Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

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Raimund J.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Raimund J. »

Ich habe neulich eine Konversion (ev. -> kath.) mitbekommen, da gab es ein, zwei Gespräche und anschliessend an einem Sonntag dann die Aufnahme in die Kirche incl. Firmung.
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cantus planus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von cantus planus »

Ich halte das für äußerst bedenklich. Den Priester, der in 2 Stunden alle Glaubensfragen erschöpfend und nachhaltig behandelt, möchte ich sehen. :nein:
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Raimund J.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Raimund J. »

cantus planus hat geschrieben:Ich halte das für äußerst bedenklich. Den Priester, der in 2 Stunden alle Glaubensfragen erschöpfend und nachhaltig behandelt, möchte ich sehen. :nein:
Das sehe ich auch so. Und ich möchte lieber auch gar nicht wissen, was bei diesen "Gesprächen" erzählt wurde.
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Gamaliel
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Gamaliel »

Das ist nicht nur bedenklich, das ist ein Witz! Aber vermutlich hat der Priester alles gesagt, was er wußte und damit war für ihn der ideale Zeitpunkt gekommen.

Im übrigen geht es bei einer Konversion/Erwachsenentaufe nicht nur um eine hinreichende Vermittlung des Glaubenswissens, sondern z.B. auch um die Einübung in das praktische religiöse Leben, sowohl den regelmäßigen Meßbesuch,..., wie auch das persönliche Gebetsleben.

Die Zeitdauer wird je nach den Umständen variieren, aber unter einem Jahr geht seriöserweise gar nichts.

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cantus planus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von cantus planus »

Gamaliel hat geschrieben:Die Zeitdauer wird je nach den Umständen variieren, aber unter einem Jahr geht seriöserweise gar nichts.
:ja: :ja: :ja:
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Firmian
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Firmian »

Ich schätze aber mal, daß jemand, der sich zur Konversion entschließt, sich bereits vorher ausführlich mit den Glaubensinhalten beschäftigt hat. Heutzutage geschieht das ja in der Regel aus Überzeugung und nicht aus mehr so oft wie früher aus Familienraison (Einheirat in kath. Familie, Schwiegereltern machen das zur Bedingung zur Zustimmung...). Kommt daher m.E. auf den Einzelfall an. Viele werden sich bereits besser auskennen als der statistische Durchschnittskatholik.

Jetzt auch im Vergleich dazu, daß bei einer Kindstaufe in der Regel überhaupt keine Katechese erfolgt, auch nicht für die Eltern (die vielleicht bei ihrer eigenen Firmung das letzte Mal in einer Kirche waren, oder bei der Beerdigung der Oma.)

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cantus planus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von cantus planus »

Firmian hat geschrieben:Jetzt auch im Vergleich dazu, daß bei einer Kindstaufe in der Regel überhaupt keine Katechese erfolgt, auch nicht für die Eltern (die vielleicht bei ihrer eigenen Firmung das letzte Mal in einer Kirche waren, oder bei der Beerdigung der Oma.)
Das ist ja ein Skandal, der dem obengenannten in nichts nachsteht. Wenn sowohl die Eltern als auch die Paten keine Ahnung und kein Interesse haben, dürfte der Priester m. E. gar nicht so einfach taufen. Da müsste man erstmal einen echten Paten finden. Gleiches gilt bei konfessionsverschiedenen Ehen, wo von vornherein sichtbar ist, dass das Versprechen, die Kindern im katholischen Glauben erziehen zu wollen, nichts wert ist.
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Firmian
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Firmian »

Wir entfernen uns ziemlich vom Strangthema.....

Aber das habe ich mir natürlich auch schon überlegt. Daß etwas so ist, wie es ist (hier: Kindstaufe kriegt de facto jeder, wenn zumindest ein Elternteil auf dem Papier katholisch ist), heißt ja noch lange nicht, daß das gut ist und andere Handlungswesen (hier: Erwachsenentaufe/Konversion) daran gemessen werden.

Ist nur eine Abwägungsfrage, ob man durch eine Verweigerung der Taufe in der heutigen säkularen Welt, besonders in den fünf inzwischen nicht mehr so neuen Ländern, den Kindern nicht die Chance nimmt, jemals mit der Kirche in Kontakt zu kommen.

Aber das führt im Kommunionstrang jetzt wirklich zu weit.

