27
Gutes Fleisch ist auch heute noch teuer und damit ein gewisser Luxus. Ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf Tiere und Umwelt.

Wenn man auf Eier und Milchprodukte nicht verzichtet, kommt man auch gut ohne "Kunstfleisch" aus. Ich denke an Kartoffeln mit Quark, Pasta/Lasagne/Pizza (alles traditionell ganz oft ohne Fleisch in Italien), Salat mit Feta, Cremesuppen, Aufläufe, diverse Bratlinge, Hülsenfrüchte (Linsensuppe/Falafel/Hummus) etc.

Die ganzen Ersatzprodukte sind einerseits recht teuer, anderseits hochverarbeitete Industrie-Lebensmittel. Da würde ich im Sinne der Einfachheit eher auf regionale/saisonale Lebensmittel setzen und diese selbst zubereiten.
Hubertus hat geschrieben:
Sonnabend 18. Februar 2017, 16:31

Was willst Du konkret mitteilen?
Konkret: Fleischersatz ist ein Luxus, auf den man gut verzichten kann - vor allem wenn man Eier und Milchprodukte zu sich nimmt.

Raphaela
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Re: Der Fastenthread

Beitrag von Raphaela » Sonntag 5. März 2017, 19:36

Hier mal ein Blogeintrag zum Thema fasten:
http://christi-braut.blogspot.de/2017/0 ... orbei.html
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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