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Christiane
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Christiane »

Raimund Josef H. hat geschrieben:Ich habe neulich eine Konversion (ev. -> kath.) mitbekommen, da gab es ein, zwei Gespräche und anschliessend an einem Sonntag dann die Aufnahme in die Kirche incl. Firmung.
Nun ja, wenn es um eine Konversion vom Protestantismus in die Kirche geht, geht das auch beim Neokatechumenat fixer als eine Erwachsenentaufe. Eine Schwester aus meiner Gemeinschaft ist Konvertitin. Bei ihr hat das knapp zwei Jahre gedauert (Oder war's eins? Ich weiß schon gar nicht mehr genau). Ist jetzt nicht so der große zeitliche Unterschied zu meiner Wartezeit, aber ich war wie gesagt auch eine Ausnahme. Normalerweise dauert es für erwachsene Taufanwärter beim NK im Schnitt so sieben Jahre, bis sie getauft werden.

Christiane
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Christiane
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Christiane »

Firmian hat geschrieben:Ich schätze aber mal, daß jemand, der sich zur Konversion entschließt, sich bereits vorher ausführlich mit den Glaubensinhalten beschäftigt hat. [...] Viele werden sich bereits besser auskennen als der statistische Durchschnittskatholik.
Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
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Jacinta
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Jacinta »

Christiane hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Ich habe neulich eine Konversion (ev. -> kath.) mitbekommen, da gab es ein, zwei Gespräche und anschliessend an einem Sonntag dann die Aufnahme in die Kirche incl. Firmung.
Nun ja, wenn es um eine Konversion vom Protestantismus in die Kirche geht, geht das auch beim Neokatechumenat fixer als eine Erwachsenentaufe. Eine Schwester aus meiner Gemeinschaft ist Konvertitin. Bei ihr hat das knapp zwei Jahre gedauert (Oder war's eins? Ich weiß schon gar nicht mehr genau). Ist jetzt nicht so der große zeitliche Unterschied zu meiner Wartezeit, aber ich war wie gesagt auch eine Ausnahme. Normalerweise dauert es für erwachsene Taufanwärter beim NK im Schnitt so sieben Jahre, bis sie getauft werden.

Christiane
Mir ist aufgefallen, dass bei diesen Kursen (ich meine jetzt nicht das NK) die heute gesellschaftlich aktuten Problemthemen wie Konkubinat, Sonntagspflicht, Abtreibungsverbot, "Pille", Homosexualität etc. anscheinend bewußt ausgeklammert werden, wohl um niemanden abzuschrecken.

Bei einer Bekannten hat es bis zur Taufe gerademal ein reichliches halbes Jahr gedauert. Letztlich ist es auch hier wie meist sonst in der Kirche: Notweniges Wissen bekommt man nicht vermittelt, man muss es sich mühsam durch gezieltes Nachfragen und Selbststudium erkämpfen.
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
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Jacinta
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Jacinta »

Christiane hat geschrieben:
Firmian hat geschrieben:Ich schätze aber mal, daß jemand, der sich zur Konversion entschließt, sich bereits vorher ausführlich mit den Glaubensinhalten beschäftigt hat. [...] Viele werden sich bereits besser auskennen als der statistische Durchschnittskatholik.
Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
Dshalb ist man häufig einem gewissen Argwohn der "geborenen" Katholiken ausgesetzt. Deshalb ist es besser, sich dumm zu stellen. ;)
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cantus planus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von cantus planus »

Jacinta hat geschrieben:Mir ist aufgefallen, dass bei diesen Kursen (ich meine jetzt nicht das NK) die heute gesellschaftlich aktuten Problemthemen wie Konkubinat, Sonntagspflicht, Abtreibungsverbot, "Pille", Homosexualität etc. anscheinend bewußt ausgeklammert werden, wohl um niemanden abzuschrecken.
Es geht dabei vermutlich nicht nur um Abschreckung (die meisten Konvertieten dürften diese Problempunkte schon vorher wahrgenommen haben, so dass sie das nicht schreckt), sondern vielmehr um die Peinlichkeit, dass viele Geistliche, die solche Kurse leiten, zugeben müssten, dass sie selber nicht mehr hinter der Lehre der Kirche stehen.

Das ist überhaupt eines der großen Probleme der Pastoral unserer Tage: es werden Leute mit der kirchlichen "PR-Arbeit" beauftragt, die selber nicht fest im Glauben stehen oder zentrale Punkte sogar offen leugnen, daher nur Allgemeinheiten von sich geben, und andere Dinge bewusst verschweigen. So bleibt ein ambivalentes Bild bei Interessenten zurück, die meist sehr genau spüren, ob jemand das, was er predigt, auch lebt oder ob er nur eine Rolle spielt.

Es ist kein Zufall, dass gerade die großstädtischen Pastoralangebote oft mit gewaltigen Personal- und Finanzressourcen angeschoben werden, deren Erfolg gen Null tendiert. Konversionen etc. ereignen sich hingegen immer nur in Kleingruppen, Einzelgesprächen, in geistlichen Gemeinschaften etc.
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Raimund J.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Raimund J. »

Jacinta hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:
Firmian hat geschrieben:Ich schätze aber mal, daß jemand, der sich zur Konversion entschließt, sich bereits vorher ausführlich mit den Glaubensinhalten beschäftigt hat. [...] Viele werden sich bereits besser auskennen als der statistische Durchschnittskatholik.
Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
Dshalb ist man häufig einem gewissen Argwohn der "geborenen" Katholiken ausgesetzt. Deshalb ist es besser, sich dumm zu stellen. ;)
Und was soll das bringen? Wer hat da etwas davon? Du sollst Deinen Glauben bekennen und Dein Wissen nicht für Dich behalten.
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Christiane
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Christiane »

Jacinta hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:
Firmian hat geschrieben:Ich schätze aber mal, daß jemand, der sich zur Konversion entschließt, sich bereits vorher ausführlich mit den Glaubensinhalten beschäftigt hat. [...] Viele werden sich bereits besser auskennen als der statistische Durchschnittskatholik.
Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
Dshalb ist man häufig einem gewissen Argwohn der "geborenen" Katholiken ausgesetzt. Deshalb ist es besser, sich dumm zu stellen. ;)
Dabei bezog ich mich hier noch nichtmal auf irgendwelches Expertenwissen, sondern lediglich auf das kleine Einmaleins des Glaubens.

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Raimund J.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Raimund J. »

Jacinta hat geschrieben: Deshalb ist es besser, sich dumm zu stellen. ;)
Diese Aussage gefällt mir nach wie vor ganz und gar nicht. Ich hoffe, daß Jacinta dazu nochmal Stellung nimmt.
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Knecht Ruprecht
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Knecht Ruprecht »

Ich möchte einmal anmerken, dass es eine gute Erfiindung ist, nach der Predigt zu singen, da man so wieder etwas wacher wird. Aber das war nicht mein einziger Gedanke, der mir auf der Krichenbank einfiel. Der Nächste hat nämlich direkt etwas mit der Kommunion zu tun. Der Priester vergibt die Kommunion ja immer erst einmal an die Ministranten. Dies geschieht dann in einer soften Variante der Kreiskommunion, ich "dürfte" ja die hardcore Variante der Kreiskommunion in einer duisburger Gemeinde erleben, was ja überhaupt zur Entstehung dieses Threads geführt hat. Jedenfalls stehen alle Ministranten ja sozusagen im Halbkreis um den Alter, nehmen die Kommunion mit der Hand auf und stecken sich diese anschließend gleichzeitig in den Mund. Was passiert eigentlich mit einem Ministranten, der es vorzieht die Kommunion mit dem Mund aufzunehmen? Der tanz dann ja völlig aus der Reihe. Gebe es nach dem Gottesdienst für die Mundkommunion Ärger?

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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von HeGe »

Knecht Ruprecht hat geschrieben:Was passiert eigentlich mit einem Ministranten, der es vorzieht die Kommunion mit dem Mund aufzunehmen?
Der dürfte die längste Zeit Messdiener gewesen sein. Das Konzil hat die Mundkommunion schließlich verboten. :roll:
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Knecht Ruprecht
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Knecht Ruprecht »

Im Grunde sehe ich bei der deutschen Amtskirche den Tatbestand der Nötigung zur Handkommunion, den man beim Vatikan zur Anzeige bringen müsste. Da der Gottesdienstablauf auf die Handkommunion zugeschnitten ist, sei es bei den Messdienern oder den Gottesdienstbesuchern. Den traditionellen Christen bleibt damit nur der Ungehorsam, indem man aus der Reihe tanzt.

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Marion
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Marion »

Die Nötigung müsstest du nachweisen. Das kriegst du wahrscheinlich nicht hin, auch wenn sie jedem noch so offensichtlich wäre.
Aus der Reihe tanzen, indem man die Mundkommunion nimmt, ist aber kein Ungehorsam! Auch nicht wenn es sich so anfühlt.
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Firmian
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Firmian »

Nötigung im strafrechtlichen Sinne ist's sicher nicht, aber ich bilde mir ein, diese Form - alle kriegen die Hostie nacheinander und stecken sie gemeinsam in den Mund - auch bei Erstkommunionfeiern schon gesehen zu haben.

Und das acht- oder neunjährige Kind möchte ich sehen, das dann sagt, ich hätt's aber gern als Mundkommunion und kann daher da nicht mitmachen.

Stimmt schon, de facto wird die "geduldete" Form zur einzig möglichen gemacht. Den Erfindern der Synchron-Kommunion kann man wahrscheinlich nicht mal einen Vorwurf machen; die kamen wohl gar nicht auf die Idee, daß einer Mundkommnion machen könnte.

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Marion
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Marion »

Firmian hat geschrieben: [...] Den Erfindern der Synchron-Kommunion kann man wahrscheinlich nicht mal einen Vorwurf machen; die kamen wohl gar nicht auf die Idee, daß einer Mundkommnion machen könnte.
Denen die diese Form aber weiterhin dulden oder pflegen (und nicht sofort wieder abschaffen und verbieten) obwohl sie mit dem Problem schon konfrontiert wurden oder auch nur ein einziges Mal gehört haben, daß es ein solches Problem mit sich bringt, kann (wenn nicht sogar muss) man aber schon einen Vorwurf machen.
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Jacinta
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Jacinta »

Firmian hat geschrieben:Nötigung im strafrechtlichen Sinne ist's sicher nicht, aber ich bilde mir ein, diese Form - alle kriegen die Hostie nacheinander und stecken sie gemeinsam in den Mund - auch bei Erstkommunionfeiern schon gesehen zu haben.

Und das acht- oder neunjährige Kind möchte ich sehen, das dann sagt, ich hätt's aber gern als Mundkommunion und kann daher da nicht mitmachen.

Stimmt schon, de facto wird die "geduldete" Form zur einzig möglichen gemacht. Den Erfindern der Synchron-Kommunion kann man wahrscheinlich nicht mal einen Vorwurf machen; die kamen wohl gar nicht auf die Idee, daß einer Mundkommnion machen könnte.
Bei meiner Erstkommunion war Mundkommunion kein Problem, habe mich allerdings nicht gekniet. Ich knie bei der Kommunion erst, seitdem die Alte Messe für mich entdeckt habe und dadurch weiss, wie sich eine Kommunionbank in Benutzung anfühlt. :heiligenschein: Vor der (Erwachsenen-)Erstkommunion gab es sogar den Hinweis, dass beides möglich sei.

Ich fürchte, dass ein Kind machen wird, was es von den Eltern und "allen anderen" sieht und - wenn überhaupt - erst im Erwachsenenalter ggf. hinterfragen wird.
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Firmian
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Firmian »

Jacinta hat geschrieben: Bei meiner Erstkommunion war Mundkommunion kein Problem, habe mich allerdings nicht gekniet.
Rein aus Neugier: Wo und wann war das?

In meiner Heimat, im Bistum Limburg, hatten wir zwar "Reihen-Kommunion", es wäre also kein logistisches Problem gewesen, aber daß es Mundkommunion überhaupt gibt, wurde nie thematisiert und war mir wahrscheinlich damals (Mitte der 70er Jahre) gar nicht bekannt.

(Irgendwann fiel mir das mal auf, daß es {ganz wenige, meist älterere} Leute gab, die sich die Hostie in den Mund stecken ließen. Ich erzählte das mal meinen Eltern als Kuriosum, und die erklärten mir, das sei "früher" mal so üblich gewesen.)

Ich weiß nicht, ob's an der Diözese lag oder an der Zeit. Jetzt in Wien ist - in den "normalen" Pfarrgemeinden die Mundkommunion zwar in der Munderheit, aber doch eine erkennbare Minderheit (würde sagen ein Viertel bis ein Drittel, aber ich führe da natürlich keine Statistik; wer halt zufällig vor mir steht, da seh' ich's halt.

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Knecht Ruprecht
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Knecht Ruprecht »

Also ich bin immer der einzigste, der die Kommunion mit dem Mund aufnimmt und ich habe schon in mehreren Städten gewohnt. Somit ist die Mundkommunion in Deutschland ausgestorben. Ich bin der einzigste der aus der Reihe tanzt.

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Firmian
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Firmian »

Ganz Deutschland?

In Passau gibt's die Mundkommunion schon noch. Zumindest sind nach meiner Erfahrung Priester nicht irritiert, wenn man die Hand nicht hinhält.

Ecce Homo
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Ecce Homo »

Knecht - ich wohne in der Nähe einer Pfarrei, wo ca. 90% aller Kommunikanten Mundkommunion praktizieren. An der Kommunionbank knieend.
Ebenso in der Pfarrei meines Beichtvaters. Und das ist auch Deutschland.
Ab und an sollte man über seinen eigenen Tellerrand mal rausschauen...
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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Jacinta
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Jacinta »

Ich hatte den Vorbereitungsunterricht bei einem neo-konservativen Priester. Ich habe mich mittlerweile schon vor mehreren Bischöfen zur Kommunion gekniet. Keiner hat irgendwie erkennbar "außergewöhnlich" reagiert. Bei "normalen" Priestern ist es dagegen schon auffällig. Ich würde schon fast behaupten wollen, dass ein Priester einen Offenbarungseid leistet, sobald sich jemand bei der Kommunion vor ihm niederkniet. Wirklich wohl fühle ich mich (mal die Alte Messe ausgeklammert) in Sachen Kommunion nur bei einem einzigen, sehr jungen Priester, der als Konservativer (ob mit oder ohne "neo-" konnte ich noch nicht herausfinden) leider von seinen Kollegen und Vorgesetzten spürbar gemobbt wird. Er scheint sich zu freuen, wenn sich endlich mal jemand überwindet...

Ansonsten stimmt es, dass die Kommunion regional sehr unterschiedlich praktiziert wird. (Es bekreuzigt sich auch kaum jemand beim Schuldbekenntnis und bei der Wandlung. Gekniet wird beim Schlusssegen auch nicht. Dafür bleibt man solange stehen, bis dem Priester die Hostien übergeben wurden, und bleibt während und nach der Austeilung der Kommunion solange in der Bank knien, bis der Leib des Herrn wieder im Tabernakel ist.)
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Peregrin
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Peregrin »

Jacinta hat geschrieben: Wirklich wohl fühle ich mich (mal die Alte Messe ausgeklammert) in Sachen Kommunion nur bei einem einzigen, sehr jungen Priester, der als Konservativer (ob mit oder ohne "neo-" konnte ich noch nicht herausfinden) leider von seinen Kollegen und Vorgesetzten spürbar gemobbt wird. Er scheint sich zu freuen, wenn sich endlich mal jemand überwindet...
Wir haben zwei junge Priester (na gut, so um die vierzig), die auch nicht mit der Wimper zucken, wenn jemand einmal den Mund aufmacht oder sich gar hinkniet. Mir kommt sogar vor, der eine hält die Hostie immer hoffnungsvoll auf Mundhöhe hin, um sie dann resignierend runter in die Hände zu legen.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

Vulpius Herbipolensis
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Vulpius Herbipolensis »

Knecht Ruprecht hat geschrieben:... der einzigste, der ... der einzigste ...
Drei Stunden Nachsitzen in der Deutschschule! :regel:
Vulpius
Domum superborum demolietur Dominus.

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Hubertus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Hubertus »

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Knecht Ruprecht hat geschrieben:... der einzigste, der ... der einzigste ...
Drei Stunden Nachsitzen in der Deutschschule! :regel:
Vulpius
anneke6 (in den Kommentaren zum Moderatorenprotokoll) hat geschrieben:Knecht Ruprecht ist kein deutscher Muttersprachler [...]
Angesichts der Tatsache, daß diese Form (leider) auch unter Muttersprachlern nicht auszurotten ist, plädiere ich in vorliegendem Falle für ein wenig Nachsicht ... :blinker:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

Vulpius Herbipolensis
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Vulpius Herbipolensis »

Eine Stunde?
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